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Prozess gegen Mensdorff-Pouilly startet im Herbst

25.06.2012 | 15:47 |   (DiePresse.com)

Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Lobbyisten einen Strafantrag wegen Geldwäsche und falscher Beweisaussage eingebracht. Seine Frau, Ex-Ministerin Rauch-Kallat, wird von ihrem früheren Kabinettchef belastet.

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Der Prozess gegen den Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly dürfte bereits im kommenden Herbst stattfinden. Offizielle Bestätigung dafür gab es vom Wiener Straflandesgericht zwar keine. Allerdings steht seit Montag fest, wer die Verhandlung leiten wird. Justizkenner gehen deshalb davon aus, dass die medienträchtige Hauptverhandlung in wenigen Monaten über die Bühne gehen wird.

Erst in der Vorwoche hat die Staatsanwaltschaft Wien gegen Mensdorff-Pouilly einen Strafantrag wegen Geldwäsche, falscher Beweisaussage in zwei Untersuchungsausschüssen und der Vorlage eines angeblich verfälschten Beweismittels eingebracht.

Vom Guru zu den Waffen

Den Prozess wird Richter Stefan Apostol leiten, der seine juristische Karriere bei der Staatsanwaltschaft Wien begonnen hat. In dieser Funktion hatte er unter anderem die Anklage gegen den Holocaust-Leugner Gerd Honsik vertreten. Später brachte Apostol mehrere in Wien lebende Sikh auf die Anklagebank, die im Mai 2009 im Tempel der Ravidass-Gemeinschaft in Wien-Rudolfsheim eine Schießerei angezettelt und einen aus Indien angereisten Guru erschossen hatten.

Anschließend wechselte Apostol zum Straflandesgericht, wo er neben allgemeinen Strafsachen auch für medienrechtliche Verfahren zuständig ist. Für das Mensdorff-Verfahren wurde er bisher nicht gesperrt. Er hat damit neben der Vorbereitung auf den Prozess gegen den Waffenlobbyisten weiter jene Agenden zu behandeln, die gemäß der Geschäftsverteilung in seinen Zuständigkeitsbereich fallen.

Rauch-Kallat soll Verhandlungen geführt haben

Am Montag ging indes das Hick-Hack zwischen dem Nachrichtenmagazin "Profil" und der früheren VP-Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat um die Beschaffung von Grippemasken im Jahr 2006 weiter. Laut dem Magazin stand Rauch-Kallats Ehemann, Mensdorff-Pouilly, zum Zeitpunkt, als seine Frau Ressortchefin war und Österreich die Masken bestellte, auf der Payroll des deutschen Herstellers Dräger. Konkret soll Mensdorffs Wiener MPA Handelsgesellschaft von dem Medizintechnik-Konzern für "Marktstudien" insgesamt 275.591 Euro bekommen haben.

Rauch-Kallat betonte daraufhin am Wochenende, dass sie selbst oder das Ministerium "nie einen Auftrag an die Firma Dräger" erteilt hätten. Außerdem kündigte sie an, „Profil" wegen übler Nachrede und Kreditschädigung zu klagen. Damit ließ es das Magazin aber nicht bewenden. Die Darstellung der Ex-Ministerin stehe im Widerspruch zu den eigenen Recherchen, konterte "Profil" am Montag in einer Aussendung.

Ex-Kabinettchef belastet Rauch-Kallat

Die frühere Ressortchefin hatte angegeben, das Ministerium habe lediglich "Verhandlungen zwischen großen Handelsketten und möglichen Schutzmaskenlieferanten initiiert", eine Vergabe habe es keinesfalls gegeben. "Profil"-Recherchen hätten das Gegenteil ergeben, hieß es in der Aussendung: Der frühere Kabinettschef von Rauch-Kallat, Clemens Martin Auer habe am Donnerstag gegenüber dem Magazin ausgesagt, er selbst habe die Verhandlungen "3M und Dräger" geführt. Die Anbieter seien "über eine Marktforschung ausfindig gemacht und für geeignet erachtet" worden.

Weiters verwies das Magazin auf einen Rechnungshofbericht aus dem Jahr 2008, in dem das Kontrollorgan anmerkte, dass "die Auswahl der Hersteller durch das Gesundheitsressort nicht dokumentiert und für ihn daher nicht nachvollziehbar" gewesen sei.

Projekte in Osteuropa

Mensdorff-Pouilly bezog ebenfalls zu den Vorwürfen Stellung. Das Honorar von Dräger habe er ausschließlich für Projekte in Osteuropa erhalten, die Leistungen seien genau dokumentiert. Er ist am Dienstag wieder Befragter im U-Ausschuss - zur Causa Blaulichtfunk. Die Masken sind nicht Thema des Kontrollgremiums.

(Ag./Red.)

