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Asylamt: Eine statt 194 Stellen

05.07.2012 | 18:10 |   (Die Presse)

SPÖ und ÖVP richten ein Bundesamt für Asyl ein. Es soll die Verfahren ab Jänner 2014 beschleunigen. Die Zentralmatura wird um ein Jahr verschoben.

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Wien/Red. Der Nationalrat hat am Donnerstag mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl beschlossen. Damit wird aus bisher 194 Stellen, die sich mit Fremdenangelegenheiten befassten, eine einzige Behörde mit neun Landesämtern. Allerdings wird der Bereich Ausländerbeschäftigung ausgelagert und damit auch die Rot-Weiß-Rot-Card, über die seit einem Jahr ein großer Teil der Zuwanderung in den Arbeitsmarkt geregelt wird.

Auch im Fremdenrecht wurden Änderungen vorgenommen: Die Stellung von Minderjährigen (unter 18) in Verfahren wird gestärkt. Zudem wurde beim Bleiberecht eine Bestimmung eingefügt, wonach ein Aufenthaltstitel verfügt werden kann, wenn sich ein Fremder seit fünf Jahren durchgängig im Bundesgebiet aufhält, mindestens drei Jahre davon rechtmäßig. Seine Arbeit soll das Bundesamt mit 1. Jänner 2014 aufnehmen.

Europa sei massiv von Migrationsströmen betroffen – um den Anstieg bewältigen zu können, brauche man schlanke und effiziente Strukturen, begründete Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) „diese Verwaltungsvereinfachung“. Mit dem Bundesamt würden die Verfahren beschleunigt.

Kritik kam dennoch von der Opposition. FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky brachte Beispiele von kriminellen Asylwerbern. Es gebe in Österreich die Tradition, stets offen für Personen zu sein, die Schutz suchen – „nur gibt es Punkte, an denen man sagen muss: Es reicht.“ Das Innenministerium habe es verabsäumt, Verschärfungen zu erwirken.

Auch die Grünen übten Kritik, allerdings in eine andere Richtung: Menschenrechtssprecherin Alev Korun mokierte sich über die unübersichtliche Situation bei den Gesetzen und die ständigen Änderungen. BZÖ-Sicherheitssprecher Peter Westenthaler befand die Idee einer solchen Behörde gut, zeigte sich aber mit der Umsetzung unzufrieden: Man könne nicht ein Amt schaffen und irgendwann erst den Gesetzesdschungel roden.

Davor schon, in der Fragestunde mit Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ), ging der Koalitionsstreit um das von der SPÖ forcierte Freiwilligenheer weiter. ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits und Darabos rechnen mit unterschiedlich hohen Kosten für die Pilotprojekte des Ministers. Während die ÖVP von über 40 Millionen Euro ausgeht, bleibt Darabos bei zehn Millionen Euro.

Ein klares Nein des Ministers gab es zur Frage der Grünen, ob das Verteidigungsressort Beraterverträge mit dem Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly abgeschlossen habe.

Am Nachmittag fixierte der Nationalrat dann die Verschiebung der Zentralmatura um ein Jahr. Die neue Reifeprüfung an den AHS wird erstmals 2014/2015 flächendeckend zum Einsatz kommen, an den BHS ein Jahr später. Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) sprach von einem „Toleranzjahr im Interesse der Schulpartner“. Die Grünen stimmten trotzdem dagegen.

 

Mehr Geld für Bezieher kleiner Pensionen

Dass sich Bezieher von Kleinstpensionen auf eine außertourliche Rentenanpassung freuen dürfen, hat der Nationalrat schon am späten Mittwochabend beschlossen. Profiteure sind Bezieher von Pensionen, die zum Stichtag 1.Jänner 2008 unter 747 Euro lagen und damals nur mit dem Anpassungsfaktor von 1,7 Prozent erhöht wurden. Sie erhalten im Herbst 1,1 Prozent mehr. Hintergrund für diesen Schritt ist ein OGH-Urteil.

Spätnachts wurde auch eine UVP-Novelle verabschiedet: Zentraler Punkt ist, dass bei der Förderung von Schiefergas eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist.

Im ÖVP-Klub gab es einen Wechsel: Die 25-jährige Eva-Maria Himmelbauer wurde als neue Abgeordnete angelobt. Die Niederösterreicherin folgt Justizsprecher Heribert Donnerbauer nach, der zum Präsidenten des Volksbanken-Verbandes gekürt wurde.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.07.2012)

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15 Kommentare

Curt Goetz!


Wer in einem gewissen Alter nicht merkt, dass er hauptsächlich von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem gewissen Grund nicht.

Gast: hahahallo
06.07.2012 08:00
2 0

und wieviel unnötige posten und kosten wurden durch dieses "hauptma" eingespart

oder braucht man jetzt sogar mehr mitarbeiter und budget?

