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Das radikal andere Europa

04.04.2012 | 18:17 |  von Wolfgang Böhm (Die Presse)

Es ist fast schon ein Glaubenskrieg. Die einen fordern die Zerschlagung des Euro und der EU, die anderen treten für eine Auflösung des Nationalstaats ein. Eine Orientierungshilfe.

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Wien. Sie haben nur eine Schnittmenge: Die Unzufriedenheit mit der heutigen EU, mit dem Krisenmanagement der Staats- und Regierungschefs, mit neuen, unsauberen Vertragskonstruktionen, einer zunehmenden Aushöhlung der Demokratie auf europäischer Ebene. Doch die Konsequenz, die sie daraus ableiten, geht in völlig unterschiedliche Richtungen. Die einen, es sind vor allem rechte, wirtschaftsliberale Gruppen, forcieren ein abgespecktes Europa, das sich auf den Weltmarkt konzentriert, die politischen Entscheidungen in die Nationalstaaten und ihre Parlamente zurückführt. Die anderen, es sind vor allem Verfechter einer sozialen Marktwirtschaft, fordern starke gemeinsame Regeln, die Überwindung des rein nationalen Interessenbasars und die Verfestigung des Parlamentarismus auf europäischer Ebene.

Es ist fast schon ein Glaubenskrieg. Die Verfechter einer Zerschlagung des Euro, einer Schwächung der EU haben längst ihre Theoretiker gefunden, wie den deutschen Politologen Philip Manow. Er sieht in der europäischen Zusammenarbeit einen Systemfehler. „Regeln werden von Staaten eingehalten, solange sie als dem nationalen Interesse förderlich betrachtet werden – und dies nationale Interesse wird immer noch in nationalen Wahlen bestimmt. Jedes Sanktionswerk, das sich die Staaten zum Zweck der Regelbefolgung gemeinsam auferlegen, zielt daher ins Leere.“ Die anderen haben ebenfalls ihre intellektuelle Unterstützung etwa durch den Schriftsteller Robert Menasse, der für die Auflösung des Nationalstaats eintritt: „Solange es nationale Regierungen gibt, die ihre Legitimation durch nationale Wahlen erhalten, solange bleibt der Nationalismus eine Lebensversicherung der politischen Eliten schlechthin und so lange muss die Verteidigung nationaler Interessen in der supranationalen Institution Europäischer Rat zur Aufhebung der (europäischen) Idee führen und zur Dauerblockade des nachnationalen Prozesses.“ Während also die einen den Nationalstaat als Grundlage des natürlichen Volksinteresses sehen, betrachten ihn die anderen als Hindernis eines europäischen Föderalismus unter Berücksichtigung regionaler (nicht mehr nationaler) Interessen.

So konträr die Analysen sind, so konträr sind auch die Antworten: Die einen fordern nationale Sonderwege à la Schweiz, treten für die Rückkehr in kleinstaatliche Entscheidungsstrukturen ein. Sie glauben an eine ökonomische Erfolgslogik durch den ungehinderten Wettbewerb. Die Wohlstandskluft sehen sie als Motor, nicht als Hindernis. Die anderen treten für eine gemeinsame Wirtschafts-, Haushalts- und Steuerpolitik ein. Ihr Ziel ist eine soziale Marktwirtschaft auf europäischer Ebene. Der Kampf gegen die Wohlstandskluft ist für sie Grundlage eines faireren, friedlicheren Zusammenlebens.

Den einen gehen Ankündigungen wie jene der deutschen Bundeskanzlerin zu weit – Angela Merkel hat diese Woche bei einer Europa-Rede in Prag erklärt, es werde in 20 bis 30 Jahren ein Zweikammersystem für Europa geben und eine EU-Kommission, die zur europäischen Regierung aufgewertet werde. Sie, das ist etwa der deutsche Wirtschaftsjournalist Rainer Hank, fordern stattdessen die Entschlackung der europäischen Institutionen und die Förderung kleiner, schlanker staatlicher Einheiten in Anlehnung an die Wettiner oder norditalienischen Stadtstaaten.

 

Europäischer Kernstaat als Anfang?

