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Harte EU-Sanktionen gegen Ungarn

22.02.2012 | 18:34 |   (Die Presse)

Als erstes EU-Land bekommt Ungarn die strengeren neuen Budgetregeln zu spüren. Die Kommission friert 500 Millionen Euro an Fördergeldern ein. Für dieses Geld ist der österreichische EU-Kommissar Hahn zuständig.

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Brüssel/Ag./Wb. „Das ist keine Strafe, sondern ein Anreiz, damit Ungarn seine Budgetprobleme wieder in den Griff bekommt.“ Mit diesen Worten verteidigte EU-Kommissar Johannes Hahn die bisher härtesten Sanktionen gegen ein Mitgliedsland wegen anhaltender Haushaltsprobleme. Die EU-Kommission beschloss am Mittwoch, Fördergelder aus dem Kohäsionsfonds an Ungarn in der Höhe von nicht weniger als 495 Millionen Euro einzufrieren. Für dieses Geld ist der österreichische EU-Kommissar Hahn zuständig. Die Förderungen entsprechen 0,5Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes.

Erstmals werden damit die verschärften EU-Haushaltsregeln umgesetzt, die Ende vergangenen Jahres mit dem sogenannten „Six Pack“ in Kraft getreten sind. Hahn wies darauf hin, dass die Kommission ihre Möglichkeiten mit diesen Maßnahmen nicht einmal voll ausgeschöpft habe. Denn es würden lediglich 50 Prozent der Förderungen eingefroren. Die neuen Regeln erlaubten eine völlige Suspendierung. Außerdem betrifft die Aussetzung der Förderungen erst das Jahr 2013. Sollte die Regierung in Budapest unter Ministerpräsident Viktor Orbán ihren Haushalt also rechtzeitig wieder auf Konsolidierungskurs bringen, könnte das Land weiterhin von den EU-Mitteln profitieren. Die Gelder stehen den strukturschwächsten Regionen der Gemeinschaft zur Verfügung. Derzeit nehmen 15 Länder Zahlungen aus diesem Fonds in Anspruch.

Grund für die Sanktionen ist das anhaltend hohe Haushaltsdefizit Ungarns. Das Land ist zwar nicht Mitglied der Eurozone, muss aber dennoch die gemeinsamen Budgetregeln einhalten. Im laufenden Jahr dürfte Ungarn laut Kommission zwar seine Neuverschuldung knapp unter die erlaubten drei Prozent des BIPs drücken, aber dies werde nur durch Einmalmaßnahmen erreicht. Schon im Vorjahr habe die ungarische Regierung ihre Haushaltsprobleme durch einen Trick verbessert. Ohne die Übertragung von Rentenfonds in den öffentlichen Sektor hätte das Defizit 2011 nämlich sechs Prozent betragen. „Das kann nicht als nachhaltig bezeichnet werden“, kritisiert ein Sprecher der EU-Kommission. Finanzkommissar Olli Rehn wies drauf hin, dass Ungarn nun eine „vernünftige Finanzpolitik“ einleiten müsse. Die Regierung müsse außerdem für entsprechende makroökonomische Bedingungen sorgen, damit eine effiziente Verwendung der Gelder aus dem Kohäsionsfonds gewährleistet sei. Die EU-Kommission hatte bereits mehrmalige Warnungen an Budapest gerichtet, die Haushaltsprobleme in Angriff zu nehmen.

 

„Unbegründet und unfair“

EU-Kommissar Hahn bezeichnet die neuen Maßnahmen als „adäquat und fair“. In Budapest wurde die Drohung aus Brüssel, einen so großen Teil der Förderungen einzufrieren, allerdings als weitere Provokation aufgefasst. „Unsere Regierung weist diese Vorgangsweise als unbegründet und unfair zurück“, heißt es in einer ersten Reaktion. Die Kommission ignoriere das Faktum, dass das Budgetdefizit niedriger ausfalle als von der EU-Verwaltung selbst prognostiziert. Ungarns Regierung habe alles unternommen, um auf die Erwartungen und Vorgaben der EU-Behörde einzugehen.

