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Erbschaftssteuer für Pflegefonds: Experten skeptisch

28.02.2007 | 18:11 |   (Die Presse)

Sozialminister Buchinger will die Erbschaftssteuer zweckwidmen. Finanzrechtler winken ab.

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WIEN(hes/red.). Sozialminister Erwin Buchinger lässt mit einer neuen Idee aufhorchen. Er möchte die Erbschaftssteuer für die Pflegefinanzierung nutzen, indem er sie für einen Pflegefonds zweckwidmet, wie er im „Standard“ betonte. Ein Vorschlag, dem Reinhold Beiser, stellvertretender Leiter des Instituts für Finanzrecht an der Uni Innsbruck, nur wenig abgewinnen kann. „Das Geld wird ja nicht mehr davon, die Bindung schränkt nur den budgetpolitischen Spielraum des Finanzministers ein.“

Das Aufkommen durch die Erbschaftssteuer sei in den vergangenen Jahren gesunken. Der Trend werde sich fortsetzen, während der Finanzierungsbedarf im Pflegebereich im Gegensatz dazu steigen werde. „Man sollte den Leuten die Wahrheit sagen. Egal, was man im Pflegebereich macht, es wird etwas kosten.“ Lösungsansätze wären für Beiser entweder eine Pflegeversicherung oder eine Abgabenerhöhung.


Verfassungsgerichtshof prüft

Für Steuerrechtsprofessor Michael Lang von der Wirtschaftsuni Wien ist eine Zweckwidmung der Erbschaftssteuer überhaupt nicht diskussionswürdig. „Es ist müßig darüber nachzudenken, wie man etwas ausgibt, was höchstwahrscheinlich demnächst aufgehoben wird.“ Wenn nämlich der Verfassungsgerichtshof, der derzeit mit der Prüfung der Erbschaftssteuer befasst ist, entscheidet, dass diese in der derzeitigen Ausgestaltung verfassungswidrig sei, dann sei Buchingers Vorschlag die Grundlage unter den Füßen weggezogen.

Beifall für den Vorstoß Buchingers kam vom grünen Sozialsprecher Karl Öllinger, der einen Schritt in die richtige Richtung sieht. Das BZÖ, das die Erbschaftssteuer als ungerecht ablehnt, ist dagegen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.03.2007)

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4 Kommentare
Gast: österreicher
01.03.2007 20:40
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auch ein rasierter depp...

bleibt ein depp!
österreicher

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Umverteilung

Wer sein ganzes Leben sein bereits versteuertes Einkommen spart, Werte, wie z.B. eigenen Wohnraum schafft, Werte, die dann den Nachkommen, mit Erbschaftssteuer hinterlassen werden können, bekommt erst dann eine Grundsicherung, wenn er seine ganzen ersparten Werte wieder aufgebraucht hat.

Mit der Erbschaftssteuer soll er dann noch die Grundsicherung für diejenigen finanzieren, die ihr versteuertes Einkommen verkonsumiert haben, die in Gemeindebauten gewohnt haben, die sie steuerfrei ihren Nachkommen hinterlassen können.

Nein, danke zu dieser "Umverteilung"!

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Es wird Zeit für einen Ministerrücktritt!

Wiedermal stellt unser Herr Minister unter Beweis, dass man auch als höchst inkompetente Person mit Hilfe der SPÖ an die Spitze eines Ministeriums kommen kann. Das Wichtigste scheint immer schön Woche für Woche mindestens einmal irgendeinen - noch so schwachsinnigen - Vorschlag aus dem Parteibuch zu präsentieren. Ja und falls dem roten Ideologie-Verseuchten Grimms-Märchen-Schreiber mal die Ideen ausgehen, wie man am besten - im „Kolchosenstil“ - Finanzmittel umverteilt, dann werden wohl wieder Haare fallen müssen, oder es kommen vollkommen nutzlose Vorschläge wie dieser. Wem nützt eine fixe Zweckwidmung? Außer, dass damit die Budgetbildung um noch einen Teil komplexer wird, macht dies überhaupt keinen Sinn. Pardon… schön immer die PR-Werbetrommel rühren Mr. „Umverteilung ist das Allheilmittel“ Buchinge

Man bekommt es schon mit der Angst zu tun, wenn dieses Gesicht in den Medien auftaucht, da damit die Schrittweise Abschaffung der Marktwirtschaft einhergehen zu scheint...

abschaffen

diese steuer ist ein doppeldiebstahl des staates...zuerst sparen sich die leutchen vom einkommenverstreuerten etwas ab um den kindern und enkerl etwas zu hinterlassen, dann kommt der staat und erbt vom schon einmal versteuerten nocheinmal mit.....die grossen millionenerben gibt es nicht. sie sind in stiftungen angelegt, oder überhaupt stiften gegangen.