Die anderen wollen nicht mehr so lange warten wie Merkel, sie treten für eine rasche Verstaatlichung der EU ein. Eine der vielleicht radikalsten Ideen dazu kommt von einer Gruppe von ÖVP-Rebellen um den Rechtswissenschaftler Heinrich Neisser. Gemeinsam mit Karl Koller tritt deren „Sammelbewegung für eine Europäische Republik“ (novaeuropa) für die Gründung eines europäischen Kernstaates ein. Der soll unter der Führung von Frankreich und Deutschland all das umsetzen, was bisher am Veto weniger integrationsfreundlicher Regierungen gescheitert ist: Eine gemeinsame Wirtschaftsregierung, eine gemeinsame Steuerpolitik oder strenge Finanzmarktregeln. Da auch die Initiatoren annehmen, dass nicht alle Länder gleich an einer so umfassenden Integration teilnehmen würden, soll sich dieser neue Europakern als selbstständiger Großstaat innerhalb der EU etablieren. Ziel ist freilich, dass nach und nach immer mehr Länder dieser gemeinsamen Europäischen Republik beitreten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.04.2012)

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61 Kommentare
 
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Fragen Sie das Volk!

Da bin ich mir sicher, es ist für weniger Europa.
Außer in den Pleiteländer, sie werden aber leider immer mehr. Die Rechnung werden alle bei den Wahlen bekommen, es lebe die Piratenpartei!

Gast: Markus Trullus
08.04.2012 18:19
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Weiß, ernte wieder Wiederstand :-)

"Die einen fordern die Zerschlagung des Euro und der EU, die anderen treten für eine Auflösung des Nationalstaats ein."
Weder noch. - das Ziel sollte doch eine auf Subsidiarität aufgebaute Union sein: also jeder - Brüssel und die nationalen Verwaltungen sollen das machen, was sie am besten und effizientesten können. Und da stehen die derzeit drei Säulen: Wirtschaftsharmonisierung, Freier Waren und Personenverkehr, Angleichung von Rechtssituationen wie Wirtschaftsrecht und Sicherheit/ Aussenpolitik dazu. Die bekannte Krümmung der Banane ist unnötig! Alles andere ... sollte den Nationalstaaten sogar wieder zurück gegeben werden. Und wenn es dann noch vom EU Bürger direkt gewählte Gremien wie der Kommission geben würde, dann könnt ich mich schon anfreuden. Der Euro selbst war unter den gegebenen Umständen so sinnvoll wie ein Kropf.

Mein Traum EU zerplatzt wie eine Seifenblase!

Ich dachte die EU dient den Menschen Europas,und nicht den Verbrechern!

Antworten Gast: nie wieder zurück
08.04.2012 11:46
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Re: Mein Traum EU zerplatzt wie eine Seifenblase!

was glaubst du wohl wie österreich jetzt dastehen würde, wenn es nicht der eu beigetreten ist.
ich weiß, was du denkst - doch du denkst total verkehrt.
du willst etwas haben, das es eh nie gegegeben hat und nur eine schimäre war.
oder denkst du, die eu hat den schuldenberg nach österreich geschaufelt? denkst du gar, dass die eu die staatsbetriebe bei uns heimlich gesteuert und gelenkt hat, damit wir so viel wie möglich versteckte arbeitslose gehabt haben?
denke nie gedacht zu haben....!!!

Antworten Antworten Gast: nestbeschmutzer
08.04.2012 18:23
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Re: Re: Mein Traum EU zerplatzt wie eine Seifenblase!

"was glaubst du wohl wie österreich jetzt dastehen würde, wenn es nicht der eu beigetreten ist"
Nun, die österr: Banken hätten auch im Osten investiert und stünden jetzt genau so vor einer Pleite. Unser Warenverkehr hätte etwa 30% der jetzigen Exporte erreicht, und ..wir hätten trotzdem keine Blutgeldkonten wie die Schweiz oder eine Edelmetallbörse (Umsatzhöhe Schweizer BIP!) gehabt. Nun kann man sich allein angesichts dieser Parameter ausrechnen ,wie wir dastehen würden....
Aber ich weiß: das will niemand zur Kenntnis nehmen...

Gast: Be-obachter
06.04.2012 13:56
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...keinesfalls der Endzustand...

