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Aufstand gegen die Sparpolitik

25.04.2012 | 18:14 |  WOLFGANG BÖHM (Die Presse)

Europas Sanierung wird durch politische Krisen konterkariert. Eine Regierung nach der anderen zerbricht, der Euro-Fiskalpakt wackelt. Die US-Regierung warnt die EU immer öfter davor, sich zu Tode zu sparen.

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Wien. „Die Krise hat jetzt einen zusätzlichen Brandsatz“, sagt der Direktor des Brüssel-Büros der Bertelsmann Stiftung, Thomas Fischer, im Gespräch mit der „Presse“. Zweieinhalb Jahre nach Ausbruch der Schuldenkrise zerbricht eine europäische Regierung nach der anderen. Die Umsetzung von Sparmaßnahmen wird durch instabile politische Verhältnisse wie derzeit in den Niederlanden, in Frankreich, in Griechenland oder Slowenien konterkariert.

Der Fiskalpakt, mit dem sich die Euroländer eine Konsolidierung ihrer Staatshaushalte verordnet haben, wackelt. Neben Sozialdemokraten wie etwa in Frankreich oder Slowenien, neben Rechtspopulisten wie in Griechenland, den Niederlanden oder Österreich machen auch Arbeitnehmervertretungen gegen die verpflichtende Schuldenbremse und eine strengere Haushaltsüberwachung durch die EU mobil. In Frankreich fordert der Favorit für das Präsidentenamt, François Hollande, eine Neuverhandlung des Pakts, in Irland machen die Gewerkschaften mit einer Nein-Kampagne für das Fiskalpakt-Referendum am 31. Mai mobil. Und selbst in Deutschland will die SPD die Zustimmung im Bundestag mit Forderungen nach zusätzlichen Wachstumsinitiativen verknüpfen. In den Niederlanden hat der Rechtspopulist Geert Wilders wegen der Sparpläne die Unterstützung der Minderheitsregierung von Mark Rutte aufgekündigt.

„Die einseitig auf Kürzen ohne das Investieren, Besteuern und Ausgleichen von wirtschaftlichen Ungleichgewichten ausgelegte Eurokrisenpolitik steht vor einem Scherbenhaufen“, fasst der grüne Europaabgeordnete Sven Giegold die Situation zusammen. Sieben Euroregierungen sind bereits über die Krise gestürzt, Frankreich könnte der achte Fall werden.

 

„Sparen verschärft die Krise“

Die von Deutschland vorangetriebene Sparpolitik wurde auch im französischen Wahlkampf als krisenverschärfend angeprangert. Und tatsächlich wird sich dieses Jahr allen optimistischen Prognosen zum Trotz die Rezession in den Krisenländern fortsetzen – in Griechenland beispielsweise mit einem Minus von fünf Prozent des BIPs.

„Es ist aber nicht nur die Sparpolitik, die eine politische Krise ausgelöst hat“, relativiert Bertelsmann-Experte Fischer. Es seien auch das Thema Zuwanderung und die Enttäuschungen über falsch geweckte Hoffnungen und Fehler in der Vergangenheit. Fischer warnt deshalb auch davor, nun mit angeblichen Wachstumsprogrammen erneut solche Hoffnungen zu wecken. „Keiner hat dafür bisher glaubhafte Konzepte vorgelegt.“ Die Finanzierung der Programme sei nicht vorhanden. Die EU hat in ihrem Haushalt nur minimale Mittel übrig, die meisten Mitgliedstaaten können sich Deficit Spending nicht mehr leisten. Stellen sich solche Ankündigungen als Illusion heraus, so Fischer, könnte dies zu einer weiteren Radikalisierung der Politik führen. Links- und rechtsextreme Parteien würden weiteren Zulauf erleben.

