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Rosenkranz wegen Wiederbetätigung angezeigt

04.03.2010 | 14:04 |   (DiePresse.com)

Der Rechtsanwalt Georg Zanger zeigt die Hofburg-Kandidatin der FPÖ an, weil sie das NS-Verbotsgesetz ablehnt. Die FPÖ antwortet mit einer Verleumdungsklage und einer Disziplinaranzeige.

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Der Wiener Rechtsanwalt Georg Zanger hat Strafanzeige gegen Barbara Rosenkranz eingebracht. Grund ist, dass die freiheitliche Hofburg-Kandidatin für die Aufhebung des NS-Verbotsgesetzes eintritt. Zanger ist der Ansicht, dass das zumindest eine "Vorbereitungshandlung" zur Wiederbetätigung darstellt.

Es sei "offensichtlich, dass Frau Rosenkranz damit spekuliert, dass durch ihre Forderung die Sinnhaftigkeit der Verfolgung neonazistischer Wiederbetätigung infrage gestellt werden soll", erklärte der Anwalt am Donnerstag.

Rosenkranz hatte am Dienstag in mehreren Medien ihre Position bekräftigt, dass das Verbotsgesetz zumindest teilweise verfassungswidrig sei. Ihre Aussagen sorgten für heftige Kritik von SPÖ, Grünen und ÖVP.

Verbotsgesetz
Mit dem Verbotsgesetz wurde nach dem Zweiten Weltkrieg die NSDAP verboten und jede Betätigung im Sinne des Nationalsozialismus unter Strafe gestellt. Auch die öffentliche Leugnung und Verharmlosung nationalsozialistischer Verbrechen ist verboten. Das Gesetz steht im Verfassungsrang. 2009 wurden 46 Menschen angeklagt.

Kritiker des Verbotsgesetzes berufen sich vor allem auf die Meinungsfreiheit, wie sie in Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) garantiert wird. Die Meinungsfreiheit kann laut EMRK eingeschränkt werden, wenn das zum Beispiel zur Aufrechterhaltung der Ordnung in einer demokratischen Gesellschaft notwendig ist. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Beschwerden gegen Urteile aufgrund des Verbotsgesetzes bisher stets abgewiesen. Er berief sich dabei auf das Verbot, die Rechte der Konvention zu missbrauchen.

Zanger sieht Zusammenhang mit Honsik-Prozess

Zanger glaubt, dass Rosenkranz ihren "Gesinnungsgenossen" einen thematischen Freiraum bieten will, um sich unter dem Deckmantel der "Redefreiheit und Pressefreiheit" revisionistisch zu betätigen.

Nicht zufällig würden die Aussagen von Rosenkranz im Zusammenhang mit dem Urteil gegen den Holocaust-Leugner Gerd Honsik stehen, so Zanger. Ein Berufungssenat des Wiener Oberlandesgerichts (OLG) hatte am Montag die ursprünglich gegen Honsik verhängte fünfjährige Freiheitsstrafe auf vier Jahre reduziert.

Rosenkranz' Forderung nach Abschaffung des Verbotsgesetzes sei "ein Begehren, das eine zentrale Forderung der extrem rechten Szene darstellt", heißt es in Zangers Anzeige an die Staatsanwaltschaft Wien. Er weist darin auch auf die "Nationale Volkspartei" (NVP) hin. Die als rechtsextrem eingestufte Gruppierung habe auf ihrer Homepage bekanntgegeben, Rosenkranz zu unterstützen.

FPÖ: Klage und Anzeige gegen Zanger

Die FPÖ antwortet auf Zangers Anzeige gleich mit mehreren rechtlichen Mitteln. Sie will eine Verleumdungsklage gegen den Anwalt einbringen. Die Abschaffung oder Änderung eines Gesetzes zu diskutieren, könne in einer Demokratie nicht im Zusammenhang mit Wiederbetätigung stehen, betonte Generalsekretär Herbert Kickl am Donnerstag. Gerade ein Rechtskundiger müsse dies wissen. Daher sei davon auszugehen, dass Zanger Rosenkranz wissentlich verleumde.

Zusätzlich will die FPÖ Disziplinaranzeige bei der Rechtsanwaltskammer erstatten. Es sei mit dem Berufsbild eines Rechtsanwaltes unvereinbar, "unbescholtene Bürger mit juristisch unhaltbaren Vorwürfen anzupatzen, nur um sich selbst ins mediale Licht zu rücken", so Vize-Parteichef Norbert Hofer.

