Faymann unterstützt Forderung nach Vertiefung der EU

20.06.2012 | 18:35 |   (Die Presse)

Der Bundeskanzler stellt sich hinter die Vorschläge von zehn EU-Außenministern und fordert nun selbst die Einberufung eines Konvents zur Zukunft der EU mit anschließender Volksabstimmung.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Wien/Wb. „Ohne grundlegende Vertragsänderung wird es nicht gehen“, sagte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vizekanzler Michael Spindelegger (SPÖ). Dabei unterstützte der Kanzler grundsätzlich die Forderungen von zehn EU-Außenministerin, darunter Spindelegger, die sich für eine staatsähnliche demokratische Ordnung für die EU ausgesprochen hatten. Faymann sieht die darin enthaltene Reduzierung der Macht der Staats- und Regierungschefs und die Einführung eines Zwei-Kammer-Systems samt einem direkt gewählten Kommissionspräsidenten positiv. Statt der bisherigen zwischenstaatlichen Verträge (z.B. Fiskalpakt) sei die Einbettung der europäischen Politik in gemeinsame demokratische Strukturen vorzuziehen, so der Bundeskanzler.

Mehr zum Thema:

Sowohl Faymann als auch Spindelegger bekannten sich für die Stabilisierung der Währungsunion zu einer weiteren Kompetenzübertragung an die EU samt Kontrolle der nationalen Haushalte. „Wir sind prinzipiell dafür“, so der Außenminister. „Dieser Prozess muss mit einem Konvent beginnen“, so der Bundeskanzler. Am Ende sollte über die Änderung jedenfalls in Österreich eine Volksabstimmung abgehalten werden. Faymann wies allerdings darauf hin, dass neben dem weiter verfolgten Sparkurs der Euroländer auch neue Wachstumsimpulse gesetzt werden müssten. Er griff Forderungen des neuen französischen Präsidenten François Hollande auf: „Wir müssen dafür alle nicht ausgeschöpften Mittel in der EU – das sind etwa 120 Milliarden Euro – bereitstellen.“

 

Karas: „Einsicht siegte über Populismus“

Lob für das Bekenntnis zu einer politischen Vertiefung der EU kam vom ÖVP-Europaabgeordneten Othmar Karas. „Meine Freude ist groß. Das Papier der Außenminister entspricht weitgehend dem, wofür ich seit Jahren kämpfe. Die Einsicht hat über den Populismus gesiegt.“ Nun müssten die Ziele für eine politische Union definiert werden.

Das Papier der zehn Außenminister aus Österreich, Deutschland, Niederlande, Belgien, Dänemark, Italien, Luxemburg, Polen und Spanien war am Dienstag den EU-Spitzen übermittelt worden. Es verlangt den Umbau der EU-Kommission zu einer europäischen Regierung und die Umwandlung des Rates in eine zweite Kammer neben dem EU-Parlament.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.06.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

910 Kommentare
 
12 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15

V:EU

Falls es noch keinem aufgefallen ist, die EU ist bereits eine Diktatur, die Souverenität der einzeln Mitglied-Staaten gibt es schon nicht mehr ! Begründung : Wenn es Ministerien gibt,die bestimmen,wie gebogen und wie groß eine Banane oder Gurke sein darf, die Sparlampen,die in den 60'er Jahren in der BRD wegen des Quecksilberinhates verboten wurden, und jetzt durch die EU Zwangseingeführt wurden ! Das kein Land das Recht mehr hat,darüber zu Bestimmen,welche Menschen willkommen sind und welche nicht ! Verbrecher nicht abgeschoben werden dürfen in Ihr Heimatland ! Die Liste ist lang, und dieser Verein brauch 1000 Milliarden Euro im Jahr, wofür ? Es waren mal Staaten, die wollten sich zwecks bessere wirtschaftlicher Zusammenarbeit eine Gemeinschaft bilden, das Bürger wieder gegen das ist was daraus bgemacht wurde, und sie wieder auf den Ursprung reduziert werden, darum wollen sie auch keine Volksabstimmung, weil vorher jeder in seinem Land , ein Niemand war ,aber man könnte von 1000 mindestens 900 milliarden zur Finanzkrisen Beseitigung verwenden , und damit wären ein Großteil der Probleme beseitigt ! Und erst mal die EU erweiterung Stoppen , das hätte schon vor dem Eintritt von Bulgarien, Rumänien,Zypern geschehen müssen , dies geschah ,obwohl die Krise bereits da war , aber offensichtlich fehlt diesen Hirnis die Übersicht,und sind dort fehl am Platz, also nicht geeignet !!!

