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Fekter: "ESM ist wie eine hochmoderne Feuerwehr"

04.07.2012 | 15:23 |   (DiePresse.com)

Die Finanzministerin betonte im Nationalrat die Notwendigkeit des Euro-Rettungsschirmes, um "Schuldenkrisen zu bewältigen". Staatssekretär Schieder sprach von einem "Schutzwall gegen Spekulation".

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VP-Finanzministerin Maria Fekter und SP-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder haben am Mittwoch in der Debatte um den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) die Kritik von FPÖ und BZÖ zurückgewiesen. "Dieses Instrument ist notwendig", betonte Fekter. Der ESM sei "wie eine hochmoderne Feuerwehr, die künftig bei Finanzkrisen ausrückt." Sie könne sich nicht vorstellen, "warum man gegen solche geordnete Verhältnisse ist, warum man das nicht will".

Fekter bemühte sich - "für die jungen Menschen auf der Gallerie" - den Wirkungsmechanismus des Rettungsschirmes noch einmal zu umreißen. Dieser sei eine "internationale Finanzinstitution wie es der IWF, die Weltbank ist oder beispielsweise die europäische Entwicklungsbank oder die Investitionsbank". Auch dort sei Österreich überall Anteilseigener. Die Erfahrung der letzten drei Jahre habe gezeigt, "dass wir so ein Instrument brauchen", sagte Fekter. "Damit können wir Schuldenkrisen, die den gemeinsamen Euroraum bedrohen, bewältigen."

"Strafen gegen uneinsichtige Schuldensünder"

Noch besser aber, als die Feuerwehr zu holen, sei es, die Brände überhaupt zu vermeiden, so Fekter. Daher habe man etwa die Regeln des Stabilitätspaktes verschärft. "Wir können auch strengere Strafen gegen uneinsichtige Defizit- und Schuldensünder ergreifen", so Fekter. Den ESM müsse man natürlich immer "gemeinsam mit den Disziplinierungsinstrumenten in einem" betrachten, verwies sie auf den ebenfalls am Mittwoch zur Abstimmung anstehenden Fiskalpakt.

Schieder beschrieb den ESM als "Schutzwall gegen Spekulation". Dieser werde es in Zukunft verhindern, dass "so leichtfertig wie bisher" spekuliert werden könne. Damit habe man einen "dauerhaften verbesserten Schutz vor Krisen". Der Staatssekretär betonte auch, dass das Parlament über jeden wesentlichen Schritt nicht nur informiert wird, sondern auch mitentscheiden könne. "Die Behauptung, es geht in Richtung Diktatur, ist nicht nur falsch, sondern infam", sagte er in Richtung der rechten Oppositionsparteien.

"Herrschaft der Banken über die Politik"

FPÖ und BZÖ übten einmal mehr Kritik an den anstehenden Beschlüssen. FP-Abgeordneter Elmar Podgorschek sagte, der letzte Gipfel in Brüssel habe offenbart, was der ESM wirklich sei, nämlich, dass das Geld nun direkt an die Banken gehen könne. Dies offenbare die "Herrschaft der Banken über die Politik". Der ESM sei die "Bad Bank auf Kosten der Völker Europas".

BZÖ-Chef Josef Bucher sagte in Richtung SPÖ, diese rede sich "autistisch" ein, dass das, was beschlossen werden soll, gut ist für Österreich. Aber es werde "leider Gottes" genau das Gegenteil eintreten. Mit den Beschlüssen würde man die Situation in Europa immer mehr verschlimmern.

Der Grüne Werner Kogler sagte, der ESM sei die eine notwendige Angelegenheit - sofern er richtig abgewendet wird. Er stelle eine "notwendige Überbrückungshilfe" dar. Noch wichtiger werde aber eine Finanztransaktionssteuer sowie die Emission künftiger gemeinsamer Staatsanleihen seien, betonte er.

 

(APA)

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12 Kommentare

Oje

Na wenn die hochmoderne Feuerwehr genauso einsetzbar ist, wie das Geld verleihen an Griechenland ein gutes Geschäft war, dann Gute Nacht Frau Finanzminister.

Gast: Gast 2012
05.07.2012 09:10
0 0

hoffentlich spritzt die "hochmoderne Feuerwehr"

die Österreichverräter bald vor ein Gericht....!

Gast: mit dem nenning in der au gesessen
04.07.2012 22:15
1 0

die kommunisten mit dem grünen mascherl

der trittin hat in deutschland ausgespielt, weil sich die merkel genau einmal erpressen läst, und ob es unseren bundeskanzler aufgrund eventueller unschuldsvermutungen noch lange gibt .. man wird sehen.
in wien räumt die övp der vasilakao gerade das parkpickerl runter.
da nützt es auch nicht das exmodell glawischnig den spindelegger besonders lieb anlacht ... mittelfristig also game over für die grün getarnten kommunisten ...


Gast: Bänkster
04.07.2012 19:30
6 0

Sehr geehrter Fr Fekter !

Fekter bemühte sich - "für die jungen Menschen auf der Gallerie" - den Wirkungsmechanismus des Rettungsschirmes noch einmal zu umreißen. Dieser sei eine "internationale Finanzinstitution wie es der IWF, die Weltbank ist oder beispielsweise die europäische Entwicklungsbank oder die Investitionsbank"...

DEM IST LEIDER NICHT SO - wenn die Bedinungen an einem Wochenendtreffen mit 4 Leuten (Merkel, Monti, Hollande, Rajoy) mit einem Handstreich (!) die Bedinungen einer ESM-Hilfe ändern können!

