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Amtsverlust: SPÖ und ÖVP über schärfere Regeln einig

14.07.2012 | 13:09 |   (DiePresse.com)

Laut SP-Klubobmann Cap haben sich die Regierungsparteien darauf geeinigt, dass Politiker mit unbedingter Haftstrafe ihr Amt verlieren sollen.

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Politiker sollen im Falle ihrer Verurteilung zu einer unbedingten Haftstrafe automatisch ihr Amt verlieren. Das sei gemeinsamer Standpunkt von SPÖ und ÖVP, sagte SPÖ-Klubobmann Josef Cap am Samstag in der Ö1-Radioreihe "Im Journal zu Gast". Cap zeigte sich zuversichtlich, dass die neuen Regeln für den Amtsverlust von Politikern im Falle von gerichtlichen Verurteilungen nach dem Sommer beschlossen werden. Sein ÖVP-Kollege Karlheinz Kopf hatte am Freitag bereits ebenfalls dafür plädiert, dass bei einem Vorsatzdelikt ein automatischer Amtsverlust die Folge sein sollte. Derzeit liegt die Grenze für den Amtsverlust bei zwölf Monaten unbedingt.

Auch die Opposition bekräftigte am Samstag in "Ö1" ihre Zustimmung zu schärferen Regeln. Der grüne Justizsprecher Albert Steinhauser schlägt vor, dass bei jeder unbedingten Haftstrafe jedenfalls der Amtsverlust eintritt und bei allen bedingten Haftstrafen ab sechs Monaten." Unterscheiden will er zwischen einer vorsätzlichen Tat und einer fahrlässigen, bei einem Unfall etwa wäre der Amtsverlust nicht angemessen. Aber wenn die Straftat mit der Funktion in Zusammenhang steht, bei Korruption, Amtsmissbrauch, solle auch bei geringen bedingten Haftstrafen der Verlust der Abgeordnetentätigkeit eintreten. Auch der BZÖ-Abgeordnete Rainer Widmann will das Delikt berücksichtigen und fordert hartes Durchgreifen, wenn "das Amt krass missbraucht worden ist, gerade auch bei Regierungsfunktionen, wo es um Steuergeld geht, um Aufträge, um Schmiergeld". Der stellvertretende FPÖ-Chef Norbert Hofer will gleichzeitig mit den Regeln für Politiker auch das Beamtendienstrecht verschärfen, weil beide im Rahmen ihrer Tätigkeit Verantwortung für die öffentliche Hand haben.

"Beispiellose Heuchelei"

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter sieht in den Aussagen von FPÖ und BZÖ eine "beispiellose Heuchelei" und eine "Verhöhnung der Öffentlichkeit". In einer Aussendung meinte er, dass diese beiden Parteien zuerst Martin Graf und Uwe Scheuch bzw. Peter Westenthaler und Stefan Petzner zum Rücktritt bewegen müssten, erst danach hätten sie den moralischen Anspruch sich an dieser Diskussion zu beteiligen.

Der frühere Rechnungshof-Präsident Franz Fiedler schlägt in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Format" für Politiker in Anlehnung an das Beamtendienst die Möglichkeit einer Suspendierung vor Einleitung eines Verfahrens vor. Bei Beamten trifft die Entscheidung darüber ein unabhängiger Disziplinarrat, ähnliche Gremien kann sich Fiedler nach verfassungsrechtlicher Prüfung auch in den Vertretungskörpern von Regierung und Parlament vorstellen.

(APA)

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29 Kommentare
 
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Ratschlag an die Löwelstraße,

schickt doch endlich diesen Cap in die "Polit-Pension"!

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...

uhhh musste die politik 3% des skandals aufdecken um als sauber zu gelten und weiter beidahendig einstecken und die leute umrnigen zu koennen?

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Re: ...

uhhh musste die politik 3% des skandals aufdecken um als sauber zu gelten und weiter beidhaendig einstecken zu koennen und die leute umbrigen zu koennen?

