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Defizit-Sanktion: EU sperrt Ungarn Millionenhilfen

13.03.2012 | 16:23 |   (DiePresse.com)

Die Sanktionen sind beschlossen: Wegen des mangelnden Defizitabbaus des Landes, sperrt die EU Ungarn Kohäsionshilfen in der Höhe von 495 Millionen Euro.

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Die EU-Finanzminister haben sich auf millionenschwere Sanktionen gegen Defizitsünder Ungarn verständigt. Wie die dänische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte, fasste der Finanzministerrat am Dienstag in Brüssel einen Beschluss zur teilweisen Suspendierung der Kohäsionsfonds für 2013. Das gesperrte Volumen umfasst 495 Mio. Euro. Sollte Ungarn bis zum 22. Juni Korrekturen an seinem Budget machen, könne die Entscheidung noch aufgehoben werden, sagte die dänische Finanzministerin und EU-Ratsvorsitzende Margrethe Vestager.

Beispiellose Sanktionen

Der Entscheidung ging ein hartes Tauziehen voraus. Mehrere osteuropäische Staaten kritisierten dem Vernehmen nach das Vorgehen gegen Ungarn. Der Schritt ist in der Geschichte der EU beispiellos. Die makroökonomischen Sanktionen waren von der EU erst im Vorjahr im Zuge der Krise beschlossen worden. Österreichs VP-Finanzministerin Maria Fekter trat für eine Verschiebung des Beschlusses auf Sommer ein. Fekter verwies auf ein Entgegenkommen der Finanzminister gegenüber Spanien und sagte, sie habe "das Gefühl, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird".

Die EU-Kommission hat betont, alle Mitgliedsländer nach den gleichen Standards zu behandeln. "Wir sind nicht besonders hart mit einem Mitgliedsland", erklärte der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn. Die Kommission sei generell "rigoros mit Fristen" und dies sei auch wichtig im Hinblick auf den Stabilitätspakt. In Anspielung auf Ungarn sagte Amadeu Altafai-Tardio, es gebe "keinen Grund, sich als Opfer des Systems" zu sehen.

EU gibt Empfehlungen mit auf den Weg

Die Minister gaben Ungarn außerdem Empfehlungen mit auf den Weg, nach denen das Land die nächsten sechs Monate seinen Defizitabbau vorantreiben soll. Bei den 495 Millionen Euro geht es um Verpflichtungen, das heißt die konkreten Zahlungen aus dem EU-Haushalt würden später fällig werden.

Die EU-Kommission hat die Defizit-Sanktion im Februar vorgeschlagen, sie wäre bisher beispiellos in der Geschichte der EU. Ungarn konnte nach Schätzungen der EU-Kommission zwar 2011 einen deutlichen Haushaltsüberschuss in Höhe von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) vorweisen. Dies sei jedoch nur Einmalmaßnahmen - etwa durch Übertragung privater Pensionen auf das Budget - zu verdanken. Ohne diese einmaligen Maßnahmen wäre das Defizit 2011 bei 6 Prozent des BIP gelegen, erklärte die EU-Kommission. 2012 erwartet die EU-Kommission wieder ein Defizit. Für 2013 wird ein Defizit von 3,25 Prozent des BIP prognostiziert, womit die Drei-Prozent-Grenze überschritten würde.

(APA/Red.)

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33 Kommentare
 
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Antworten Gast: AVF
13.03.2012 13:30
11 0

Re: Endlich ist eine aufgewacht. Bitte auch beim ESM aufwachen und NICHT zustimmen.

Sie können Gift darauf nehmen, dass die ÖVP geschlossen dem ESM zustimmen wird.

Antworten Antworten Gast: radius
13.03.2012 16:07
6 0

Wir werden die Zustimmer zur Verantwortung ziehen.


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Re: Wir werden die Zustimmer zur Verantwortung ziehen.

Wie denn und wer ist wir? Einen zu großen Radius gewählt?

Gast: SL95
13.03.2012 11:06
33 0

Die Ministerin hat absolut Recht!

Während die großen Staaten wie Deutschland, Frankreich, Spanien oder the UK tun und lassen können was sie wollen, wird auf kleine Staaten wie Österreich oder eben Ungarn bei kleinsten mutmaßlichen Verfehlungen sofort eingedroschen. Es wird Zeit, dass man sich gegen das Diktat der großen zusammenschließt.

Dass sich die Ungarn auch noch die Frecheit erlaubt haben keine sozialistische Regierung zu wählen, trägt das Übrige dazu bei, dass man mit Sanktionen schnell zur Hand war.

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Na endlich! Gibts doch noch eine ÖVP Ministerin die gegen den Strom schwimmt!

Von Spindelegger ist ja nichts zu hören, der ist auf Tauchstation. Dieses Ungarn bashing der linken Meute ist unerträglich. Endlich wird dagegen gehalten. Zeit wars.

Gast: eu_sektendissident
13.03.2012 10:28
29 0

Tja, Ungarn hat gegen das ungeschriebene Gesetzt der frei-maurerischen EU verfehlt

es hat das heilige gesetzder Oberherrschaft der Banken über die Politik nicht beachtet.

DAFÜR wird es bestraft.

Der ganze Zirkus um Griechenland beweist ja tagtäglöich, dass "Werte" völlig unwichtig sind.

Griechenland hat belogen und betrogen, wird aber dafür "gerettet"!

Soviel betrogen und gegen "europäische Werte" (die es ja garnicht gibt) verstossen wie Griechenland könnte Ungarn garnicht, da bräuchte es 20 Jahre dazu...

Es ist Wahnsinn uznd zeigt, wie dei EU-Kommission tickt.

Das sind Abgesandte der Schatten-macht, die völlig diktatorisch und volksfern ihre Macht ausüben.

Unheimlich, wenigstens die Kommunisten deklarierten ihre Macht, währende die EU(Kommission) völlig intransparent und nicht nachvollziehbar Strafen ausspricht oder "rettet"...

Ein undemokratischer Sauhaufen diese EU, und es sollte jedem Demokraten eine Ehre sein, KUngarn OFFEN zu verteidigen gegen diesen EU-Wahnsinn!!

Nur Mut, wenn Recht zu Unrecht wird ist Widerstand Pflicht!

Erinnert euch an vergangene Unrechtsregime, die auch willkürlcih Völker belohnten und bestraften!

GENUG!

LEistet widerstand wenn es auch nur verbal ist!

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Re: Tja, Ungarn hat gegen das ungeschriebene Gesetzt der frei-maurerischen EU verfehlt

Tja das passiert wenn man in die Hand beisst die einen füttert. Rechte Phantasien kann man eben nur dann realisieren, wenn man es sich auch leisten kann...

Re: Tja, Ungarn hat gegen das ungeschriebene Gesetzt der frei-maurerischen EU verfehlt

Konsequenz: Urlaub am Plattensee statt in Griechenland:-)

 
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