26.05.2012 08:24 | Meine Presse Merkliste 0

Ein „Jahrmarkt“ voller Reformideen

26.04.2010 | 19:09 |  PHILIPP AICHINGER (Die Presse)

Soll das Volk den Präsidenten alle acht, sechs oder fünf Jahre wählen? Oder nie? Die Wiederwahlmöglichkeit des Bundespräsidenten steht nicht zuletzt wegen der schwachen Wahlbeteiligung am Sonntag in der Kritik.

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Wien. „Bundespräsident Fischer gratuliert Kammersängerin Wilma Lipp zum Geburtstag.“ Die Aussendungen der Hofburg deuteten am Montag darauf hin, dass im Leben von Heinz Fischer Alltag einkehrt. Ginge es nach Fischer, sollte der Alltag eines Präsidenten nie mehr durch einen Wahlkampf durchbrochen werden. Fischer erneuerte nach der Wahl die Forderung nach einer Umgestaltung der Amtsperiode. Diese soll acht statt sechs Jahre dauern, dafür wäre eine Wiederwahl des Staatsoberhaupts nicht mehr möglich.

Der neue Modus würde erst für den Nachfolger Fischers gelten. Aber ob dieser Reformplan Aussicht auf Erfolg hat, ist zweifelhaft. Bundeskanzler Werner Faymann wollte den Fischer-Wunsch nicht kommentieren. Es sei Aufgabe der Parlamentarier, die Amtsperiode des Bundespräsidenten festzulegen. Die oberste SPÖ-Parlamentarierin, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, hatte sich eher skeptisch gegenüber dem Achtjahresplan gezeigt. Sie will eine breite Debatte führen, die sich nicht nur um die Hofburg dreht. Auch die Amtszeit und die (fehlenden) Abwahlmöglichkeiten von Nationalratspräsidenten, Volksanwälten und Rechnungshofpräsidenten sollen geprüft werden. Für Prammer wäre es denkbar, dass die Amtsperiode des Bundespräsidenten weiterhin sechs Jahre beträgt, aber die Wiederwahlmöglichkeit entfällt. Die Debatte könne aber auch damit enden, dass man die jetzige Regelung schlicht beibehält, betonte ein Sprecher Prammers.

Die Wiederwahlmöglichkeit des Bundespräsidenten steht nicht zuletzt wegen der schwachen Wahlbeteiligung am Sonntag in der Kritik. Dazu kommt, dass der amtierende Bundespräsident im zweiten Wahlgang als unbesiegbar gilt. Vor allem die ÖVP, die auf einen Gegenkandidaten zu Fischer verzichtete, drängt auf eine Reform. Klubobmann Karl-Heinz Kopf bekundete Sympathie für eine einmalige, achtjährige Amtsperiode des Bundespräsidenten. Für Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer ist diese Variante vorstellbar, er denkt auch über das deutsche Modell nach. Dort wird der Bundespräsident durch die Abgeordneten beider Kammern gewählt. Diese Idee gefällt auch der Kärntner ÖVP. Eine Kompromissvariante brachte der ÖVP-Fraktionsführer im Bundesrat, Gottfried Kneifel, ins Spiel. Er will die Volkswahl für die erste Amtsperiode beibehalten. Die „Verlängerung“ des Staatsoberhaupts auf weitere sechs Jahre soll die Bundesversammlung (National- und Bundesrat gemeinsam) aussprechen.

Das Ergebnis

>>Alle Ergebnisse der Länder, Bezirke und Gemeinden

Opposition muss zustimmen

Eine Änderung des Wahlmodus könnten SPÖ und ÖVP nicht alleine beschließen. Da es sich um eine Verfassungsänderung handelt, müsste man zusammen mit einer Oppositionspartei eine Zweidrittelmehrheit erreichen. Die grüne Verfassungssprecherin, Daniela Musiol, sieht die Beschränkung auf eine Amtsperiode „äußerst kritisch“. „Man nimmt den Wählerinnen und Wählern die Möglichkeit, jemandem ein Feedback zu geben“, sagte Musiol zur „Presse“. Die FPÖ möchte das Amt des Bundespräsidenten grundsätzlich überdenken. Das BZÖ will einen „Kanzlerpräsidenten“ schaffen, der die Funktionen von Bundeskanzler und Bundespräsident vereint. Die Kärntner Blauen (FPK) möchten den Bundespräsidenten einmalig auf fünf Jahre wählen.

