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Obsorge: Veto der Frauenministerin

27.06.2012 | 18:26 |   (Die Presse)

SPÖ-Ressortchefin Gabriele Heinisch-Hosek begrüßt Erleichterungen im Namensrecht. Pläne von ÖVP-Justizministerin Beatrix Karl zur Ausweitung der Väterrechte bleiben aber Zankapfel.

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Wien/Ett. Es wird noch dauern, bis es in der Regierung Einigkeit über weitreichende Änderungen im Familienrecht gibt. Der von Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) vorgelegte Entwurf beinhaltet die Möglichkeit von Doppelnamen für Kinder; ebenso, dass Kinder nach Scheidungen abwechselnd bei beiden Elternteilen wohnen können; er brächte eine Ausweitung (im Regelfall) für Väter durch eine gemeinsame Obsorge beider Elternteile nach strittigen Scheidungen.

Genau bei diesem schon bisher heftig umstrittenen Punkt meldet SPÖ-Verhandlerin, Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, nach einem ersten „konstruktiven“ Gespräch mit Karl erneut Einspruch an: „Für mich ist das schon die Automatik durch die Hintertüre“, bemängelt Heinisch-Hosek, Denn die gemeinsame Obsorge bei strittigen Scheidungen (rund zehn Prozent der Ehetrennungen) laufe weiter – außer in „Extremfällen“, wenn etwa Gewalt im Spiel ist. Karls Aussagen in den Medien und die Formulierungen im Entwurf seien in dem Punkt „zwei verschiedene Dinge“, bedauerte die SPÖ-Frauenministerin.

 

Gemeinsame Obsorge die Regel?

Die ÖVP-Justizministerin hält an ihrem Plan fest: „Wir wollen die gemeinsame Obsorge als Regelfall“, wurde der „Presse“ am Mittwoch im Büro Karls erklärt. Derzeit sei es bei strittigen Scheidungen so, dass es keine gemeinsame Obsorge gebe. Zugleich wurde Heinisch-Hoseks „Lesart“ des Entwurfs zurückgewiesen: „Es gab keine und es gibt keine Automatik.“ Einzig entscheidend sei das Kindeswohl. In der Regel sei es für das Kind das Beste, wenn es die Obsorge beider Elternteile gebe.

Die Justizministerin hat, wie „Die Presse“ berichtete, ihre Pläne Mitte Juni bei einer Tagung der Familienrichter erstmals vorgelegt. Neben der gemeinsamen Obsorge stößt Karl mit der Absicht, dass Kinder nach einer Trennung ihrer Eltern abwechselnd bei der Mutter und beim Vater wohnen können („Doppelresidenz“), beim Koalitionspartner auf Widerstand. Heinisch-Hosek lehnt das mit Hinweis auf Experten ab: „Ein Kind braucht einen Lebensmittelpunkt.“ Karl will die Verhandlungen nicht über die Medien führen, man werde sich diesen Punkt aber anschauen.

 

Antrag erst nach zeitlichem Puffer

Neben diesen beiden Zankäpfeln sieht die Frauenministerin „Gesprächsbedarf“ bei weiteren Punkten. Ein Antragsrecht für ledige Väter auf eine gemeinsame Obsorge ist für sie in Ordnung. Damit werde auch einem Spruch dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte nachgekommen. Allerdings dürfe das nicht gleich nach der Geburt des Kindes, sondern erst später beim Pflegschaftsgericht erfolgen. „Da muss ein gewisser zeitlicher Puffer eingebaut werden“, verlangt Heinisch-Hosek,

Sie ist auch dagegen, dass bei ledigen Paaren gleich auf dem Standesamt der Antrag auf eine gemeinsame Obsorge eingebracht werden kann. Heinsch-Hosek befürchtet, dass Mütter sonst „überrumpelt“ werden könnten. Daher soll der Antrag wie bisher erst nach einer Frist beim Pflegschaftsgericht eingebracht werden können.

Eine Präzisierung müsse es beim Besuchsrecht nach Scheidungen geben. Nach dem Entwurf müsste im Scheidungsvertrag festgelegt werden, wie der Kontakt mit dem Kind nach der Trennung erfolgt. Ein Mindestmaß an Kontakten sei nicht fixiert.

 

Ein Name für eingetragene Paare

Grundsätzlich positiv bewertet die SPÖ-Ministerin, dass Kinder nach dem von Karl geplanten Namensrecht auch Doppelnamen führen können. Heinisch-Hosek fordert jedoch auch einen Familiennamen für „Regenbogenfamilien“, also für eingetragene lesbische oder schwule Partner.

