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Scheuch vor Gericht: "Meine Pflicht als Parteiobmann"

25.06.2012 | 18:41 |  MARTINA LEINGRUBER (Die Presse)

Der Kärntner FPK-Chef Uwe Scheuch musste sich ein zweites Mal der Anklage in der "Part of the Game"-Affäre stellen – und plädierte erneut auf unschuldig. Der Prozess wurde auf den 6. Juli vertagt.

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Klagenfurt. Zu hören waren viele Nebengeräusche und undeutliches Gemurmel. Deutlich verständlich war aber der Sager: „Des is no na net part of the game.“ Getätigt hat diesen Uwe Scheuch am 17. Juni 2009 in einem Gespräch mit dem Lobbyisten Kurt L. Aufgrund dieses Sagers musste der Kärntner Landeshauptmann-Stellvertreter und FPK-Obmann am Montag wieder auf der Anklagebank im Landesgericht Klagenfurt Platz nehmen.

Wieder, weil er in erster Instanz im Vorjahr wegen Geschenkannahme eines Amtsträgers zu 18 Monaten Haft, sechs davon unbedingt, verurteilt worden war. Scheuch soll vom Lobbyisten eines russischen Investors für seine Partei – damals noch das BZÖ – Geld gefordert und ihm dafür die österreichische Staatsbürgerschaft versprochen haben. Wegen eines Verfahrensfehlers wurde das Urteil in zweiter Instanz aufgehoben. Mit ernstem Gesichtsausdruck saß Uwe Scheuch am Montag im Gerichtssaal. Er bekannte sich neuerlich nicht schuldig. Staatsanwalt Eberhard Pieber meinte in seinem Eröffnungsplädoyer aber: „Die Beweislage ist so eindeutig, wie man es sich als Anklagebehörde nur wünschen kann.“ Viel Platz räumte er der Frage ein, ob Scheuch dem Lobbyisten L. auch finanzielle Förderungen vonseiten der Landesregierung in Aussicht gestellt hatte. Da im ersten Prozess dieser Punkt zu wenig erörtert worden war, wurde das alte Urteil aufgehoben.

Scheuch selbst sagte, es habe sich um ein abstraktes Gespräch gehandelt. Die Anklage wirft ihm vor, „fünf bis zehn Prozent“ einer Investitionssumme für seine Partei gefordert zu haben. Wenn der Russe investiere, dann sei die Staatsbürgerschaft „part of the game“. Das sei lediglich eine flapsige Aussage gewesen, so Scheuch, er habe nur allgemein das Prozedere erklären wollen. Zweites Gesprächsthema sei der Fußballklub Austria Kärnten gewesen. Der Hauptzeuge und einstige Parteifreund L. habe eine Spende von 500.000 Euro durch den Investor in Aussicht gestellt. „Wenn es so verrückte Menschen gibt, die mit 500.000 Euro einen Fußballverein unterstützen, gehört es zu meiner Pflicht als Parteiobmann, Geld für meine Partei ins Spiel zu bringen.“

Scheuchs Gesprächspartner hatte die Unterhaltung mit einem Tonbandgerät in seiner Sakkotasche aufgezeichnet – rein zu Dokumentationszwecken, wie dieser sagt. Er habe das Gespräch so verstanden, dass ein Investor fünf Millionen Euro bringen müsse. Dazu komme die Spende an den Fußballverein und die Partei. Die Staatsbürgerschaft sei unter diesen Rahmenbedingungen sehr wahrscheinlich gewesen.

 

Anwalt belastet Kronzeugen

Dass L. das Tonbandgerät rein zu Dokumentationszwecken eingeschaltet hatte, versuchte Scheuchs Verteidiger Dieter Böhmdorfer zu widerlegen. Er präsentierte einen Klagenfurter Rechtsanwalt als Zeugen, dem L. wenige Tage nach dem Gespräch von dem Tonband erzählt haben soll. „Er hat mich gefragt, ob ich ihm beratend zur Seite stehen kann, weil, wenn er das öffentlich macht, dann bleibt in Kärnten politisch kein Stein auf dem anderen“, erzählte der Rechtsanwalt. „Er sagte auch, er wolle das Tonband an Medien verkaufen.“

Kurt L. bestritt das: Wer die Tonbandaufzeichnung weitergegeben habe, wisse er nicht. „Also haben wir hier zwei völlig divergierende Zeugenaussagen“, stellte Richterin Michaela Sanin fest. Der Prozess wurde auf den 6. Juli vertagt, dann soll das Urteil fallen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.06.2012)

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146 Kommentare
 
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Gast: Aus Klagenfurt
06.07.2012 02:20
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Laut Insider steht das Urteil schon fest:

Er geht straffrei - so berichten Insider!

