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Aufstand gegen die Sparpolitik

25.04.2012 | 18:14 |  WOLFGANG BÖHM (Die Presse)

Europas Sanierung wird durch politische Krisen konterkariert. Eine Regierung nach der anderen zerbricht, der Euro-Fiskalpakt wackelt. Die US-Regierung warnt die EU immer öfter davor, sich zu Tode zu sparen.

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Wien. „Die Krise hat jetzt einen zusätzlichen Brandsatz“, sagt der Direktor des Brüssel-Büros der Bertelsmann Stiftung, Thomas Fischer, im Gespräch mit der „Presse“. Zweieinhalb Jahre nach Ausbruch der Schuldenkrise zerbricht eine europäische Regierung nach der anderen. Die Umsetzung von Sparmaßnahmen wird durch instabile politische Verhältnisse wie derzeit in den Niederlanden, in Frankreich, in Griechenland oder Slowenien konterkariert.

Der Fiskalpakt, mit dem sich die Euroländer eine Konsolidierung ihrer Staatshaushalte verordnet haben, wackelt. Neben Sozialdemokraten wie etwa in Frankreich oder Slowenien, neben Rechtspopulisten wie in Griechenland, den Niederlanden oder Österreich machen auch Arbeitnehmervertretungen gegen die verpflichtende Schuldenbremse und eine strengere Haushaltsüberwachung durch die EU mobil. In Frankreich fordert der Favorit für das Präsidentenamt, François Hollande, eine Neuverhandlung des Pakts, in Irland machen die Gewerkschaften mit einer Nein-Kampagne für das Fiskalpakt-Referendum am 31. Mai mobil. Und selbst in Deutschland will die SPD die Zustimmung im Bundestag mit Forderungen nach zusätzlichen Wachstumsinitiativen verknüpfen. In den Niederlanden hat der Rechtspopulist Geert Wilders wegen der Sparpläne die Unterstützung der Minderheitsregierung von Mark Rutte aufgekündigt.

„Die einseitig auf Kürzen ohne das Investieren, Besteuern und Ausgleichen von wirtschaftlichen Ungleichgewichten ausgelegte Eurokrisenpolitik steht vor einem Scherbenhaufen“, fasst der grüne Europaabgeordnete Sven Giegold die Situation zusammen. Sieben Euroregierungen sind bereits über die Krise gestürzt, Frankreich könnte der achte Fall werden.

 

„Sparen verschärft die Krise“

Die von Deutschland vorangetriebene Sparpolitik wurde auch im französischen Wahlkampf als krisenverschärfend angeprangert. Und tatsächlich wird sich dieses Jahr allen optimistischen Prognosen zum Trotz die Rezession in den Krisenländern fortsetzen – in Griechenland beispielsweise mit einem Minus von fünf Prozent des BIPs.

„Es ist aber nicht nur die Sparpolitik, die eine politische Krise ausgelöst hat“, relativiert Bertelsmann-Experte Fischer. Es seien auch das Thema Zuwanderung und die Enttäuschungen über falsch geweckte Hoffnungen und Fehler in der Vergangenheit. Fischer warnt deshalb auch davor, nun mit angeblichen Wachstumsprogrammen erneut solche Hoffnungen zu wecken. „Keiner hat dafür bisher glaubhafte Konzepte vorgelegt.“ Die Finanzierung der Programme sei nicht vorhanden. Die EU hat in ihrem Haushalt nur minimale Mittel übrig, die meisten Mitgliedstaaten können sich Deficit Spending nicht mehr leisten. Stellen sich solche Ankündigungen als Illusion heraus, so Fischer, könnte dies zu einer weiteren Radikalisierung der Politik führen. Links- und rechtsextreme Parteien würden weiteren Zulauf erleben.

Die Situation ist mittlerweile völlig verfahren. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, einer der prominentesten Verfechter der Austeritätspolitik, warnt davor, den Forderungen nach einer Lockerung des Sparkurses nachzugeben. Für solche „Abenteuer“ gebe es selbst in Ländern wie Deutschland „keinen Raum“. Freilich leidet selbst die deutsche Wirtschaft längst unter dem Spardruck in Europa. Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sind die Aufträge für die deutsche Industrie aus den EU-Ländern merklich zurückgegangen.

