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Größerer Rettungsschirm: Merkel muss einlenken

01.03.2012 | 18:28 |  ANNA GABRIEL (Die Presse)

Der Druck aller anderen Euroländer zeigt Wirkung. Berlin dürfte bereit sein, den Rettungsschirm von 500 Milliarden Euro auf 750 Milliarden aufzustocken. Gelder des bisherigen Rettungsschirms werden dafür genutzt.

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Brüssel. Die Aufstockung des derzeit 500 Milliarden Euro schweren Rettungsschirms ESM, der mit 1. Juli 2012 in Kraft treten soll, ist nur noch eine Frage der Zeit. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat sich zwar bisher vehement gegen eine Erhöhung des Kreditvolumens gestemmt, die die meisten Euroländer sowie Kommission und Internationaler Währungsfonds (IWF) fordern. Nun dürfte sie aber doch einlenken – wenn auch mit mürrischem Unterton. Der „Rest der Welt“ habe sich nun einmal darauf versteift, dass eine Aufstockung aus „psychologischen Gründen“ nötig sei, zitierte die „Süddeutsche Zeitung“  Berliner Regierungskreise.

Spindelegger bleibt skeptisch

Weil Berlin aber offiziell noch zögert, kann eine endgültige Entscheidung noch nicht wie geplant beim Frühjahrsgipfel der EU-27 gestern und heute dingfest gemacht werden. Sie wird erst bei einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der Eurozone in den nächsten Wochen fallen. Die offizielle Version für das Aufschieben ist freilich eine andere: Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) beteuerte im Vorfeld eines Treffens der Euro-Finanzminister, es müssten noch derzeit auf dem Tisch liegende Varianten für eine Erhöhung des Kreditvolumens evaluiert und durchgerechnet werden: Einerseits werde debattiert, den bisherigen Rettungsfonds EFSF ab Juli parallel zum ESM laufen zu lassen. Die zweite Möglichkeit wäre, den ESM mit verbleibenden EFSF-Geldern in Höhe von 250 Milliarden Euro aufzustocken.

Während sich Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) am Donnerstag für eine Aufstockung des Rettungsschirms aussprach, zeigt sich Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) skeptisch. „Wir müssen einmal die Probleme lösen, die wir jetzt haben.“

Griechenhilfe teils beschlossen

Die Finanzminister der Euroländer beschlossen am Donnerstag gleichermaßen die Hälfte des zweiten Pakets zur finanziellen Rettung Griechenlands: Sie ermächtigten die EFSF dazu, Anleihen zu begeben, mit denen den privaten Gläubigern Athens ein Verzicht auf 53,5 Prozent ihrer nominellen Forderungen gegen Athen versüßt wird. Im Zuge dessen soll die EFSF nun alles für den bevorstehenden Tausch alter griechischer Anleihen gegen neue mit kleinerem Nennwert vorbereiten. Die zweite Hälfte des Griechenpakets, nämlich 130 Milliarden Euro an Krediten von der EFSF, werden erst nächste Woche bei einem weiteren Treffen der Euro-Finanzminister beschlossen. Bedingung für die Auszahlung dieses Betrages ist aber die Umsetzung der Reformzusagen, erklärte Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker nach Ende des Treffens.

Van Rompuy wird Europräsident

Ausständig ist zudem noch der Schuldenschnitt mit den Privatgläubigern in Höhe von 107 Milliarden Euro, denen die griechische Regierung ein Angebot zum Anleihetausch vorgelegt hat. Nun warte man auf die „Antwort des Marktes“, so der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos.
Der EU-Gipfel beschließt auch eine personelle Neuerung: EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy wird auch Eurovorsitzender und wird zweimal im Jahr die Eurogipfel leiten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.03.2012)

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8 Kommentare
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Das EU Boot im Wettkampf

Ja mit gesamt 27 Insassen und nur 5 oder 6 Ruderern ist eben keine Ziellinie in Sicht überhaupt bei schon mäßigen Wellengang.
Blub,blub,blub.

Gast: USer
05.03.2012 12:59
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Der wievielte UMFALLER Merkls war das?

Das holde Pastorentöchterl verwirtschaftet ihre Glaubwürdigkeit nach der Salamitaktik!

Gast: Hans im Glück
02.03.2012 19:53
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Merkel muss garnichts. Sie macht es freiwillig, sie ist eine EU-Anbeterin.


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Re: Merkel muss garnichts. Sie macht es freiwillig, sie ist eine EU-Anbeterin.

Im Vertrag sind die 700Mrd schon fixiert
letzte Seite:
http://eurodemostuttgart.files.wordpress.com/2012/01/120123-esm-vertragstext.pdf

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Alles kein Problem

Sind eh nur ein paar hundert Milliarden.

Wir haben's ja!

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500, 750 , 1000, 1500, 2000 Milliarden …

… ist alles nur eine Frage der Zeit, die Richtung ist unumkehrbar und wer weiß wie die Geldmacherei und Umverteilung von unten nach oben funktioniert, dem ist klar wo es endet. Entweder man hilft uns vorher eine Diktatur über oder aber der Pöbel steht irgendwann auf und fegt diese Politiker weg. Derzeit liegt die Finanz-Diktatur in diesem Rennen nach Punkten vorne.

Damit Sie aber für heute noch ein Lächeln auf die Reihe bekommen, nehmen sie hier die Bastel- und Mathematikstunde für die Kids mit. Da wird anhand von 2 Billionen in Euro.Münzen mal physisch dargestellt was da abgeht:

http://qpress.de/2011/07/21/eu-rettungsschirm-berechnung-in-euro-munzen/

Die schönste Variante dieser Rechnerei dürfe sein, Brüssel mit seinen 164 km2 unter einer rund 50-60 Meter hohen Schüttung aus 1 Cent Münzen zu begraben, dann wäre Brüssel mit einem guten Rettungsschirm bedeckt und wir hätten Ruh … (°!°)

750 Milliarden

EIN IRRSINN IST DAS!

Gast: Er Ika
01.03.2012 23:26
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Größerer Rettungsschirm: Merkel muss einlenken???....

....SO EIN SCHWACHSINN!!!!! Das ist ALLES schon ausgemacht, aber mit dieser Show in der Öffentlichkeit, kommt das Ausgemachte halt besser rüber.....das soll das Gefühl erwecken, als wäre die Erika "eh normal"......sie weiss schon was sie tut, sie hatte bei der FDJ eine gute Ausbildung....In der
DDR war die FDJ die einzige staatlich anerkannte und geförderte Jugendorganisation ...