Ungarn ist damit seit Jahresbeginn bereits zum zweiten Mal in direkten Konflikt mit der EU-Kommission geraten. Die Brüsseler Behörde leitete Anfang des Jahres ein Vertragsverletzungsverfahren wegen dreier Gesetze ein, die die Unabhängigkeit der Notenbank, der Justiz und der Datenschutzbehörde betreffen. Orbán hat vor knapp einer Woche angekündigt, den Forderungen der Brüsseler Verwaltung teilweise entgegenzukommen. In einer kürzlich übermittelten Stellungnahme seiner Regierung kündigte er Gesetzesänderungen an. Einen Teil der Bedenken wollte er aber lediglich mit zusätzlichen Erläuterungen zerstreuen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.02.2012)

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29 Kommentare
 
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Lang4
29.02.2012 17:12
0 0

Eine kleine Information!

Am 15. März 2012 ist in Ungarn Nationalfeiertag! Es wird der Ausbruch der Revolution von 1948 (Aufstand gegen Habsburger Unterdrückung) gefeiert. Gut zu wissen dass gleichzeitig der Friedensmarsch Nr.2 stattfinden wird. Es werden wieder „Ein paar zehntausend Demonstranten unterwegs sein“, Aus Polen von Baltikum; Slowakei, Rumänien, Kroatien und ein paar tausende organisierte „Besucher“ kommen auch nur so zufällig dazu! Alle wollen wieder die jetzige Regierung stärken und zeigen, dass das Volk hinter der Regierung steht! Frechheit oder? Ich würde mich sehr gerne mit Fr. Lunacek treffen und nach bezahlten Provokateuren Ausschau halten! Vielleicht finden wir „antisemitische“ Aufschriften! Wenn wir nichts finden dann werden wir „die Beweise“ im einem Studio anfertigen!

Gast: Johnson
24.02.2012 13:08
1 0

Europa der 2 Welten

das kann ja noch heiter werden..
1. EU Förderungen..
wir als Nettozahler (sieh Schüsselverdoppelung),dürfen nur mehr das Mail halten-die EU schafft an..
der Sanktionswillkür sind keine Grenzen gesetzt...Schuldner werden doppelt bestraft..ein Teufelskreis
2. EU Korruption
statt endlich den gesamten korrupten Verwaltungsapparat zu durchforsten und endlich Mrd- Einsparungen zu lukrieren,wird dieser Apparat noch mehr aufgebläht-diese komissariellen Wichtigmacher glauben bereits de Rest der Eu zu schulmeistern.
weit haben wir es gebracht..unser Einfluss schwindet täglich,die sukzessive Überwachung und
Entmachtung der Bürger schreitet voran...ein Austritt war noch vor wenigen Jahren undenkbar..
heute gibt es bereits viele Gründe diesen Beitritt auf ein erträgliches Mass zurecht zu stutzen!
Euro-Ja ,ein Europa ohne Grenzen-NEIN,Wirtschaftsunion-JA,gemeinsame Regierung-NEIN,
totale Überwachung-NEIN,Reisefreiheit-NEIN,usw..

3. weitere EU-Beitrittskanditaten KRO,SER
von welchen Mitteln werden eigentlich die neuen Kanditaten bezahlt?
gibt es noch immer Beihilfen für die Türkei?bzw. für welche Länder werden hier Mrd subventioniert?
4. die EU wird ein Moloch , der nicht mehr zu zähmen ist
5. wenn schon kein Austritt möglich ist- dann sollten wenigsten nationale Interessen
neu verhandelt werden-wir müssen NICHT zu allen Wünschen und Forderungen der
EU-(Kommission,Parlament) JA und Amen sagen(Mock und Ederer: ohne wenn und aber..wurden
ja über den Verhandlungstisch gezogen..)

