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Tschechischer Wahlkampfspot: "Endlösung der Zigeuner-Frage"

21.05.2009 | 11:20 |   (DiePresse.com)

In einem Wahlkampfspot im öffentlich rechtlichen tschechischen Fernsehen verspricht die "Narodni Strana (NS)" eine "Endlösung der Zigeuerfrage" in offensichtlicher Anspielung an die "Endlösung der Juden-Frage" im dritten Reich.

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Ein rassistisch eingefärbter Skandal ist in Tschechien im Zusammenhang mit den bevorstehenden Europawahlen ausgebrochen. Die außerparlamentarische ultrarechte "Nationale Partei" ("Narodni strana", NS) veröffentlichte im öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehen (CT) einen Wahlspot, in dem sie die "Endlösung der Zigeuner-Frage" verspricht - in offensichtlicher Anspielung auf die Nationalsozialisten und ihre "Endlösung der Juden-Frage". Der Spot wurde im Rahmen der Zeit ausgestrahlt, die die zur Wahl registrierten Parteien laut dem Gesetz kostenlos zur Verfügung haben, sich im CT sowie im öffentlich-rechtlichen tschechischen Rundfunk den Wählern zu präsentieren.

"Wir wollen keine Parasiten unter uns"

Die NS wirbt in dem Wahlspot auch für "Stopp dem schwarzen Rassismus", "Nein der Bevorzugung der Zigeuner" und verkündet: "Wir wollen keine Parasiten unter uns". Erstmals wurde der Spot am gestrigen Mittwoch ausgestrahlt, als die zweiwöchige Serie der Wahlspots der Parteien begonnen hat. Die Präsentation der NS sorgte sofort für Aufsehen und CT-Generaldirektor Jiri Janecek erklärte, er habe angeordnet, den Wahlspot der NS nicht mehr auszustrahlen.

NS doht Verbot


Nicht nur von der Roma-Gemeinschaft, sondern auch von den Spitzenpolitikern wurde der NS-Wahlspot scharf verurteilt. Premier Jan Fischer und der Minister für Menschenrechte Michael Kocab betonten in einer gemeinsamen Erklärung, die NS habe die Straftaten "Hetze zum Hass gegen eine Gruppe von Leuten" sowie "Schmähung eines Volkes und einer ethnischen Gruppe" begangen. Innenminister Martin Pecina lässt unterdessen ein Verbot der NS prüfen.

Kritik am TV-Sender


Die tschechische Tageszeitung "Mlada fronta Dnes" kritisierte auch das CT und Janecek dafür, dass sie den kontroversen Wahlspot überhaupt ausstrahlten. Der Sender verteidigte zunächst die Ausstrahlung mit dem Hinweis auf eine gesetzliche Verpflichtung. Später änderte das CT teilweise seine Haltung, indem Janecek sagte, man werde den Spot zwar weiterhin ausstrahlen, allerdings werde man eine Strafanzeige gegen die NS erstatten. Erst nachdem die Affäre laut ausgebrochen war, erklärte Janecek, dass er den Wahlspot "auf eigene Verantwortung" aus dem Programm komplett zurückziehen ließ.

Endlösung = zurück nach Indien


Die NS wies unterdessen die Kritik und Rassismus-Vorwürfe als eine "hysterische Reaktion" zurück. "Uns geht es darum, die positive Diskriminierung zu beseitigen und die Leute zu zwingen zu arbeiten", sagte Jiri Gaudin von der NS. Auf eine Frage, was die NS unter "Endlösung" verstehe, antwortete er, es gehe um die "Repatriierung (der Roma) in ihr Herkunfts-Land, also nach Indien".

Nach Einschätzung der Prager Regierung leben unter den 10,3 Millionen Bürgern in Tschechien mehr als 250.000 Roma. Viele von ihnen wohnen demnach in "Ghetto-ähnlichen" Verhältnissen, in Plattenbauten und Stadtvierteln mit mehr als 80 Prozent Roma-Anteil und hoher Arbeitslosigkeit.

 

(APA)

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46 Kommentare
 
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harbard
22.05.2009 17:43
0 0

hier gehts immer um die "roma"

...wo sind denn die "sinti"?