Gast: Sosowhat
14.08.2012 19:56
0 0

Glücklicherweise sind wir in Europa und nicht in den USA

Genau dieses System unterwandert die Demokratie, weil dann wie in den USA große Unternehmen Wahlkämpfe für ihren Favoriten bezahlen. Man kann nicht einem Menschen so viel Macht erteilen. Deshalb wählen wir Parteien und nicht einzelne Sympathieträger, deswegen wählen wir einen Nationalrat, und die regierungsstärkste Partei stellt den Bundeskanzler.
Regierungschefs gehören in eine Diktatur, nicht in eine Demokratie.

Gast: gertrudenora
13.08.2012 11:31
0 0

Flucht in die Schuldenunion

Martin Feldstein, der große US-Ökonom, hat es ganz schlicht ausgedrückt: Die Euroländer glauben, sie können die Schuldenkrise durch eine Zentralregierung bereinigen, das ist aber falsch, die Finanzen in den einzelnen Ländern müssen in Ordnung gebracht werden. Flucht nach vorne - unsere Politiker sehen sich ja auch nicht mehr heraus, wie sie die Schulden abbauen sollen - führt zu gigantischen Umverteilungen von Nord nach Süd, vielleicht 5-8 Billiarden, auch die Bankschulden werden darunter fallen, anschließend dürfen wir den "Überkonsum" der Südländer weiter finanzieren - wird uns weite Bereiche unseres Lebensstandards kosten, über Inflation und Zwangsagaben, und das langfristige Wachstums bremsen.
Größenfantansien überbezahlter Politiker ohne Fundament, Interessensgeleitete Machtpolitik der Schuldnerstaaten, die auf eine unentschlossene, vergangenen Sünden nachhängende und nicht koordinierte Politik der Nordstaaten stößt, wird schließlich in neuen politischen Spannungen bis hin zu Kriegen enden.
Wir bräuchten ein Umdenken: Wien kann man Europa einigen und gleichzeitig auf ein wirtschaftliches Fundament stellen, das nachhaltig ist, nicht den Hass der Völker erzeugt und zu mehr Reichtum führt - das wäre die Aufgabe der Zukunft. Bislang ist davon keine Anzeichen zu erkennen!

Eine Umwandlung zu den "Vereinigten Staaten von Europa"

wäre auch die einzige echte Alternative zu einem EU-Ausstieg.
Die EU ansich ist nichts als ein aufgeblasener Apperat.

Vorrausgesetzt das politische System ist aufgebaut wie in der USA wäre es auf jedenfall denkbar.
Jedenfalls müsste dies von wirklich fähigen Leuten in die Hand genommen werden und nicht von "Sparlampenlobbyisten".

Die Bezirke könnte man zu Gemeinden aufwerten, die Länder zu Bezirken und die Staaten zu Bundesstaaten.
Das wäre auch das einzig zeitgemäße.

Dann wäre auch endlich Schluss mit irgendwelchen Hypo-Skandalen verursacht von Provinzpolitikern.

Supranational oder Nationalismus in der EU-Regierung?