Hotroad90
23.02.2012 17:23
5 1

EU-Sanktionen

Was ist die EU nur für eine heuchlerische Meute von Versagern ? Griechenland , die für den EU-Beitritt ihre Unterlagen gefälscht hatten , und genauso als um EU Milliarden Hilfe ging wiederum , die werden noch belohnt , ich glaube kaum , das es in Ungarn "blinde Taxi-Fahrer "gibt , die Rente kassieren , genauso , wie "schwer Körperbehinderte " Bauarbeiter , jährlich sind die , wie zu lesen war , 1,8 Milliarden Euro ! Die Banken müssen gerettet werden , koste was es will ! In der BRD gibt es in den großen Städten Die Tafeln , zu denen mittlerweile viele Rentner hingehen müssen ! Und warum fallen die Arbeitslosen-zahlen ? Ganz einfach , alle über 60 Jahre werden, trotz Arbeitslosigkeit , Statistisch nicht mehr Aufgeführt ! Was soll das , was die Merkel für eine Show abzieht ? Und was geschieht mit Ungarn ? Die Diktatoren in Brüssel bestimmen mittlerweile, wer EU Hilfe bekommt und wer nicht ? Warum hat Ungarn nicht genauso Zahlen beschönigt , wie Griechenland ? Wer glaubt eigentlich noch an Demokratie ? Orban denkt an sein Volk , Merkel nur an die "armen" Banken , aber nicht an ihr eigenes Volk ! Das Volk wird überall an Verluste bei den Banken beteiligt , aber nicht an die Gewinne ! Aber wahrscheinlich die Politiker !

Antworten Gast: shiva
24.02.2012 17:15
0 1

Re: EU-Sanktionen

"Orban denkt an sein Volk" ziehen Sie doch nach Ungarn dann können Sie sich ein Bild machen wie der King of Viktor sich
um sein Volk kümmert.Wen Sie mit dem Volk die Reichen meinen da haben sie völlig Recht.Deswegen verlässt die Jugend das Land da sie keine Zukunft sehen.Wen es so weiter geht bleiben hier nur noch die älteren Jahrgänge.

Antworten Antworten Hotroad90
25.02.2012 09:32
1 0

Re: Re: EU-Sanktionen

Ich wohne auch in Ungarn , jetzt wollen Sie sicher erklären , das unter Münchhausen Gyurcsany alles besser war, oder unter Gyula Horn , und alles was an Pseudosozis noch kam , alles besser war ! Das Märchenbuch vom Sozialismus wurde zugeklappt ! Ich bin kein Orban Freund , aber lassen wir die Kirche im Dorf , MSZP und SZDSZ haben alles privatisiert was nur zu Geld zu machen war und Milliarden an Schulden hinterlassen ! Wer trägt für die Situation in Ungarn die Schuld ! Bitte bei der Realität bleiben !

Antworten Lang4
23.02.2012 17:40
1 0

Re: EU-Sanktionen

Bravo! Ich kann Ihnen nur gratulieren! So eine Meinung!!
Sie schreiben genau das was ich auch denke! Bitte weitermachen!


Lang4
23.02.2012 16:31
5 0

Gummimenschen im Brüssel!

Die EU Bürokraten kennen die ungarische Mentalität nicht! Abgesehen von den MSZP;LMP. Kollaborateuren sind die meisten Ungarn keine Gummimenschen! Die lassen sich nicht erpressen! Der Schuss von Brüssel wird nach hinten losgehen. Jede neue Sanktion bringt mehr Stimmen für Jobbik und Fidesz!!!!!! Das werden die EU Wichtigmacher NIE verstehen! Wichtig zu wissen- im Jahre 2011 hat Ungarn die Maastrichtkritärien erfüllt. Und seien wir ehrlich wie viele Länder haben im Jahre 2011 das geschafft? Glaube ich Finnland, Luxemburg und Ungarn! (Österreich ist weit hinten) wieso dann die Strafe nur für Ungarn? Johannes Hahn ist eine Schande für Österreich (ein Gummimensch)!


