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Grasser: "Wollten unsere Zeit nicht mit Glücksspiel vertun"

10.07.2012 | 19:01 |  Hellin Sapinski (DiePresse.com)

TickerNachlese. Im U-Ausschuss ging es um den Verdacht des versuchten Gesetzeskaufs. Lobbyist Hochegger sprach über "eine der größten Dummheiten" seines Lebens. Ex-Minister Grasser will "nicht Herr des Verfahrens" gewesen sein.

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Der Lobbyist Peter Hochegger machte am Dienstag den Auftakt bei der Causa Glücksspiel im U-Ausschuss. Konkret sollen Zahlungen von dem Automatenkonzern Novomatic und der Telekom Austria an den Vertrauten von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Walter Meischberger, geflossen sein. Der Zweck: eine Gesetzesänderung, die das Monopol der Österreichischen Lotterien bei Internetwetten brechen sollte. Nicht so, meinte der Grüne Peter Pilz: "Es ging nicht um Internetwetten, es ging um das Aufstellen von Automaten mit irgendwelchem Gemüse darauf. Novomatic wollte die Republik täuschen." Hochegger "wusste davon nichts", Meischberger sei der "Mastermind" gewesen. Er selbst habe mit aber "eine der größten Dummheiten meines Lebens" begangen, als er nach dem Minister-Aus von Grasser im Jahr 2006 mit diesem gearbeitet habe.

Danach wurde Hocheggers Ex-Mitarbeiter, Stefan Krenn, befragt - und zwar zu einem E-Mail, das letzterer am 5. Juli 2006 an den damaligen Telekom-Vorstand Gernot Schieszler und Novomatic-Chef Franz Wohlfahrt gesendet hatte. Darin war von einer Fraktionsvorbesprechung der damaligen Regierungsparteien ÖVP und BZÖ zum Finanzausschuss die Rede, in der auch die Änderung des Glücksspielgesetzes ein Thema war. Das Ergebnis: keine Gesetzesänderung, aber die Ankündigung, diese "nach der nächsten Wahl angehen" zu wollen.

Der dritte im Bunde war Peter Erlacher, Ex-Beamter im Finanzministerium und aktuell bei den Casinos Austria tätig. Er gab an, dass er zum damaligen Generalsekretär des Finanzministeriums, Peter Quantschnigg, gerufen wurde. Dieser habe einen Abänderungsentwurf zum Glücksspielgesetz am Tisch gehabt in dem es um eine zusätzliche Konzession für elektronische Lotterien gegangen sei. "Er sagte zu mir: 'Du sprichst mit niemandem darüber'", so Erlacher.

Grasser wurde als letzter befragt - sein insgesamt vierter Auftritt im U-Ausschuss. Er dementierte dabei, dass die Initiative für eine Gesetzesänderung von ihm ausgegangen sei. "Wir wollten unsere Zeit nicht mit dem Glücksspiel vertun. Wir waren nicht Herr des Verfahrens, das war das Parlament." Denn er habe Ex-Telekom-Chef Rudolf Fischer und Wohlfahrt zu den Parteien geschickt.

Für Furore sorgte auch ein Interview von Pilz mit DiePresse.com. Darin hatte er gemeint: "(...) Ich bin dafür, dass die Republik - dann, wenn es zum Verkauf steht - das Schloss von Mensdorff-Pouilly in Luising billig erwirbt und daraus eine Sonderstraf- und Resozialisierungsanstalt für diese ganzen Politiker macht." Stefan Petzner (BZÖ) und Werner Amon (ÖVP) ging der verbale Hieb gegen den Waffenlobbyisten zu weit: Das sei "unerhört". Auch Grasser zitierte das Gespräch und ärgerte sich darüber. Pilz dagegen blieb ruhig und meinte: "Jetzt mögen mich die anderen nicht mehr, glaube ich."

