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Nationalrat: Koalition segnet Transparenzdatenbank ab

06.07.2012 | 17:12 |   (DiePresse.com)

Mit den Stimmen der Regierungsparteien wurde eine Vereinbarung zwischen Bund und Ländern beschlossen. Finanzministerin Fekter sieht die Datenbank als Service für die Bürger.

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Die Umsetzung der Transparenzdatenbank rückt ein Stück näher. Eine 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern wurde am Freitagnachmittag vom Nationalrat mit Koalitionsmehrheit abgesegnet. Sie sieht im Wesentlichen vor, dass der Bund noch bis Ende des Jahres seine Förderungen kategorisieren muss. Die Länder folgen dann 2013 in zwei Schritten, die Gemeinden werden zumindest vorerst ausgeklammert.

Diese Bevorzugung von Ländern und Gemeinden nannte der Freiheitliche Wolfgang Zanger als Grund, wieso man seitens der FPÖ den Vertrag zwar als ersten Schritt in die richtige Richtung sehe, ihm aber nicht zustimme, da das bisher vorliegende System nicht vernünftig erscheine. Für das BZÖ ist der vorliegende Entwurf schlicht zu kompliziert. Solch eine (vom BZÖ befürwortete) Datenbank wäre auch einfacher zu realisieren.

Fekter: Serviceeinrichtung für Bürger

Zweifel an der Transparenzdatenbank an sich äußerte hingegen die Grüne Tatjana Windbüchler-Souschill, die eine soziale Nabelschau verbunden mit einer Einschränkung von Sozialleistungen befürchtet. Den Vorwurf wies Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) vehement zurück. Vielmehr sieht sie die Datenbank als Serviceeinrichtung für den Bürger, der derzeit gar nicht wisse, welche Förderungen ihm zur Verfügung stünden.

Als vorbildlich in der Zusammenarbeit schilderte Fekter das SPÖ-geführte Salzburg, das bereits eine Transparenzdatenbank im Internet etabliert habe, wo das gesamte Leistungsangebot des Landes abrufbar sei. Dieses "Bürgerservice" werde wohl hoffentlich auch bald in den anderen Bundesländern zur Verfügung stehen. Jene Länder, mit denen es nicht so gut läuft, wollte die Finanzministerin nicht nennen. Das erledigte BZÖ-Mandatar Peter Westenthaler, der darauf verwies, dass erst zuletzt wieder die Wiener Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) deutliche Skepsis gegenüber der Transparenzdatenbank und dem damit verbundenen Bürokratie-Aufwand geäußert hatte.

Nicht ganz glücklich mit dem Vertrag ist SPÖ-Mandatarin Heidrun Silhavy. Denn es sei zumindest bis zur Evaluierung nicht gesichert, dass auch sämtliche Agrarförderungen publik würden.

Länder erst ab 2013

Während der Bund schon recht bald seine Daten eingespeist haben dürfte, können sich die Länder noch Zeit lassen. Mitte 2013 soll einmal die Kategorisierung der Daten in den Bereichen Mindestsicherung, Familie, Sport, Tourismus, Freizeit und Forschung vollzogen werden. Der Rest der Daten soll bis Ende dieses Jahres folgen, um die geplante Evaluierung pünktlich 2014 starten zu lassen.

Personenbezogene Daten müssen die Länder vorerst nicht liefern. Das müssten sie erst, wenn sich bei der Evaluierung der Leistungsangebotsdatenbank zeigen würde, dass das Projekt sich bewährt hat.

Der Bürger soll ab Mitte 2013 personenbezogene Daten abrufen können, also Informationen über seine persönlichen Förderungen und Transfers - allerdings angesichts der vorläufigen Ausklammerung der Länder und Gemeinden nur über jene des Bundes.

(APA)

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9 Kommentare
Gast: Franz66
07.07.2012 16:54
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So ist die Praxis:

Der Rechnungshof kritisiert die hohen Ausgaben der Bundesländer. Tirol, NÖ und Kärnten haben zwischen 2005 und 2010 deutlich mehr ausgegeben als eingenommen haben!
Die Schulden stiegen in Kärnten (BZÖ) von 680 Mio auf 1,4 Mrd.; in NÖ (ÖVP) von 1,7 Mrd. auf 4,1 Mrd., (+136%!) Tirol (ÖVP) + 120% . Die pro Kopf Verschuldung beträgt in Kärnten 2548, in NÖ 2458

Sobotka (ÖVP NÖ) “Wir lassen uns vom Rechnungshof nicht irritieren. Sobotka denkt nicht daran sich an die Vorschläge des Rechnungshofes zu halten.