Die Situation ist mittlerweile völlig verfahren. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, einer der prominentesten Verfechter der Austeritätspolitik, warnt davor, den Forderungen nach einer Lockerung des Sparkurses nachzugeben. Für solche „Abenteuer“ gebe es selbst in Ländern wie Deutschland „keinen Raum“. Freilich leidet selbst die deutsche Wirtschaft längst unter dem Spardruck in Europa. Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sind die Aufträge für die deutsche Industrie aus den EU-Ländern merklich zurückgegangen.

Die US-Regierung warnt die EU immer öfter davor, sich zu Tode zu sparen. Doch ihre Wünsche nach neuen Wachstumsimpulsen auf Pump basierten laut Fischer auf falschen Vorstellungen des europäischen Systems. Während die USA „too big to fail“ seien und weitere Schulden aufnehmen könnten, gelte das für Europas Einzelstaaten mit Ausnahme Deutschlands nicht.

Gestürzte Regierungen

Irlands wirtschaftsliberale Regierung unter Brian Cowen stürzte 2011 über die Banken- und Immobilienkrise im Land.

Portugals sozialistische Regierung unter José Sokrates wurde angesichts der schweren Wirtschaftskrise 2011 abgewählt.

Italiens Langzeitpremier Silvio Berlusconi stürzte nicht nur über Sexskandale, sondern auch über den zunehmenden Druck der Finanzmärkte auf das hoch verschuldete Land.

Griechenlands Regierungschef Giorgos Papandreou musste 2011 seinen Sessel räumen. Zuvor hatte er eine Volksabstimmung über die Sparpolitik angekündigt, die nie abgehalten wurde.

Spaniens Sozialisten unter José Luis Zapatero verloren 2011 die Wahlen, nachdem sich die Wirtschaftskrise im Land verschärft hatte.

Slowakeis christlich-liberale Premierministerin Iveta Radičová wurde die Umsetzung des Euro-Rettungsschirms zum Verhängnis.

Sloweniens Regierung stürzte 2012, weil sie die wachsenden Schulden nicht eindämmen konnte.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.04.2012)

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141 Kommentare
Antworten Antworten Gast: speibender regenbogen
26.04.2012 10:11
3 1

so ein blödsinn!

die jugend lebt nicht die union, die lebt facebook und google! die haben doch in den allermeisten fällen nicht die ahnung, was die eu ist!

und die gesamtheit des positiven existiert wohl nur in der fantasie einiger sozialisten vom alten schlag, real ist da weder eine gesamtheit, noch was positives. eine deutsche wirtschaft und eine griechische passen einfach nicht zusammen! die oststaaten halten nach wie vor nur die hand auf und entwickeln sich nicht! skandinavier und iberer sind einfach zu verschieden, um sie in einen topf zu werfen! die eu wird genauso scheitern wie alle zusammengewürfelten großreiche bisher.

Sie sind unkritisch FalAFFEl und primitiv!

Offenbar haben Sie die Rechtsbrüche der europäischen Verträge, die verlogenen Versprechen und die Tatsache, daß wir, die österr. Steuerzahler, die korrupten mediterranen Regierungen mit unserem Geld aushalten, übersehen. Solidarität ja, aber zu fairen Bedingungen. UND-DIE JUNGEN SIND BEI WEITEM NICHT SO BLÖD, WIE SIE OFFENBAR MEINEN.
Überdies scheint Ihnen der Unterschied zwischen EU und Eurozone nicht geläufig zu sein. Informieren Sie sich und betreiben Sie nicht dümmliche Propaganda.

Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
26.04.2012 09:58
4 1

Re: Sie sind unkritisch FalAFFEl und primitiv!

Vergessen Sie es !

Der ist ein Nehmer und hat noch nie in seinem Leben gearbeitet.

Re: Erkläre mir einer wieso der österreichische Steuerzahler für die Schulden jener, die nicht sparen wollen, aufkommen soll!

Österreich ist in 5-7 Jahren bei 100% Verschuldung.
Dass die Hilfe uns so weh tut, liegt daran, dass wir keine Reserven haben und die nächsten Kandidaten sind.