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205 Kommentare
 
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Gast: Aus unserem korrupten Österreich
26.06.2012 11:54
2 0

Die ÖVP wird immer mehr zur Korruptionspartei Nr. 1

Ich warte schon darauf, wann der Wolfgang Schüssel drankommt. Der sagt dann natürlich, ich wusste von nichts, was die alle hinter meinem Rücken gemacht haben, dabei aber war er der Kanzler, also der Chef dieser Partie von Korruptionisten

Also die Roten

Haben eindeutig das bessere Marketing. Sind mindestens genauso korrupt wie die schwarze Bande aber in den Medien sieht man viel weniger davon. Die wissen halt noch wie man sich eine gefällige Presse kauft. Da können die Schwarzen Amateurkorruptionisten noch was lernen.

Gast: Mega-affen-titten-geil
25.06.2012 22:30
2 0

Und warum haben die beiden noch immer ihre Diplomatenpässe?


Gast: xxxx
25.06.2012 20:24
1 1

Na, da hat der Staatsanwalt aber noch nicht das Okay vom Schüssel

Und der entscheidet ja schließlich wer die Mios an Korruption legal bekommt

Antworten Gast: Schöberg-Lachtal
25.06.2012 22:34
0 0

Re: Na, da hat der Staatsanwalt aber noch nicht das Okay vom Schüssel

Zumindest wissen wir woher der Wind weht.

Gast: ROTFRONT
25.06.2012 20:22
1 0

Wenn man die Schwarzen Nehmer kennt, dann weiß man, dass sie jetzt denkt, der STeuerzahler brennt die Honorare vom Millionenrechtsanwalt

Und der Spindi wird sagen, dass man das wegen der "Demokratie" so machen muss.
Don't forget the "Korneuburger Eid!"

2 0

Startet im Herbst

Nur die Jahreszahl ist noch nicht fixiert eventuell 2050 ????

Im Herbst?

Wird sicher verschoben. Da ist Jagdsaison und Hochwohlgeboren leider verhindert.

ab ins gefaengnis!

es waere nicht schlecht, dir ganze korrupte sippschaft msl ordentlich zu verurteilen, um in zukunft nachahmer zu vermeiden. strasser, grasser, floettl, elsner, mensdorff, rauck-kallath, etc. koennen gerne alle in zukunft im haefn weiterjagen! aber ohne luxus fussfessel leben und trotz verurteilung und "krankheit" bis in den fruehen morgen in wiener in-bars herumtanzen...
wenn sich das alles "der kleine mann" leisten wuerde, waere der bis lebensende ruiniert und diese herrschaften drehen sich alles, wie sie es gerade brauchen, eine hand waescht die andere...

Gast: b754
25.06.2012 18:48
4 5

wann folgt endlich die anklage gegen schüssel

für den gilt längst die unschuldsvermutung

0 0

Die Masken sind nicht Thema des Kontrollgremiums.

stimmt, sollten aber ein eigenes Thema falls nötig U-Ausschuss oder besser noch, ein fall für den Korruptionsstaatsanwalt werden !!!

Gast: Ali G.
25.06.2012 17:55
3 1

Wenn man sich die Postings hier so durchliest...

...ist es wirklich höchste Zeit, dass die schwarze Truppe von der Bildfläche verschwindet.

Aber da sie fast nur noch Funktionäre, Pensionisten, Beamten und Bauern als Wähler hat, passiert dies von ganz allein.

Und das ist gut so.

Antworten Gast: HelleOlga
25.06.2012 18:21
0 0

Re: Wenn man sich die Postings hier so durchliest...

Absolut richtig - wird aber leider nicht so schnell passieren.

Es wird immer noch genug wähler geben, die glauben, die övp tut was für die wirtschaft und die fleissigen leute ...

Gast: MiroL
25.06.2012 17:46
6 0

Neue Bundeshymne?

Liebe Frau Rauch-Kallath! Es war doch Ihr Vorschlag und Initiativantrag im Parlament bezüglich der neuen Bundeshymne. Leider Irrten Sie bei der Textänderung. Angesichts der Geschehnisse in Österreich wäre doch der "KRIMINALTANGO" eher angebracht, oder? Für Sie und Ihren Gatten gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung!!!

Warum nur gegen Mensdorff, warum nicht auch gegen Rauch Kallath...

Ah richtig! angeblich hat ja Mensdorff kein schwarzes Parteibuch.....

Gast: Pips
25.06.2012 17:20
6 4

Da

kommt Freude auf bei den GenossInnen! Auch der Richter wurde sorgsam ausgewählt. Unter dem schwarzen Talar trägt er purpurrot, NoNa.Hat er doch schon den Gerd Honsik verfolgen dürfen. ( Das ist der, der in den Sechzigern einen Koffer voll Flugzettel vom Balkon des Hotel Bristol ausgeschüttet hat. dafür bekam er 1/2 Jahr Häf´n.) Bumm, der ist schon was! Im Vergleich - die GenossInnen Millionbetrüger, bzw. Geldvernichter bekommen das goldene Verdienstzeichen. Aber, alle sind gleich vor der Justiz, nur GenossInnen sind gleicher.

