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Kurz: „Es ist schön, wenn man manchmal gelobt wird“

29.06.2012 | 18:44 |  RAINER NOWAK (Die Presse)

Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz wehrt sich dagegen, Feel-good-Stimmung zu verbreiten, und nennt „Leistung“ als besten Garanten für gelungene Integration.

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Die Presse: Sie gelten als lebender Stimmungsaufheller für die ÖVP und das Regierungsteam.

Sebastian Kurz: Ich bin nur ein Staatssekretär im ÖVP-Regierungsteam und der Bundesobmann der jungen ÖVP. Nicht mehr.

Und der einzige Regierungspolitiker, der fast immer gute Presse und Umfragewerte hat.

Das ist Ansichtssache. In den vergangenen 14 Monaten haben wir fast alles erlebt, die erste Zeit war extrem schwierig. Da wurde ich heftig kritisiert. Jetzt läuft es besser, und es ist natürlich schön, wenn man auch manchmal gelobt wird. Aber wir beide wissen, dass sich das auch rasch wieder ändern kann.

Gute Presse
Die Presse will mit dieser Sonderausgabe einmal bewusst im Positivem tun, was wir immer unbewusst im Negativem tun: das andere ausblenden.

>>> Zum Kommentar
Sie sind aber der einzige ÖVP-Politiker, der stets gute Nachrichten präsentieren kann und darf.

Das sehe ich nicht so. Erstens gibt es in der Integration genug Probleme. Aber es gibt auch sonst gute Nachrichten, zuletzt ist wirklich viel weitergegangen, etwa, dass gestern die Bundesregierung ein Transparenzpaket beschlossen hat. Da haben übrigens bei mehreren Änderungen Oppositionsparteien mit uns gestimmt. Das ist eine gute Nachricht.

Dass sich SPÖ und ÖVP die Parteienförderung erhöht haben, ist nur für die beiden eine gute Nachricht. Für die Steuerzahler ist es eine schlechte.

Wir können über den Integrationsbereich sprechen, für den ich zuständig bin.

Gern. Bundespräsident Heinz Fischer, sonst funktionsbedingt sorgenvoll, meint, dass sich die Situation für Moslems in Österreich gebessert habe. Haben die Eurokrise und die Korruptionsfälle die Berichterstattung über die Integrationsprobleme von Moslems in Österreich verdrängt? Oder wurde die Situation tatsächlich besser?

Es gab jahrzehntelang schwere Versäumnisse im Integrationsbereich, die Politik hat mit dem Staatssekretariat einen Impuls gesetzt, sich in diesem Bereich viel stärker und aktiv zu engagieren. Das geht nicht über Nacht, aber mit vielen kleinen Maßnahmen und Schritten gibt es echte Fortschritte. Das sind auch unzählige ehrenamtliche Vereine, Institutionen und Initiativen, die die Integration vorantreiben, von der Caritas bis zum Verein „Wirtschaft für Integration“. Da passiert enorm viel – auch auf privater Basis.

Wie viel dieser von Ihnen konstatierten Wende ist atmosphärisch? Ist sie auch der von Ihnen verbreiteten Feel-good-Stimmung zu verdanken?

Wir verbreiten keine derartige Stimmung. Das wäre in diesem Bereich völlig falsch. Da muss man die Probleme klar benennen, wie wir das auch tun. Aber wenn es darum geht, ob man an die Mammutaufgabe Integration positiv oder negativ herangeht, ist die Antwort auch ganz klar: In Österreich leben – ohne jede Zuwanderung – 1,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, die hierbleiben werden. Sich mit denen nicht zu beschäftigen wäre schlicht falsch.

Fürchten Sie nicht, dass der Eindruck, dass Menschen mit Migrationshintergrund immer mehr gefördert werden, bei manchen Österreichern zu Frustration führen könnte? Worauf die FPÖ setzt.

Wir werden kritisiert, weil wir zu wenig Budget haben und dass wir damit nichts erreichen können. Aber warum nützen diese Initiativen allen? Wenn Kinder ohne Deutschkenntnisse in die Schule starten, werden alle Kinder in der Klasse ein Problem im Unterricht haben. Und diese Kinder werden überdurchschnittlich häufig die Schule abbrechen und keine gute Ausbildung schaffen und den Steuerzahler Geld kosten. Mit einer Ausbildung werden sie Steuern zahlen. Das hilft allen. Oder: Wenn wir zulassen, dass es immer mehr junge türkischstämmige Männer gibt, die ein Identitätsproblem haben, also nicht wissen, ob sie sich als Türken oder Österreicher fühlen sollen, dann hat die Gesellschaft ein Problem. Was wir tun, nützt allen.

Aber das Problem haben diese jungen Männer häufig gelöst: Sie fühlen sich als Türken. Was kann die Politik erreichen?