Wenn Österreich nicht beim Euro wäre, wäre es ein Spielball der Spekulaten. Fragen sie mal Soros wie leicht man damit Geld machen kann. Österreich ist da noch ein leichters Fressen.

Ich wette darauf, dass wir in 5 Jahren europäische Hilfe brauchen.

Ich würde nicht in die Hand beißen, die einen füttert.

Spielball von Spekulanten

Wird man nur, wenn man diese am Leben lässt. Eine Politik mit entsprechendem Zund, lässt diese Gfraster rasch und schmerzlos über den Jordan wandern. Meistens reichen bereits ein paar Exempel. Siehe Putin. Und eine Ruh ist.
Und da ich ein Optimist bin, freue ich mich schon auf den Tag, an dem man davon in der Zeitung lesen wird, oder besser noch, die Gfraster vor lachenden Menschen unter Aufsicht Bankwerbungen von Plakatständern kratzen müssen.

Re: Spielball von Spekulanten

Wollen Sie wirklich Rechtsstaatlichkeit a' la Putin? Sie können sicher sein, dass in so einem Fall kein Investor auch nur einen Cent in Östereich investiert.

0 0

Re: Spielball von Spekulanten

Welche Politik, die eines Nationalstaates? Machen Sie sich doch nicht lächerlich, vielmehr ist die Tatsache zu akzeptieren, dass Politiker von Nationalstaaten Marionetten an den Schnüren von Investoren sind. Oder glauben Sie tatsächlich, Kapital sei nicht wesentlich mobiler?

Re: Re: Spielball von Spekulanten

Gar so mobil dürfte Kapital wieder auch nicht sein, sonst dürfte es in den USA und GB bei der Besteuerung des Kapitals in diesen Ländern keines mehr geben.

Und wer, meinen Sie, soll uns dann noch retten können?

Denn dann geht auch dem starken deutschen Michel die Kraft aus. In Wahrheit gibts dann den big bang, wenn Sie ehrlichsind.

Re: Re: Erkläre mir einer wieso der österreichische Steuerzahler für die Schulden jener, die nicht sparen wollen, aufkommen soll!

Bevor es so weit ist, ist Spanien, Porugal, Italien schon längst über den Jordan, und damit die EU schon Geschichte.

Die Politik sollte sich rasch von der Illusion lösen, die EU als Ganzes retten zu wollen.

Re: Re: Erkläre mir einer wieso der österreichische Steuerzahler für die Schulden jener, die nicht sparen wollen, aufkommen soll!

Spoielball dr Spekulanten nur dann wenn wir nach wie vor eine einzige Zentralbank haben. Bei Golddeckung samt Recht für jeden Geld zu schaffen hört sich das schnell auf.

Re: Re: Re: Erkläre mir einer wieso der österreichische Steuerzahler für die Schulden jener, die nicht sparen wollen, aufkommen soll!

Die Letzte Goldgedeckte Währung war der Pfund-Sterling.

Die Deckung wurde 1931 beendet.
Die Wirtschaft ist sooooo groß, dass es das Gold gar nicht gibt, die Dimension zu decken.

Der neue Schilling war nie goldgedeckt! Die Nationalbank hat zwar einige Rechte auf Gold.
Die Reserven sind im Ausland, und im Notfall wahrscheinlich nicht verfügbar.

Willkommen im 20. Jahrhundert. 100 years to go.

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Der Fluch der bösen Tat

Oder die Geister die ich rief.

Jahrzehntelang korrumpierten die Politiker die Wähler mit Wahlgeschenken auf ungedeckten Schecks ausgestellt auf die nachfolgenden Generationen. Nun hat man das Problem, dass diese Wahlgeschenke als "wohlerworbene Rechte" wahrgenommen werden, frei nach dem Motto: Wenn man dir gibt, dann nimm. Wenn man dir gibt, dann schrei.

