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Asfinag: Justiz rollt Inseratenaffäre neu auf

03.07.2012 | 20:53 |  Von RAINER NOWAK (Die Presse)

Das Justizressort ersucht die Staatsanwaltschaft um weitere Ermittlungen gegen Bundeskanzler Faymann wegen der Inseratenvergabe 2007. Die damals verantwortlichen Manager dürften nun endlich befragt werden.

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Wien. Es ist ein bemerkenswerter und wohl einzigartiger Vorgang: Die Oberstaatsanwaltschaft ersucht im Auftrag des Justizministeriums die Staatsanwaltschaft Wien schriftlich, die Ermittlungen gegen Bundeskanzler Werner Faymann in der sogenannten Inseratenaffäre zu einem bereits abgeschlossenen Punkt wieder aufzunehmen. Konkret sollen die Untersuchungen zur Inseratenvergabe der Asfinag aufgerollt beziehungsweise umfassender geführt werden.

Es geht um den Verdacht, Werner Faymann - bzw. sein Büroleiter und späterer Staatssekretär Josef Ostermayer - hätte von Managern von Staatsbetrieben wie ÖBB und Asfinag verlangt, in mehr oder weniger befreundeten Tageszeitungen um erkleckliche Summen zu inserieren. Die Ermittlungen werden wegen Verdachts der Untreue und des Amtsmissbrauchs geführt.

In einer ersten Reaktion erklärte Ostermayer gestern, Donnerstagabend, in einer Aussendung, dass es in „unserem Interesse ist, dass nach der FPÖ-Anzeige keine Zweifel an der rechtmäßigen Vorgangsweise bestehen bleiben und das Verfahren damit abgeschlossen werden kann".

Noch Anfang April wurde darüber spekuliert, dass die Einstellung des Verfahrens unmittelbar bevorstehe. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Staatsanwaltschaft auch Teile des Verfahrens bereits eingestellt - unter anderem das Kapitel Asfinag. Nur zu Inseraten, die die ÖBB 48 Mal in der „Krone" in Auftrag gegeben hatten und auf denen auch der damalige Infrastrukturminister Werner Faymann abgebildet war, wurde noch ein Gutachten bestellt, das den tatsächlichen Werbewert eruieren sollte. Es liegt aber noch nicht vor. Klassische Ermittlungen wie Einvernahmen und Akteneinsicht seien abgeschlossen, hieß es damals.

Zurück an den Start

Nun geht es auf Wunsch von Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) wieder zurück an den Start, vor allem, was die Asfinag angeht. Immerhin waren seltsamerweise die 2007 involvierten Asfinag-Manager niemals dazu einvernommen worden, wie es zu den Inseratenbuchungen kam. Weder wurde der damalige Asfinag-Vorstand Christian Trattner noch sein Kollege Franz Lückler befragt, auch an den für Inserate zuständigen Kommunikationschef Marc Zimmermann hatte die Justiz heuer keine Fragen mehr. Das soll nachgeholt werden - schon aus Interesse des Beschuldigten könne der Fall nur so restlos aufgeklärt und abgeschlossen werden, heißt es im Justizressort.

Im Oktober 2011 waren in der „Presse" Vermerke in Akten veröffentlicht worden, die Kommunikationschef Zimmermann verfasst hatte. Darin hieß es etwa, dass er Ansprechpartner für bestimmte Medienkooperationen sei, „die das Kabinett von BM initiiert hat". An anderer Stelle hieß es: „Folgende Kooperationen wurden seitens des Kabinetts von BM Faymann geschlossen" oder „Freigabe der Texte erfolgt über das Kabinett". Allerdings: „Die Fakturierung erfolgt über die Asfinag."

Nach dem Erscheinen des Artikels besorgte sich das Bundesamt für Korruptionsbekämpfung Kopien des Akts und gab sie an die Staatsanwaltschaft weiter. Ohne große Konsequenzen. Nun dürften diese Akten Thema in den Einvernahmen werden. Die ehemaligen Vorstände könnten theoretisch andere brisante Informationen preisgeben: Immerhin mussten sowohl Trattner als auch Lückler bald nach diesen Vorgängen ihre Schreibtische räumen. Ein möglicher Grund neben dem Fehlen von SPÖ-Nähe: Immer wieder hieß es, die beiden hätten sich damals gegen den Infrastrukturminister gewehrt, als Monopolist ständig so viel Geld in Zeitungsinserate stecken zu müssen.