Die US-Regierung warnt die EU immer öfter davor, sich zu Tode zu sparen. Doch ihre Wünsche nach neuen Wachstumsimpulsen auf Pump basierten laut Fischer auf falschen Vorstellungen des europäischen Systems. Während die USA „too big to fail“ seien und weitere Schulden aufnehmen könnten, gelte das für Europas Einzelstaaten mit Ausnahme Deutschlands nicht.

Gestürzte Regierungen

Irlands wirtschaftsliberale Regierung unter Brian Cowen stürzte 2011 über die Banken- und Immobilienkrise im Land.

Portugals sozialistische Regierung unter José Sokrates wurde angesichts der schweren Wirtschaftskrise 2011 abgewählt.

Italiens Langzeitpremier Silvio Berlusconi stürzte nicht nur über Sexskandale, sondern auch über den zunehmenden Druck der Finanzmärkte auf das hoch verschuldete Land.

Griechenlands Regierungschef Giorgos Papandreou musste 2011 seinen Sessel räumen. Zuvor hatte er eine Volksabstimmung über die Sparpolitik angekündigt, die nie abgehalten wurde.

Spaniens Sozialisten unter José Luis Zapatero verloren 2011 die Wahlen, nachdem sich die Wirtschaftskrise im Land verschärft hatte.

Slowakeis christlich-liberale Premierministerin Iveta Radičová wurde die Umsetzung des Euro-Rettungsschirms zum Verhängnis.

Sloweniens Regierung stürzte 2012, weil sie die wachsenden Schulden nicht eindämmen konnte.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.04.2012)

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141 Kommentare
 
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Gast: EFF EFF
26.04.2012 19:34
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Von wegen too big to fail, die heisse Luft ist raus.

Genauso wie in Europa schlagen die mit Phantasiewerten aufgeblasen Bankenbilanzen voll auf die Wirtschaft durch.

Seit mehreren Quartalen wird in den USA auf Halde produziert. Die höheren Auftragseingänge beschränken weitestgehend sich auf internationale Konzerne und Grossaufträge.

Der Mittelstand verarmt zusehends. Das Wirtschaftswachstum konnte nur in der letzten letzten Dekade nur in der Spitze der Boomphase der Immobilienblase mit dem Bevölkerungswachstum mithalten.
Die auf 3 Monate beschränkten Unterstützung durch Foodstampprogramme findet reissenden Absatz.

Die Schönwetterpropaganda führt nur zu Vertrauensverlust oder im Klartext (Vertrauen = credere) zum Verlust der Kreditwürdigkeit.

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Die EU stand noch nie so nahe

am Abgrund wie derzeit und die Brüsseler EU-Fantasten können mit Recht sagen: "Gestern standen wir noch am Abgrund, aber schon morgen werden wir einen Schritt weiter sein...." Gute Nacht europa.

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Re: Die EU stand noch nie so nahe

Diesen Schwachsinn höre ich jetzt schon seit einigen Jahren, wie es auch den EURO in den kommenden 2 Monaten "zerreißen" soll. Einige Propheten hier im Forum haben schon vor 2 Jahren, am 15 Mai 2010 die neue Deutsche Mark gesehen, wie sie heimlich ausgeliefert wurde und vor 4 Monaten schrieb ein Hellseher hier im Forum, dass er auf der Südautobahn einen Lieferwagen mit den neuen Schillingen gesehen habe!

Auch ist die EU ist immer noch der stärkste Wirtschaftsraum weltweit, bei allen Fehlern immer noch der Raum mit den höchsten Lebensstandards weltweit und und die meisten Mitgliedsländer haben auch die höchsten demokratischen Standards ebenfalls weltweit!