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90 Kommentare
 
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Gast: singlemama
18.08.2012 18:05
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buwog

WER war eigentlich beim Verkauf der BUWOG Wohnungen jener Immobiliensachverständige der für das BUWOG Paket das an Herrn DR Daniel Jelitzka verkauft wurde, diesen lächerlichen Wert von rund EURO 40 Mill bestimmt hatte, obwohl man dann um fast das Doppelte nach kurzer Zeit verkauft hat.
WER hat davon sonst noch profitiert, wurde das jemals untersucht? man müsste wohl die gesamte
Buwog Buchhaltung über Jarhe nachprüfen, jetzt ist die BUWOG bei der Cred o Immobilien, dh
Constantia, siehe auch Dir Petrikovic und
Sekretär Dr Jelitzka Gesellschafter..ja wien
ist anders...

Re: buwog

Eine einfache Rechnung: Rund 60.000 Wohnungen um knapp eine Milliarde Euro. Klingt nach viel Holz, sind aber nicht mal 17.000 Euro pro Wohnung. Das müssen Löcher gewesen sein, diese Wohnungen. Sind wir froh, dass sie wer anderer hat.

"Wollten unsere Zeit nicht mit Glücksspiel vertun"

Na klar, man musste sich doch um so wichtige Sachen wie BUWOG kümmern. .....

Re: "Wollten unsere Zeit nicht mit Glücksspiel vertun"

Will KHG uns mit dieser Feststellung verarschen?

Hat ihn jemand aufgefordert, selbst ins Kasino zu gehen oder wieso gibt er sonst so einen Unsinn von sich?

Selbst geschriebenes, gekauftes Gesetz

Ich, 1957 geboren, war also kein 68er mehr! Doch als Intellektueller Jugendlicher, für den ich mich damals gehalten habe, träumte ich natürlich auch davon, so einer zu sein! Ich habe Alles gelesen, und dann natürlich auch nachgeplappert! Doch dann hielt das Leben selbst seinen Einzug, ich hörte auf zu träumen! Ein 68er-Gutmensch nach dem anderen wurde Chef von irgendeiner Gutmenschen-Spenden-Aktion! Wir riefen alle unisono HOCH! Nach ein paar Jahren kam man dahinter, dass er den größten Anteil unserer Spenden selbst verludert hatte! Kaum war ein Skandal vorbei, löste ihn schon der nächste schlimmer noch als schlimmer ab. Ein Staunen war im Gutmenschlager, doch wir staunten und auch glaubten weiter! Weiter und w.usf!!
Ich war SPÖ-Mitglied! Ja, sogar Betriebsrat! Nach dem BAWAG-Skandal habe ich den Irrsinn dann beendet!
Ich kann nicht mehr an das Gutsein eines "Wichtigen" glauben! Wenn heute Einer, oder Eine, den Mund aufmacht, dann kommt mir der Ekel hoch! Ich träume als kleiner Dichter und so kleiner Philosoph nur noch von der Weltrevolution! Denn ich habe inzw verstanden, von OBEN her kommt keine Veränderung mehr! Sie sind ALLE korrumpiert! Denn auch WER zu den Verbrechen seiner Parteimitglieder schweigt, ist zumindest Mit-Täter! Und somit, an allen Schweinereien mitschuldig! Und Niemand sage mir, dass bei einer Schweinerei in einer Partei kein Einziger Anderer dabei ist, der von Nichts Was weiß!
Gesindel sind sie ALLE!
Ich bin seit einigen Jahren eigentlich nur noch empört!

Gast: John Travolta
11.07.2012 19:24
0 1

Grasser?

Noch nie gehört.

Gast: TanteIrmi
11.07.2012 18:18
1 1

Der Karlie ist und war immer so ein lieber Bua.

Der würde keiner Geldbörse, die man ihm reicht, etwas zu leide tun.

Ach so,

als ich die Überschrift gelesen habe, habe ich gedacht es handle sich um ein Interview mit Wolfgang Sch.

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Wie's Amen im Gebet unser Polit- und Medienjustiz

zum hundertsten Mal Grasser mit Fragezeichen.
Und die "Presse" hüpft noch immer mit.