Innenpolitisch dürfte das Ansuchen aus dem ÖVP-geführten Justizressort für Turbulenzen zwischen den Regierungsparteien sorgen. Faymann und Ostermayer reagieren auf kein Thema so allergisch wie auf die Vorwürfe wegen der Inseratenvergabe.

("Die Presse" Printausgabe vom 04.07.2012)

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121 Kommentare
 
12 3
Gast: Sueton
04.07.2012 20:06
3 0

Netter Versuch!

Die Genossen haben ein System des Polit- und Justizfilzes aufgebaut, das noch niemand wirklich geknackt hat. Einmal haben sie es schon mit Hilfe willfähriger Justizler geschafft, und es wird auch dieses Mal nicht funktionieren, denn "die Partei, die Partei, die hat immer recht ..." und das weiß auch der Staatsanwalt.

Korruption ist wahrscheinlich der sicherste Weg, einen reichen Staat zu ruinieren


.. die Beispiele sind zahllos (Nigeria on top of it), Wirtschaftsnobelpreisträger liefern detaillierte Erkenntnisse dazu, und keiner unserer selbstständigen Leistungsträger (EPU's und KMU's) kann etwas dagegen unternehmen.

Die sind damit beschäftigt, die Steuern und Abgaben zu erarbeiten, die uns dann mit mafiosen Methoden abgenommen werden.

Und wenn man nach drei jahren vor dem verwaltungsgerichtshof recht bekommen hat, ist man ökonomisch längst tot.

Been there, done that, nearly got killed.

das mußte ich (in Unkenntnis dieses Artikels) soebene auf facebook loswerden :


wir habe in Österreich zwei (unter vielen anderen) von Steuergeldern bezahlte Unternehmen.
Und seit einiger Zeit subeventioniert das eine (die ASFINAG) das andere (den ORF) mit kretinöser Werbung.
Oder kann mir einer erklären, wie ein verschenktes Malbuch dazu beiträgt, daß es weniger Baustellen auf der Autobahn gibt ??

Verantwortliche bitte vor dem Vorhang zur fristlosen Entlassung antreten ! (mögliche Klagen wegen mißbräuchlicher Verwendung von zweckgebundenen Mauteinnahmen vorbehalten)

Gast: Die Grünen, die Helfer, das Ende!
04.07.2012 16:55
8 0

Warum hat denn der Pilz diese Faymann-Causa.....

....NICHT im Untersuchungsausschuss behandelt, immerhin geht es um ca. 7 Millionen Euro Steuergeld, das wären in neuen Schillingen 100 000 000(HUNDERT MILLIONEN)...HA, WARUM NICHT???

am Schluss bleibt merkwürdigerweise nichts übrig oder ist verjährt ...

immer schön Zeit lassen bei den Ermittlungen. Leute aus dem gemeinen Volk sitzen sofort ein. Da ist es schon viel schwerer etwas zu verdunkeln. Herrn Faymann stellt die Staatsanwaltschaft eine eigene Dunkelkammer zur Verfügung.

7 Millionen für den Werner ?peanuts !

ich bitt sie,was ist das gegen 19Milliareden für den ESM ?

Promotion ala Dichand!

Natürlich war die Promotion für den Herrn Faymann nicht gratis, also stecken wir der Kronenzeitung Millionen in die Tasche.
Millionen Steuergeld natürlich --> mittlerweile schon ganz normal in Österreich

Antworten Gast: 1. Parteiloser
04.07.2012 15:09
4 0

Re: Promotion ala Dichand!

Der Hr. Faymann hat doch niemals promoviert, also kann man diesem Herrn das auch niemals zum Vorwurf machen. Damit wird auch niemals Probleme mit Plagiaten haben.