Gerald
23.02.2012 10:28
14 1

EU-Beitrag

Wieviel zahlt Unganr eigentlich als EU-Beitrag? Ich denke einmal mehr wie diese 500 Mio €.
Die ungarische Regierung sollte einfach diesen Anteil einbehalten, denn die EU hat ja selbst kein Geld. Das was die EU da so großzügig verteilt ist ja nur das Geld der Mitgliedsstaaten. Nur so kann man dieses einseitig erpresserische Gehabe der EUdSSR-Bonzen abdrehen. Den vorsätzlichen Betrügern schmeißt man haufenweise Geld hinten nach (Griechenland) und bricht dafür laufend eigene Gesetze (No-Bailout Klausel, Verbot von Finanzierung maroder Staaten durch die EZB), aber hier will man nun ein Exempel statuieren nur weil die Regierung vor allem den linken Hetzern nicht genehm ist. Die heutige EU ist leider nur mehr ein widerwärtiger Haufen.

Antworten Gast: Kater Carlo
23.02.2012 14:35
8 1

Re: EU-Beitrag

Gerald,
bin voll und ganz Ihrer Meinung !
Ungarn hat im Jahr 2010 mehr als 900 Millionen Euro als Mitgliedsbeitrag nach Brüssel überwiesen.
Wenn also Viktor Orban - im Gegensatz zum Gesocks der "EU"-Kommission - noch "Cojones" hat, ist die Lösung sehr einfach. Keine ungarischen Zahlungen nach Brüssel, solange bis die gesperrten "Fördermittel" kompensiert sind.
Von einer "EU" die es zugelassen hat, daß Griechenland Euro-Mitglied wird (obwohl schon 1998 erkennbar war, daß die Griechen ungeniert ihre Wirtschaftsstatistiken gefälscht haben) und danach jahrelang dem wachsenden wirtschaftlichen Fiasko Griechenlands untätig zugesehen hat, brauchen sich die Ungarn beileibe nicht belehren und schulmeistern lassen !!

1 3

Ihre Einstellung zur EU ist verständlich, aber Eigenständigkeit muß man sich auch leisten können.

2010 betrug der Mitgliedsbeitrag Ungarns 862 Mio €, wofür dann aber stolze 3.650 Mio € an EU-Subventionen in die Puszta sprudelten. Die angekündigte Einfrierung von "drastischen" 500 Mio entspricht also nur 18% des ung. EU-Finanzierungssaldos.

• Da 2010 das ung. BIP 97.095 Mio € betrug, wurden 2,87% der ung. Wirtschaftsleistung eigentlich von den "bösen" EU-Nettozahlern (Deutschland & Co) erarbeitet.

• Der IWF muß/soll/darf natürlich noch zusätzlich sponsern: da ist von je 5.000 Mio € bzw. je 5% des BIP für 2012-2015 die Rede.

• Und weil das immer noch nicht genug ist, erpresst man zum Drüberstreuen 500 Mio € (bzw. 0,5% des BIP) von den überwiegend ausländischen Banken.

• Berücksichtigt man abschließend, was die Auslandsungarn in die Heimat überweisen, stammt rund 10% des in Ungarn verfügbaren Geldes aus ausländischen Hilfszahlungen.

Es wäre daher bitternötig, daß dem obergescheiten Hrn. Orban einmal was einfällt, wie das Land REAL ins Verdienen kommt, statt es bettelnd bis raubritterlich nur durch Stützung von außen vorm Kollaps zu bewahren.

Antworten Antworten icoposax
24.02.2012 00:54
0 0

Ich nehme mal an, dass Ihre Fakten stimmen..

.. allerdings lassen Sie einiges aus. Natürlich wäre es für Ungarn wirtschaftlich gesehen kurzfristig nicht vorteilhaft, die EU zu verlassen. Als Wirtschaftsunion hat sie ja auch Ihren Sinn. Politisch gesehen wäre es eine Überlegung Wert, wenn man sieht, wie mit den Politikern umgegangen wird.

