Migration: "Griechische Grenze offen wie Scheunentor"

08.03.2012 | 15:26 |   (DiePresse.com)

Sieben EU-Staaten fordern von Griechenland, seine Grenze zur Türkei besser zu überwachen. Innenministerin Mikl-Leitner ortet dort die "Wurzel des illegalen Stroms".

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Wegen der steigenden Anzahl illegaler Migranten in der EU steigt der Druck auf Griechenland. Sieben EU-Staaten haben ein Forderungspaket mit sechs Punkten und 32 Einzelmaßnahmen beschlossen. Das teilten die Innenminister Österreichs und Deutschlands - Johanna Mikl-Leitner und Hans-Peter Friedrich - am Donnerstag vor Beginn des EU-Ministerrats in Brüssel mit. Zu den sieben Ländern gehören außerdem noch Frankreich, Belgien, Großbritannien, die Niederlande und Schweden.

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"Die griechisch-türkische Grenze ist offen wie ein Scheunentor", sagte Mikl-Leitner. Dies sei auch die "Wurzel" des illegalen Stroms. Griechenland erfülle seine Hausaufgaben bei der Grenzsicherung nicht. Notwendig sei die Inbetriebnahme der Asylbehörde in Griechenland. Dort müssten eigentlich mehr als 300 Experten arbeiten - "derzeit sind es nur elf. Das ist ein Mangel an politischem Willen". Die Innenministerin drohte Athen: "Es kann nicht sein, dass ein Mitgliedsland, das seinen Aufgaben nicht nachkommt, ungeschoren davon kommt."

Gegen "generelle Visa-Erleichterung" für Türkei

Friedrich sprach sich für ein Rücknahmeabkommen zwischen der Türkei und der EU aus, wandte sich aber gegen eine "generelle Visa-Erleichterung" für Ankara. Dies würde erst recht zu "erheblichen Strömen an Zuwanderern" führen.

Eine der Maßnahmen in dem Forderungspaket ist, Grenzkontrollen gegenüber Griechenland wieder einführen zu können, wenn die Sicherheit durch Athen nicht gewährleistet werden könne. Über einen solchen kurzfristigen Schengen-Aussetzungsmechanismus sollten aber die einzelnen EU-Länder und nicht die Kommission entscheiden können, weil es sich um rasche Maßnahmen handeln müsse.

Frühwarn-Mechanismus im Schengenraum

Die EU-Innenminister einigten sich bei dem Treffen am Donnerstag auf eine Art Frühwarnmechanismus im Schengenraum. So soll, um Versäumnissen oder problematischen Entwicklungen zeitgerecht vorbeugen zu können, halbjährlich eine Evaluation der Situation erfolgen.

(Ag.)

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20 Kommentare

Offene Grenze trotz Rekordmilitärausgaben?

Bei 11 Millionen Einwohner hat Griechenland ständig 130.000 Soldaten unter Waffen umgerechnet auf die Einwohnerzahl ist das die größte Armee in ganz Europa. Selbst jetzt kurz vor der Staatspleite soll der Militäretat auf 1,3 Milliarden oder um 18,2 % steigen während die Sozialausgaben um 9 % gekürzt werden. Was bitte hält Griechenland davon ab die Armee zur Grenzsicherung an der türkischen Grenze einzusetzen? Hier ist aber natürlich auch die EU gefordert den nötigen Druck für eine solche Maßnahme aufzubauen. Langsam aber sicher müssten jetzt wohl jeden glühenden EU Befürworter langsam die Zweifel am Bestand dieser "Wertegemeinschaft" kommen oder gibt es Erklärungen dafür warum Brüssel völlig untätig ist?

Gast: Gesichtschirurg
08.03.2012 18:58
1 0

Jetzt kommen sie alle aus Griechenland in die Türkei...

http://www.youtube.com/watch?v=JdAO4PdlDe0


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Migration: "Griechische Grenze offen wie Scheunentor"

völlig bewusst wie ich annehme, um auf dirse art zusätzlichen Druck auf die Eurozone ausüben zu können.

Die eigentliche Krux an der Sache aber ist, dass man zwar extreme Sparmassnahmen von GR erwartet/verlangt, die Kosten für eine effektive Grenzüberwachung damit allerdings ebenso verhindert; weil, wohl Absicht dahinter steckt westliche Länder überfluten zu wollen um deren Sozialstandart endlich abbauen lassen zu müssen, auch wenn sich das selbst widerspricht.