Diskussion mehrfach geführt

Rosenkranz weist in einer Aussendung die Meldungen, dass sie die Abschaffung des Verbotsgesetzes fordere, als irreführend und falsch zurück. Vielmehr habe sie auf Nachfrage festgestellt, dass die Teile des Gesetzes, die Meinungsäußerungen betreffen, dem Recht auf Meinungsfreiheit widersprechen. Weiters weist Rosenkranz darauf hin, dass eben diese Diskussion auch von unabhängigen Medien und in der Rechtswissenschaft geführt wird.

Rosenkranz: Nationalkonservative Vorzeigemutter kann Fischer nicht gefährden

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(APA)

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3034 Kommentare
 
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Gast: Otto F.Krammer
22.03.2010 03:55
0 0

Religionsmitglied signalisiert Streit und Zwist.

Dass die "Religiösen" auf die so genannten "Ungläubigen" los gehen zeigt sich in dieser Auseinandersetzung ganz deutlich. Da sind sich alle Proponenten der Importreligionen einig.
Wenn das so weiter geht, empfehle ich den Nationalrat wie auch das Bundespräsidium in die Kirchen, Moscheen und Tempel zu verlegen dort kann sich der Österreicher das Geld ersparen, welches jetzt für die "Katz" ausgeschmissen wird.
Wenn der Herr Muzikant jetzt schon bestimmt wer in Österreich Bundespräsident werden darf, dann ist dieses höchste Amt etwas, das in der "Knesseth" angesiedelt sein sollte.

Gast: xxx
19.03.2010 10:27
0 0

hirtenbrief



kehren, kehren, kehren und zwar vor der eigenen haustür........

Arethas
12.03.2010 09:46
2 1

Wiederbetätigung

Ein besonders ruchloser Fall wurde erst unlängst bekannt: Ein umtriebiger Verein wollte einen Staatsstreich durchführen!
Als codierte Aufforderung zum Losschlagen sollte folgende Anzeige in der Presse erscheinen:
"Der Kegel-Klub Krähwinkel (KKK) entbietet seinem langjährigen Ehrenvorsitzenden die besten Wünsche zum 88. Geburtstag."

2 1

Wählbar !

Sie haben vollkommen Recht. Sie Hr. Kardinal Sie sind. Nicht wählbar. Wie Recht Sie haben ! Kümmern Sie sich um Ihren " KINDERSCHÄNDERSAUSTALL ", !!!

Antworten Gast: leser
15.03.2010 22:04
0 0

Re: Wählbar !

ihren ton teile ich nicht, in der sache gebe ich ihnen recht recht.; ein kardinal sollte sich der kirchenpolitik und allenfalls sozialen themen widmen, aber nicht der tagespolitik und schon gar nicht der bp wahl

Antworten Gast: leser
15.03.2010 21:56
0 0

Re: Wählbar !

ich teile zwar nicht ihren ton , in der sache aber gebe ich ihnen recht; ein kardinal sollte sich um kirchliche angelegenheiten, allenfalls auch um soziale themen, aber keinesfalls um tagespolitik kümmern und schon gar nicht die bp wahl kommentieren.

Gast: mike
10.03.2010 10:39
3 1

Diese überall-Code-Finderei

klingt nach Paranoia im fortgeschrittenen Stadium ..

Gast: mike
10.03.2010 10:35
3 1

Diese eidesstattliche Erklärung

wird der Frau Rosenkranz nichts nützen.
Jede/r, der es wagt, gegen einen sozialistischen Präsidentschaftskandidaten anzutreten, ist vorverurteilt.
Da kann er/sie machen was er/sie will ..

Gast: gruener Buerger
09.03.2010 14:09
1 2

Unterstützung eines ehemaligen grünen Gemeinderates:

http://www.ulrich-habsburg-lothringen.at/unterstuetzen/

Gast: QOTSA
09.03.2010 13:10
6 5

Komisch

Ich finde es sehr komisch das PRO Rosenkranz immer um die 5-6 Positive Bewertungen haben und PRO Fischer immer 5-6 negative Bewertungen!

Da verschwindet also das Wahlbudget der FPÖ!
Bezahlte Stricherlmacher!!!!

Antworten luda2010
25.04.2010 13:20
0 0

Re: Komisch

Vorurteile, immer nur Vorurteile.... und dann wundert man sich das die leute FPö wählen: solche Vorurteile mach wütend + motivieren enorm, vor Wahlen besonders, danke!

NeroRosso
09.03.2010 12:09
9 0

Irgendwie arg dass Gaskammern immer nur(!) mit den Juden verbunden werden!