Die Schuldenkrise hat den Euro als Währung angeschlagen. Um die Stabilität der Währung wieder zu erlangen soll die EU zum europäischen Bundesstaat weiter entwickelt werden. Die Schuldenkrise hat aber auch längst überwunden geglaubte Nationalismen wieder zu Tage gefördert. In Griechenland, Italien und auch Großbritannien wird die Nazikeule gegen Deutschland geschwungen. Die Regierungen der Olivenstaaten gebärden sich so als wäre es Pflicht der "Nordstaaten" sie zu retten.
In dieser Ausgangslage ist eine EU-Zentralregierung nur schwer vorstellbar. Der Präsident soll direkt, also vom Volk, gewählt werden. Wenn sich die großen Schuldnerstaaten, so wie sie es bei der Forderung nach einem unlimitierten ESM schon gemacht haben, zusammentun und einen Kandidaten aus ihren Reihen gemeinsam bewerben so erhält er auch die Mehrheit und ist im Amt. Dann werden nur noch die Interessen der Schuldner wie Vergemeinschaftung der Schulden, Lockerung der Sparauflagen usw Maxime des Handelns sein. Um das zu Verhindern muss nach den Proporzsystem aus jedem Land ein Minister bestellt werden und die Regierung kann Beschlüsse nur mit Einstimmigkeit herbeiführen. Ob dann allerdings auch Reformen zustandekommen ist auch fraglich.
Um aus der Misere zu kommen muß vordringlich die Schuldenkrise bereinigt werden. Da bei Griechenland schon wieder über einen Schuldenerlass diskutiert wird ist die sauberste Lösung wahrscheinlich Griechenland Pleite gehen und aus den Euro ausscheiden zu lassen.

Gast: Gast 2012
27.06.2012 22:25
0 1

die unfähigen Typen von SPÖVP,

die in Eigenregie wohl nichts auf die Reihe kriegen, wollen die Selbstständigkeit Österreichs auf dem EU-Altar opfern. Ich hoffe die Typen danach wegen Landesverrat und Verfassungsbruch vor einem Richter zu sehen! Mangelnde Intelligenz wird dann hoffentlich kein Milderungsgrund sein, denn zum Abzocken für die eigene Tasche sind sie schlau genug!

Antworten Gast: USE
10.07.2012 09:35
1 1

Re: die unfähigen Typen von SPÖVP,

Nur ein europäischer Staat kann uns in die Lage versetzen, die Unabhängigkeit von den sog. Märkten wiederzuerlangen und Europa die Möglichkeit geben, seine Interessen in der Welt zu vertreten. Speilball der anderen Großen - oder selber weltpolitischer Player, das ist die Frage. Deutschland oder Frankreich sind längst zu klein um noch ernsthaft gestalten zu können, Österreich sowieso.
Wenn etwas Verrat ist, dann ist es Verrat am kleinen Mann, ihm den Nationalismus aufzuschwatzen.
Politiker als Landesverräter zu beschimpfen, erinnert an Zeiten, die ich überwunden geglaubt hatte.

Antworten Antworten Gast: Haselnuss
10.08.2012 09:18
0 0

Re: Re: die unfähigen Typen von SPÖVP,

Ich war auch einmal wie Sie - habe von den Vereinigten Staaten von Europa geträumt.
Dann hab ich Bücher über Bücher rund um das Thema Europa gelesen und bin nun geläutert.

Rauskommen würde, egal, wie demokratisch das Gebilde wird, ein neues Österreich-Ungarn.

Am Ende führt das zu noch mehr Hass unter den Völkern. Europa ist einfach zu verschieden, um einen Staat bilden zu können. Das war immer so und wird wohl noch länger so bleiben. Deshalb macht es schlicht keinen Sinn, die USE zu fordern.

Weiters würden die USE zu noch mehr Umverteilung führen.

Wenn, dann bin ich für eine stärkere Zusammenarbeit Österreichs und Deutschlands. DAS macht Sinn.

Vielleicht könnte man auch noch die Niederlande, Dänemark, Finnland, Schweden miteinbauen, alles andere wäre Humbug.

Verfassungsbruch und Landesverrat

Die EU wird nach zusätzlicher Aufblähung mittels einer zahnlosen Alibi-Gruppierung genauso wenig oder noch weniger funktionieren als bisher. Neulich wurde in 3sat über den neuen Patriotismus im Rahmen der EM diskutiert, und da zeigte sich die natürlichste Sache der Welt, nämlich das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, das der Mensch nun einmal hat. Natürlich wurde darüber fast schon lamentiert, wie auch über die bösen Biologismen. Die menschliche Natur läßt sich aber durch noch so ausgeklügelte Strategien realitätsferner Eliten nicht austricksen. In den USA war die Ausgangslage eine ganz andere. Im übrigen soll nach der Devise "siebene (bzw. 28) auf einen Streich" ein ganzer Kontinent in Geiselhaft genommen und für strategische Zwecke instrumentalisiert werden, das dürfte des Pudels Kern sein.