Dass ewiges Schuldenmachen nicht gutgehen konnte, wusste eigentlich von vornherein jeder (ausgenommen vielleicht manche Sozis und Kommunisten), doch jeder Politiker hoffte wohl, dass es bei ihm noch gutgeht und die Schuldenbombe erst beim Nachfolger hochgeht.
Nun sieht man was man von dieser kurzsichtigen Politik hat. Es sind wieder Politiker gefragt die langfristig denken und nicht nur kurzfristig bis zur nächsten Wahl. Doch dieser Politikertypus letztmalig in Ö vertreten durch BK Klaus und teilweise BK Schüssel scheint weit und breit nicht in Sicht. Der derzeitige BK Faymann hat nicht einmal in Ansätzen das Format dazu, ganz im Gegenteil er ist Teil des Problems.

Re: Der Fluch der bösen Tat

immer wenn ich lese, dass die heutigen generationen auf kosten künftiger leben und wenn damit die STAATSSCHULDEN gemeint sind, dann hege ich größte zweifel an den denkfähigkeiten des autors!

denn die staatsschulden sind das allergeringste problem, das wir unseren kindern und enkeln hinterlassen.

doch sie eignen sich gut, um über andere zu schimpfen. wer über die wirklich großen verbrecher schimpfen wollte, die die welt der nachkommen zurstören, der müsste ja über sich selbst schimpfen.....

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Re: Re: Der Fluch der bösen Tat

"denn die staatsschulden sind das allergeringste problem, das wir unseren kindern und enkeln hinterlassen."

Ja genauso dachten alle Kanzler ab Kreisky und was wir davon haben sehen wir ja. 7 Mrd. € brennen wir mittlerweile schon nur um Zinsen zu zahlen. Damit könnten wir jährlich(!) zweimal den Koralmtunnel bauen. Vor allem sind Zinszahlungen Geld ohne direkte Gegenleistung das an die Finanzindustrie fließt, also an diejenigen gegen die gerade die sozialistischen Schuldenmacher so wettern.

Re: Re: Re: Der Fluch der bösen Tat

An sich sollte der Koralmtunnel ca. 10Mrd kosten wie gehen sich bei /Mrd Ersparnis zwei Koralmtunnel aus?

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Re: Re: Re: Re: Der Fluch der bösen Tat

Die Kosten für den Koralmtunnel alleine sind auf 3,1 Mrd € veranschlagt. Somit stimmt meine Aussage. Die Kosten für die gesamte Koralmbahn und alle dafür nötigen Bauten zwischen Klagenfurt und Graz sind auf 5,2 Mrd. € veranschlagt. Auf 10 Mrd. € kommt man, wenn man auch die Kreditfinanzierungskosten dafür einrechnet. Diese würden allerdings nicht schlagend, wenn wir das Geld hätten und uns nicht leihen müssten. Auch das zeigt also wieder nur wie problematisch ein ständiges Auf-Pump-Finanzieren ist.

Re: Re: Re: Re: Re: Der Fluch der bösen Tat

Ich bin von den zu erwartenden Gesamtkosten ausgegangen.
Wenn Österr. keine Schulden hätte dann stimmte Ihre Rechnung. Nur um hätte, wäre, täte kann man sich leider nichts kaufen.

Gast: Fprester
26.04.2012 07:43
5 0

Sparen ist schon richtig....

...aber nicht mit der Hau-Ruck-Methode. Was zu abruptes Sparen auslöst, sieht man in Griechenland und Spanien. Der wirtschaftliche Karren wird noch mehr in den Dreck gefahren. Die Richtungsumkehr muss subtil aber konseqeuent verlaufen. Leider erschwert die gemeinsame Währung Euro den Besserungsprozess noch zusätzlich (Abwertungen nicht mehr möglich).