Karl möchte das neue Familienrecht noch im Herbst beschließen lassen. Heinisch-Hosek legt sich nicht fest, fordert aber ausführliche Beratungen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.06.2012)

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39 Kommentare
 
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"eine neue schöne Welt"

Hass und Inkompetenz werden sogar institutionalisiert und gut bezahlt....

Ihre Exzellenz Heinisch - Hosek

mir hat mal eine Kluge Person folgenden Leitsatz mitgegeben.

Denken ist bei den meisten Personen in abhängigkeit vom Glück zusehen!
Mir scheint als ob auch Sie vom Glück nicht reich beschenkt wurden.

Ich wünsche mir für Sie, von ganzem Herzen viel nein sehr viel Glück.
Wenn auch Ihnen das Glück zuteil wurde, hoffe ich das wir in Zukunft von solchen suboptimalen Äußerungen ihrer Person doch verschont bleiben.

Diese Frau

kostet...kostet und bringt Österreich gar nichts!

Gast: R.S.
28.06.2012 22:51
0 13

BRAVO HH ! Sie haben vollkommen Recht!

Wer Einblick in internationale Familiengerichte und deren Entscheidungen hat, kann HH nur völlig zustimmen. Die Mütter in Österreich haben keine Ahnung, was ihnen bevorsteht, wenn ALLE Männer - auch hasserfüllte, rachesüchtige und perverse Soziopathen- das automatische Sorgerecht bekommen sollten. Es ist purer Wahnsinn, was sich aus diesem Grund bei den sogenannten "strittigen"Scheidungen in den Ländern abspielt, wo es die automatische Obsorge gibt, bzw. wo ein intrigierender Vater sehr schnell die Richterschaft blendend gegen die Mutter zu manipulieren versteht. Dann wird nämlich die ach so grosszügig gedachte "gemeinsame" Obsorge sehr schnell in die vom Intriganten verlangte alleinige Obsorge des Vaters verwandelt. Genau das streben ja auch die meisten Männervereine in Ö nun an. Karl wird von denen diesbezüglich gerade massiv "bearbeitet".
Übrigens sollten sich alle hier auch mal fragen, ob sie SELBER wohl lieber gehabt hätten, statt bei ihrer Mama, nur bei ihrem Vater zu leben. Auch als Kleinkind. Die "automatische" gemeinsame Obsorge ist eine grosse Falle, denn gemeinsame Obsorge kann ja auch jetzt schon bei Ledigen so wie bei Geschiedenen vereinbart werden. Gefährlich für die Kinder sind die machtgierigen, manipulierenden und gewalttätigen Borderliner. Im übrigen gibt es darunter auch Frauen (auf ca 8 kranke Männer kommt eine Frau).

Antworten Gast: gast345
29.06.2012 18:07
7 0

Re: BRAVO HH ! Sie haben vollkommen Recht!

sie scheinen eine dieser kranken frauen zu sein

die frage, ob ein kind lieber nur beim vater leben möchte ist genau so absurd, wie die frage ob es nur bei der mutter leben will - kinder wollen grundsätzlich beide elternteile

na borderline ist ja eine massenerscheinung nicht wahr das hat jeder mann und somit fast jede frau, welche aber nie kontrolliert würden bei ihrem modell, die trotz krankheit also automatisch das sorgerecht erhalten würden

wo haben sie denn diese zahlen her, auf 8 männer kommt eine frau

übrigens sollten sie als frau nicht das verhalten der frauen den männern andichten, denn derzeit erpressen die frauen die männer und sie wollen die kinder nur des erpressen wollens, frauen haben angst die kontrolle zu verlieren, das wird immer offensichtlicher - im prinzip seid ihr arme kranke hascherln


Antworten Gast: PanicAttack
29.06.2012 07:17
2 0

Re: BRAVO HH ! Sie haben vollkommen Recht!

Ja, Bravo HH! So bleibt alles beim Alten: Die Frauen kümmern sich zu Hause um die Kinder (denn Kinder brauchen eigentlich eh keine Väter), und die Männer kümmern sich um ihre Karriere, damit sie im Trennungsfall auch ausreichend Unterhalt zahlen können...
Bravo!!

HH verletzt Menschenrechte der Kinder !!

RÜCKTRITT

Warum verhandelt die überhaupt mit?
Das ist doch ein Sache von Justiz und Familienministerium.
Kinder hat sie auch keine und Gleichbehandlung missfällt ihr auch!
Raus aus der Politik mit der miesen Lobbyistin auf Kosten unserer Kinder!!