Gast: Sueton
26.06.2012 23:03
3 0

Blabla!

Faymann unterstützt immer irgendetwas, meistens das, was ihm Laura Rudas gerade aufgeschrieben hat. Mich erinnert der Mann an eine Sprechpuppe!

was zahlen denn die Bilderberger

für die Vertiefung? Stecken wir noch tief genug 'drin'?

5 1

VOLKSABSTIMMUNG!

schon vergessen, Werner?

kopiern ist gut - ABER ...

in der natur setzt sich durch, was mit minimalen aufwand maximal effizient ist - kopiern per se ist also sinnvoll.

die usa hat innerhalb 60 jahre weltherrschaft unmengen an resourcen vergeudet, hat nun einen der größten schuldenberge, hat die meisten kriege der geschichte geführt, ist von importen abhängig, da im eigenen land fast nichts mehr produziert wird, hat eine enorme kluft zwischen arm und reich mit all den damit verbundenen problemen, usw.

meine frage an die herrn politiker, was genau wollen wir also kopieren? scheinbar geht es der usa gut, jedoch ist der wohlstand nur auf pump aufgebaut worden, viele menschen heute und auch von morgen werden dafür noch teuer zahlen - so auch die umwelt.

wäre es nicht besser hirn einzuschalten und mit den amerikanern gemeinsam nach alternativen suchen, anstatt immer der herde zu folgen?

wer immer nur der herde folgt, kann nur är..... folgen ...

Gast: Demaskierung der Brüsseler Bussi-Bussi-Räuberbande
22.06.2012 03:05
4 2

GEFÄHRLICHE DROHUNG ZUR WARNUNG AN ALLE AUSGEBEUTETEN STEUERZAHLER, ENTRECHTETEN EU-SKLAVEN UND FREIHEITSLIEBENDEN CITOYENS!!


Räuberhauptmann "Mister Euro" Jean-Claude Juncker im Originalton:

> "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert", verrät der Premier des kleinen Luxemburg über die Tricks, zu denen er die Staats- und Regierungschefs der EU in der Europapolitik ermuntert. "Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."
So wurde bei der Einführung des Euro verfahren, als tatsächlich kaum jemand die Tragweite der ersten Beschlüsse 1991 zur Wirtschafts- und Währungsunion wahrnehmen mochte. ...

Nach derselben Methode soll der Bau des Bundesstaates Europa weitergehen.<

(entnommen: Spiegel 52/1999
"Die Brüsseler Republik" vom 27.12.1999)

STARKER WIDERSTAND IST DAHER WICHTIG !!


korrigiere:

STARKER WIDERSTAND IST DAHER UNERLÄSSLICH !!

Fangen wir mal mit der Anti-ESM Demo am 27.06. um 17 Uhr am Ballhausplatz an.

Sei dabei!

Antworten Antworten Gast: Mai
25.06.2012 19:18
0 1

Re: korrigiere:

Nähere Infos ?

"irreversibel", aka lebenslänglich ohne Aussicht auf Bewährung

übersetzt: Wir wissen besser was gut ist für Euch, und daher versperren wir mal sicherheitshalber den Retourweg, falls Du bescheuertes Elektorat unsere grandiosen Ideen nicht teilen solltest

wie aufgeblasen und arrogant kann man eigentlich sein - das wollen Konservative und Liberale sein? Passt ja besser in einen ZK-Beschluss.


Deutscher Bundespräsident Gauck hat einen Anfall von Rückgrat

Bravo, endlich einmal etwas positives zu vernehmen. Der deutsche Bundespräsident Gauck verweigert vorerst die Unterschrift des ESM-Ermächtigungsgesetzes. Da könnte sich klein Stalin eine Scheibe abschneiden und auch hierzulande die Verfassungsmäßigkeit genauestens prüfen!