Darum endlich raus mit GR aus der EU, um anderen Ländern dies ebenfalls ermöglichen zu lassen !
Wir sollten gleich anschliessend daran folgen, um schlimmeres noch halbwegs vermeiden zu können !


Gast: Vivi Vivyl
08.03.2012 17:51
0 2

Ja, ja die bösen Griechen wieder

Neulich hat man sie noch geschimpft, sie seien viel zu streng mit Einwanderern und deren Abweisung. Wie denn nun?

11 0

EU-Versagen

Die Verantwortlichen in der EU brauchen Jahre bis sie darauf kommen wo der Wurm sein könnte!

Die ganze Finazmisere hat die EU in Brüssel zu verantworten, ebenso den illegalen Strom von Zuwanderern.

Erst wird sicher und langsam Zeit sich von diesem versagenden Politsystem abzusetzen!

Draufzahler im Sinne des Wortes sind jene Länder und deren Steuerzahler, die das versagende Politsystem finanzieren müssen und es ist kein Ende abzusehen, weil die EU-Funktionäre zu Lasten der Nettozahler abkassieren!

Gast: Gruitz W
08.03.2012 15:51
7 2

Vorschlag

Überweisen wir doch gleich präventiv Millionen an die Türkei, als Bußgeld, dass sie gar nicht kommen.
Da der Euro fast doppelt so viel wert ist wie die Lira, könnten sie zuhause in vertrauter Umgebung in Saus und Braus leben, müssten nicht deutsch lernen und wir hätten ein westliches Wien ohne Heere mit einer gewissen Kopfbedeckung.

15 1

Welches Asyl ?????

Andauernd ist die Rede von Asyl, es dreht sich aber hauptsächlich um Wirtschaftsflüchtlinge und Sozialschmarotzer, die an die propagierten Fleischtöpfe Europas drängen. Ich bedaure jeden Flüchtling der um sein Leben und seine Freiheit bangen muss und eine ungewisse Zukunft in einem fremden Land als Flüchtling in Kauf nehmen muss. Denen MUSS man helfen!!
Bei den Sozialsystemtouristen hält sich mein Mitleid in Grenzen. Warum strömt man nicht in Länder mit hohen Wirtschaftswachstum weit jenseits der 5% ( China, Indien, die Türkei usw.) ???

4 0

Re: Warum strömt man nicht in Länder mit hohen Wirtschaftswachstum weit jenseits der 5% ( China, Indien

weil mand dort eben etwas tun müsste um überleben zu können, und es sich deshalb nicht auszahlen würde aus deer TR auszuwandern ;-)

Dazu kommt natürlich auch der rel Aspkt sich in aller Welt verbreiten zu wollen um endlich wieder die Herrschaft wie vor ~ 300 Jahren erlangen zu können.

Schuld daran sind aber unsere Polclowns, welche mit deren Stimmen rechnen weil sie wissen das sie sonst bald schon bedeutungslos sein werden.

18 1

Die EU ist Geschichte -

die Abgehobenheit und Bürgerfeindlichkeit sind unfassbar groß.

17 0

Her mit der Grenze!


Gast: 1. Parteiloser
08.03.2012 15:12
8 2

Die Mikl-Leitner ist ein Wahnsinn!

Die Mikl-Leitner tut ja so, als ob die Griechen nun an der unkontrollierten Zuwanderung in Österreich die Verantwortung tragen würden.

Tatsächlich ist es so, dass die Österreichischen Behörden (also die Beamten, also die ÖAAB/GÖDler) bei der Bearbeitung von Asylanträgen genauso versagen wie beim Abstellen von Asylmissbrauch.

Der Vorgang Arigona hat doch stellvertretend für zigtausende Vorgänge deutlich das Versagen der Behörden aufgezeigt. Durch Verschleppung der administrativen Bearbeitung für 10 Jahre wurde das Asylrecht doch schon so ausgehaben, dass die dann erfolgte Abschiebung aus humanitären Gründen dann erst wieder rückgängig gemacht werden musste. Ein solches Behördenversagen schadet doch den Asylwerbern genauso wie der Österreichischen Gesellschaft.

Dieses Totalversagen des eigenen Klientels nun auf die Griechen schieben zu wollen, dass ist doch nur verlogen und feige.

Die Mikl-Leitner hat ihre eigene vollständige ethische Degeneration wieder einmal unter Beweis gestellt.