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Re: Die EU stand noch nie so nahe

die, die uns zum Abgrund geführt haben, die würden gerne mit uns weitergehen,

das stimmt leider sehr

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Re: Die EU stand noch nie so nahe

Die Brüsseler EU-Fantasten sind nichts anderes als Vertreter der Nationalstaaten. Ohne EU heisst es in der globalen Welt Gute Nacht Nationalstaaten, einer nach dem anderen, ausgesackelt von Investoren, ohne die geringste Chance sich dagegen zu wehren, dafür heisst es dann wenigstens wirklich GUTE NACHT!

Re: Re: Die EU stand noch nie so nahe

Das wird ohnehin andauernd vermischt: EU & Eurozone.
Der Artikel bezieht sich auf die sinlosen Sparversuche, die natürlich auch ohne € notwendig wären.

Aber dass Nationalstaaten ausserhalb der EU (oder gar €-Zone) so fürchterlich dastehen, ist definitiv nicht belegt. Allerdings auch, dass sich diese Staaten mit etwas mehr Phantasie durch die Zeiten arbeiten, weil sie sich eben weniger auf die heilsversprechende Allmacht der Gemeinschaft verlassen.

Re: Re: Re: Die EU stand noch nie so nahe

Nur als Tipp, aber lesenswert: www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/04/26/chef-des-eu-parlaments-eu-zusammenbruch-ist-denkbar.

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Re: Re: Re: Die EU stand noch nie so nahe

"....dass Nationalstaaten ausserhalb der EU (oder gar €-Zone) so fürchterlich dastehen, ist definitiv nicht belegt."

Da fallen mir so prosperierende Nationalstaaten wie Albanien, Moldawien, Mazedonien, Ukraine, Weißrussland ein, die auch noch einen hervorragenden demokratischen Standard haben!

Alles definitiv belegt!!!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Fprester
26.04.2012 18:27
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Re: Re: Re: Re: Die EU stand noch nie so nahe

Noch viel schlimmer: Norwegen, Schweiz, Neuseeland, Australien, Kanada......

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Re: Re: Re: Re: Re: Die EU stand noch nie so nahe

Neuseeland, Kanada und Australien werden nie bei der EU sein und sind auch keine "Nationen", sondern typische Einwanderungsländer.

Norwegen wäre ohne Erdgas und Erdöl sehr wenig und die Schweiz ist ja kein Nationalstaat im herkömmlichen Sinn, sondern besteht aus 4 Nationalitäten, die sich vertraglich zu einer "Willensnation" -wie sie es selbst bezeichnen-, vereinigt haben, zur Schweizer Eidgenossenschaft!

Aber danke für das Beispiel Schweiz, die es nach Eurer nationalistischen Anti-EU-Logik gar nicht geben dürfte, weil " es Wahnsinn ist, verschiedene Völker, Sprachen und Kulturen in einer Union mit einer Währung zusammenzuführen In der Schweiz funktioniert dieses Prinzip ganz prächtig!

Aber gerade mit der Verfassung von 1948 entwickelte sich die Schweiz vom Staatenbund zum Bundesstaat, wie auch die EU diese Entwicklung, mit gleichem positiven Ergebnis, nehmen wird.

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Europas Sanierung wird durch politische Krisen konterkariert. Eine Regierung nach der anderen zerbricht, der Euro-Fiskalpakt wackelt.

genau so ist es, und solange ein Barosso und Co weiterhin diktieren dürfen, darf sich daran natürlich nichts ändern.

Einziger Ausweg für alle Länder; raus aus der Union welche sichtlich nicht funktioniert hat und es in der form auch gar nie werden wird !

Weg mit all den Zwängen wie Euratom- Fiskalpakt- usw, damit der Urzustand welcher ja nicht schlecht war, wieder hergestellt werden kann !

Uns ging es bis zum erzwungenem Beitritt auch bestens, sogar samt der deutlich weit weniger Zuwanderer !

Re: Europas Sanierung wird durch politische Krisen konterkariert. Eine Regierung nach der anderen zerbricht, der Euro-Fiskalpakt wackelt.

