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Bucher: „Weniger Sorgen ohne Stronach“

13.07.2012 | 18:30 |  REGINA PÖLL (Die Presse)

BZÖ-Chef Bucher will nach Absage an Magna-Gründer mit „Kompetenzteam“ durchstarten.

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Wien. Keiner hat in der Debatte um Polit-Newcomer in Österreich zuletzt so polarisiert wie Frank Stronach. Nach dem bisweilen skurrilen Auftritt des Austrokanadiers in der „ZiB2“ atmet nun vor allem einer auf, der noch vor Kurzem als logischer Partner für das Parteiprojekt des Milliardärs galt: Josef Bucher, Bündnisobmann des BZÖ. „Ich müsste mir mehr Sorgen machen, wenn ich mit ihm gegangen wäre, als ohne ihn“, sagt Bucher der „Presse“ auf die Frage, ob er seine Partei gefährdet sähe, sollte Stronach mit einer eigenen Partei Ernst machen.

Ein Antreten des Magna-Gründers wäre für Bucher „kein Problem“. Dabei will dieser in erster Linie mit wirtschaftsliberalen Positionen punkten. Das BZÖ werde aber seine Linie verteidigen, sagt Bucher: Keine neuen Steuern, ein „Schutzschirm“ für die Mittelschicht – solche Forderungen würden bleiben. Aber gibt es auch genügend Wähler für zwei Parteien in demselben Segment? „Jeder kann jedem schaden, es bereitet mir aber kein Kopfzerbrechen“, sagt der BZÖ-Chef zu Prognosen, wonach eine Stronach-Partei mit vier Prozent knapp in den Nationalrat einzöge.

Was bei den Orangen noch in den Sternen steht: Nach Korruptionsvorwürfen, der Gründung der Piratenpartei und dem Stronach-Projekt müssen sie um ihr politisches Überleben fürchten. Buchers Strategie: „Ich konzentriere mich auf die eigene Stärke, nicht auf andere.“ Und die Stärke des BZÖ liege durchaus in seinem jetzigen Personal. Darüber hinaus spricht Bucher bereits von einem „Kompetenzteam BZÖ“, das „die größte Überraschung für alle“ sein werde. Wer zu den Unterstützern zählt, wolle er aber erst „kurz vor der Wahl“ 2013 sagen.

Klar positioniert hat Bucher sich mit seiner Kritik am Euro-Schutzschirm ESM: Präsident Heinz Fischer solle mit seiner Unterschrift unter den ESM-Vertrag warten, bis die Richter in Karlsruhe darüber entschieden haben. Der deutsche VfGH könnte den Vertrag schließlich noch kippen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.07.2012)

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9 Kommentare

Buchner ist

ein Freiheitlicher, und Freiheitliche sind die Erfinder des Kapitalismus! Wenn Ihr gerne gratis arbeiten und ohne Arbeit unter der Brücke wohnen wollt, dann wählt Buchner!

Gast: Steuerparadies Kanton Zug
14.07.2012 12:00
0 0

„Weniger Sorgen ohne Stronach“

Das ist sicher die klügere Entscheidung.

Ein Kompetenz-Team

mit Haiders "Petzi"als Experten für Parteispenden usw.?

Gast: abcd 1234
14.07.2012 07:55
1 4

ENDE des BZÖ


Der espritlose, aber brave und biedere, Bucher könnte den Posten von Martinez in der ÖVP anstreben.

Gast: abcd 1234
14.07.2012 06:57
0 3

BZÖ ade


Die nächste Wahl wird wohl ein diesbezügliches ENDE bringen.

Petzner kann ja bei den GRÜNEN untertauchen.

Re: BZÖ ade

Mit seiner Solar-Bräune eher bei der FPÖ oder doch?

Gast: ggdagostino
14.07.2012 05:02
0 2

Der Österreichische Bundespräsident soll mit seiner Unterschrift warten bis das DEUTSCHE Verfassungsgericht in Karlsruhe entschieden hat.

Bucher fordert also die Aufgabe der staatlichen Souveränität Österreichs. Gehts noch?

Skurriler Auftritt von Stronach.....

...................den hat Petzner heute in der Zib2 ordentlich getoppt. Fremdschämen war angesagt!

Auch der Präsident des österr. Verfassungsgerichtshofes Holzinger hat gestern in der Kronen-Zeitung eine Verfassungsänderung gefordert damit der VfGH den ESM vor Gesetzwerdung prüfen kann.

http://www.avaaz.org/de/petition/Vorabprufung_von_ESM_und_Fiskalpakt_durch_osterr_Verfassungsgerichtshof/

Unterstützen wir den Verfassungsgerichtshofpräsidenten in seinem Anliegen.