Frank Stronach will sich in der Frage nach einer eigenen Partei doch noch nicht festlegen. Es hänge davon ab, ob "sich die richtigen Leute finden und seine Werte vertreten". Eine solche neue Partei würde Stronach mit Geld und Zeit unterstützen, erklärte er in der ZiB2. Die Entscheidung darüber soll im Herbst fallen. Zuvor war in mehreren Medien berichtet worden, dass die Gründung einer "Stronach-Partei" im Herbst bereits fix sei.
Stronach-Intimus und Top-Manager Siegfried Wolf könnte den Spitzenkandidaten einer möglichen "Stronach-Partei" geben. Stronach hat ihn jedenfalls gefragt und dabei auch an Wolfs Gewissen appelliert, wie er sagt. Wolf habe zwar nicht Ja, aber auch nicht Nein gesagt, so Stronach in der ZiB2. Für ihn wäre der Top-Manager jedenfalls "ein sehr guter Bundeskanzler".
FPÖ: Keine Angst vor "Industrie-Capo"
Lange wurde mit einer wirtschaftsliberalen "Stronach-Partei" spekuliert. Der Austro-Kanadier fordert bekanntlich weniger Verwaltung und eine "flat tax". Diese Woche schlug er auf Inseraten aber einen Anti-Euro-Kurs ein (ESM als "Verrat an Österreich"), der auch bedeuten könnte, dass der 79-Jährige im Lager der FPÖ fischen will. Dort gibt man sich unbesorgt: "Ich glaube nicht, dass jemand der ein Industrie-Capo ist, uns irgendwelche Stimmen wird nehmen können", so FP-Generalsekretär Harald Vilimsky.
Stronach bekräftigte in der ZiB2 seine Kritik am ESM und plädierte dafür, dass Österreich zum Schilling zurückkehren sollte. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass er für ein "starkes Europa" sei.
(Red.)
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