Gast: baro p
08.03.2012 14:53
13 1

Derzeit gebe es keinen Mechanismus in diesem Bereich. Auf den von griechischer Seite geplanten Grenzzaun zur Türkei angesprochen bekräftigte die Kommission ihre skeptische Haltung. Ein solches Vorhaben werde jedenfalls nicht von der EU gefördert. Woher sich die Griechen, die unter immer größeren Finanznöten leiden, das Geld besorgen wollten, müsste man die Behörden in Athen fragen.

also dafür würde sicher die mehrheit ihre steuermillionen mit freude nach griechenland schicken!

Re: Derzeit gebe es keinen Mechanismus in diesem Bereich. Auf den von griechischer Seite geplanten Grenzzaun zur Türkei angesprochen bekräftigte die Kommission ihre skeptische Haltung. Ein solches Vorhaben werde jedenfalls nicht von der EU gefördert. Woher sich die Griechen, die unter immer größeren Finanznöten leiden, das Geld besorgen wollten, müsste man die Behörden in Athen fragen.

Des Weiteren: Die Türken schicken diese Asylanten einfach weiter je ja nach Beliebigkeit (u. nützen diese Situation aus) lt. e.griech. Bürgermeisters.

Re: Re: Derzeit gebe es keinen Mechanismus in diesem Bereich. Auf den von griechischer Seite geplanten Grenzzaun zur Türkei angesprochen bekräftigte die Kommission ihre skeptische Haltung. Ein solches Vorhaben werde jedenfalls nicht von der EU gefördert. Woher sich die Griechen, die unter immer größeren Finanznöten leiden, das Geld besorgen wollten, müsste man die Behörden in Athen fragen.

Ähnliches habe ich geschrieben, aber die PRESSE veröffentlicht nur das, was sie für gut hält und hat meinen Beitrag nicht "genehmigt". Da sieht man, was man hierzulande unter Meinungsfreiheit versteht. Nur ja nicht gegen einen Herrn Erdogan schreiben, sonst.........

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Re: Re: Re: Derzeit gebe es keinen Mechanismus in diesem Bereich. Auf den von griechischer Seite geplanten Grenzzaun zur Türkei angesprochen bekräftigte die Kommission ihre skeptische Haltung. Ein solches Vorhaben werde jedenfalls nicht von der EU gefördert. Woher sich die Griechen, die unter immer größeren Finanznöten leiden, das Geld besorgen wollten, müsste man die Behörden in Athen fragen.

möglicherweise gibt es bereits ein Abkommen zwischen Erdistan und der Presse keinerlei seiner Reden mehr wahrheitsgetreu wiedergeben zu dürfen, im Gegenzug er natürlich künftig übersetzt auch seine Landsleute dafür loben darf, sich gegen Integration auszusprechen.

Gast: g tcbjb
08.03.2012 14:53
13 0

Das kann nicht stimmen!

Wurde uns doch immer gesagt, dass mit Schengen alles besser wird

Eins muss man sagen: Schlau ist dieser Friedrich!

"Friedrich sprach sich für ein Rücknahmeabkommen zwischen der Türkei und der EU aus, wandte sich aber gegen eine "generelle Visa-Erleichterung" für Ankara. Dies würde erst recht zu "erheblichen Strömen an Zuwanderern" führen."

Die Dummen sitzen nach Friedrich wohl in Ankara! Friedrich ist aber für Erdogan nicht mal ein Haeppchen!

"Die griechisch-türkische Grenze ist offen wie ein Scheunentor"

Was für ein seltsames Konstrukt, diese "EU". Erinnert mich an diesen Mann, der mit dem Vogelkäfig Milch holen gehen wollte.

Gast: Borderline
08.03.2012 14:10
3 0

Die Griechen

machen uns doch einfach alles nach. Nicht fähig für eigene Ideen und Handlungen. Aber man muß verstehen, für geschlossene Grenzen gibts halt keine immer wieder kehrenden, aus Blut, Schweiß und Tränen von den Steuerzahlern ausgepresste EU Förderungs und Rettungsgelder.

Gast: harras
08.03.2012 12:30
8 1

man könnte doch

Frau Marie Zaster als Innenministerin nach Griechenland abschieben und dafür unseren Beitrag zur Eurorettung kürzen.Dann können sich die Griechen für ihre Peinlichkeiten schämen , quasi als gerechte Strafe , und wir sind sie los.

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