26.05.2012 08:19 | Meine Presse Merkliste 0

Klarer Sieg für Fischer, Wahlbeteiligung auf Rekordtief

26.04.2010 | 10:25 |   (DiePresse.com)

Bundespräsident Fischer wird mit knapp 79 Prozent wiedergewählt. Rosenkranz verfehlt mit 15,6 Prozent ihr Wahlziel, Gehring liegt abgeschlagen. Rund die Hälfte der Wahlberechtigten bleibt den Urnen fern.

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Heinz Fischer bleibt für weitere sechs Jahre Hausherr in der Hofburg. Der Bundespräsident ist am Sonntag mit klarer Mehrheit für eine zweite Amtszeit gewählt worden. Laut vorläufigem Endergebnis erreicht er 78,9 Prozent. Fischer zeigte sich am Sonntagabend "überaus glücklich und dankbar".

Mit seinem Ergebnis verfehlt der Präsident knapp den Rekord von Rudolf Kirchschläger, der 1980 mit 79,87 Prozent wiedergewählt wurde und damit das beste Ergebnis bei einer Hofburg-Wahl erreichte.

Die Kandidatin der FPÖ, Barbara Rosenkranz, kommt auf 15,6 Prozent. Damit verfehlt sie ihr Wahlziel, das beste FPÖ-Ergebnis bei einer Bundespräsidentenwahl (Willfried Gredler 1980 mit 16,96 Prozent) zu erreichen. Noch deutlicher liegt sie unter der Latte, die ihr Parteichef Heinz-Christian Strache legte: Er träumte im Wahlkampf von 35 Prozent.

Rosenkranz bezeichnete ihr Ergebnis am Sonntag dennoch als "durchaus respektabel": "Ich bin nicht glücklich, aber durchaus zufrieden".

Rudolf Gehring von der Christlichen Partei Österreichs erhält 5,4 Prozent der Stimmen. Gehring zeigte sich damit "außerordentlich zufrieden". Die Verfehlung seines Wahlziels, in eine Stichwahl gegen Fischer zu kommen, schob er auf die Nichtwähler.

Das Ergebnis

>>Alle Ergebnisse der Länder, Bezirke und Gemeinden

Die Wahlbeteiligung sinkt auf ein Rekordtief: Nur 49,2 Prozent der Wähler gingen am Sonntag zu den Urnen. Mit den Briefwahl-Stimmen dürfte die Beteiligung noch auf knapp über 50 Prozent kommen. 2004 lag die Wahlbeteiligung noch bei fast 72 Prozent.

Die Zahl der ungültigen Stimmen ist mit 7,26 Prozent hingegen nicht so hoch wie von einigen Experten vorhergesagt. Sie liegt sogar knapp unter dem Wert des Jahres 1980.

Noch nicht mitgezählt sind im vorläufigen Endergebnis die Briefwahl-Stimmen. Sie müssen spätestens am Freitag um 14 Uhr bei der zuständigen Bezirkswahlbehörde eingelangt sein.

Verbotsgesetz-Debatte schadete Rosenkranz

Dass sich die Österreicher für die Hofburg-Wahl nicht sonderlich erwärmen konnten, lag wohl nicht nur am schönen Wetter am Wahltag und dem vorhersehbaren Ergebnis, sondern auch am ausgesprochen lahmen Wahlkampf. Der sorgte nur ganz am Anfang für Emotionen, als Rosenkranz mit umstrittenen Aussagen zu Verbotsgesetz und Gaskammern die Schlagzeilen dominierte.

Genau damit dürfte die freiheitliche Kandidatin viele potentielle Wähler verschreckt haben. Und auch die "Kronen-Zeitung" fuhr ihre Werbung für Rosenkranz nach den umstrittenen Äußerungen zurück. Laut einer ISA/SORA Wahltagsbefragung haben am Sonntag dann auch nur 14 Prozent der Wähler, die sich ausschließlich über die "Krone" informieren, für Rosenkranz gestimmt.

Fischer leistete sich im Wahlkampf zwar keine Schnitzer, konnte aber mit seinen staatstragenden und unverbindlichen Auftritten offenbar auch nicht groß zum Wahlgang mobilisieren.

SPÖ spürt "ganz wichtigen Rückenwind"

Die SPÖ bemühte sich am Sonntag, den Spagat zwischen Respektierung der überparteilichen Kampagne Fischers und dessen langjähriger SPÖ-Mitgliedschaft zu schaffen. Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter ortete "ganz wichtigen Rückenwind" für seine Partei, auch wenn sich die SPÖ den Wahlsieg Fischers keineswegs auf die Fahnen schreibe. Mancher in der SPÖ erhofft sich nach der Serie an roten Wahlverlusten nun wohl eine Trendwende.

Auch die FPÖ wollte die Hofburg-Wahl eigentlich als positiven Impuls für die Wien-Wahl nutzen. Schon nach der Verbotsgesetz-Aufregung kühlte Straches Enthusiasmus für seine Kandidatin aber merklich ab. Politologen erwarten, dass er nun versuchen wird, "aus dem rechtsextremen Eck raus in Richtung Mitte zu rücken". Am Sonntag machte Strache vorrangig die Medien für das schlechte Abschneiden verantwortlich.