Gast: Lecter
06.07.2012 07:21
2 0

194 Stellen

Eine aufgeblähte Bürokratie schwerfällig und mit sich selbst beschäftigt - Ergebbisse siehe Arigona Z. die Hauptschuld trägt aber der Gesetzgeber welcher keine klaren Zeitlimits setzt und die Möglichkeiten von Verfahrensverschleppung bietet.

aus 194 mach 9

jetzt wird aus 194 Stellen eine einzige Behörde mit neun Landesämtern, also nur (?) mehr neun zuständige Stellen und das wird als Erfolg gefeiert ?

Gast: HerrvonderInnerenStadt
05.07.2012 23:42
11 0

Asylamt: Eine statt 194 Stellen

Die Bauern und Proleten haben es beschlossen! Wir sind kein Einwanderungsland, doch die SPÖ, Grünen und ÖVP wollen es so!

Es gibt leider keinen Mechanismus, um diese Idioten zu stoppen! Sie produzieren nur Schwachsinn….wir sind das Volk!

Sie arbeiten permanent gegen das Volk! Und das ist Demokratie??????????

3 1

Eine statt 194 Stellen?.

dann müßen die Behörden in den letzten Jahrzehnten ja wie die Wahnsinnigen gearbeitet haben, um einen Asylfall in 8 Jahren zu erledigen.
Man kann es kaum Glauben.

ja. sie lesen richtig. für die gesetzeslage ist schwarz-blau verantwortlich und die roten haben es noch nicht geschafft diese zu korrigieren.


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Wie bitte, beschleunigen?

Wir sind von sicheren Drittländern umgeben!!! So gesehen kann es gar keine Flüchtlinge bei uns geben. Aus dieser Perspektive betrachtet müssen alle, ausnahmslos alle die es trotzdem irgendwie zu uns schaffen umgehend in ihr angestammtes Heimatland rückgeführt werden.

194 Stellen (sic!)

Das übertrifft ja sogar unsere Gemeindestruktur.

So begrüßenewert diese Maßnahme auch sein mag, sollte nicht übersehen werden, dass sich mittlerweile eine einschlägige Industrie entwickelt hat, wo relativ offen VP und SP um die Marktanteile kämpfen. Gibt es doch in den gesamten Migrantenunfug, den fast jede parteinahe NGO im Angebotsportfolio hat, gute Jobs für verdiente Parteimitglieder und ihre Kinder zu verteilen.

So wie Griechenland nie im Euroraum Aufnahme finden hätte dürfen, hätte auch ein Stopp von Einwanderern aus Problemländern, wo ne Assimilation auch nach Generationen nicht möglich ist, erlassen werden müssen. Und das bereits Ende der 1970er!

Nachdem die EU-Länder - somit auch RO & BG - ihre Leute auf die Reise schicken können, wir ein Heer von kaum intergrierbaren Passösterreichern bereits in den Städten haben, sollte das "Asyl"- und Einwanderungswesen auf völlig neue Beine gestellt werden. Null Toleranz!


wie bitte? ngo´s verteilen gut bezahlte parteiposten?

nennen sie mir EINEN einzigen! komm, huschhusch, die recherche bitte.

Re: wie bitte? ngo´s verteilen gut bezahlte parteiposten?

Sie sollten bei Gelegenheit Deutsch lernen.

Gast: hungui
05.07.2012 21:22
3 2

aber hallo

Heinzi fahr zur Hölle,.

Gast: Meier H
05.07.2012 20:10
14 2

Kriminelle abschieben

Die Forderung von FPÖ Abgeordneten Vilimsky, Kriminelle abzuschieben ist völlig gerechtfertigt.

In der Praxis ist es so, dass mehrmals schon bestens integrierte Personen abgeschoben wurden, während Kriminelle bleiben dürfen, da ihnen zu Hause eine Strafe droht!

Ist das gerecht?

Antworten Gast: Huni
06.07.2012 12:26
0 3

Re: Kriminelle abschieben

Und wohin wird jetzt der Uwe Scheuch abgeschoben?

Re: Kriminelle abschieben

Aber ich bitte Sie!

Das ist sehr einfach dargestellt. Die Realität sieht viel trauiger aus. Die Tiroler bringen die Morokkaner nicht weg, mit dem Hinweis, den man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: Diplomaten dieses Landes haben unserer Politkasperln erklärt, eine Rückkehr dieser Männer in ihre Dörfer würde für sie einen Gesichtsverlust bedeuten. Natürlich setzen VP/SP für diese Subjekte gleich die Gesetze außer Kraft. Die Polizei ist mehr oder weniger machtlos und die Schleppermafia jubelt. Kirche & Grüne sind natürlich auch hocherfreut.