Gast: Monte Rico
22.05.2009 16:11
0 0

Zweierlei Maß

Wie die Narodni Strana vor einem Jahr die Sudetendeutschen diskriminiert hat, kam kein Aufschrei.
Jetzt da es um Roma geht regen sich alle auf!
Sind die sudetendeutschen weniger wert?

Thonet H.
22.05.2009 13:50
0 0

Noch eine Endlösung

vieler Staaten der westlichen Welt, die sich aber nicht darüber aufregen, sondern im Gegenteil ihr "Kulturprodukt" allen aufnötigen wollen, die sich (noch) wehren: Die Tötung ungeborener Kinder als Mittel der Bevölkerungskontrolle. In Europa geht leider schon seit langem der Schuss nach hinten los, kleiner Kollateralschaden - Wir sterben aus, dafür kommen stärkere Völker, die uns gerne übernehmen werden.

Gast: Schüttelkopf
22.05.2009 08:58
0 0

EU Mehrwertgemeinschaft

Benesdekrete( = Regelung zur Nichtverfolgung von ethnisch motivierten Mördern und Räubern) auf Sinti umtransferieren und alles ist in Ordnung. Die haben ja dank EU Aufnahmeverfahren noch Gültigkeit. So viel zur Wertegemeinschaft EU. Und unser Herr BP verleiht dem gewaltigsten Benesdekreteverteidiger einen politischen Orden für Demokratisierung.
Ein Affront gegenüber hunderttausenden Altösterreichern und deren Nachwuchs.
Ich denke die haben alle mitsammen ihre Tassen nicht mehr im Schrank.

Gast: tc_t
22.05.2009 08:57
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sowas auch...

darf der dann das... UND.. kann man den spot auch in österreich senden....?

hugo8
22.05.2009 08:31
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die

die nazis sind im vormarsch

aber wo
in tschechien, italien, in israel oder deutschland???

überall nationalisten, aber das grosse österreich ist die gösste gefahr des 21 Jahrhunderts

Gast: Gast
22.05.2009 07:37
0 0

Naja...

...ich habe von einigen Tschechen gehört, daß sich die Roma ziemlich viel herausnehmen...

Diese Volksgruppe bekommt jede Menge Unterstützung vom Staat, fängt aber nichts damit an. Wohnungen werden demoliert, die Analphabetenrate ist hoch.

Übrigens: Schon vergessen, wie die Roma 2008 den Tschechen gedroht hatten, sie würden nach GB auswandern?

Auch wenn die Aktion mit der "Endlösung" rassistisch ist, Unschuldslämmer sind die Roma nicht.

Antworten Gast: Gast2
22.05.2009 09:11
0 0

Re: Naja...

Das Gleiche sagen auch die Slowaken und die Rumänen. Die Unterstützungen sind da, werden aber ignoriert solange in irgend einer Form Gelder zweckgebunden sind. Schulen, Quotenplätze an den Universitäten etc. werden von den Roma ignoriert, weil sie nicht als notwendig angesehen werden. Die gebotenen Möglichkeiten sind nicht perfekt, aber sie sind ein Anfang. Und der wird von vielen konsequent abgelehnt.

Im Grunde ist die Situation der Roma sehr vergleichbar mit der einiger Migrantengruppen in Österreich. Integration wird verlangt, aber als Bringschuld des Staates angesehen.

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Die österreichische Endlösung

besteht in der Aufnahme von Menschen die verfolgt werden.

Warum nehmen wir daher nicht die tschechischen Roma auf? So wie wir es mit den ganzen anderen Verfolgten machen? Wenn wir alle näher zusammenrücken können wir viel voneinander lernen.

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der slogan klingt schon arg

der slogan klingt schlimm, keine frage.

Allerdings würde es mich nicht wundern, wenn es sich herausstellt, dass alles ganz anders ist.
denn es gilt noch immer die Vermutung, dass jemand, den das Establishment als Nazi verurteilt, in erster Linie ein unangenehmer Mitbewerber ist.

Gast: Beobachter
22.05.2009 05:02
0 0

Die Tschechische Endloesung....