Gute Schulbildung verhindert das. Das subjektive Integrationsgefühl steigt immer deutlich, wenn Leistung erbracht wird.

Also ein Job.

Ein Job oder eine Ausbildung. Oder auch die Teilnahme in einem Sportverein oder einer anderen Einrichtung. Respekt und Wertschätzung einer Gemeinschaft helfen auch.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.06.2012)

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51 Kommentare
 
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Gast: Gast yxyx
01.07.2012 15:58
1 0

Kurz

Für das Gehalt in dem Alter ohne jede entsprechende Ausbildung muss man nicht auf Lob hoffen! Da sollte man schon etwas aushalten.

Der Kurz könnte ohne wenn und aber auch bei den Grünen mitarbeiten!

Da gibt es keinen Unterschied.

Gast: almöhi
01.07.2012 12:54
1 0

wäre ja schon interessant,

was sich die ÖVP den Aufbau des Politknaben kosten lässt.Kann sie , darf sie, obschon die Kohle dafür klarerweise von uns kommt.
Er spielt halt seine gutbezahlte Rolle, wie sein Boss,der ja auch seine Einsager hat.

Gast: der türke
01.07.2012 12:39
0 1

mooooment mal....

...heißt das jetzt, dass gute schuldbildung verhindern soll, dass man sich als türke fühlen darf/kann/soll???
hat die gesellschaft ein problem, wenn ich mich als türke fühle?
dann hat aber die österreichische gesellschaft an sich ein problem!
überhaupt mit sich selbst.

dazu schicke ich gleich mal eine prämisse voraus:

“und reduziere man die erwähnten jungen türkischen männer aus der gesellschaft raus, welche ja an sich kein problem mit sich hätten, wenn sie sich als türken identifizieren, so bleiben eigentlich nur mehr die österreicherInnen über, die ein problem mit türken haben, dass sie sich als solche identifizieren wollen. und wenn dies so ist, so ist dies gebührend dem tadeln zulässig!”

genau das ist die distanzierte haltung der österreichischen integrationspolitik!
ein irrsinnig großer fehler!

lasst dem menschen seine identitäten!

das ist assimilationsdruck! sie ist gefährlich, weil sie versteckt ausgeübt wird.

es braucht an respekt und wertschätzung für identitäten!

DIE ZUKUNFT

In den Parks proletarischer Stadtbezirke sieht jeder die Zukunft Österreichs.

"Wer Augen hat zu sehen, der sehe, und wer Ohren hat zu hören, der höre."

Kurz, verschwinde!

Gast: uburoi
30.06.2012 20:14
0 0

noch schöner ist nur: keine banden um den hals!

strampeln, rudern, oder diffamantenschtadel ist fürn abort. ;-)


Das sind die Österreicher

Die ich in meinen Erinnerungen,mitnehme in meine neue Heimat !

Gast: Furchenleser......ich kann aus einer Furche genau herauslesen, wer auf dem Traktor gesessen ist und wie die Ernte wird!
30.06.2012 16:12
0 4

Kurz: „Es ist schön, wenn man manchmal gelobt wird“.....

.....kurz gesagt, Kurz sie sind super!....hab ich ihnen geholfen?.....wenn ja, dann bitteschön gern geschehen.....wenn nein, hüfts nix schauts nix!
be.es: ich mache das anders, ich mag mich einfach selber, mich braucht niemand loben....zuerst lobt er/sie dich und im nächsten Satz, steckt schon das Wort KÖNNTEST DU MIR BITTE usw....blablablabla
"Lob macht nicht satt, besser, wer Kartoffeln hat"

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Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz wehrt sich dagegen, Feel-good-Stimmung zu verbreiten, und nennt „Leistung“ als besten Garanten für gelungene Integration.

und welche Leistung hat der Basti bisher erbracht, ausser in der "richtigen Familie und Partei" geboren geworden zu sein um nun einen auf schlau machen zu dürfen mit einem Gehalt, welches für 3 Familien reichen würde ???

Antworten Gast: Gast yxyx
01.07.2012 16:01
1 0

Re: Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz wehrt sich dagegen, Feel-good-Stimmung zu verbreiten, und nennt „Leistung“ als besten Garanten für gelungene Integration.

Nicht vergessen, dass es in der ÖVP treue Freunde gibt. LH Pröll hat schließlich den rechtkräftig verurteilten Kartnig zu seiner (auf unsere Kosten finanzierten) Sonnwendfahrt auf der Donau mitgenommen.
Sein Pressesprecher: "Wer einmal mit dem Herrn LH befreundet war, dem hält er auch die Treue." Na also!

Re: Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz wehrt sich dagegen, Feel-good-Stimmung zu verbreiten, und nennt „Leistung“ als besten Garanten für gelungene Integration.