"ÖVP schuld an geringer Wahlbeteiligung"

Die Grünen hatten im Wahlkampf eine Empfehlung für Fischer abgegeben. "Die Wahlempfehlung war eindeutig richtig", sagte Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner am Sonntag. Der Ausgang der Wahl sei "ein gutes Ergebnis für Österreich und für Fischer". Die Schuld an der geringen Wahlbeteiligung sah er - ebenso wie die SPÖ - bei der ÖVP.

Die ÖVP weist das zurück: Für die Wahlbeteiligung seien die jeweiligen Kandidaten sowie die Mobilisierungsfähigkeit der wahlwerbenden Parteien ausschlaggebend, sagte VP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger. Die Partei hatte im Wahlkampf keine Empfehlung abgegeben: Einige ÖVP-Politiker lobten Fischer ausdrücklich, andere deklarierten sich als Weißwähler.

Das amtliche Endergebnis der Wahl wird erst am 10. Mai vorliegen. Am 8. Juli wird Fischer dann für seine zweite und letzte sechsjährige Amtszeit angelobt.

Reaktionen: ''Mein Herz lacht''

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(Ag./kron)

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1192 Kommentare
 
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Gast: 91
04.05.2010 18:48
0 0

Fehler in

Die FPÖ fiel bei der Grazer Gemeinderatswahl 2008 nicht von 27 % auf 8 % zurück, sondern 2003.
2008 legte sie um 3 % auf 11 % zu.

0 0

was man aus der BP-Wahl lernen kann

Wenn man eine Politik a la FPÖ will, soll man auch FPÖ Kandidaten wählen, zuhause bleiben bring genau null.

Gast: ...
01.05.2010 16:53
0 1

...

Die Pressekommentare werden offensichtlich von FPÖ Symphatisanten rotgepostet. Typisch Oppositioneller Schwachsinn...egal was der andere sagt wir sind dagegen...vor allem wenn es keinen blaubraunen Inhalte vermittelt.

Ich werde die Zeit stoppen bis ich für meine Feststellung die ersten roten Bewertungen bekomme!

Gast: Bruno Kreisky
30.04.2010 09:33
2 4

Tipp ...

Lernen´s Geschichte, Herr Kollege Strache. Jeder Versuch von FPÖlern in Richtung liberal war deren Anfang vom Ende. Die FPÖ ist nur für rechts angehauchte Proteststimmen "gut".

1 3

Mobilisierung

Die letzte Mobilisierung vor dem Untergang.....

2 3

mobilisierung

die letzte mobilisierung vor dem untergang.
sonst fällt mir dazu nichts ein.

Darabimo
30.04.2010 08:31
3 3

Wer postet hier?

Die SPÖ Zentrale?

Piwoli
30.04.2010 08:10
1 0

Politische Größen

Gestern im ehemaligen Linzer Zentral-Kino: Eine Veranstaltung, die die Figur Bruno Kreisky's zum Inhalt hatte.

Es war sicher nicht die spannendste Debatte, die da um den ehemaligen Kanzler der Republik geführt wurde, der vor 40 Jahre das Ruder in die Hand genommen hat.

Eines hat diese Veranstaltung jedoch recht deutlich aufgezeigt: Was immer man von Kreisky halten mag, in seinen Entscheidungen hat er sich meist als Mann mit Rückgrat erwiesen.

DAS ist letztlich der einzige Wertmaßstab, der einem Politiker angelegt werden sollte.

Wer sich die heutigen Führungsspitzen genauer ansieht, erblickt lediglich Gummipuppen, die sich nach allen Seiten verwinden, von ganz links bis ganz rechts. Strache ist da ebensowenig eine Ausnahme wie etwa Faymann, Glawischnig oder Pröll.

Gast: Ahab
30.04.2010 07:54
1 0

Dürftig

Naja, mit dem genannten Namen sind diese Ziele wohl kaum erreichbar. Vilimsky, Kickl und Co sind nicht unbedingt bekannt dafür liberal zu sein. Schuster bleib bei deinen Leisten.

Alfie
30.04.2010 06:53
2 6

Unterhaltunsgswert

Ich finde die Postings zu FPOE Artikeln ja recht lustig. Offenbar ist ja ein signifikanter Teil des harten FPOE Kerns hier beim posten vertreten.

Aber warum die Presse immer mehr zur Haus und Hof Zeitung dieser Randgruppe wird ist mir ein wenig schleierhaft. Jetzt haben wir seit der Nominierung von Rosenkranz fast jeden Tag einen FPOE Artikel unter den Schlagzeilen. Das wird dann sicher bei der Wienwahl so weiter gehen.

Liebe Presse: Es gibt noch 4 weitere Parteien und darueber hinaus noch wichtigere Themen als reine Parteipolitik.

1 5

es gibt zugegebenermaßen viele wege sich lächerlich zu machen,

aber dies ist ein neuer!