Alle Märchen beginne mit "Es war einmal..." Glauben Sie wirklich, dass auch nur ein europ- Staat eine solche kritische wirtschaftliche Masse hat, dass er sich die Globalisierung und die intern. Finanzhaie durchsetzen könnte. Bereits ohne EU konnte sich GB gegen eine Spekulation von Hr. Soros nur im letzten Moment durch sehr starke Hilfe der USA behaupten. Hätte es eine Spekulation gegen den Schilling gegeben,hätten wir uns nicht wehren können.
Vernünftig wäre es, eine EU-Wirtschaftsregierung, die von einem durch EU-weite Wahlen bestimmtes Parlamant bestellt wird, einzurichten, die auf bestimmte Bereich der Budget- und Wirtschaftspolitik der Mitgliedsländer im Notfall ein Durchgriffsrecht haben sollte.

Re: Re: Europas Sanierung wird durch politische Krisen konterkariert. Eine Regierung nach der anderen zerbricht, der Euro-Fiskalpakt wackelt.

Quo vadis EU? Mögliche Antwort hier: www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/04/26/suedeuropa-schuldet-der-ezb-918-milliarden-euro/

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Re: Re: Europas Sanierung wird durch politische Krisen konterkariert. Eine Regierung nach der anderen zerbricht, der Euro-Fiskalpakt wackelt.

eher würde ich sagen, dass sich die Regeirungen und die Kommission sich mehr über Wirtschaft als über Glühlampen, bananen und Gurken unterhalten sollte, und natürlich auch den CO2-Blödsinn einmal wegwischen

Re: Re: Re: Europas Sanierung wird durch politische Krisen konterkariert. Eine Regierung nach der anderen zerbricht, der Euro-Fiskalpakt wackelt.

Nun ja, auch Glühlampen, Gurken und Bananen gehören zur Wirtschaft.
Die Glühlampenverordnung hätte allerdings drei vier Jahre später kommen können, sodass sich ein leichter Umstieg auf LEDs ergeben hätte und man sich den Umqweg über die Energisparlampen erspart hätte. Die Gurkenvrordnung erleichter die Verpackung und führt zu relativ gleichen Mengen in gleichen Schachteln.
Dass der CO2 Ausstoß vermindert werdenmuss sollte bekannt sein und das Zertifikatsregime ist zwar durchaus verbesserungs fähig aber ein Schritt in die richtige Richtung. Die Drohung mit der Abwanderung ist angesichts der ERfahrungen mit Joint Ventures nach dem Fall des EV eher eine leere.
Ich gebe Ihnen aber Recht, dass es notwendig wäre in Europa eine einheitliche Regelung der Finanzmärkte einzuführen. Bemühungen in dieser Richtung sind zwar gegeben, doch überwiegen leider dievermeintlichen Eigeninteressen einzelner Mitgliedsstaaten, insbesondere von GB.

Re: Europas Sanierung wird durch politische Krisen konterkariert. Eine Regierung nach der anderen zerbricht, der Euro-Fiskalpakt wackelt.

Es diktiert eben nicht Baroso und die Kommission oder das EU-Parlament , sondern an der EU vorbei diktieren die Regierungschefs, vor allen Merkel und Sarkozy.

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Re: Europas Sanierung wird durch politische Krisen konterkariert. Eine Regierung nach der anderen zerbricht, der Euro-Fiskalpakt wackelt.

Raus aus der EU heisst in der globalen Welt Untergang von Nationalstaaten, einer nach dem anderen, in den Untergang getrieben und von Geld befreit von Investoren...aber als versierter EU-Gegner haben Sie sicher ein Rezept, dass den Nationalstaaten die Macht verleiht sich dagegen zu wehren, oder sich vielleicht aus der globalen Wirtschaft zu entkoppeln, mit allen Konsequenzen. Sagen Sie doch wie es funktioniert, denn lediglich NEIN schreien ist dann doch etwas armselig...

Zahlen für die anderen

Warum soll ich als Österreicher für die Iren oder Spanier zahlen ? Warum soll ich als Oberösterreicher für die Kärntner zahlen? Warum soll ich als Linzer für die Mühlviertler zahlen?
Machen wir uns doch alle selbständig und -Hurra - das Paradies ist da.