Was in den westlichen Medien nie gesagt wird, ist, dass Orbán vom IWF keinen Kredit, sondern einen KreditRAHMEN will, um so leichter konjunkturbelebende Maßnahmen ergreifen zu können. Durch den medialen Terror, der diesen Rahmen als "Notkredit" diffamiert, gegen die ungarische Regierung muss der Staat durch den schwachen Forint und dem mangelnden Vertrauen, mehr und mehr Zinsen zahlen. Die Abwärtsspirale kann beginnen!

Zur "Erpressung" der Banken: Die Bankenabgabe war eine Idee Orbáns und ist mittlerweile in vielen europäischen Staaten, darunter Österreich, eingeführt. Wenn Sie denken, dass die Festsetzung eines Wechselkurses, der vor 2-3 Jahren durchaus der Realität entsprochen hätte, als Erpressung bezeichnen, lade ich Sie herzlich ein, sich diese Werbung zu Gemüte zu führen: http://www.youtube.com/watch?v=OjXl61uKq8c

Antworten Antworten Gerald
23.02.2012 13:38
5 1

Re: Ihre Einstellung zur EU ist verständlich, aber Eigenständigkeit muß man sich auch leisten können.

Wieviel erwirtschaftet Griechenland real? Und wie oft wurde vorsätzlich gelogen, Statistiken und Budgets gefälscht? Dennoch werden diesem bankrotten Land Unsummen hineingestopft, während man an Ungarn ein Exempel statuieren will nur weil die Regierung nicht genehm ist.

Ihre Charakterisierung der Bankensteuer in Ungarn als Erpressung ist auch interessant. Wenn Steuererhöhungen Erpressungen sind, dann machen sich aber wohl alle anderen Staaten auch gerade dessen schuldig und sogar die EU mit ihrer geplanten Finanztransaktionssteuer äh...-erpressung.

PS: Die EU-Zahlungen gehören allerdings wirklich in beide Richtungen eingestellt. Denn nur Eigenverantwortlichkeit führt zu Leistungsanreiz, während verhätscheln und verpapperln mit Milliardenzahlungen nur zu unmündigem Verschwendertum führt, wie man ja am Beispiel der PIGS eindrucksvoll sehen kann und genau daran wird letztlich auch die EUdSSR zerbrechen.

Gast: Peter Salm
23.02.2012 10:06
1 0

Die EU, under natürlicher Feind

Einen Block der Sanktionierten starten als Schutz gegen die EU.

Gast: g'sunde watschn
23.02.2012 09:55
0 7

anhaltend hohes haushaltsdefizit klingt

in Reinsprech: die in der EU am längsten, ununterbrochen währende Überschreitung der verbindlichen 3% vom BSP. Die Ungarn selbst beschönigen da nichts, 2004 mit 6% in die EU eingetreten, in zwei Jahren sogar auf 9% geklettert und keine erkennbaren Anstrengungen unternommen, um unter das Limit zu kommen. Für Orbáns Leute zeichnen natürlich die sozial-liberalen Regierungen verantwortlich (die blindwütige Obstruktion der damaligen Opposition hat man verdrängt oder gar vergessen?). Selbst an der Macht, versuchen sie zu tricksen mit Belastungen für ausländische Firmen und Banken (die "Kapital"sünde schlechthin) dem Grapschen der privaten Versicherungen und einem geplanten Handstreich gegen die Goldreserven der Nationalbank.
Da fährt die EU ihnen endlich in die Parade, ein Pech mit der mißlichen finanziellen Lage allgemein, mit den Rechten gerade an der Reihe zu tricksen, mit deren Ambitionen dank ihrer Zweidrittelmehrheit ihre Staatsphilosophie für mindestens 20 Jahre zu zementieren.
Soll Ungarn ein zweites Griechenland werden? Dann lasse man Goldman-Sachs an die Sache heran, der Markt regelt es als einziger zur vollsten Zufriedenheit.