Es sind dort auch Roma, Sinti, Kommunisten etc. umgebracht worden, die allesamt keine(!) Juden waren.

Gast: Statistiker
09.03.2010 11:04
0 0

Wow!

Rosenkranz - die Dreitausendermarke überschritten - unwahrscheinlich viele Kommentare - noch nie dagewese - Frau stärker als Männer - Angst der Gegner vor Rosenkranz ist groß - schmutzigste Präsidentenwahlkampf der 2. Repbublik wird befürchtet - noch schweigt das Ausland - bald aber werden sie den Össis auf die Finger klopfen - abermaliges Isolieren befürchtet - da kommt noch einiges auf uns zu...

Antworten LIFE DABEI
09.03.2010 20:39
0 0

Re: Wow!

Da passiert überhaupt nichts mehr.
Das Affentheater ist mit der Unterschrift unter die Kapitulationsurkunde abgeschlossen.
Parolen vom Endsieg einfach lächerlich.

5 1

Von einer BP-Kanditatin ist aber schon zu erwarten

dass sie sich nicht erst vom Nationalsozialsimus distanzieren muss. Welch schauriges Affentheater mit der beglaubigten Erklärung, welche Demütigung mußte diese Frau da hinnehmen!

Antworten Gast: Heinzfischerfan
13.03.2010 15:44
1 0

Re: Von einem BP-Kandidaten ist aber schon zu erwarten,

daß er sich wirklich einmal vom Kommunismus und seinen millionenfachen Morden distanziert!

Der bekennende Nordkoreafreund hat noch nie eine Silbe in dieser Richtung von sich gegeben!

Daher: Keine Stimme für Fischer!!!!

curcuma
09.03.2010 00:45
3 1

tom 93

ein rund um die uhr beschäftigter leserbriefschreiber.
wie wird er die zeit aufbringen die 13. und 14. mindestsicherung auszugeben ?

Arethas
08.03.2010 17:48
7 0

Konversion

Die zahlreichen scharfsinnigen Argumente der Linken haben mich überzeugt. Ich bin jetzt für Fischer als Bundespräsident:
"O cruel, needless misunderstanding! O stubborn, self-willed exile from the loving breast! Two Veltliner-scented tears trickled down the sides of his nose. But it was all right, everything was all right, the struggle was finished. He had won the victory over himself. He loved Heinz Fischer."

Antworten Gast: Aaron
09.03.2010 13:44
0 0

Re: Konversion

Lieber Arethas!

Ihnen und allen nachschreibenden Menschen meinen besonderen Dank. Es war nicht nur ein Vergnügen der besonderen Art, sondern ich bin nun ebenfalls bekehrt und werde auf jeden Fall Fischer wählen.

Danke!

Antworten Boris
08.03.2010 19:05
4 0

Re: Konversion

@Arethas

grossartig!

Chapeau!

Antworten Gast: Felix Austria
08.03.2010 19:01
5 0

Re: Konversion

Köstlich! War immer schon für Fischer seit der die Gräueltaten der Roten Armee 1945 scharf verurteilt und die Entfernung des Russendenkmals am Schwarzenbergplatz gefordert hat. Das hätte man Fischer gar nicht zugetraut. Das muß jeden überezugen.

3 1

Re: Re: Konversion

Und wenn er jetzt auch noch dem Kim beim nächsten Freundschaftstreffen die Schlüssel für die Atombomben aus der Uniformtasche stibitzt, wird er beliebter noch als Gorbi.

Antworten Antworten Gast: gast
08.03.2010 21:05
2 1

Re: Re: Konversion

Ja, sagen´s ist das denn nicht derjenige welcher vorgeschlagen hat das unsäglich verlogene Gemäuer am Schwarzenbergplatz ins Heeresgeschichtliche Museum ins Arsenal zu übersiedeln. Da wären doch alle zufrieden, oder? Raus aus dem Klo und vor den Vorhang!

Antworten Antworten Antworten Gast: Kominform
08.03.2010 22:40
1 0

Re: Re: Re: Konversion

Das dürfte eher der Zilk gewesen sein. Heinzi hätte so einen barbarischen Frevel an seinem Allerheiligsten nie zugelassen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Arethas
08.03.2010 23:01
1 0

Re: Re: Re: Re: Konversion

Der von Ihnen angesprochene Ex-Politiker hätte aber Schwierigkeiten mit seinem Führungsoffizier bekommen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Denkmalpfleger
09.03.2010 17:56
1 0

Re: Re: Re: Re: Re: Konversion

Nullo problemo, es ist ja kein Benes-Denkmal.

 
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