Die werden alle nach Oe-stan geschickt. Nicht nach Indien. So schauts aus. Man moege bitte nicht vergessen, dass AH das Programm der National-Sozialistischen Partei Tschechiens praktisch vollinhaltlich uebernommen hat. Das war sein VORBILD!!!!

Pfiffikus
21.05.2009 22:14
0 0

*

Was gerne verschwiegen wird:

Die erste "Nationalsozialistische Partei" gründeten nicht etwa die bösen Deutschen, sondern die guten Tschechen schon im Jahre 1898…
und die Italiener beglückten uns bekanntlich mit dem Faschismus, der in abgeschwächter Form bis heute anhält…

Gast: PorEuropäer
21.05.2009 21:42
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Jensets jeder politischen Kultur

was diese Ultra-Nationalisten da abgezogen haben. Solche Hetze hat im Europa des 21. Jahrhunderts nicht verloren!

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Tschechien ist mit Abstand die grösste Verbrechernation Europas.

Tschechische Spionen wie Zilk, die die österr. Medienlandschaft infiltriert haben, vesuchen uns jedoch Tag für Tag, ein anderes Bild der Tschechen einzutrichtern.

Gast: XXXLutz
21.05.2009 20:19
0 0

Die tschechische NS - Partei

Deren Slogans passen irgendwie ganz gut zum Namen.

Gelernt ist gelernt...

Die Tschen haben von dem westlichen Nachbar schnell glernt!!!

Antworten Gast: Petr Vacir
21.05.2009 18:19
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Re: Gelernt ist gelernt...

Von den Deutschen lernen wir Rechtsextremismus zu bekämpfen. Diese Partei hat seit ihrer Gründung etwa 0,1% Wählerunterstützung (und nicht 18....) Es wäre sehr schön, wenn es in Österreich auch so wäre.

Antworten Antworten m.a.
22.05.2009 00:53
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Re: Re: Gelernt ist gelernt...

Ja nur gibt es keine rechtsextremen Parteien in Österreich.

Antworten Antworten Antworten Gast: Vaclav
22.05.2009 08:45
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Re: Re: Re: Gelernt ist gelernt...

die tschechen sind auch meister des vergessens! ihre eigenen greuel vergessen sie gerne, die der anderen haben sie aber in guter erinnerung.

democrates
21.05.2009 14:07
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Die "Endlösung" der Peudalsystem-Frage


Alle Hetzformen sind grundsätzlich immanente Eigenschaften von Peudalsystemen.
D.h. solange es Politiker, Parteien und Parlamente gibt, wird es immer auch die Hetze gegen die Anderern geben.
Jeder Politiker muss prinzipbedingt immer gegen die Anderen sein um seinen Günstlingen einen Vorteil zu verschaffen.

Das Problem ist durch die Terminierung der Peudalsysteme durchaus endlösbar.
Gibt es keinen Politiker, keine Parteie und kein Parlamente mehr, gibt es auch keine Hetze mehr.

In der Direktdemokratie regieren sich die Bürger z.B. mittels e-REGENT über DDDOS direkt.
Es gibt niemanden mehr der beeinflußt werden müßte.
Damit entfällt auch die Hetze.


Antworten m.a.
22.05.2009 01:02
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Re: Die

So etwas existiert nur in der Theorie.

Antworten Gast: Auslandsösterreicher
21.05.2009 16:38
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Re: Die

Lieber Freund.

Und wer überwacht die HUBs?

Antworten guy_fawkes
21.05.2009 14:52
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Re: Die



reine utopie

Antworten Antworten Gast: gast
21.05.2009 20:32
0 0

Dystopie lautet das korrekte Wort.

Ochlokratie, der Exzess der Pöbelherrschaft, ist eine Dystopie, keine Utopie.

Möge es nie Gelegenheit für den Nachweis geben.

Antworten Antworten Antworten Gast: Auslandsösterreicher
22.05.2009 07:32
0 0

Re: Dystopie lautet das korrekte Wort.

naja. Das hat Österreich schon eine ganze Weile...

Gast: ....
21.05.2009 13:38
0 0

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