Re: Wie's Amen im Gebet unser Polit- und Medienjustiz

Wäre KHG ein kleiner Hendeldieb ohne große Netzwerke, wäre er vermutlich bei gleicher Beweislage verurteilt. Da hätte sich jeder Richter auf die freie Beweiswürdigung berufen und bei 90% Beweisen logisch weitergedacht und in den "Schmalztopf" gegriffen, aufgrund der zahlreichene "Einnerungslücken". Letztere könnten z.B. auch Grund für eine amtswegige Überprüfung seiner Verkehrstauglichkleit herangezogen werden.

Gast: Geldschöpfung Betrachter
11.07.2012 12:34
1 0

Was sagt Herr Grasser eigentlich als ehemaliger Volksvertretender Finanzminister zur Geldschöpfung im Staat?

Was sagt Herr Grasser eigentlich als ehemaliger Volksvertretender Finanzminister dazu, dass der Staat sein Geld nicht selbst schafft?

- würde es Staatsschulden geben, wenn der Staat Geld selbst schaffen würde?

Was wäre, wenn der Staat Geld nicht über Kredite bei Banken nur zum Vorteil der Banken und deren Besitzer aufnehmen würde, sondern zB über eine 4. Staatsgewalt in Form einer Monetative selbst Geld schaffen würde?

Warum nimmt der Staat Geld auf und zahlt Zinsen für ein Service, dass dieser selbst auch machen könnte? - was meint Grasser dazu?

Antworten Gast: django
11.07.2012 20:09
0 0

Re: Was sagt Herr Grasser eigentlich als ehemaliger Volksvertretender Finanzminister zur Geldschöpfung im Staat?

Dieses Experiment haben wir schon zur Genüge gehabt, da ist Geld in Kürze nicht mehr das Papier wert auf dem es gedruckt ist...

Re: Was sagt Herr Grasser eigentlich als ehemaliger Volksvertretender Finanzminister zur Geldschöpfung im Staat?

Gehns in die Schule!

Wann gesteht der KHG

endlich seine Schuld,wie z.B. der Birnbacher?

„Ich habe kaum Leistungen aus der Valora Solutions erhalten.“

Betonung auf "kaum"
ein paar 100.000er sind für den Saubermann "kaum" von Bedeutung
unsereins würd sich alle 10 Finger abschlecken....

Re: „Ich habe kaum Leistungen aus der Valora Solutions erhalten.“

Wären Sie halt der Liebling vom Schüssel geworden, dem intelligentesten Bundeskanzletr aller Zeiten, der bei all seiner Intelligenz leider bei der Wahl seiner Mitarbeiter (KHG, Strasser, Scheibner, vieölleicht nicht ganz vom Glück verfolgt war.

Re: „Ich habe kaum Leistungen aus der Valora Solutions erhalten.“

Hättest halt was gelernt!

Re: Re: „Ich habe kaum Leistungen aus der Valora Solutions erhalten.“

Haben`S recht, ich hätt´die Schul abbrechen und Politiker werden sollen...

Re: Re: Re: „Ich habe kaum Leistungen aus der Valora Solutions erhalten.“

Na in die Schul' scheint der KHG aber schon gegangen zu sein. Ist ja sogar ein G'studierter. Oder ist vielleicht sein Mag. auch nur Makulatur?

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Untersucht mal den Fall Faymann-Ostermayer mit der gleichen Energie wie den Fall KHG

3 Monate später bräuchten wir wahrscheinlich eine neue Regierung.

Re: Untersucht mal den Fall Faymann-Ostermayer mit der gleichen Energie wie den Fall KHG

die brauchen wir so oder so

Re: Untersucht mal den Fall Faymann-Ostermayer mit der gleichen Energie wie den Fall KHG

Das glaube ich auch, aber da geht man mit Glacehandschuhen ans Werk.

Gast: Nachrechner
11.07.2012 10:31
5 0

?

Novomatic zahlt 600.000, Casinos Austria zahlt nur
300.000 und wird bevorzugt. Kann es sein, dass hier noch ein paar Hunderttausender geflossen sind, von denen (noch) keiner was weiß?

?

Und was ist jetzt wirklich rausgekommen? Ausser das es in diesem U-Ausschluss zwei Selbstdarsteller gibt die sich auf Kosten der Steuerzahler provilieren wollen?

Re: ?

und ß

Re: ?

f

 
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