Mit 1. Juli wandert der Vorsitz der Landeshauptleute-Konferenz von der Steiermark nach Tirol: VP-Landeshauptmann Günther Platter wird damit das Amt von seinem SP-Kollegen Franz Voves übernehmen. Für die halbjährige Vorsitzführung will er den "Schwung des vergangenen Halbjahres mitnehmen". "Die Länder haben gezeigt, dass sie keine Bremser sind", meinte der Tiroler Landeschef vor seinem Antritt. Er habe sich vorgenommen, die Gesundheitsreform noch in diesem Jahr gemeinsam mit dem Bund abzuschließen, kündigte Platter an.
"Ich baue auf die konstruktive Stimmung der letzten Wochen zwischen Bund und Ländern", sagte Platter vorausblickend auf die anstehenden sechs Monate. Diesbezüglich erwähnte er die Einigung in Sachen Stabilitätspakt, die Einführung von Landesverwaltungsgerichten sowie eine Fusion von Landespolizeikommando und Sicherheitsdirektion zu Landespolizeidirektionen. "Der Bund und die Länder ziehen hier an einem Strang", betonte der Landeshauptmann. Die Landeshauptleute-Konferenz wird am 24. Oktober im Bezirk Reutte stattfinden.
Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer
Mit einem weiteren überregionalen Amt wird Platter bereits am 29. Juni betraut. Dabei übernimmt er als Vertreter Tirols den turnusmäßigen Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (Arge Alp) für die Dauer eines Jahres. Zuvor hatte diesen der Schweizer Kanton St. Gallen inne. Platter wolle die Zusammenarbeit der Arge Alp zugehörigen Länder noch stärker forcieren. "Die Entwicklung und Umsetzung einer makroregionalen Alpenstrategie ist das Kernanliegen des Tiroler Arge Alp-Vorsitzes", gab er einen ersten Einblick in das Vorhaben. Die Arge Alp mit ihren über 25 Millionen Einwohnern sei eine starke Stimme und ein wichtiger Wirtschaftsraum innerhalb der EU.
Am kommenden Freitag findet im schweizerischen Bad Ragaz die 43. Regierungschefkonferenz der Arge Alp statt. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Arbeitsgemeinschaft gibt es am 12. Oktober 2012 eine politische Konferenz der Alpenstaaten und Alpenregionen in Innsbruck. Die Arge Alp wurde 1972 im Tiroler Mösern ins Leben gerufen. Ihr gehören in den Staaten Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz zehn Länder, Provinzen und Kantone an. Die Arbeitsgemeinschaft will durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit gemeinsame Probleme und Anliegen im Alpenraum behandeln und das Bewusstsein der gemeinsamen Verantwortung für den alpinen Lebensraum stärken.
(APA)
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