Nach diesem Wochenende, sollen sich Spanische Banken direkt beim ESM bedienen können OHNE dass der spanische Staat dafür haften muss (ANDERS als bei IWF Hilfen !!)

Ausserdem haben die 4 beschlossen, dass der ESM (ANDERS als der IWF) zukünftig keinen bevorzugten Gläubigerstatus mehr besitzen soll.

DAS soll eine "moderne Feuerwehr" sein?

Wen wollen Sie hier verschaukeln, liebe Fr. Fekter ?!

3 0

Re: Sehr geehrter Fr Fekter !

Großartig! Leider kann ich nur ein "Plus" vergeben....für diese Antwort gebühren Ihnen viele mehr!

Gast: gertrudenora
04.07.2012 18:49
5 0

schaun wir weiter

schaun wir weiter, wenn der Bad Bank ESM ein ein oder zwei Jahren die erste Rechnung präsentiert wird, z.B. zahlen Sie binnen 7 Tagen 15 Milliarden Euro auf dieses Konto, wurscht, wie hoch die Zinsen dafür sind. Zwei Wochen später kommt die nächste Rechnung über weiter 8 Milliarden, weil leider einige Mitglieder ihren Zahlungsaufforderungen nicht mehr nachkommen konnten.
Allein die Kostensteigerungen für die bestehende österreichische Staatsschuld kann leicht einen zweistellingen Milliardenbetrag pro Jahr verschlingen.
Warum müssen wir uns alle diese Lügen von Fekter, Faymann und Co auftischen lassen?

hochmoderne feuerwehr tatütata tatütata

toll, was die mitzi-tante alles kann!....aber ich versteck mich doch lieber hinter den 7 bergen bei den 7 zwergen.....


Gast: anderswo
04.07.2012 16:38
4 0

Lapsus

Zitat
Der Grüne Werner Kogler sagte, der ESM sei die eine notwendige Angelegenheit - sofern er richtig abgewendet wird.

Nun, wenn er ihn abwendet, das wär ja o.k.

Im Wesentlichen ist die Argumentation der ESM - Befürworter von peinlicher, zur Schau gestellten Dümmlichkeit gekennzeichnet. Die Frage dabei: glauben sie, was sie sagen, oder meinen sie den interessierten Wähler auf dieses Niveau herabwürdigen zu dürfen.

Unterirdischer geht ja nimmer.

Schieder beschrieb den ESM als "Schutzwall gegen Spekulation". Dieser werde es in Zukunft verhindern, dass "so leichtfertig wie bisher" spekuliert werden könne.

Wieso verhindert es Spekulation, wenn ich Banken zukünftiges Steuergeld überweise?
Verstehe ich nicht. Vielleicht gibt´s aber jemandem, der Hrn. Schieder folgen kann und mir das erklärt.

Dafür habe ich eine Erklärung für unsere Fr. FM, die ja nicht versteht, warum "man das nicht will". Es ist relativ simpel: "Man" will Banken, die nicht rechnen können (sich also verkalkuliert haben), nicht noch mehr Geld hinterherwerfen.

Die Gleichsetzung von IWF uns ESM ist übrigens schon deshalb völliger Unsinn, weil´s nicht erklärt, warum man dann überhaupt dieses neue Instrument braucht. Wär´s wirklich das gleiche, würden wir halt eben einfach mehr an den IWF überweisen. Die Frau sagt offenbar wissentlich die Unwahrheit.

Schutzwall gegen Spekulation? Im Gegenteil!

Da die Regierungschefs in der Nacht vom vergangenen Freitag den Banken den Weg zum ESM geöffnet haben, läßt es sich munter weiterspekulieren. Kein Problem mit dem Steuerzahler im Rücken. DAß dabei jeder bisherige Grundsatz über Bord geworfen wurde- ja keine direkte Finanzierung von Banken, alles nur unter Zwischenschaltung der Staaten unter rigiden Auflagen- ist ja selbstverständlich. Verträge sind dazu da gebrochen zu werden, oder nicht Frau Fekter, Herr Faymann?
Ebensolche Farce die angebliche parlamentarische Kontrolle. Der Unterausschuß des Finanzausschusses kann vom ESM Gouverneur nach Strich und Faden belogen werden, denn keiner kanns ihm nachweisen. Geheimhaltung! Null Kontrolle!

Gast: ja ja die feuerwehr
04.07.2012 16:18
4 0

.. wasser marsch auf die regierungsbank :-)

Fekter bemühte sich - "für die jungen Menschen auf der Gallerie" - den Wirkungsmechanismus des Rettungsschirmes noch einmal zu umreißen. Dieser sei eine "internationale Finanzinstitution wie es der IWF, die Weltbank ist oder beispielsweise die europäische Entwicklungsbank oder die Investitionsbank". Auch dort sei Österreich überall Anteilseigener.

.. ich erkläre jetzt mal wie man eine sachertorte macht ..
das sacher ist ein traditionsreiches hotel im ersten bezirk, bewährt beliebt und jeder geht dort hin ... weil sie eben beliebt sind ..

und wer weiss jetzt wie man eine sachertorte macht .. ? eben
.. und so reden sie das ganze jahr unsinn und die leute werden immer angfressener auf die kasperln .....

Schutzwall gegen Spekulation? Im Gegenteil!

Jetzt werden die Banken nur noch mehr spekulieren, denn sie wissen daß der Steuerzahler via ESM bereit steht, die Spekulationsverluste zu tragen, um die verdiente Insolvenz abzuwenden.
Wird sehr bald bei Spanien ("Aufarbeitung" der Immobilienblase) zu beobachten sein.