Die Mahnung der USA, sich nicht zutode zu sparen, ist so gesehen nicht falsch. Nur sollte die EU umgekehrt die USA auffordern, endlich die Notenpresse zu stoppen. Die unbegrenzte Geldmengenausweitung in den USA (und teilweise auch in Europa) birgt längerfristig Gefahren.

Gast: Na und?
26.04.2012 07:35
10 0

Am Beispiel Österreichs...

...erkennt man genau GAR KEIN Sparen.

Bund vs Länder vs Gemeinden, so funktioniert hierzulande der Förderalismus. Nebenbei werden AN kalt enteignet, ihr Steuergeld zweckentfremdet.

Die Politiker haben Wahnsinnsprojekte durchgedrückt, alleine die ganzen Bankenrettungen kosten Milliarden.

Der Normalo auf der Straße zahlt 50-80 % Steuern, die Defizite explodieren trotzdem. Es ist hoch an der Zeit, den Politikern Widerstand zu leisten. Das geht von Denkzettelwahlen bis Steuerhinterziehung.

Auf jeden Euro, den der Staat kassiert, macht er 5 Cent Schulden.

die eu zerbricht gerade, genauso wie die waehrung

ich kann es nicht oft genug wiederholen: holt euer geld vom konto und kauft physisches gold und silber. lagert es zuhause.

eine neue waehrung wird kommen. vermoegen und schulden werden dabei NICHT im gleichen verhaeltnis umgestellt

Re: die eu zerbricht gerade, genauso wie die waehrung

Edelmetalle sind derzeit viel zu teuer, und helfen auch nichts, wenn man sich darum nichts kaufen kann. Und dass passiert ja beim "melt down".

Garten kaufen,
Lagerbestände auffüllen,
Investitionen vorziehen,
monatliche Kosten senken,
sich weiterbilden,
überlegen wie man ohne Job durchkommt (selbstständig? Selbstversorger?)

"Metalle kaufen!", ist nur ein Werbeslogan der Banken, damit sie ihre Bestände aufwerten können.

Hände weg davon!

Re: Re: die eu zerbricht gerade, genauso wie die waehrung

teuer oder billig ist immer eine frage im vergleich zu welcher einheit?

zb benzin in euro ist relativ teuer. benzin in gold / silber haelt sich im preis seit jahrzehnten.

dass ist ja genau das interessante im investieren - welche anlage-klasse ist derzeit im moment im vergleich zu einer anderen anlage-klasse billig.

by the way - es geht hier nicht darum, mit gold den kuehlschrank aufzufuellen. das sollte man schon vorher machen. es geht um vermoegen die man nicht im taeglichen leben benoetigt.
und wer spartanisch lebt, kann selbst bei einem geringen einkommen werte aufbauen.
wer jedoch ueber seinen verhaeltnissen lebt, wird gezwungen werden aber einen bestimmten zeitpunkt unter seinen verhaeltnissen zu leben

wer 1/3 immobilien, 1/3 edelmetalle und 1/3 aktien hat und haelt diese konstant ueber 100 jahre, dann wird man am ende gleich "reich/arm" sein wie vorher.
die moeglichkeit, die sich derzeit bietet, wird in dieser generation einmalig sein. ich spreche von der moeglichkeit sich mit gold & silber einzudecken, solange diese noch leistbar sind.
die fiat-geldmenge steigt exponentiell und wird daher exponentiell weniger wert. das fiat geldsystem ist derzeit im zusammenbruch und diese chance kommt nur alle 2-3 generationen - wir sind derzeit am knackpunkt und die hyperinflaton kann jederzeit losgehen. deflation werden die politiker unbedingt verhindern (obwohl dass die loesung waere).

man tut gut daran sich vorzubereiten, mental & physisch

1 0

Re: die eu zerbricht gerade, genauso wie die waehrung

klar,Schulden bleiben Vermögen ist weg .... war schon immer so.