Wenn man seit Entstehung der EU alle 10 Jahre lang mal eine "Inventur" bzw. einen Liquiditätscheck macht und die so gewonnenen Daten als Diagramm auswertet, dann bin ich auf den Endzustand eigentlich schon nicht mehr neugierig.

Antworten Gast: EMU12
07.04.2012 11:39
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Re: ...keinesfalls der Endzustand...

Und wenn Sie dasselbe bei den Nationalstaaten machen, dann kommt noch Schlimmeres raus. Beweis: Jetztzustand derselben.

Wie soll das gehen?

Dass die heutige Union keinesfalls der Endzustand eines vereinten Europas, vor allem aber eines europäischen Wirtschaftsraum sein kann, der als solcher wettbewerbsfähig ist, sollte klar sein.
Ebenso ist nicht ersichtlich, wie dieses Ziel bei Rückkehr zur Stärkung der Nationalstaaten gelingen soll. Man nehme nur Österreich und seine Realverfassung als Beispiel. Schnelles, effizientes Handeln ist unter der Herrschaft der G9 nicht denkbar. Solange wir die Landeshauptleute ehrfürchtig als Landesfürsten titulieren und mit Schrecken auf deren Aussagen warten, solange ist ein weiteres Planen sinnlos. Und das gilt für die allermeisten Mitgliedsländer. Wer ein vereintes, flexibles, wettbewerbsfähiges Europa will, der muss sich entweder zum Bundesstaat Europa nbekennen, unter Eliminierung einer Verwaltungsebene, oder er akzeptiert das Durchwursteln auf europäischer Ebene bis zum St. Nimmerleinstag.

Antworten Gast: Markus Trullus
08.04.2012 18:24
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Re: Wie soll das gehen?

Fürchte, sie haben recht....

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An: Perikles II

Der EU geht-s schon lang nicht mehr um den Frieden: siehe "battle groups".
Kommunismus sind die globalen Konzerne.

Gast: Perikles II
05.04.2012 22:28
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Europäischer Staat ist notwendig!!!!

Fakt ist, dass weder die Gründung der EU noch der die Einführung des Euro der falsche Weg waren. Damals ging es um den Frieden, die deutsch-französische Aussöhnung, die Wiedereinbindung Deutschlands und um einen Gegenpol zum Kommunismus. Heute geht es - in einer wirtschafltich globalisierten Welt - auch die Wirtschaftspolitik in größeren Einheiten zu gestalten - damit nicht der Standortwettbewerb zur weiteren Umverteilung von Unten nach Oben führt. Wer dem Nationalstaat das Wort redet, handelt - wenn er nicht zu den sehr Vermögenden oder zu den Topverdienern gehört, gegen seine eigenen Interessen! Denn durch den Standortwettbewerb sind die Staaten gezwungen, die Steuern für Großverdiener, Vermögende, Unternehmen zu senken, und dafür bei den weniger Wohlhabenden und den Ärmeren zu sparen!! Die Kleinstaaterei schadet insofern den kleinen Leuten!!! Ein europäischer Staat wäre dagegen in der Lage, eine sozial-marktwirtschaftliche Politik zu verfolgen und - gemeinsam mit Partnern, die Ablösung der Globalisierung des Neoliberalismus durch die Globalisierung einer Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft zu betreiben!!!
Schließlich geht es auch darum, dass Europa seine Interessen gegenüber den anderen Großmächten dieser Welt vertreten können muss - oder soll Europa weiterhin bloß Anhängsel der USA sein, wo vielleicht bald ein Ultrareligöser Präsident sein könnte.

Gast: ecoNomics
05.04.2012 21:30
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Naivität, Inkompetenz und Größenwahn der Politiker brachte den Euro.

. . . dazu kommt, dass alle Länder über ihre Verhältnisse leben. Der Sozialstaat infolge der Pfründe- und Privilegienwirtschaft ein Betrug ist. Der Kapitalismus, Free Trade und der grenzenlose Finanzmarkt die Weltwirtschaft dominieren.
Europa ist überschuldet und muss raus aus den Schulden. Zurück in die Landeswährungen, die Chance für Griechenland, und Deutschland wäre fähig, die Wirtschaft Land für Land und die Welt zu integrieren.