Herr wirf hirn vom himmel...

Diese Interview

hättet Ihr Euch sparen können!

Oi, dieses arme Bubi...


....wohl zuwenig Muttermilch bekommen.

Ja sowas kann einem das ganze Leben verfolgen.

Gast: Die EU ist unser Untergang....
30.06.2012 14:45
2 1

"Dein Land braucht Dich" finde ich toll!

Die Türkei braucht jeden Türken....

Politik und Presse

Ich bin der Meinung, dass die Politiker viel zu stark in den Medien vertreten sind. Sie sollten sich eher um die wesentlichen Sachen kümmern. Langsam glaube ich, dass die Verbesserungen der Medienberichte mehr Zeit in Anspruch nehmen als alles andere (die PR Abteilung muss ja richtig glühen!).

MfG
MK

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...

wird zeit ihn einzuliefern wegen realitaetsverlustes...

4 0

Kurz...

Die Inszenierung eines Medienphänomens.

Oder: Wie ein Staatssekretär (bekanntlich DIE Shaker und Mover der öst. Politik) nicht nur die ÖVP rettet, sondern auch gleich ganz Österreich.
Man muss nur aufpassen, denn bekanntlich sind Stimmungsaufheller bei Dauermedikation bedenklich.

Re: Kurz...

Kurz wird gezielt aufgebaut. Er ist ein ÖVP Sympathieträger der bisher in kein Fettnäpfen getreten ist. Wenn man sich unsere derzeitigen Politiker ansieht, so ist das bereits eine "Leistung".
Dieser Artikel ist "Aufbauarbeit" für Kurz / ÖVP - vermutlich spricht er jene Wähler an die man früher mit KHG gewinnen konnte.

Antworten Antworten Gast: Gast yxyx
01.07.2012 16:03
0 0

Re: Re: Kurz...

Die Anforderungen sind anscheinend enorm: Es reicht schon, in kein Fettnäpfchen zu treten ...
Da gäbe es viele, die das schaffen.

Antworten Antworten Gast: Sehr lustig
30.06.2012 20:30
2 0

Re: Re: Kurz...

Ja, die ÖVP probiert es, ihn sozusagen als KHG-Nachfolger zwecks Stimmenfang aufzubauen. Aber wo die ÖVP mit dem Grasser hingekommen ist, ist ja bekannt und es funktioniert daher kein zweites Mal !

Gast: UKW
30.06.2012 10:02
5 3

"Und der einzige Regierungspolitiker, der fast immer gute Presse und Umfragewerte hat."

Er inseriert ja auch am meisten. Wenn ich nur an die teuren Redaktionsbeilagen um unser Steuergeld denke.... Gut im Vergleich zu Häupl und Faymann ist er ein kleiner Fisch....

Außerdem: im Vergleich zu ÖVP-Blindschleiichen wie Spindi & Co ist eben ein Einäugier König. Und er streut den Leuten auch nicht Sand in die Augen, wie die Frau Fekter, die ständig die Harte spielt und an das Tor von Österreich "bitte draussen bleiben" schreiben lässt und an der Hintertür: "Herzlich wilkommen" in goldenen Lettern eingravieren lässt und alle mit einem Glas Sekt in Empfang nimmt. Kurz ist eben so wie er ist.

Re: "Und der einzige Regierungspolitiker, der fast immer gute Presse und Umfragewerte hat."

Dieser Vergleich trifft auch für die SPÖ-Blindschleichen voll zu. Rudas un Co.

Wie oft kann "die Presse" diesen Typen interviewen?


Gast: Get
30.06.2012 08:27
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Er ist das beste Beispiel für "Jugend ändert nichts" am Politmoloch der Republik.

Angepaßt ans System ohne abgeschlossene Ausbildung an den Trog der Steuerzahler.
So wie einst ein Androsch, Grasser, die allerdings wenigstens mit abgschlossenem Studium, oder eben Kurz der nicht mal das hat.
Siehe Bundeskanzler - der führende Politiker mit dem Bildungsniveau....- na der Gorbach wäre so ein Gleichgestellter zu dem.
Na lassen wir jeden weiteren Kommentar.

zweierlei maß?

sie fordern also für den integrationsstaatssekretär 10 jahre auslandserfahrung?
dass unser bundeskanzler nicht einmal englisch kann und in seinem lebenslauf ein schwarzes loch von sieben jahren hat, scheint sie aber nicht zu stören???

hat die laura jetzt schon poster fürs presse-forum bei ebay gekauft? denn so ein schwachsinn kann nur aus der löwelstrasse kommen...

seien wir doch froh, dass sebastian kurz nicht so ein abgedroschener parteisoldat ist...

 
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