Gast: Gast567
28.06.2012 19:30
4 1

und wie kommen Schwule zu einem Kind???

Leihmutterschaft soll ja laut Frauenministerin strickt verboten bleiben, also ist für homosexuelle Männer bzw Paare ein Kind nicht möglich, denn sollte sich einer kurz als Bisexueller fühlen und ein Kind mit einer Frau zeugen, dann hat er null Chancen auf ein von ihm mit einer Frau gezeugten Kind, weil dann gilt das selbe wie für Heterosexuelle

also was soll das Frau HH??? "Heinisch-Hosek fordert jedoch auch einen Familiennamen für „Regenbogenfamilien“, also für eingetragene lesbische oder schwule Partner."

für Schwule definitiv nicht, weil das sind ja Männer und Männer sind schlecht und dürfen niemals das Sorgerecht bekommen oder Frau HH??

Gast: Gast567
28.06.2012 18:11
7 1

Hass hat noch nie etwas verbessert

Hass hat noch nie etwas verbessert

die Frauenministerin heinisch hosek sieht in jedem Mann einen potentiellen Verbrecher, das ist ja schon beinahe pathologisch, und auf Dauer ist so eine negative Grundeinstellung zu einem Teil der Bevölkerung ja auch nicht gesund

das ist diskriminierend, sexistisch und es handelt sich um eine Form der Sippenhaft aller Männer

Frau HH treten sie zurück und begeben sie sich in professionelle Hilfe

und was sind das für Experten, welche das gemeinsame Sorgerecht nicht empfehlen?? es handelt sich wahrscheinlich um die selben misandriegeschädigten Feministinnen, wie die SPÖ-lerinnen

Gast: Gqast567
28.06.2012 18:10
3 0

Hass hat noch nie etwas verbessert

die Frauenministerin heinisch hosek sieht in jedem Mann einen potentiellen Verbrecher, das ist ja schon beinahe pathologisch, und auf Dauer ist so eine negative Grundeinstellung zu einem Teil der Bevölkerung ja auch nicht gesund

das ist diskriminierend, sexistisch und es handelt sich um eine Form der Sippenhaft aller Männer

Frau HH treten sie zurück und begeben sie sich in professionelle Hilfe

"
und was sind das für Experten, welche das gemeinsame Sorgerecht nicht empfehlen?? es handelt sich wahrscheinlich um die selben misandriegeschädigten Feministinnen, wie die SPÖ-lerinnen"

Gast: 1952
28.06.2012 15:26
8 0

Staatsemanze

Menschenrechte werden hier verletzt. Väter und Kinder werden von dieser Ministerin ignoriert u. diffamiert. Nur was für Frau gut ist wird durchgesetzt. Wann kommt endlich einmal ein Mann zu Wort, haben sie keine Stimme. Unser Herr Familienminister schweigt wie ein Grab. Arme Kinder, armes Österreich !

5 0

sie frauenministerin, sie ... !


Gast: Männerminister
28.06.2012 11:15
11 0

Es wird Zeit

Es wird an der Zeit dass es auch einen Männerminister gibt, als Gegenpol zu Frauenministerinnen. Das wäre mal wieder ein Schritt zur Gleichberechtigung!

10 0

natürliche gemeinsame Obsorge

... ist der Zustand während aufrechter Ehe. Es gibt keinen Grund diesen natürlichen zustand während oder nach einer Trennung zur Disposition zu stellen. Disponible Faustpfande erzeugen nur einen Verteilungskampf, der zwar zum wohle des Geldsäckels des Advokaten ist, aber weder zum wohle des Kindes noch zum Wohle der Eltern. Diese sollen die Partnerebene abschließen und die Elternebene stärken (Eric Berne schau' herunter) oder gestärkt bekommen. Die Bewährung hat schon vor der Trennung stattgefunden, in dem sich beide Eltern um die Versorgung und Erziehung gekümmert haben.
Offensichtlich hat Fr. H.-H. Angst, daß mit der natürlich fortbestehenden gemeinsamen Obsorge, die (arbeitslosen) wirtschaftlichen Transferleistungen hin zur alleinig Obsorgenden (Mutter) und damit zum SPÖ Wählerpotential gekürzt werden. Die Doppelresidenz würde den monetären Alimentationstransfer überhaupt zum Erliegen bringen. Und welche/r PolitikerIn nimmt seinen eigenen Wählerinnen schon gerne was weg?