Antworten Gast: Perikles II
05.04.2012 22:39
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Re: Naivität, Inkompetenz und Größenwahn der Politiker brachte den Euro.

Was die Verschuldung Europas betrifft: Im Gegensatz zu den USA ist Europa nicht verschuldet - die Leistungsbilanz is nahezu ausgeglichen - Europa als ganzes exportiert annähernd so viel wie es importiert!!!
Die Staatsschulden sind vor allem Schulden bei den eigenen Bürgern, bei den eigenen Banken ... Man muss z.B. wissen, dass der österr. Staatsverschuldung von 200 Mrd., 500 Mrd. privates Geldvermögen gegenübersteht - sehr ungleich verteilt, denn das reichste Prozent verfügt nach einer Studie der Nationalbank über 27 % des Geldvermögens. In Deutschland ist es ähnlich 2 Billionen Staatsschulden, 5 Billionen privates Geldvermögen. Durch die Konzentration des Geldvermögens auf wenige, ist es nicht nachfragewirksam - daher mussten sich die Staaten quasi verschluden um Wachstum und Beschäftigung sicherzustellen!! Die Alternative zu den Schulden ist, diese Vermögensüberhänge durch Steuern abzuschöpfen, höhere Einkommenssteuern für Topverdiener, Vermögenssteuern, Erbschaftssteuern für sehr Vermögende ... Letztlic funktioniert Wirtschaft nur, wenn Gleichgewicht herrscht!!! Ungleichgewichte führen zu Kriesen, meist ausgelöst durch Spekulation. Das war bei der Finanzkrise 2007/8/9 so und auch jetzt bei der Staatsschuldenkrise. Die Ursache sind die Ungleichgewichte, Auslöser ist die Spekulation (im Falle der Staatsschuldenkrise, die CDS-Spekulation gegen Griechenland)

Antworten Antworten Gast: Markus Trullus
08.04.2012 18:27
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Re: Re: Naivität, Inkompetenz und Größenwahn der Politiker brachte den Euro.

"...denn das reichste Prozent verfügt nach einer Studie der Nationalbank über 27 % des Geldvermögens." Aber sie wissen schon, dass diese "Reichen" Pensionsfonds, Versicherungen und Banken sind (zu etwa 80%!) - soweit ich unterrichtet bin, ist das Geld von ihnen und mir.... oder?
Man muss nicht alles glauben, was populistisch aus dem Mund von Laura / Löwelstrasse kommt.....

Gast: commonSense
05.04.2012 21:28
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Naivität, Inkompetenz und Größenwahn der Politiker brachte den Euro.

. . . dazu kommt, dass alle Länder über ihre Verhältnisse leben. Der Sozialstaat infolge der Pfründe- und Privilegienwirtschaft ein Betrug ist. Der Kapitalismus, Free Trade und der grenzenlose Finanzmarkt die Weltwirtschaft dominieren.
Europa ist überschuldet und muss raus aus den Schulden. Zurück in die Landeswährungen, die Chance für Griechenland, und Deutschland wäre fähig, die Wirtschaft Land für Land und die Welt zu integrieren.

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so langsam...

nimmt die new world order doch gestalt an! in amerika dürfen nun bürger grundlos und ohne prozess verschleppt werden und die EU-elite will einen superstaat schaffen!

i gfrei mi scho auf die gentechsachen!

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ich würde es begrüssen, wenn diese Union der Zwänge udn Pflichten für alle ausser sich selbst,

wieder abgeschafft werden könnte und würde, denn nur so würden viele Länder sich finanziell und wirtschaftlich wie auch befreit von freien Grenzen, wieder sicherer fühlen dürfen !

Ich war bereits zuvor nicht dafür, und werde es auch niemals sein, bevormundet und kontrolliert zu werden !

Antworten Gast: Markus Trullus
08.04.2012 18:29
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Re: ich würde es begrüssen, wenn diese Union der Zwänge udn Pflichten für alle ausser sich selbst,

Und Grenzkontrollen und Nationale Sicherheitskräfte kontrollieren sie nicht? Oder habe ich bei ihnen was falsch verstanden?

Gast: Hans im Glück
05.04.2012 15:11
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Hauptsache man redet mit einander, oder?