Antworten Gast: Walter45
07.07.2012 17:22
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Re: So ist die Praxis:

Lt. OECD hat:
•die Republik Österreich eine der höchsten Steuerquoten der Welt (Arbeit ist unterdessen einschließlich Arbeitgeberbeiträgen mit mehr als 60 Prozent durch Steuern und Abgaben belastet); immer wieder kommen Finanzminister mit ihren Steuereinnahmen ganz dramatisch nicht aus. (Anmerkung: Grasser, Molterer, Pröll und Fekter alle ÖVP)
•Österreich eines der teuersten Schulsysteme in der OECD, dabei wird noch immer mittelmäßigeres Mittelmaß produziert;
• Österreich mit acht Millionen Einwohnern neun Herzogtümer namens Bundesländer die mit den vom Bund bereitgestellten Milliarden unverantwortlich herumwerfen können, ohne dafür irgendeine Form von Verantwortung übernehmen zu müssen.
Der heimische Schuldenberg stieg 2010 und 2011 wieder kräftig an. Österreich ist Ausgabenweltmeister.

Bis 2015 macht Frau Fekter 35 Mrd. neue noch höhere Schulden, das nennen SPÖ+ÖVP "sparen und Schuldenbremse".
Die Staatsschulden steigen von 210 Mrd. auf 282 Mrd.!!!

Gast: Baur4
07.07.2012 16:14
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Wenn es um die Absicherung ihrer Pfründe geht,

sind sich SPÖ+ÖVP immer rasch einig!

Sozialleistungen kürzen Parteienförderung erhöhen,... solchen Leuten kann man vertrauen!I In keinem anderen Land gibt es so hohe Parteienförderungen wie in Österreich. Unter dem Titel "Transparenz" wird de facto die Parteienförderung verdoppelt!!! während Sozialleistungen und Pensionen gekürzt werden kritisieren Voggenhuber (Grüne) und Karas (ÖVP).

Weiterhin keine:
Verwaltungsreform
Gesundheitsreform
Bildungsreform
Pensionsreform
Heeresreform
Staatsreform
usw.

Die Steuerlast ist von 2002 bis 2011 um 32,5 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Jahr davor ist ein Plus von sieben Prozent. Die Arbeitnehmer haben von Jänner bis November 2011 gut 19,5 Milliarden Euro an Lohnsteuer bezahlt und damit fast zehn Prozent mehr als im Jahr 2009. Die Einnahmen aus der Gewinnsteuer für Kapitalgesellschaften stiegen im Zweijahresvergleich um 38,7 Prozent. Die Mineralölsteuer, brachte 2011 innerhalb eines Jahres 12,2 Prozent mehr Einnahmen. (OÖ Nachrichten)

Der Nationalrat hat auch den ESM mit 2/3 Mehrheit abgesegnet,

nur ist der Eid auf die Verfassung und zum Wohle unseres Landes zu dienen vereinbar mit dem Umstand, dass die grüne Parteiobfrau augenscheinlich beim runden Tisch im ORF 2 eine wesentliche Bestimmung zum ESM nicht gekannt hat. Wäre da nicht unser Bundespräsident als Hüter der Verfassung verpflichtet zu handeln? Stärken wir unserem Bundespräsidenten den Rücken.

http://www.avaaz.org/de/petition/Vorabprufung_von_ESM_und_Fiskalpakt_durch_osterr_Verfassungsgerichtshof/

Petition unterzeichnen und Link an Freunde und Bekannte weiterleiten.

Antworten Gast: Baur4
07.07.2012 16:52
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Wir verdienen nichts anderes!

Wir wählen seit 1945 immer wieder SPÖ+ÖVP egal wie oft sie uns noch abzocken und verar....

Wahltag ist Zahltag!

Gast: b754
07.07.2012 09:42
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http://www.profil.at/articles/1227/560/333764/fekter-maria-fekter-fleischer

das ist das fekter service
wirtschaftskompetenz der övp

Gast: guckmal
06.07.2012 20:00
1 0

Vielmehr sieht sie die Datenbank als Serviceeinrichtung für den Bürger, der derzeit gar nicht wisse, welche Förderungen ihm zur Verfügung stünden.

was für eine fadenscheinige Ausrede, der "gläserne Mensch" wurde somit geschaffen, Datenschutz? negativ!

Gast: Boss für Bürger
06.07.2012 17:54
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Evaluierung pünktlich 2014 nach den Wahlen

Ich möchte die Transparenzdatenbank rückwirkend ab dem Geschäftsjahr 2000 einsehen.

.-)

Ich habe sie heute im Parlament zum Thema "Finanzzentrum" reden gehört....

...ihre Inkompetenz ist schlicht nicht zu überbieten; Außer derbe Sprüche hat sie absolut nichts drauf.