Re: Re: die eu zerbricht gerade, genauso wie die waehrung

noch ungemuetlicher wirds, wenn jedem, der noch irgendetwas "offiziell" besitzt wie zb eine immobilie, eine "grundschuld" eingetragen wird ins grundbuch, die dann ueber jahrzehnte abgezaht werden muss (natuerlich mit der neuen waehrung)

stichwort lastenausgleichsgesetz

1 0

Re: Re: die eu zerbricht gerade, genauso wie die waehrung

stimmt nicht, nach Inflation sind Schulden auch weg, da sie nominell gleich hoch bleiben.

Re: Re: Re: die eu zerbricht gerade, genauso wie die waehrung

das ist leider ein frommes wunschdenken

bitte recherchieren sie die waehrungsreform nach dem 2. weltkrieg 1948

Antworten Gast: Bärenfalle...
26.04.2012 06:45
4 0

Re: die eu zerbricht gerade, genauso wie die waehrung

Wobei "eine neue Währung wird kommen" ein Euphemismus ist für "Staatspleite"

Die EU ist durchaus mit einem falsch gewachsenem Baum zu vergleichen.

Jahrelang iim Übermaß mit billigem Geld gedüngt um viel Wachstum zu erzeugen hat der Baum einen dicken Stamm, eine große Krone.

Aber beim ersten größeren Sturm fällt er denn es hat sich nie das notwendige Wurzelwerk entwickelt um den Baum zu halten.

Etwaige Stützungsmaßnahmen (sprichwörtlich) wie ESM etc. sind dabei nur von begrenzter Dauer

Krieg gegen die Arbeitnehmer

die Hochfinanz und ihre Politikbüttel errichten gerade eine Diktatur in Europa inklusive massiver Umverteilung von den Arbeitnehmern hin zu den Finanzmärkten. Das hat mit sparen nichts zu tun, was mit aufwendigen Belastungspaketen zB in Österreich an Geld aufgetrieben wird, geht sofort wieder hinaus für verstaatlichung gescheiterter österreichischer Banken und Finanzierung diverser EU-Rettungsschirme - also die oben erwähnte Umverteilung.

Die Eu liebt die Kriminalität und fördert die Steuerhinter-

ziehung -warum sollte man diesem kriminellen Superverein angehören?

Gast: Brennstein2
26.04.2012 01:39
7 0

Finanzkrise

1. wo bitte wird gespaart??
2.Länder können nur selbst Reformen einführen jede Vorgabe von Aussen bring sofort den Mob auf die Strasse-Griechenland.
3.die USA ist nicht unser Freund sondern eine Grossmacht mit Interessen.
4.erwarten Sie ernsthaft dass die Politikerkaste Ihre Pründe aufgiebt nur weil das System nicht mehr finanzierbar ist
conlusio-es wird weitergewurstelt bis es endgültig kracht.

zu tode gespart

wo wird denn überall zu tode gespart?

egal, von welchem land man reportagen liest, griechenland , italien, spanien ungarn (sms-handytelefonier-extrasteuer), es wird bei mindestpensionen, mindestlöhnen usw. eingegriffen.

es wird NUR bei denen , die schon fast nichts mehr haben, noch mehr eingegriffen.

das sieht man doch an den steueramnestien bzgl. schweiz derzeit.

rein rechnerisch steigen die besser aus.

aber bei so inkompetenten, korrupten drecksregierungen bin ich auf seiten der steuerhinterzieher, da ich auch nicht willens wäre, mein geld für diese unfähigen geldverschleuderer herzugeben.

bestes beispiel bot gerade der Schieder, indem er die letzte bürgschaft für den IWF gutgeheissen hatte.

gratuliere!

"IWF-Aufstockung kostet Österreich sechs Mrd. Euro "
http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/751791/IWFAufstockung-kostet-Oesterreich-sechs-Mrd-Euro-?from=suche.intern.portal

http://derstandard.at/1334795926640/Oesterreich-Steuereinnahmen-sprudeln-im-ersten-Quartal

hackeln für IWF.

mal nachlesen, welche budgets der IWF vor der krise verwaltete...

