Mehr als zwei Drittel der Österreicher treten für einen Rücktritt des in erster Instanz wegen verbotener Geschenkannahme - noch nicht rechtskräftig - verurteilten Kärntner Landeshauptmannstellvertreter Uwe Scheuch (FPK) ein. In einer OGM-Umfrage des "Kurier" halten es 69 Prozent für falsch, dass Scheuch trotz seiner erstinstanzlichen Verurteilung zu sieben Monaten bedingter Haft und 150.000 Euro Geldstrafe nicht zurücktreten will. Nur 13 Prozent halten diese Entscheidung für richtig.
Auch unter den FPÖ-Wählern bezeichnet eine relative Mehrheit von 45 Prozent die Vorgangsweise Scheuchs für falsch und nur 31 Prozent für richtig.
Die Österreicher fordern in der OGM-Umfrage (502 Befragte, Schwankungsbreite +/- 4,5 Prozent) auch strengere Regeln für einen automatischen Amtsverlust von Politikern, wie sie jetzt bereits angedacht werden. Fast zwei Drittel (64 Prozent) meinen, dass Politiker bei jeder strafrechtlichen Verurteilung zurücktreten müssten, weitere 22 Prozent treten für einen Rücktritt bei einer Verurteilung von mehr als sechs Monaten ein. Nur für sechs Prozent reichen die derzeit gültigen zwölf Monate.
(APA)
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