Antworten Gast: Guckst du
21.06.2012 20:35
1 0

Re: Deutscher Bundespräsident Gauck hat einen Anfall von Rückgrat

Du musst schon die ganze Wahrheit verlautbaren und nicht nur einen Teil davon!:
Bundespräsident Gauck verweigert nicht die Unterschrift, sondern das Verfassungsgericht hat Bundespräsident Gauck gebeten, noch nicht zu unterschreiben, weil es eine gewisse Zeit zur Prüfung braucht.
Das Gesetz ist mit Stimmen von CDU, CSU, FDP, SPD und DIE GRÜNEN verabschiedet worden. Lediglich DIE LINKE hat dagegen gestimmt. No na...

Re: Re: Deutscher Bundespräsident Gauck hat einen Anfall von Rückgrat

Ja stimmt, hatte wohl einen kurzen Anfall von EUphorie! Allerdings haben die Grünen wegen der Verletzung der im deutschen Grundgesetz verankerten Informationpflicht der Regierung an das Parlament geklagt (siehe http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/bundesverfassungsgericht-anatomie-einer-hintergehung-11793158.html) und die Linke wollte nach der geplanten Abstimmung in Bundestag und Bundesrat am 29. Juni einen Eilantrag an Karlsruhe stellen, da wie bei uns erst gegen ein Gesetz geklagt werden kann, wenn es dieses Gesetz auch gibt. Darüber hinaus haben die dortigen Verfassungshüter bereits zuvor entschieden, daß weitere Kompetenzabtretungen eine Änderung des Grundgesetzes darstellen würden. Und wenn wir schon i-Tüpfelchen reiten: CDU und CSU sind im selben Club und stimmen deshalb nicht gesondert ab.

Ist schon komisch, daß ausgerechnet die Linkspartei gegen Sozialismus klagt!

Gast: notnaregrüb
21.06.2012 19:09
3 0

1.Fortsetzung:

Es ist typisch EU-Hörigkeit, wenn Politiker erklären, dass am ESM kein Weg vorbeiführt. Der ESM soll an den Bürgern vorbeigeschummelt werden, weil Brüssel ganz genau weiß, dass das nur mit einer Überrumpelungsaktion möglich ist. Worauf das alles hinausläuft? Es ist die Abschaffung der Demokratie! Was haben Faymann, Spindelegger, Fekter und vor allem aber die Grünen zu all diesen Plänen zu sagen? Natürlich nichts und es folgt – wie immer - totale und kritiklose Zustimmung! Im Urlaubskehraus des Parlaments wollte man unlängst diesen „Verfassungsputsch“ von den müden Abgeordneten so zusagen „abnicken" lassen und damit am Volk vorbeizuschmuggeln, das sich jetzt durch Fußballübertragungen, Transparenzpackerl und Korruptionsausschüsschen wunderbar ablenken lässt. Jetzt ist es auch klar, warum unsere Regierungspolitiker gegen die direkte Demokratie sind! Mit der Schaffung von „Vereinigten Staaten von Europa“ haben sich die EU-Granden eine grandiose Aufgabe gestellt: Einen Kontinent, der total verschieden ist und ein Entwicklungsgefälle hat von den hochentwickelten Staaten im Norden und Nordwesten zu unregierbaren, chaotischen „Entwicklungsländern“ im Süden und Südosten, ist schwerer zu regieren, als einen Sack Flöhe zu hüten! Man muss sich schon fragen, ob diejenigen, die nach den jüngsten Turbulenzen noch für diesen EU-Superstaat sind, eigentlich ganz bei Trost sind, oder ob es ein unausgegorener Plan von ein paar Spinnern ist.

Gast: notnaregrüb
21.06.2012 19:07
1 0

Direkte Demokratie?