12 0

Gegen die Roten

wird nur dann ein Verfahren weitergeführt oder neu aufgerollt, wenn von vornheien feststeht, dass sich nichts dabei herauskommt.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
04.07.2012 14:40
5 0

Gegen die Bürger?

Stimmt, die roten Verbrecher werden eigentlich nie in Haft genommen. Der Elsner ist ja auch frei, angeblich sogar beim Tanzen. Sogar der vor Ewigkeiten rechtsgültig verurteilte Konsum Gerharter sitzt anscheinend auch noch immer nicht.

Es scheint aber nicht ein rotes Problem zu sein.

Wer von den schwarzen Verbrechern sitzt ein?

Wer von den blauen Verbrechern sitzt ein?

Wer von den orangen Verbrechern sitzt ein?

Wer von den FPK Verbrechern (welche Farbe eigentlich?) sitzt ein?

Diese Justiz kann ja nur noch Hühnerdiebe, welche für die Kinder Essen besorgen müssen, hin- und wieder verurteilen!


1 0

Re: Gegen die Bürger?

Alles Falotten und die Justiz handelt nach Weisung.
Auch Staatsanwälte wollen nach oben kommen.

Re: Gegen die Bürger?


und natürlich gewissenlose Raser, die auf leeren Autobahnen die von den Ökofaschisten verlangten Höchstgeschwindigkeiten überschreiten.

Ab in den Knast...

... mit diesem verlogenen Enteignungskanzler, sonst verscherbelt er noch ganz Österreich per Zeitungsinserat!

Ermittlungen gegeg die SPÖ?

Ermittlungen gegen Faymann? Wie haben die das nur geschafft? Unmöglich! Ein Kanzler gegen den Ermittelt wird. Und das auch noch auf Wunsch vom Koalitionspartner Karl! Und was ist mit dem:
http://wiener-wohnen.de.nr" target="_blank">http://wiener-wohnen.de.nr

Kaum ein Medium schreibt darüber

Schon aufgefallen. Soviel zur Transparenz.

Gast: Gast yxyx
04.07.2012 11:25
9 0

deswegen

hat er sich ja den Ostermayer als Staatssekretär mitgenommen. a bissal was ist immer wahr. Deswegen wird der kaum gegen Feymann was sagen. Es gilt die Unschuldsvermutung wie bei KHG und den anderen............


Gast: Polarluft
04.07.2012 10:43
9 0

Der Vergleich macht mich sicher...

in Deutschland schreibt ein Staatsanwalt eine Brief - und der Bundespräsident Wulff tritt zurück (musste zurücktreten)!
In Österreich wurde bereits Anklage gegen den amtierenden Bundeskanzler und dessen Staatssekretär erhoben - und nichts geschieht?
So wie ich das sehe, wird man nach "Salamitaktikart" das Verfahren einstellen?
Und das ist die politische Kultur in Österreich? Von der "Rechtskultur" ganz zu schweigen?
Her mit der Banane!

Gast: globetrotterneu
04.07.2012 10:35
12 0

zeit für gerechtigkeit

Man muß es zur Kenntnis nehmen die SPÖ, Schmutzigste Partei Österreichs, bringt es auf den Punkt, Tarnen Täuschen und Versagen. Mit Faymann ist wohl der Tiefpunkt in der Politik erreicht, dieser Typ nimmt was er kann und Versagt wo es nur geht. In Wien war es immer bekannt, jeder der Draht zum Werner hatte, bekam immer eine günstige Wohnung, dafür gab es für Bedürftige nichts. Der Sozialminister meint zwar, solche EPUs die Probleme mit der SVA haben sollen doch einfach ihren Gewerbeschein zurück legen und dann auf der Strasse leben, weil sie keinen Notstand bekommen. Aber dafür verbratet die SPÖ unser Steuergeld, zuerst auf Kosten der ÖBB, dann eben auf Kosten des Ministeriums, in jeden Fall unser Geld. Wie hört man von der SPÖ, FPÖ Wähler wären Dumm? Was ist man denn wenn man eine Versager Partei wählt deren Vorsitzender nur Tarnt Täuscht und Geld verbratet dafür rein gar nichts zusammen bringt, schlimmer als mit der SPÖ kann es nicht mehr werden, egal wer die nächsten Wahlen gewinnt.