Gast: Gegen globale Ausbeutung
23.02.2012 09:38
6 0

Skandaläöse EU-Diktatur

Eigentlich müßte man es Finazmafia-Diktatur nennen. Wer sich zuwenig ausbeuten läßt wird bekämpft.

5 0

Der Artikel gehört eigentlich in die Headline

Aber anscheinend soll diese Sache schnell wieder vergessen werden.

jgpJim
23.02.2012 08:28
8 0

Die Sanktionen der EU.

Ich möchte nur bescheiden darauf aufmerksam machen, da ich befürchte, dass schon viele unserer Landsleute es vergessen haben, wie und unter welchem Vorwand, im Jahre 2000, unser Land sanktioniert wurde.

Es hat sich anscheinend bei den EU-Bonzen seither nichts geändert, und besonders beschämend ist der Umstand, daß unser Repräsentant auch seine Finger dabei im Spiel hat.

6 0

Re: Die Sanktionen der EU.

Deswegen werden ja immer Versager und unbedeutende Würstln nach Brüssel geschickt (das machen andere Länder auch so), Leute, die keiner leiden kann, weil die besonders machtgeil und gefügig sind. Sie sind korrumbierbar und sofort bei jeder Gemeinheit dabei, wenn man ihnen dafür etwas Anerkennung verspricht.

Ja, und unser Misthahn ist halt auch so ein ausrangiertes A a s...

1 0

Re: Re: Die Sanktionen der EU.

korrumpierbar..

16 0

Nicht

Portugal, nicht Spanien, nicht Italien und schon gar nicht Griechenland.
Nein Ungarn bekommt die Peitsche und ist noch nicht einmal Euromitglied.
Warum? Weil sie eine Regierung haben, die nicht gefällt.
Hahn vergisst das die ausgelagerten ÖBB, Asfinag, etc Schulden auch ins staatliche Budget gehörten und er konsequenterweise ÖSterreich gleich mitstrafen kann.
http://staatsschulden.at/

Gast: edwige
23.02.2012 02:47
14 0

Nationalstaaten im Würgegriff der EU

Und ausgerechnet ein Österreicher muss es sein, der dem gebeutelten Land einen weiteren Stich in die Seite versetzt!

Gast: BrigitteF
23.02.2012 02:08
1 10

Österreich wird nie Ungarn sein - dank uns

Das gleiche wie in Ungarn würde uns auch blühen, wenn die ÖVP die 2/3-Mehrheit haben würde. Konzerne, Banken und Superreiche würden im Paradies leben und die anderen 8 Millionen die Bittsteller.

Eine Diktatur nach Dollfuss würde über uns hereinbrechen. Aber Gott sei Dank wird es nie geschehen, denn die Partei wird bei der nächsten Wahl zittern müssen, ob sie überhaupt die 4-%-Hürde überhaupt schaffen wird.

Im Gegensatz zu Ungarn, die unter einer fast nationalsozialistischen Regierung leidet.

Antworten Lang4
23.02.2012 16:06
3 0

Re: Österreich wird nie Ungarn sein - dank uns

Jeder hat ein Recht auf Dummheit und darf es auch zum Ausdruck bringen.

Antworten Gast: Gast846
23.02.2012 15:13
0 0

Re: Österreich wird nie Ungarn sein - dank uns

Finden Sie es nicht etwas übertrieben wenn Sie die Sozialisten (welche die Verschuldung von Ungarn zu verantworten haben) als nationalsozialistische Regierung bezeichnen?

Biene78
22.02.2012 22:56
25 2

Gott schütze Ungarn

und beschere der EU ein rasches politisches Ende!

Antworten michaelsp
23.02.2012 01:38
3 14

Re: Gott schütze Ungarn

Da es keinen Gott gibt, steht Ungarn wohl ziemlich schutzlos dar:-)

 
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