Sollte dies stimmen, so ist mein Vertrauen in die Justitz komplett verloren!

Gast: Frau aus Klagenfurt
06.07.2012 02:05
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Insider aus Klagenfurt berichten:

Er geht sicherlich straffrei! Das Bier für die Party ist bereits eingekühlt!


Gast: Sophia III
27.06.2012 08:07
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Was sollen wir der Jugend nun erzählen?????

Das es egal ist was ein Politiker tut, weil er sowieso nicht zur Verantwortung gezogen wird (gilt für alle Farben)?
Das wir unser Image des anständigen und ordentlichen Staates verlieren, weil wir hier einige schwarze (BLAUE) Schafe haben die sich nicht an die Regeln halten?
Investoren unser Land nicht auswählen, weil hier Sachen nicht korrekt abgehen?
Das Politiker ihre Vorbildwirkung nicht ernst nehmen und sich verhalten wie Schwe....e?
Das Kärnten in den letzen 10 JAhren mehr als abgewirtschaftet wurde von diesen Clowns?
Ich verstehe warum täglich mehrere das Land Ktn verlassen weil es wenig Perspektiven für die Zukunft gibt und unsere Politkasperl sich nicht um das LAnd kümmern?

Gast: Gast xxxxxxx
27.06.2012 08:03
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Scheuch vor Gericht

Der Bruder, der seine Schwester auf brutalste Art und Weise ermordete (Mordfall Paulina), erhält 5 (!) Jahre Gefängnis. Scheuch soll für diese Lappalie die gleiche Strafe drohen?!

Antworten Gast: Maria
27.06.2012 08:12
1 0

Re: Scheuch vor Gericht

Soll er straffrei ausgehen?
Naja, wenn sie den Schaden rechnen, der der Wirtschaft und dem Tourismus durch das schlechte Image durch dieses Fehlverhalten dieser Person entsteht, dann sind 5 Jahre sowieso zu gering!Interessant ist, dass der kleine Mann sofort und wegen alles zur Rechenschaft gezogen wird und derartige Personen sich es einfach immer wieder richten können!

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Die ehrenwerte Richterin

müsste den Schuldspruch mit "that´s part of the game" verbrämen - DAS wäre Humor!


Schmollmündchen

Dieses Schmollmündchen geht noch in die Geschichte ein. :-)

Gast: Kipplinger D
26.06.2012 07:43
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Ganz ehrlich gesagt!

Unabhängig von der Causa Scheuch sind mir ein paar zahlungskräftige Russen als Zuwanderer lieber, als Tausende importierte Wählerstimmen eines gewissen Landes, die ihre bildungsfernen, integrationsunwilligen Familienmitglieder nachholen dürfen und unser Sozial, Gesundheits und Schulsystem, massiv belasten.

Trotz Rot weiss Rot Card, Wien Charta und "Wiener Lebensart" geht dieser Prozess in ungeahnter Schnelligkeit weiter.

Hier muss der Wahrheit ins Gesicht gesehen werden und schleunigst eine Gesetzesänderung erfolgen.

Antworten Gast: Neokrit
26.06.2012 14:21
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Die österreichische Staatsbürgerschaft soll käuflich sein?

Na, dem ist nichts hinzuzufügen.

Re: Ganz ehrlich gesagt!

Und wieso investiert man?
Natürlich um noch mehr als die Investitionssumme an Gewinn zu machen. Also ziehen in wirklichkeit Investoren Kapital aus dem Land ab.

Ihnen ist also lieber dass aus Österreich mehr Geld abgezogen wird. Hassen sie Österreich so?

Antworten Gast: fjfjfjfj
26.06.2012 11:36
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Re: Ganz ehrlich gesagt!

freut mich wenn Ihnen das lieber ist, ich habe auch nichts gegen leute, die hier investieren und im gegenzug die staatsbürgerschaft bekommen. sehr wohl habe ich aber was dagegen, wenn sich im zuge dieses prozesses politiker privat bereichern. Insofern: keine gnade für scheuch, der nicht einmal seine schuld erkennen möchte.

Antworten Antworten Gast: Gast yyyyyyy
27.06.2012 08:41
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Re: Re: Ganz ehrlich gesagt!

Was ist denn dann mit all den Einbürgerungen, die seit Jahren bei Sportlern und Künstlern erfolgt sind? Wenn der G. Prokop eine neue Handballerin gebraucht hat, war das alles kein Problem. Auch bei anderen Sportlern ging es ähnlich rasch. Hat sich eigentlich jemand aufgeregt, als die Russin Anna Netrepko die österreichische Staatsbürgerschaft bekommen hat?