Gast: Kindergärtnerin
28.06.2012 09:26
12 0

Wer der Verantwortlichen ist ehrlich und selbstkritisch

Wer nimmt Rücksicht auf die Kinder????
Automatisch wird ein Elternteil beinah zu einem Kriminellen gemacht,meistens ohne wirkliche Kenntnis der Umstände.
Kinder verlieren ihre Familien und bekommen häufig ein falsches Bild über Vater oder Mutter .
Folge: zusätzliche seelische Verletzungen und zusätzliche Arbeitsplätze für mehr oder weniger herzens- und ausgebildete Therapeuten!
Ergebnis: vom Leben überforderte Personen mit Rechten ohne Pflichten und steinunglückliche Menschen anstelle von Persönlichkeiten die selbstbestimmt und eigenverantwortlich in die Gesellschaft integriert sind.

Re: Wer der Verantwortlichen ist ehrlich und selbstkritisch

endlich bringt es mal jemand auf den punkt.

21 0

wie lange

lassen wir männer uns eigentlich noch benachteiligen? sei es im sorgerecht oder bei der so genannten gehaltsschere!!

Antworten Gast: männlich, aber das wars auch schon
28.06.2012 01:08
0 14

Re: wie lange

Das schlimme ist: Du meinst dass offenbar ernst.
Und deine Mitstreiter in diesem Forum wohl auch. Was interessant ist, denn wenn es um "Islam" geht wird bald einmal die Scharia beschworen. Mir scheint, es gibt da einen gewissen Widerspruch.

Re: Re: wie lange

wie kommst du auf die scharia? ich hab nichts gegen gleichberechtigung, aber bitte für beide geschlechter gleich! ich sehe es nicht ein für ein kind zu zahlen wenn ich es sowieso nie sehe! ich kenne einen fall wo der vater besuchsrecht hat aber nur mit der zustimmung der mutter, er hat seine kinder seit drei jahren nicht mehr gesehen. grund für die trennung, sie ging fremd!!!

Re: Re: wie lange

Ist zwar OT, aber Scharia und Islam gehören zusammen.

Antworten Antworten Gast: ckx375
28.06.2012 08:42
12 0

Ja, es ist ernst ...

und die Benachteiligung wurde vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte festgestellt.

19 0

Sinnhaftigkeit

Ich frag mich jedes Mal wieder, was die SPÖ mit der Heinisch-Hosek will...welche Zielgruppe soll die ansprechen? Ca. 50% (alle Männer) fallen einmal weg, dann auch der ziemlich große Teil der Frauen, die für echte Gleichberechtigung im Sinne von "Gleiche Rechte - Gleiche Pflichten" sind...ebenso alle Frauen, die eine konservative Ansicht à la "Frau bleibt mit Kind zu Hause, Mann geht arbeiten" vertreten...
Übrig bleiben also ein paar vereinzelte Gleichgesinnte, die der Meinung sind, Frauen sollten alle Rechte haben, während Männer optimalerweise als eine Art "Sklaven" dienen...na ob das den gewaltigen Stimmenzuwachs bringt?

Gast: hans5577
27.06.2012 23:49
13 0

wo sind wir denn??

was hat die frauenministerin da eigentlich mitzureden??

im prinzip ist sie die misandrieministerin bzw die ungleichbehandlungsministerin

Gast: hollola
27.06.2012 22:35
16 0

Heinisch-Hosek

was haben sie gegen männer? ich wähle nicht mehr SPÖ!

Re: Heinisch-Hosek

Frau Doppelname hat sich hochge....

S. g. Frau HH, ich ermuntere Sie...

sich ein Bild der Realität zu machen. Väter haben in Österreich im Trennungsfall so gut wie keine Rechte, wenn die Frau das so will. Das Kind wird als Druckmittel eingesetzt um Forderungen zu stellen (noch höherer Unterhaltsanspruch, Unterhalt, auch wenn der Mann arbeitslos wird, o.ä.)
Beliebt ist auch, den gemeinsamen Unterhalt im Rahmen der Scheidungsvereinbarung anzubieten um möglichst viel herauszuschlagen und dann anschließend das alleinige Sorgerecht zu beantragen.
In Ö. ist es für einen Mann unmöglich das Sorgerecht im strittigen Fall zu behalten, da dieses immer nur einer Partei zugesprochen werden kann nach geltender Gesetzteslage! Das ist in 99,5% der Fälle die Mutter.
Diese Rechtslage ist eine Schande für unseren Staat.
Alles nachzulesen unter "väter ohne Rechte"

 
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