Gast: Wähler
15.07.2012 08:19
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Gast

Vor ca. einem Jahr gab es das Bürgerforum, wo alle politischen Parteien sich glasklar dazu bekannt haben, stärkere Sanktionen gegen Korruption und Amtsmissbrauch zu setzen. Bis heute ist meiner Meinung nach nichts davon umgesetzt worden. Gibt es eine Möglichkeit, dass die Medien diese ORF Sendung aus den Archiven sich nochmals ansehen und die Politiker die damals im Bürgerforum vertreten waren darüber befragen, was von dem, was damals gesprochen wurde und wo man sich einig war, umgesetzt worden ist. Danke

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Nur ein Amt verlieren? Wie wäre es auch gleich mit der Politikerpension und Politikerprivilegien? PLUS eine Geldstrafe?


Gast: horst mayer
14.07.2012 18:05
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das verhalten der övp verwundert mich

die haben doch eh den ehrenkodex

warum muss den Roten und Schwarzen...

.... immer erst in den Arsch getreten werden damit sie "gehend" werden.

von sich aus sind so noch niemals auf die Idee gekommen, in ihren eigenen politischen Reihen für Anstand und Niveau zu sorgen.

Sind halt die gleichen ideenlosen Deppen wir die meisten Abgeordneten.

Gast: tzpoly
14.07.2012 17:04
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Solange rote Politiker Staatsanwälte und ORF Angestellte sein können, solange braucht man über nichts reden, was die "Demokratie" fördert


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Die eigene WT-Kanzlei (ist schon Korruption)

prüft wer hinter der Betreiberfirma steckt.

Sie suchen sich selbst in Causa Parteienfinanzierung.

http://kurier.at/wirtschaft/4503601-rote-zahlen-in-st-marx-verluste-sozialisiert.php

Die eigenen Staatsanwälte werden dann auch nichts finden.

Soviel dazu.

Politiker

sollten als Volksvertreter

eigentlich schon bei einer bedingten Haftstrafe zurücktreten oder doch?

Schuldig gesprochen

ist schuldig und dann gilt nicht mehr diese berüchtigte

Unschuldsvermutung!

Gast: gublip
14.07.2012 16:58
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Das Problem dabei, dass im roten Fall die Staat San waltschact nicht einmal alle Zeugen fragt und die Sache ad acta legt und im blauen Fall es zur Anklage kommt.. kein Wunder, wenn Cap schärfere Regeln fordert


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Martinz

Martinz trat als Landesrat zurück, als die Anklage zu erwarten war, das ist eine saubere Lösung, die bisher kein anderer so gehandhabt hat. Jetzt ist er vor Gericht, das ist gut so. Wie das Urteil ausfällt, ist zu akzeptieren. Die ÖVP Obmannschaft ist eher zweitrangig. Ungerecht ist, dass er für Mastermind Haider jetzt büßt, denn dieser war in all diesen Belangen der "Chef". Aus der Verantwortung hat sich Haider allerdings fortgemacht, er ist einfach weg, wie so oft in seinem Politikerleben und lässt andere sein Erbe ausbaden. Zu bedauern ist Martinz aber nicht - mitgehangen, mitgefangen.

Gast: guckmal
14.07.2012 16:14
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Ihr Amt verlieren sollten

diese widerwärtige Scheinheiligkeit nervt!

Ständig wird versucht der "Saubermann" zu sein und andere auszuknocken.

Egal welche Partei jede davon hat ihre "schwarzen Schafe"


Bei

Delikten die mit der Ausführung des Amtes zusammenhängen Amtsverlust bei jeder Verurteilung, Sperre je nach Strafe bemessen zur Wiederwahl, Verlust der Pensionsansprüche welche über die ASVG Mindestpension hinausgehen und in besonders schweren Fällen Verlust der Bürgerrechte.

Wenn nich mit der Ausübung des Amtes in Verbindung Verlust bei Strafandrohung von mehr als 1 Jahr und Verurteilung zu egal was bei Vorsatzdelikten und bei Strafandrohung von 3 Jahren bei fahrlässigen Delikten. Kann sich sofort zur Wiederwahl stellen.

Alle Leitenden Beamten und Manager von Staatsnahen dieselben Regeln.

Nur so als Vorschlag. Lässt sich sich ausbauen.

Politiker mit unbedingter Haftstrafe ihr Amt verlieren sollen

Es ist erstaunlich, dass das auch noch extra beschlossen werden muss.