Antworten Antworten Gast: Gurthal
26.06.2012 14:22
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Wann hat denn schon jemals einer "dieser Leute

hier investiert? Die haben ihr Geld anonym und steuerfrei in der Schweiz oder auf den Bahamas liegen und investieren in Nahost oder sonstwo. UNS bringt das gar nichts.

Re: Ganz ehrlich gesagt!

tragen dann. die reichen Russen um 4 in der früh, wenn wir Österreicher Grad vom saufen und Fußball schauen, weil's uns allen ja so schlecht geht, heimkommen uns die Zeitung vor die Tür? oder wie stellen sie sich das in ihrer - ungebildete Menschen woll ma nicht sehen Mentalität vor?

das ist genau das problem.. sie nutzen diese Menschen aus, und als Dreingabe diskriminieren sie noch..

Antworten Antworten Gast: globetrotterneu
26.06.2012 10:35
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Re: Re: Re: Ganz ehrlich gesagt!

@ globetrotterneu: ham's das datum auch gelesen?

Re: Re: Ganz ehrlich gesagt!


Mit zwei Stellungnahmen treffen Sie genau ins Schwarze:

1) Ungebildete Menschen woll ma nicht sehen: Die Paradebeispiele für Ungebildete sitzen parteiübergreifend im Parlament, wir brauchen keine zusätzlichen Sekundär-Analphabeten, die die deutsche Sprache nicht beherrschen. Täglich beweisen diese Herrschaften, welchen Schaden sie anrichten.

2) "...sie nutzen diese Menschen aus, und als Dreingabe diskriminieren sie noch..":

Genau das geschieht seitens der Regierung und der Grünossinnen gegenüber männlichen Österreichern mit österreichischen Vorfahren, die der deutschen Sprache mächtig sind und keine Sozialleistungen im Übermaß fordern.

Antworten Antworten Antworten Gast: der einzig Wahre
26.06.2012 15:06
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Re: Re: Re: Ganz ehrlich gesagt!



http://diepresse.com/home/bildung/schule/714809/Lesefreude-der-Oesterreicher-nimmt-deutlich-ab?from=suche.intern.portal

Der eigenen Sprache mächtig sein ...

ja, das ist ein großes Problem für Effenwähler...


Re: Ganz ehrlich gesagt!

Hauptproblem bei der Geschichte wenn sie stimmt ist dass er Geld für die FPK haben wollte.
Eine beschleunigte Staatsbürgerschaft gibts ja für Sportler und andere die irgendwas fürs Land leisten öfter, das kann man jetzt gut finden oder nicht aber ist keine Straftat wenn man sich dann aber persönlich bereichert wirds aber eine.

Re: Re: Ganz ehrlich gesagt!


Nur, den "Russen" gibt es ja gar nicht, es sind keine Namen und kein konkreter Fall besprochen worden!

Bei der Burgstaller und dem Faymann war es etwas anderes!

Da sind einige 100.000 Euro geflossen!

Das Verfahren wurde eingestellt!!!!!

Seltsam, nicht?


Antworten Antworten Gast: Tomaschek V
26.06.2012 08:55
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Re: Re: Ganz ehrlich gesagt!

Scheuch hat sich nie persönlich bereichert, es ist auch nie Geld für die FPK geflossen.
Scheuch hat nur den Fehler gemacht, dass er darüber geredet hat.
Das war es aber auch schon!

Antworten Antworten Antworten Gast: FTT5
26.06.2012 14:23
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Vorbereitungshandlungen

sind ebenfalls strafbar. So blöd ist unser Gesetzgeber nicht!

Antworten Antworten Antworten Gast: fjfjfjfjf
26.06.2012 11:38
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Re: Re: Re: Ganz ehrlich gesagt!

er hat es in aussicht gestellt, das ist strafbar.

"Meine Pflicht als Parteiobmann" ist folgende:

Von der ungarischen Polizei wegen Versicherungsbetruges gesucht zu werden.

Tu Felix Carintia

Gast: La Corinale
25.06.2012 22:32
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Wieviel kosten uns eigentlich die BLAUEN Prozesse?

Wieviele Personen wurden da als Zeugen geladen?
Die muss doch jemand zahlen? Dann sind da noch die viel Recherchen die da gemacht wurden!

Da spricht die FPÖ immer von Einsparen der Beamten und dann brauchen wir die vielen Helfer, Justitzbeamte, Gerichtshelfer, Staatsanwälte, Juristen für die FPÖ Prozesse!

Also die FPÖ hilft nicht wirklich sparen, so wie es aussieht!

 
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