Skeptisch äußerte sich der oberste Verfassungshüter zu einer Änderung des Wahlmodus. Verfassungsgerichtshof-Präsident Gerhart Holzinger plädierte im „Kurier“ für eine Beibehaltung der jetzigen Regelung. Verfassungsrechtler Theo Öhlinger kritisierte in der „Presse“ den leichtfertigen Umgang mit der Verfassung. Man dürfe nicht nur an die momentanen Verhältnisse denken, mahnte er. Wenn ein unbeliebter Bundespräsident acht Jahre im Amt bleibe, sei das eine sehr lange Zeit. Überdies gebe es keine Republik, in der der Staatspräsident derart lange amtiere.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.04.2010)

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1192 Kommentare
 
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Gast: 91
04.05.2010 18:48
0 0

Fehler in

Die FPÖ fiel bei der Grazer Gemeinderatswahl 2008 nicht von 27 % auf 8 % zurück, sondern 2003.
2008 legte sie um 3 % auf 11 % zu.

0 0

was man aus der BP-Wahl lernen kann

Wenn man eine Politik a la FPÖ will, soll man auch FPÖ Kandidaten wählen, zuhause bleiben bring genau null.

Gast: ...
01.05.2010 16:53
0 1

...

Die Pressekommentare werden offensichtlich von FPÖ Symphatisanten rotgepostet. Typisch Oppositioneller Schwachsinn...egal was der andere sagt wir sind dagegen...vor allem wenn es keinen blaubraunen Inhalte vermittelt.

Ich werde die Zeit stoppen bis ich für meine Feststellung die ersten roten Bewertungen bekomme!

Gast: Bruno Kreisky
30.04.2010 09:33
2 4

Tipp ...

Lernen´s Geschichte, Herr Kollege Strache. Jeder Versuch von FPÖlern in Richtung liberal war deren Anfang vom Ende. Die FPÖ ist nur für rechts angehauchte Proteststimmen "gut".

1 3

Mobilisierung

Die letzte Mobilisierung vor dem Untergang.....

2 3

mobilisierung

die letzte mobilisierung vor dem untergang.
sonst fällt mir dazu nichts ein.

Darabimo
30.04.2010 08:31
3 3

Wer postet hier?

Die SPÖ Zentrale?

Piwoli
30.04.2010 08:10
1 0

Politische Größen

Gestern im ehemaligen Linzer Zentral-Kino: Eine Veranstaltung, die die Figur Bruno Kreisky's zum Inhalt hatte.

Es war sicher nicht die spannendste Debatte, die da um den ehemaligen Kanzler der Republik geführt wurde, der vor 40 Jahre das Ruder in die Hand genommen hat.

Eines hat diese Veranstaltung jedoch recht deutlich aufgezeigt: Was immer man von Kreisky halten mag, in seinen Entscheidungen hat er sich meist als Mann mit Rückgrat erwiesen.

DAS ist letztlich der einzige Wertmaßstab, der einem Politiker angelegt werden sollte.

Wer sich die heutigen Führungsspitzen genauer ansieht, erblickt lediglich Gummipuppen, die sich nach allen Seiten verwinden, von ganz links bis ganz rechts. Strache ist da ebensowenig eine Ausnahme wie etwa Faymann, Glawischnig oder Pröll.

Gast: Ahab
30.04.2010 07:54
1 0

Dürftig

Naja, mit dem genannten Namen sind diese Ziele wohl kaum erreichbar. Vilimsky, Kickl und Co sind nicht unbedingt bekannt dafür liberal zu sein. Schuster bleib bei deinen Leisten.

Alfie
30.04.2010 06:53
2 6

Unterhaltunsgswert

Ich finde die Postings zu FPOE Artikeln ja recht lustig. Offenbar ist ja ein signifikanter Teil des harten FPOE Kerns hier beim posten vertreten.

Aber warum die Presse immer mehr zur Haus und Hof Zeitung dieser Randgruppe wird ist mir ein wenig schleierhaft. Jetzt haben wir seit der Nominierung von Rosenkranz fast jeden Tag einen FPOE Artikel unter den Schlagzeilen. Das wird dann sicher bei der Wienwahl so weiter gehen.

Liebe Presse: Es gibt noch 4 weitere Parteien und darueber hinaus noch wichtigere Themen als reine Parteipolitik.

1 5

es gibt zugegebenermaßen viele wege sich lächerlich zu machen,

aber dies ist ein neuer!

DIE GLORREICHEN 7!!! - ich hau mich ab...

strache überholt strache in sachen dämlichkeit mit turboboost.

mm6015
30.04.2010 02:48
1 1

lieber hc

in das Eck, in welches Sie sich begeben wollen, ist bereits glaubwürdiger von Josef Bucher besetzt.

Gast: Johan C.
30.04.2010 00:48
1 5

Glorreiche Menschen in der FPÖ?

Das ist so ungefähr, als würde man Heilige in einer Bank suchen.