Früher hatten Politiker ( oder auch Firmenchefs etc.) in solchen Fällen noch eine letzte einsame Sekunde an ihrem Schreibtisch.

Gast: Fredak
14.07.2012 15:47
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gilt aber hoffentlich auch in den eigene Reihen

SPÖ und ÖVP. Na dann...........

Cap muss felsenfest daran glauben, dass die Justiz von SPÖVP kontrolliert wird.

Vermutlich hat er recht.

Es wird keine unbeeinflussten Gerichtserfahren gegen Faymann, Pröll, Häupl, Sobatka und Genossen geben.

Das Regime ist sich seiner Macht sicher...


Hat heute jemand auf Ö1 dieses Interview gehört?

Da war Herr Cap zu Gast und wurde vom Journalisten Stefan Kappacher interviewt.
Das war Rotfunk at its best: Es wurden ständig Fragen gestellt wie etwa warum es noch immer keine Vermögenssteuer gibt oder warum sich die SPÖ von der ÖVP im Schulbereich vorführen lässt (nach dem Motto: Wie kann es sein, dass die Gesamtschule noch immer nicht umgesetzt ist). Natürlich verwendete Herr Kappacher ausschließlich linken Jargon („Verteilungsgerechtigkeit“, etc.) und unterließ kritische Fragen.
Der größte Skandal war, dass Herr Kappacher Schleichwerbung für dieses obskure „Vermögenssteuer-Volksbegehren“ machte. Ausserdem nahm er widerspruchlos hin, dass Herr Cap den Enteignungswahnsinn „Zwangsanleihe“ als „vernünftig“ darstellte.

Das Interview glich einem Gespräch zwischen einem SPÖ Bezirkspolitiker mit und dem SPÖ Klubobmann auf einem Parteitag, bei welchem sich der Klubobmann rechtfertigen muss, warum er sich nicht gegen seinen Koalitionspartner durchsetzt.

Es ist eine Schande, für einen solchen unkritischen (Rot-)Journalismus ORF Zwangsbeiträge bezahlen zu müssen. Mit Objektivität hatte dieses Interview nicht einmal mehr ansatzweise etwas zu tun.

eigentlich gleich

wegen blöd reden , dann wär a ruh

Gast: Johann W. (42) Angestellter Innsbruck
14.07.2012 14:28
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Cap ist ein Politopa!

In der Krise kommt die Gesinnung hervor. Jetzt sehen wir was die Sozialisten sind: Kommunisten!

Gast: joooooooeh
14.07.2012 14:20
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wie immer

Kommt im Endeffekt eh nur wieder ein Gesetz, das einfach umgangen werden kann, oder gar keine Konsequenzen hat. Z.B. einfach eine Aufforderung zum Rücktritt für verurteilte Politiker, Konsequenzen, wenn man sich nicht daran hält: wie üblich keine.

Gast: Lotte (31) Wien
14.07.2012 14:17
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Mich täuscht ihr nicht mehr

Die Angst vor der FPÖ greift in den feinen Kreisen der SPÖVP um sich. Keine Sorge, sie finden Nachwuchs die FPÖ´ler. Für jeden sich übel benehmenden Migranten, gibt es Nachwuchs bei den Einheimischen für die FPÖ- Macht nur weiter so. Bringt eh nix.

Antworten Gast: b754
14.07.2012 14:48
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Re: Mich täuscht ihr nicht mehr

du schlaumeier und was ist mit den 12 verurteilten fpölern?

Antworten Antworten Gast: Bobby
14.07.2012 15:01
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Was haben Sie mein Freund mit

dem Staat zu schaffen, außer dass sie in aushöhlen und als Werkzeug benutzen.


Dazu Bedarf es einer Einigung?

Das sollte doch normal sein, das man sein Amt in solchen Fällen verliert. Auch bei einer bedingten Strafe, egaler hoch. Was seid Ihr für Ignoranten, Wegseher, Nehmer und Sesselkleber. Darüber muss überhaupt diskutieren und sich einigen? Unwahrscheinlich was da rumläuft.

auch bei bedingter Haft

von mehr als 3 Monaten oder wenn die Tat im Rahmen der beruflichen Ausübung durchgeführt wird!!!
der Cap will nur den BK schützen

 
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