Re: Zahlen für die anderen

Ich glaube, hier handelt es sich um ein Missverständnis.
Natürlich kann man eine Transferunion wollen (ist auch das einzig verbleibende Mittel mit Ausnahme der Auflösung der Eurozone). Der Artikel beschäftigt sich (u.a.) mit dem daraus entstehenden politischen Problem.
Das wissen die Vertreter auch. Daher der ESM, der ja schlecht getarnt nichts anderes als ein solcher Transfer ist. Und ein (theoretisch) wunderbares Versteck bietet: "Das ist die böse EU, da können wir nichts machen."
Dass diese Entdemokratisierung Europas nicht die Lösung des Problems sondern eher die Ursache ist, fehlt aus meiner Sicht noch im Artikel. Sie wird wesentlich schwerer wiegen als das eine oder andere Sparpaket.

Stefen Schulmeister: "Stimmt diesem EU-Fiskalpakt nicht zu ! ".-Video...

Interview mit Dr.Stephan Schulmeister:
http://www.youtube.com/watch?v=rGzkLaJxXyA

"Wir rechnen nicht damit, dass die Krise ewig weitergehen wird"

Mobius greift in Europa zu!

http://bit.ly/JAZstY

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Re: "Wir rechnen nicht damit, dass die Krise ewig weitergehen wird"

logisch, hätte ich das Geld, täte ich das auch

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ganz logisch: Schuldenbremse ohne Belastungbremse ist nicht

schließlich gibt die Schuldenbremse den Regierungen alle Möglichkeiten, neue Belastungen zu erfinden, das hat bislang in Ö nur das BZÖ politisch formuliert.

Warum da die Regierungsparteien dagegen angekämpft haben, ist nur mit einer Begründung zu verstehen,
das Spar (sprich besser: Belastungs) paket hat dies ja deutlich gezeigt.

Re: ganz logisch: Schuldenbremse ohne Belastungbremse ist nicht

Ich würde das Belastungs- und Sozialradikalrundumschlagspaket nennen und es kommt eines nach dem anderen; Prölls "Zukunftsbudget" hat nicht einmal ein Jahr in die Zukunft gehalten....Das alles zeigt insgesamt die völlige Inkompetenz der Politiker und das Versagen der Staatsführung. Auch die Berater der Politik (Felderer...) sind unglaublich schwach.

Re: Re: ganz logisch: Schuldenbremse ohne Belastungbremse ist nicht

Ohne die Politiker verteidigen zu wollen, gilt aber

"Voraussagen sind schwer zu erstellen, indbesondere , wenn sie sich auf die zukunft beziehen"

Gast: Finanzexperte von eigenen Gnaden
26.04.2012 10:04
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Auffallend:

Alle Regierungen zerbrechen daran, daß sie die eigene Suppe nicht auslöffeln können/ möchten.

Irland hat sich als Steueroase betrachtet und ist gescheitert. Lustig, daß die Verlierer dieser Politik Irland retten (sollen/müssen). Nomal gehört Irland aus der EU ausgeschlossen, aber bitte.

Portugal + Spanien haben die Bauwirtschaft losgelassen, nur gebaut wird nichts Brauchbares. Da ist in Wahrheit nicht die Wirtschaft, sondern ein paar Freunde gefördert worden.

Die Griechen zünden ihre eigenen Wälder an, wenn damit etwas zu verdienen ist. Von funktionierender Verwaltung wollen wir gar nicht erst reden. Griechenland hat als Staat Jahrzehnte lang Stimmenkauf betrieben, irgendwann ist halt der Ofen aus.

In Italien hat lange ein Sexgott regiert, ist immer wieder gewählt worden.

Slowakei + Slowenien + Tschechien verstehen die EU als Selbstbedienungsladen. Ein bissl Steuerparadies da, ein bissl Extrawurst dort. Zurzeit planen die Tschechen wieder eine Invesition in Atomkraft, selbstverständlich nahe der Grenze. Damit die Nachbarn auch was davon haben.

Fast ist man traurig, daß der Eiserne Vorhang weg ist.

 
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