Die Klubobfrau der Grünen Donaustadt, Eva Hauk, hat am Freitag gegen 18 Uhr in Wien einen Auffahrunfall verursacht. Sie soll im 22. Wiener Gemeindebezirk einen vor ihr stehenden Wagen gerammt haben. Zum Unfallzeitpunkt soll die Politikerin stark alkoholisiert gewesen sein. Über den Grad der Alkoholisierung gab es unterschiedliche Angaben. Die Zeitung „Heute" berichtete von 1,9 Promille, laut "wien.ORF.at" soll es sich um 0,9 Promille gehandelt haben.
Sowohl Hauk, als auch die Insassin des zweiten Fahrzeugs blieben unverletzt. Allerdings musste die Grüne ihren Führerschein abgeben.
Kurz darauf zog sie auch die politischen Konsequenzen: Sie trat als Klubobfrau in der Donaustadt und als Bezirksrätin zurück. Sie ist seit 1984 bei den Grünen aktiv, war Gründungsmitglied, Hainburg-Aktivistin und bis 1990 auch im Bundesvorstand. Zu ihren Kernthemen gehörten neben Stadt- und Raumplanung ironischerweise auch Verkehr. „Ich bin wirklich fertig", wird Hauk von „Heute" zitiert.
"Was macht eine Grüne im Auto?"
Besonders pikant: Der Ehemann des Unfallopfers ist der Bezirksvorsteher-Stellvertreter der FPÖ- Donaustadt, Werner Hammer. Eine Reaktion der Freiheitlichen ließ deshalb nicht lange auf sich warten: Der Donaustädter FPÖ-Gemeinderat Anton Mahdalik sagte gegenüber der „Krone": „Was macht eine Grüne eigentlich im Auto, noch dazu sturzbetrunken? Autofahrer sind für diese Partei ja das Allerletzte!"
Grünen- Nationalratsabgeordneter Peter Pilz konterte am Dienstag: „Wir ziehen wenigstens die Konsequenzen."
(Red.)
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