DIE GLORREICHEN 7!!! - ich hau mich ab...

strache überholt strache in sachen dämlichkeit mit turboboost.

mm6015
30.04.2010 02:48
1 1

lieber hc

in das Eck, in welches Sie sich begeben wollen, ist bereits glaubwürdiger von Josef Bucher besetzt.

Gast: Johan C.
30.04.2010 00:48
1 5

Glorreiche Menschen in der FPÖ?

Das ist so ungefähr, als würde man Heilige in einer Bank suchen.

Naja, aber "glorreich" ist eine Frage der Auslegung - in der FPÖ Steiermark versteht man unter "Glorreich" sicher die Kameradschaft IV.

Mir graust...

Das, was der liebe, dumme HC da krampfhaft versucht, hat Jörg Haider auch schon versucht - aber damals hat Strache sich von Haider abgespaltet. Jetzt auf einmal will er sich genau dieselben Ziele an die Fahnen heften.

So dumm können die Wähler garnicht sein, wie er sie gerade zu verkaufen versucht.

Gast: Wenn man aus Braun Braun entfernt - was bleibt über?
29.04.2010 23:27
2 6

Was? Neues Paintball-Team?

Was will dieser Politiker?

Strache war doch der, von dem manche sagen könnten er habe im Wald diese politisch motivierten Hinrichtungsszenen nachgespielt, als junger Mann?

Was? Dieser will jetzt die Gesetze für ALLE machen?

Oh, danke, sehr lieb - aber ich lehne ab.

Gast: ende
29.04.2010 23:19
2 7

BITTE WER INTERSIERT SICH FÜR DEN STRACHE?

der is doch sowas von fad

Antworten Darabimo
30.04.2010 08:29
1 1

Re: BITTE WER INTERSIERT SICH FÜR DEN STRACHE?

Warum postet du dann?

Gast: Ich der Steuerzahler ganz alleine
29.04.2010 22:51
1 8

Strache

gleich nach der "gesichtsverschönerung" eine "parteiverschönerung" - alles braune muss weg...

wer bleibt da über? 3000000 MIO€ Parteiförderung! und wer hat die gezahlt? na?

Sigmar
29.04.2010 21:44
2 9

Mehr?

Mehr von Kickl oder Lord Voldemort?

Bitte nicht. Ein Idiot reicht der die Öffentlichkeit mit Schwachsinn penetriert.

Gast: marbod
29.04.2010 20:32
5 3

Die Zukunft

ist eindeutig blau. Die Linken danken ab,

Antworten Fritz
30.04.2010 15:30
0 0

Re: Die Zukunft

Die Zukunft ist blau?
Ja höchstens beim Branntweiner, das liest man aus jedem Pro-Strache Posting!

Antworten GAnders
30.04.2010 00:22
1 1

Re: Die Zukunft

Falls es noch niemand bemerkt hat. Die FPÖ ist eine sehr linke Partei. Wirtschaftspolitisch betrachtet orientiert sie sich ebenfalls am Umverteilungsgedanken wie die Grünen und die SPÖ. Die gleichen Worthülsen, keine Substanz.

0 0

Re: Re: Die Zukunft

wirklich links ist die FPÖ auch in wirtschaftspolitischen Fragen nicht... Die Partei und allen voran HC Strache versucht gerne bei Veranstaltungen den kleinen,armen Mann anzusprechen und will diesen gegen die bösen Spekulanten beschützen..... aber wenn man sich mal das Parteiprogramm ansieht, sieht man doch dass die wirtschaftspolitische Linie ganz auf die "faire" Marktwirtschaft ausgerichtet ist...... "fair" bedeutet hierbei jedoch dasselbe wie "freie Marktwirtschaft", zumindest liest es sich so...

Antworten Antworten Antworten GAnders
30.04.2010 10:33
1 0

Re: Re: Re: Die Zukunft

Ich halte die Wirtschaftskompetenz dieser Partei für sehr fragwürdig. Ein typisches Beispiel ist das reflexartige Erwähnen von Basel II durch Strache. Ich habe nicht den Eindruck, dass er nur ansatzweise weiss, worum es bei Basel II geht, da er zwei Sätze später von klareren Regeln im Bankenbereich spricht. Ein weiteres Beispiel sind die heutigen Aussagen zum Thema Griechenland. Banken und Versicherungen hätten müssen mit dem Risiko einer Kreditabschreibung zu leben. Gut für alle Sparer.

Antworten Gast: Rosenkranz-Strache-FPÖ - Die Partei der Lächerlichkeit
29.04.2010 22:54
2 8

Die Zukunft

gehört den Gebildeten, Ehrlichen und Mutigen.

FPÖ - Sorry, leider nein!


Gast: frischer Nichtwähler
29.04.2010 20:27
2 11

Jetzt reichts

Wie leicht es doch ist, vom FPÖ zum Nichtwähler zu werden. Strache hat echt ein Talent einem das zu vereinfachen.

Weg mit Strache.
Her mit da Babsi.

Antworten Gast: Politologe
29.04.2010 20:46
5 2

Re: Jetzt reichts


So ein Stuss kann nur aus dem linken Eck kommen.

 
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