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Re.: "Es ist fast schon ein Glaubenskrieg."


Stimmt -- und die Tintenstrolche im Täterverbund namen Chattering-Class, die aus anmaßenden linken Zauberlehrlingen und ihren willfährigen Dienern der Medien besteht, sind dabei die Priester, die ihren Kardinälen die Steigbügel halten.

Wer selbst tonnenweise Butter am Kopf hat, ist schlecht beraten, jeden Tag aufs Neue mit tendenziöser Meinungsmache in die Sonne zu gehen. Das kann man nun glauben (sic!), oder verdammt nüchtern feststellen.

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Die vier Freiheiten als bewußt geschnürte Mogelpackung


Je länger die Krise anhält und je öfter die EU-Phoriker offen bekunden, in dem von ihnen selbst verschuldeten Schlamassel eine Chance zu sehen, endlich und unumkehrbar die transkontinentale Schulden- und Sozial-Union zu verwirklichen, umso klarer kommen auch die wahren Hintergründe des Projektes EU ans Tageslicht:

Die anfangs immer wieder propagierten vier Freiheiten waren bloß ein Köder für die Bürger, um das langfristige Ziel -- die Schwächung Deutschlands gegenüber seinen Nachbarn -- voranzutreiben. Was Verheugen vor Monaten schon offen aussprach, wird nun auch von anderen Linken wie Joschka Fischer unumwunden zugegeben: Ohne Auslöschung nationaler Rechte würden wohl wieder Panzer rollen ..!?

Nicht Freiheiten und Wohlstand waren und sind die Ziele der vorgeblichen Eliten, sondern ein Niederhalten Deutschlands.

Sehenswert!:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/1603530/Europa-ohne-Euro---eine-Spekulation

Gast: Vogel Strauss
05.04.2012 14:15
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Die Asiaten als Vorbild - ASEAN

Warum schaffen die einen Zusammenschluß, ohne gleich einen riesigen Beamtenapparat samt ideologischer Gleichschaltungstendenzen zu installieren? Die EU ist an und für sich eine gute Idee, als Wirtschaftsunion, aber nicht als 'Vereinigte Staaten von Europa'. Ist das Denken der Asiaten wirklich so anders als bei uns Europäern?

Nichts gelernt

Die KuK Monarchie mußte erst zerschlagen werden, um sie 100 Jahre später wieder mit Zwang einführen und zusammenhalten zu wollen.

Der Großteil der Bevölkerung will diese EU nicht.
Nur die veröffentlichte Meinung in Form von Journalisten die sich zu 86 den Linken, Roten oder Grünen hauptsächlich zuordnen betreibt Propaganda und versucht die Menschen zu manipulieren.

Antworten Gast: Vogel Strauss
05.04.2012 14:10
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Re: Nichts gelernt

Nur durch die Vranitzky'sche Propaganda sind wir dabei ...

Re: Re: Nichts gelernt

Stimmt. Hätten wir doch damals auf die Schwarzen gehört.
Let´s face it: Es war nicht die Propaganda. Es war fehlendes Interesse unserer Landsleute drüber nachzudenken, wie es bitte möglich sein werde, ohne die aus z.B. Italien ja schon als legendär empfundenen Abwertungsorgien in Zukunft auszukommen.

Gast: Blankenstein Husar
05.04.2012 10:41
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Eben, Herr Böhm. - Die angedachte "Gross-EU" wird es also niemals geben.

denn die ist tatsächlich nur in einer regelrechten Diktatur realisierbar, mit einem vorprogrammierten Ablaufdatum.

Deshalb bleiben, wenn sie jetzt die ganze Geschichte zu Ende denken, nur 2 Varianten über:

1. Zurück in die Ausgangspositionen wie vor dem Euro mit einem EWG-Wirtschaftsraum und ebenso viele Streitereien wie Gemeinsamkeiten oder die

2. Variante mit Gründung eines europäischen Kernstaates.

Und wer glauben sie, wird am Ende des Tages in so einem "Kernstaat" dabei sein?

Doch nur jene Länder, die verwandt, strukturell gleichartig und wirtschaftlich ähnlich stark sind.

Das wäre dann nix anderes als die Gründung des 4.Reiches...


 
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