Wer ist verwundert?

Das war doch der Plan von Anfang an. Viel Geld zu 1% von der EZB, hohe Risikoaufschläge ohne eintretendes Risiko und zahlen wird das alles am Ende Mitteleuropa - wozu Österreich gehört. Nicht blöd gelaufen - blöd gewesen. Das ist die Realität, der ORF wird uns dann die "richtige" Sicht (Solidarität, Wertegemeinschaft bla, bla) kommunizieren. W.

Nach den Parteien ...

... wird dem Finanzsystem die Kundschaft ausgehen. Wir wurden lange genug betrogen. Zwar werden die Bankenzombies noch versuchen, uns mit Waffengewalt und Drohungen
weiter zu entmündigen, aber auf lange Sicht werden sie dahinterkommen, dass auch sie mehr oder weniger weit um's Eck wohnen.

Antworten Gast: freund?
26.04.2012 01:11
2 1

Re: Nach den Parteien ...



JUHUUU ! BESUHUUUCH !

Gast: abcxyz
26.04.2012 00:19
0 0

blödsinn

es wird ja wohl was zwischen "zu tode sparen" und "zu tode konsumieren" geben. ein vernünftiges sparen und vernünftiges konsumieren (oder investieren) sollte doch langfristig allen was bringen.

Gast: dasgasti
26.04.2012 00:17
5 0

euro adieu

die einzige lösung ist endlich raus aus dem euro und eine regeneration europas mit nationalen währungen. ansonsten geht hier alles den bach runter, aber das ist wie es scheint das ziel der hohen politik.

Re: euro adieu

Super Idee. Mit nationalen Währungen der jetzigen Euroländer könnte diespekulation ein Land nach dem anderen relativ leicht in die Knie zwingen. Macht ja nichts, aber es gibt nationale Währungen.

Nicht Sparen per se verschärft die Krise,

allein die Idee daß die Besitzer von Finanzkapital ungeschoren bleiben und nur die normalen Bürger die Zeche zahlen sollen sorgt für Ärger! Die Bürger sind nämlich der Souverän in Demokratien.
Da sollte solche Ärger und demokratische Umwälzungen nicht überraschen.
Eine interessante Paralelle ist übrigens zu beobachten. Sowohl weltliche als geistliche Funktionäre behaupten immer wieder daß Veränderungen in der Gesamtstruktur - sei es die Finanzstruktur oder die Weltkirche - nur über globale Lösungen machbar wären. Also eigentlich nicht machbar!
Das Wahlvolk will davon nichts wissen. Aus verständlichen Gründen!

Re: Nicht Sparen per se verschärft die Krise,

Welche Demokratie? Und der Souverän verhält sich sehr zahlungswillig, meckert halt ein bissi und das wars dann schon. Die wissen das, weil das erleben sie seit vielen Jahrzehnten.

Gast: Freiheit
25.04.2012 22:37
10 1

hallo wo wird denn gespart?? kann mir mal jemand

das erklaeren? ich lese nur mehr schulden als im vorjahr. einige laender haben ihr jaehrliches defizit reduziert aber sparen ist das nicht. sparen heisst weniger ausgeben als man einnimmt und die differenz sollte verwendet werden um die schulden abzubauen. was derzeit in den zahlenden laendern passiert ist: mehr steuern, abgaben, aber auch mehr ausgaben fuer imf, eurorettungsschirm, banken, etc. also wieder kein sparen.... auch dass bei der bevoelkerung gespart wird ist auch nicht 100% korrekt denn auf der anderen seite gibts mehr kindergeld, mindestsicherung, etc, etc, etc. ist doch alles nur eine luege. wenn man das problem loesen will muss man man endlich die arbeit richtig machen und nicht immer von einer gruppe a bissl was wegnehmen und dann gleich einer anderen gruppe wieder was geben. jeder oesterreicher im inneren weiss was zun tun ist nur wenn es darauf ankommt schiebt er lieber den schwarzen peter einer anderen gruppe zu. ein land der fruehpensionierten, baggerseebesucher mit politikern die den daumen auf dem drucker der geldmaschine haben wird halt in ein paar jahren wir griechenland enden...... jeder von uns weiss wenn er im monat zuviel ausgibt muss er im naechsten monat weniger ausgeben. nur der staat kappiert es nicht und die waehler am wahltag....

