Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders hat aus Protest gegen die EU seinen bei der Europawahl gewonnen Parlamentssitz abgelehnt. Dies gab seine islam-kritische Freiheitspartei am Donnerstag bekannt. Wilders hatte mit diesem Schritt bereits vor der Wahl gedroht, weil sich die Europäische Union nach seiner Auffassung zu sehr in die inneren Angelegenheiten der Niederlande einmischt. Im Wahlkampf hatte er ein niederländisches Veto-Recht in Immigrationsfragen sowie einen Stopp der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei gefordert.
Wilders Partei ging bei der Europawahl in den Niederlanden als zweitstärkste Kraft hervor und stand damit symptomatisch für einen Zulauf, den auch andere rechte europäische Parteien verzeichneten. In den Niederlanden grassiert schon seit Jahren die Furcht vor einer Überfremdung durch muslimische Einwanderer. Viele Niederländer stehen zudem der EU kritisch bis ablehnend gegenüber.
(Ag.)
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