Antworten Gast: nkerl
25.06.2012 20:38
1 0

Da

oha, Sie verfassen auch Marktstudien ?

Re: Da

Mir kommen die Tränen wegen des armen Honsik ! Hat er doch "nur" Flugzettel mit Gesinnungsinhalten einer bekannt altruistischen, semophilen Partei verteilt.
Und die bekannten Millionbetrüger bzw. Geldvernichter wie Grasser, Strasser, Graf Ali und dergl. sind ja alles namhafte linke Genossen.

Warum

sitzen Mensdorff, Grasser, Strasser und Co eigentlich nicht alle in Untersuchungshaft?

Keine Verdunkelungsgefahr?
Keine Fluchtgefahr?
Keine Tatbegehungsgefahr?

Antworten Gast: Franz45
25.06.2012 17:10
6 0

Re: Warum

In Österreich ist es kein Nachteil das richtige Parteibuch zu haben.

Jeder kleine Ladendieb wird strenger bestraft.

Wann werden Grasser, Strasser und Co.

endlich angeklagt?

mal sehen...

.
..ob der prozess wirklich "im herbst" startet. in einem normalen land - vielleicht.

aber in ö könnts ja auch passieren, dass die STA und das gericht in einem anfall von kollektiver amnesie den akt "vergessen" bis zum eintritt der verjährung. sowas kann schon mal passieren, wir sind doch alle nur menschen, insbesondere im straflandesgericht.

und dann wäre gegen graf ali gar nix mehr zu machen, ojemineh!


Re: mal sehen...

kann sein dass der prozess ein "bisserl" später beginnt...es sollte schon zu einem für die linken politiker günstigenzeitpunkt starten...so frühjahr,sommer 2013...rechtzeitig vor den wahlen halt !

die roten müssen ja schon ganz schön angst haben vorm wahljahr 2013 !

sollte der groaff und die rauch kallart was unrechtes getan haben, dann sollen sie halt ihre strafen bekommen.....NICHT aber das ganze medial aufbauschen und zum wahlkampfthema machen !

die linken haben bei uns die medien wirklich gut im griff !


Re: Re: mal sehen...


sie meinen so wie die bawag-anklage, die man 2006 schnell-schnell durchgepeitscht hat, ganz im sinne der schüssel/rauch-kallat-wahlkampfplanung, in der hoffnung, so könnte eine korrupte regierung sich doch noch vor dem volkszorn retten?

die belohnung für den willfährigen staatsanwalt und die strunzdu... richterin folgten auf dem fuße.

Antworten Gast: Polarluft
25.06.2012 17:05
1 0

Re: mal sehen...

...ist auch passiert, bei den EADS (Eurofighter) Millionen für Rapid?
Ein paar Tage nach der Verjährung, wurden die Millionen zum "Thema".
So ein Pech aber auch!

Gast: 1. Parteiloser
25.06.2012 16:15
6 0

Keine Flucht - und / oder Verdunkelungsgefahr = keine U-Haft?

Bei Personen, welche einen ausländischen Pass besitzen muss eigentlich von einer Fluchtgefahr ausgegangen werden. Bei Personen, welche erheblichen Besitz im Ausland haben muss eigentlich von Fluchtgefahr ausgegangen werden. Beides trifft auf M-P. definitiv zu. Dass die Flucht noch nicht erfolgt ist liegt wohl nur am aktuell geringen Bedrohungspotential für den Grafen.

Bei Personen, welche noch immer im Dunstkreis der Parteien, also bei den Entscheidungsträgern gegen Österreich aktiv sind, da ist mit Sicherheit Verdunkelungsgefahr vorhanden. Bei Personen, welche familiäre Kontakte zu den höchsten Parteibonzen, auch noch zu regierenden Parteien haben, da ist dann eine Verdunkelung auch schon erfolgt und wird auch laufend perfektioniert. Es ist also nicht nur eine Verdunkelungsgefahr vorhanden, die Verdunkelungen sind auch schon passiert. Ging sogar soweit, dass ein U- Ausschuss abgedreht wurde!

Bei Personen, welche solche Kontakte haben, da kommt es mit Sicherheit auch zu Versuchen das Verfahren zu verhindern oder im eigenen Interesse zu beeinflussen. Das ist wahrscheinlich auch schon geschehen.

Eine Justiz welche auf diese Sachlage nicht mit U-Haft reagiert, eine solche Justiz schützt die Täter, nicht aber die Gesellschaft. Die rechtliche Möglichkeit haben die Beamten, leider versagen diese gegenüber Österreich total. Der Eid auf die Verfassung spielt bei deren Handlungen überhaupt keine Rolle!

Diese Justiz ist ein Misthaufen!

 
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