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"Mister Euro": Rennen um Juncker-Nachfolge eröffnet

12.03.2012 | 21:19 |   (DiePresse.com)

Geht es nach dem deutschen Finanzminister Schäuble, sollte der Nachfolger aus einem Euro-Staat mit Einsernote bei den Ratingagenturen kommen. Österreich hat keine AAA-Rating mehr.

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Das Rennen um die Nachfolge des einflussreichen Eurogruppen-Chefs Jean-Claude Juncker ist offiziell eröffnet. Er sei mit EU-Gipfelchef Herman Van Rompuy im Kontakt, sagte der luxemburgische Premier- und Schatzminister am Montag vor Beratungen mit den Euro-Kassenhütern in Brüssel. Details nannte er nicht. Junckers Mandat läuft Ende Juni aus.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble spricht sich dafür aus, dass der Nachfolger aus einem Euro-Staat mit einer Einsernote bei den Ratingagenturen kommen sollte. Das sind außer Deutschland noch Luxemburg, Finnland und die Niederlande. Die sogenannten AAA-Länder seien "am besten geeignet, einen Kandidaten zu präsentieren", sagte Schäuble der niederländischen Zeitung "De Volkskrant" (Montag). Österreich hat keine AAA-Rating mehr.

Schäuble äußerte sich in Brüssel zunächst nicht zu der Top-Personalie. Sein niederländischer Amtskollege Jan Kees de Jager, der als Hardliner in dem Euroclub gilt, nahm sich selbst aus dem Rennen. "Ich habe schon voriges Jahr gesagt, dass ich kein Interesse habe."

Monti im Gespräch

Die französische Tageszeitung "Le Monde" (Dienstag) brachte mit Hinweis auf einen hochrangigen Diplomaten den italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti für den Spitzenjob ins Spiel. Monti führt auch das Wirtschaftsressort. Diplomaten wandten allerdings ein, dass Italien mit Mario Draghi bereits den Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) stelle.

Ein möglicher Kandidat ist laut Diplomaten Finnlands Premier und früherer Finanzminister Jyrki Katainen.

Luxemburgs Ministerpräsident hatte Anfang März angekündigt, seine Nachfolge solle zusammen mit den fälligen Neubesetzungen bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (Osteuropabank/London) sowie im Direktorium der EZB entschieden werden. Mit schnellen Beschlüssen wird deshalb nicht gerechnet.

(APA)

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10 Kommentare
Gast: Querkopf
14.03.2012 08:24
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Bezeichnend

Das sich die politische Elite Europas selbst ausmacht, wer der Nachfolger eines öffentlichen Amtes wird. Die Europäer werden so etwas nicht gefragt.

Gast: Vogel Strauss
13.03.2012 16:52
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Juncker = Bumerang

In der FAZ wird schon spekuliert, dass er sich selbst nachfolgt. Es ist aber auch eine Schnapsidee, den Mann seinen eigenen Nachfolger suchen zu lassen - übelste Packelei, EU halt!

Gast: mysterium
13.03.2012 13:11
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Der Schäuble wird wohl nicht auf die Idee kommen,

dort den Steinbrück zu platzieren, der dabei half die WestLB an die Wand zu fahren, zusätzlich zu noch ein paar Ungereimtheiten.

Gast: radius
13.03.2012 13:09
0 0

Blankfein tritt ja in ein paar Monaten ab.

Goldman Sachs ist zwar eine Bank am Abkratzen, doch für die Eurogruppe ein Amerikaner, der Gottes Werk verrichtet, das wär doch was.

Warum übergibt man die Verantwortung nicht gleich Goldman-Sachs...


.....wenn Draghi ( ehmaliger Goldman-Sachs Vizepräsident)

und Monti ( Goldman-Sachs Berater)

beim Euro das Sagen haben.

Und da ist ja noch Papademos. Er war zwischen 1994 und 2002 Chef der griechischen Zentralbank und in dieser Eigenschaft an der von Goldman Sachs begangenen Bilanzfälschung beteiligt.

WELLCOME IN GOLDMAN-SACHS COUNTRY:

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Also, es eilt!

Allzu lange wird es solche nicht mehr geben!

barroso

nach solchen überlegungen sollte Barroso auch gleich abdanken.

sollen in einem vereinten europa nur die finanziellen mächte die macht haben?
wer bestimmt?

wer wählt?

volk?

die logik von schäuble ist bezeichnend.

Antworten Gast: strelnikov
16.03.2012 23:22
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Re: barroso

Tja, dann wird der Barroso ein Fall für's AMS. Schwer zu vermitteln. Er kann nichts,
er ist nichts, er wird nichts - sozusagen ein NICHTS.

Gast: freund?
12.03.2012 22:42
2 2

unnötige ÄÄUU, unsinniger euro, blödsinniger posten



der nicht nachbesetzt werden sollte !

Gast: Schlumpfine
12.03.2012 21:49
1 2

Sicher wieder ein Bilderberger

Alles andere wäre eine angenehme Überraschung.