3 2

Na klar !

Machts Schulden bei den amerikanischen Großbanken, damit der Obama das Land sanieren kann und vielleicht doch noch die Wahl gewinnt.

13 1

Alles was bisher geschah

... um den exoribitanten Geldverschleuderungskurs der politischen Kaste fortzusetzen, war weit außerhalb jeder Verfassung jedes europäischen Landes. Wenn jetzt von "Experten" der Steuerzahler hingestellt wird, als würde er den Kurs unterstützen nur weil Profiteure dieser Politik ein Problem damit haben, muss man sich langsam überlegen, ab wann das Widerstandsrecht schlagend wird.

Re: Alles was bisher geschah

Ja? Ich warte auf dieses Wann.

Gast: veritas
25.04.2012 21:36
2 0

Die EU

Lösungen werden schon ausgearbeitet.
Details hier:http://derstandard.at/plink/1334796228354?sap=2&_pid=25830699#pid25830699

usa

gerade die amerikaner sind die letzten, die den europäern tipps geben sollten, nachdem die krise 2008 genau dort ihren ausgang genommen hat

Antworten Gast: herading
25.04.2012 21:58
5 0

Re: usa

Falsch,die Krise war auf der ganzen Welt schon vorhanden nur hat sie "geschlafen".

Die USA hat nur das Rennen gemacht wo sie explodiert und damit dem "gemeinen Volk" ins Bewusstsein tritt.

Sie werden ja nicht wirklich glauben wenn in den USA die "Häuslbauerblase" explodiert,dass das dann wirklich die 3/4 Welt mit in den Abgrund gerissen wird.

Das würde ja nur beweisen,dass Sie alles glauben was ihnen aufgetischt wird und sich nicht selber und unabhängig informieren.

Gast: Schluss mit Casino
25.04.2012 21:28
3 0

too big to fail


ist mittlerweile das Zauberwort, um die Steuerzahler auszunehmen wie die Weihnachtsgans.

Dieses Europa hat niemand gewollt.

Die Politik wäre jetzt dringend gefordert, endlich die Konsequenzen zu ziehen, die Bürger machen da nicht mehr lange mit. Und sie sind nicht so uninformiert, wie manche Medien glauben. Selbst auf Bauernforen wird über ESM diskutiert.

http://www.landwirt.com/Forum/300594/Ein-Witz.html

Wird bald Zeit für Plan B

In Österreich ist auch der Volksbankensektor keineswegs to big to fail!

Statt ihn teilzuverstaatlichen wäre er in den Konkurs zu schicken gewesen. Kein Hahn kräht nach der ÖVAG. Tatsache ist, daß der österreichische Bankenmarkt viel zu viele Institute aufweist. Einige sind entbehrlich.

Gast: Saiffenstayn
25.04.2012 21:25
11 3

eine andere Politik ....

Ende des Weltweiten grenzenlosen und unkontrollierten zollfreien Welthandels ...

Ende des weltweiten unkontrollierten Geldverkehrs

Die Wirtschaft muß den Menschn dienen
nicht den schrankenlosen Gewinnen einiger weniger ..

Sozialgesetze sind für das Gemeinwohl genauso wichtig wie für den Einzelnen .....

Gast: schEU
25.04.2012 21:10
11 0

Die Polit und Wirtschaftsmafia ist wie auch Multikulti nicht mehr finanzierbar

Und daran zerbricht Europa.