Naja, aber "glorreich" ist eine Frage der Auslegung - in der FPÖ Steiermark versteht man unter "Glorreich" sicher die Kameradschaft IV.

Mir graust...

Das, was der liebe, dumme HC da krampfhaft versucht, hat Jörg Haider auch schon versucht - aber damals hat Strache sich von Haider abgespaltet. Jetzt auf einmal will er sich genau dieselben Ziele an die Fahnen heften.

So dumm können die Wähler garnicht sein, wie er sie gerade zu verkaufen versucht.

Gast: Wenn man aus Braun Braun entfernt - was bleibt über?
29.04.2010 23:27
2 6

Was? Neues Paintball-Team?

Was will dieser Politiker?

Strache war doch der, von dem manche sagen könnten er habe im Wald diese politisch motivierten Hinrichtungsszenen nachgespielt, als junger Mann?

Was? Dieser will jetzt die Gesetze für ALLE machen?

Oh, danke, sehr lieb - aber ich lehne ab.

Gast: ende
29.04.2010 23:19
2 7

BITTE WER INTERSIERT SICH FÜR DEN STRACHE?

der is doch sowas von fad

Antworten Darabimo
30.04.2010 08:29
1 1

Re: BITTE WER INTERSIERT SICH FÜR DEN STRACHE?

Warum postet du dann?

Gast: Ich der Steuerzahler ganz alleine
29.04.2010 22:51
1 8

Strache

gleich nach der "gesichtsverschönerung" eine "parteiverschönerung" - alles braune muss weg...

wer bleibt da über? 3000000 MIO€ Parteiförderung! und wer hat die gezahlt? na?

Sigmar
29.04.2010 21:44
2 9

Mehr?

Mehr von Kickl oder Lord Voldemort?

Bitte nicht. Ein Idiot reicht der die Öffentlichkeit mit Schwachsinn penetriert.

Gast: marbod
29.04.2010 20:32
5 3

Die Zukunft

ist eindeutig blau. Die Linken danken ab,

Antworten Fritz
30.04.2010 15:30
0 0

Re: Die Zukunft

Die Zukunft ist blau?
Ja höchstens beim Branntweiner, das liest man aus jedem Pro-Strache Posting!

Antworten GAnders
30.04.2010 00:22
1 1

Re: Die Zukunft

Falls es noch niemand bemerkt hat. Die FPÖ ist eine sehr linke Partei. Wirtschaftspolitisch betrachtet orientiert sie sich ebenfalls am Umverteilungsgedanken wie die Grünen und die SPÖ. Die gleichen Worthülsen, keine Substanz.

0 0

Re: Re: Die Zukunft

wirklich links ist die FPÖ auch in wirtschaftspolitischen Fragen nicht... Die Partei und allen voran HC Strache versucht gerne bei Veranstaltungen den kleinen,armen Mann anzusprechen und will diesen gegen die bösen Spekulanten beschützen..... aber wenn man sich mal das Parteiprogramm ansieht, sieht man doch dass die wirtschaftspolitische Linie ganz auf die "faire" Marktwirtschaft ausgerichtet ist...... "fair" bedeutet hierbei jedoch dasselbe wie "freie Marktwirtschaft", zumindest liest es sich so...

Antworten Antworten Antworten GAnders
30.04.2010 10:33
1 0

Re: Re: Re: Die Zukunft

Ich halte die Wirtschaftskompetenz dieser Partei für sehr fragwürdig. Ein typisches Beispiel ist das reflexartige Erwähnen von Basel II durch Strache. Ich habe nicht den Eindruck, dass er nur ansatzweise weiss, worum es bei Basel II geht, da er zwei Sätze später von klareren Regeln im Bankenbereich spricht. Ein weiteres Beispiel sind die heutigen Aussagen zum Thema Griechenland. Banken und Versicherungen hätten müssen mit dem Risiko einer Kreditabschreibung zu leben. Gut für alle Sparer.

Antworten Gast: Rosenkranz-Strache-FPÖ - Die Partei der Lächerlichkeit
29.04.2010 22:54
2 8

Die Zukunft

gehört den Gebildeten, Ehrlichen und Mutigen.

FPÖ - Sorry, leider nein!


Gast: frischer Nichtwähler
29.04.2010 20:27
2 11

Jetzt reichts

Wie leicht es doch ist, vom FPÖ zum Nichtwähler zu werden. Strache hat echt ein Talent einem das zu vereinfachen.

Weg mit Strache.
Her mit da Babsi.

Antworten Gast: Politologe
29.04.2010 20:46
5 2

Re: Jetzt reichts


So ein Stuss kann nur aus dem linken Eck kommen.

 
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