Gast: Welcome Service, Stein/Donau
04.07.2012 10:03
3 0

Neu im Merchandise-Shop:

T-Shirts mit
"Werner, geh' in Häfn!"

SOZIALE GERECHTIGKEIT VON FAYMANN

Man nehme einen Betrieb im Staatsbesitz, dort sitzten die Befehlsempfänger, denen wird augetragen was sie zu tun haben und los gehts!

Tja, Werner, Du hast nun ein massives Problem,
mal schauen ob Du auch so handeln musst wie der Grasser und der Mensdorf und der Strasser,
nämlich zu sagen, alles SUPERSAUBER, alles korrekt und ich habe nichts damit zu tun????

Als Wähler empfinde ich es als Frechheit,
SOZIALE GERECHTIGKEIT zu predigen und Millionen, die man sinnvoll hätte einsetzten können, für Deine schwachsinnigen Inserate zu verpulfern, immerhin stellen die Kosten für Inserate einen Aufwand dar und reduzieren somit den Steueraufwand der Betriebe=weniger Steuereinnahmen für den Staat, ach ich vergaß, der Staat bist ja Du!
Wir werden sehen, ob das Strafrecht bei Dir Anwendung findet und die Richter auch im Sinne
Deiner ach so gepriesenen und "gelebten" SOZIALEN GERECHTIGKEIT urteilen werden!!
Das möchtest Du doch, oder etwa nicht??

Antworten Gast: kommunalkredit
04.07.2012 11:03
9 0

Re: SOZIALE GERECHTIGKEIT VON FAYMANN

ist auch eine frechheit. milliarden verzockt, und die mitverantwortliche grinst als unterrichtsministerin von der regierungsbank ...
wieviel haben die übrigens damals an inserate gezahlt, bevor sie das geld verzockt haben ?

Gast: Magno Mundus
04.07.2012 09:35
7 0

Für richtig du… verkaufen ja Krone und Österreich ihre eigenen Leser. Wenn sie, t.w. mit Politikerbildern, die 29 Millionen kritisieren, die alle Parteien gemeinsam als Parteienförderungen bekommen.



Und selber ein Vielfaches, als Meinu….förder… aus Steuergeldern via Inserate einstecken.

Im "freien Wort" der Krone dürfen ihre Leser immer wieder über die Politikerförderung schimpfen, über die Zeitungsförderung habe ich interessanter Weise noch niemanden schimpfen gesehen. Sicher sehr frei, das "freie Wort" für die eigenen Leser.

....

na klar bringt man so zeitungen dazu positiv in eine richtung zu berichten...
na klar wird das über "teilverstaatlichte Betriebe gemacht damit es der Parteizentrale keinen Cent kostet...
warum werden sonst nach der Wahl einmal schnell alle Posten eingefärbt...
jeder der ein wenig unter den Tellerrand sieht weiß das...
ohh, du korruptes Österreich...

Gast: Humpelstilzchen
04.07.2012 08:46
12 0

Warum weiss ich jetzt schon dass nichts rauskommt?

A) Ich bin Hellseher
B) Gesteuerte Justiz
C) ?

Sogar im Ausland

redet man mich schon auf unseren "corrupt Prime Minister" an. Wissen halt nicht was so ein Kanzler ist denn dann wüssten die auch dass für einen österreichischen Kanzler andere Regeln gelten. Was sind schon ein paar Gesetze wenn man noblerweise dabei ist sich hochzuintrgieren. Ich mein das muss man doch verstehen. Was sind schon ein paar Milliönchen wenn dafür die Österreicher(innen) endlich wieder einen schönen Kanzler haben. So zum herzeigen und so.

1 0

Die "Franzosen" also die, welche in diesem

Staat leben wissen es. Siehe tasch von Unternehmensanteilen (gewista). Die Unterstützung war daher nur Formsache.

Zudem beweist die Argumentationskette der Eroberer in den Foren, dass sie käuflicher sind als irgendwer.

 
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