Die deutsche Kanzlerin Merkel plädiert bei jeder Gelegenheit für eine politische Union und natür-lich für eine gemeinsame Haushaltspolitik. Ihre Landsleute sind bereits misstrauisch, denn mehr als die Hälfte will vom Euro nichts mehr hören und möchte inzwischen sogar die D-Mark zurück. Wie heißt es aber seitens der EU-Fanatikerin ständig: „Die Zukunft Europas hängt vom Euro ab und eben dieser Euro steht auf dem Spiel!" In Wirklichkeit ist das ganze Euro-Projekt längst gescheitert, denn die derzeitige Form der EU und des Euro sind Fehlgeburten und daran wird sich in der nächsten Zeit auch nicht viel ändern! Der ESM-Vertrag ist die einmalige und unwiderrufliche Abgabe der Budgetrechte des österreichischen Parlaments ohne demokratische Legitimation an eine EU-Zentrale. Jene Parteien, die diesem Vertrag zustimmen (SPÖ, ÖVP, Grüne), schaffen sich im gleichen Maße selbst ab, indem sie ja die Demokratie abschaffen! Es ist auffallend, wie wenig sich die Medien europaweit mit dieser Änderung der Verfassung beschäftigen. Was ist nicht schon alles passiert: Der Verlust unserer „geliebten“ Schilling-Währung (Euro-Einführung), der Verlust unserer Souveränität (Lissabon-Vertrag), der Verlust unserer Neutralität (NATO-Annäherung) und nun auch noch der Verlust unserer Budgethoheit (ESM-Fiskalpakt). Besonders dieser ESM ist ein undemokratischer Knebelungsvertrag! Er entzieht sich jeder Mitbestimmung und es droht Österreich die Zah-lungsunfähigkeit, denn mit den ausgelagerten Schulden haben wir bereits eine Verschuldung von 90 Prozent des BIP, dazu kommen noch die schon tragenden Haftungen von rund 50 Milliarden und die künftigen von 15 Milliarden aufwärts.

Wenn man so

die Aussagen von den Politikern durchliest kann man fast zu dem Schluss kommen die Finanzkrise wird absichtlich am laufen gehalten um die EU zu einem Superstaat einfach umzugestalten.

Dass Faymann, Fekter, Spindelegger und co dies offensichtlich ohne Einbindung des Wählers machen wollen ist eine Frechheit und kommt sowie schon ein paar erwähnt haben einem EU-Weiten Staatsstreich nahe.

Aber wenn die Regierung unbedingt für eine Absolute Mehrheit der Blauen verantwortlich sein will darf sie ruhig so weiter machen.

Ich bin absolut nicht gegen Zusammenarbeit aber die einzelnen Nationalen Identitäten sollen dabei erhalten bleiben. DASS macht gerade Europa aus.

Es reicht die Regierung soll zurücktreten!!

Gast: notnaregrüb
21.06.2012 15:06
0 0

2.Fortsetzung:

Es geht wahrscheinlich nicht so sehr um die Staatengründung, sondern um die weitere Absicherung der Banken und Kapitaleigner. Zum Glück haben 95 Prozent der europäischen Bevölkerung überhaupt keine Ahnung vom Banken- und Finanzsystem, sowie von den Begriffen EZB, IWF, EFSF, ESM und natürlich den Spekulationen der Banken bzw. der Versicherungen gegenüber finanzschwachen Staaten, sonst wären wir schon lange im Krieg! Wenn das „gemeine Volk“ wach wird, werden sowohl die Österreicher als auch die Deutschen ihren Regierungen die Rechnung präsentieren und es wird eine saftige Rechnung sein! Bekanntlich gibt es in Österreich und in Deutschland 2013 „Denkzettel-Wahlen“!

Gast: taifino
21.06.2012 12:45
6 0

Ganz einfach...

... würde die macht vom Volk ausgehen, würden diese Politikdarsteller längst an der Wand stehen (liegen).

Schon wieder leere Versprechen?

Faymann hat schon einmal sein Versprechen über die Abhaltung einer Volksabstimmung gebrochen. Ich glaube auch dieses nicht, denn es steht den "übergeordneten Interessen" entgegen. Und Kim Il Fischer wird natürlich alles für gut befinden und unterzeichnen.

Diese "Politiker" als Kommunisten zu bezeichnen, entsräche nicht einmal der Realität, weil die Mutterländer des Kummunismus, Russland und China, auf den Vorteil ihrer Staaten bedacht sind.

Uns bleibt also nur noch, die relevanten Dokumente für Nürnberg 2.0 zu sammeln. Es lebe die Freiheit!

 
12 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
AnmeldenAnmelden