Heinisch-Hosek: "Quote hievt Frauen in Toppositionen"

15.07.2012 | 11:17 |   (DiePresse.com)

Die Frauenministerin plant eine Gesetzesnovelle, die Firmen zur Aufnahme von Frauen-Förderplänen verpflichtet. Wirtschaftsminister Mitterlehner pocht auf das Selbstbestimmungsrecht von Unternehmen.

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EU-Kommissarin Viviane Reding macht es vor und ihre nationale Partnerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) will es ihr auf österreichischer Ebene gleichtun: Freiwillige Selbstverpflichtungen sind schön, aber wenig effektiv, es braucht eine Frauenquote. Reding kündigte für Herbst einen Gesetzesentwurf für eine europaweite Frauenquote in den Vorständen börsennotierter Unternehmen an.

So weit sei es in Österreich noch nicht, Heinisch-Hosek sagte aber in einem Interview mit der APA: „Ich glaube, dass eine Quote Frauen in Führungspositionen hievt." Zunächst sollen in der für Herbst angekündigten Gleichbehandlungsgesetzesnovelle Frauen-Förderpläne festgeschrieben werden.

"Wasser auf den Mühlen"

Mit der freiwilligen Selbstverpflichtung für staatsnahe Betriebe wurde in Österreich der erste Schritt gesetzt, so die Frauenministerin, aber: „Ich hätte natürlich gerne eine Quote für alle, auch in der Privatwirtschaft, weil ich glaube, dass eine Quote Tempo macht." Kommt die Verpflichtung auf EU-Ebene, „wäre das Wasser auf den Mühlen", zeigte sie sich erfreut. Gespräche hierzu führe sie seit ihrem Amtsantritt: "Es passieren ja Schritte", verweist sie auf die staatsnahen Unternehmen. Ein höherer Frauenanteil in den Chefetagen "wäre gut" für die Wirtschaft: "Derzeit lassen die Betriebe sehr viel Potenzial liegen."

„Die Einkommensgerechtigkeit ist ein Thema, das wird mich bis Ende der Legislaturperiode nicht verlassen", stellte Heinisch-Hosek fest. „Wenn wir bessere Vereinbarungsstrategien entwickeln, steigen Frauen früher wieder in den Beruf ein und die Einkommensschere schließt sich." In Zuge dessen will sie auch den Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr anbieten.

Mitterlehner gegen Quoten und Förderpläne

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) stellte sich am Sonntag gegen den Vorschlag von Heinisch-Hosek. „Die Unternehmen sind mit privatem Geld aufgebaut worden, tragen das volle Risiko und müssen daher weiterhin die Freiheit haben, sich ihr Personal selbst auszusuchen. Markteingriffe durch Quoten und Förderpläne, die noch dazu den bürokratischen Aufwand erhöhen, lehnen wir daher ab", sagte der Minister per Aussendung. Er hält es auch für kontraproduktiv, die Betriebe in einer schwierigen Konjunkturlage laufend mit zusätzlichen Forderungen zu verunsichern, bevor das erst im Vorjahr lancierte Gleichbehandlungspaket seine volle Wirkung entfaltet habe.

Weiters habe die Wirtschaft längst erkannt, dass Unternehmen mit gemischten Führungsgremien erfolgreicher agieren. Entscheidend ist für ihn daher, „dass die Rahmenbedingungen und Anreize für den Aufstieg qualifizierter Frauen weiter verbessert werden". Mitterlehner verweist hier auf den beschleunigten Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, wodurch seit 2008 bereits mehr als 30.000 neue Plätze geschaffen worden seien. Mit dem Führungskräfteprogramm „Zukunft.Frauen", dessen fünfter Durchgang im Herbst startet, würden
qualifizierte Frauen bei ihrem Aufstieg in Chefetagen unterstützt.

(APA)

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139 Kommentare
 
12 3 4
Gast: Koller I
17.07.2012 10:34
2

Rücktritt für diese Person

Sie hat nur den roten Chip eingepflanzt.
Von Volkswirtschaft hat sie Null Ahnung, sonst könnte sie nicht so einen Unsinn fordern!

Gast: Gast111
16.07.2012 19:20
3

Gender = Gegen maNDER

also gegen Männer

das ist die sexistischste und diskriminierendste Gruppierung, die es gibt

Gast: Konservativer
16.07.2012 19:16
6

Frau Heinisch-Hosek, lesen Sie dieses Forum! Die Ablehnung im Volk gegen Ihre feministische Politik liegt bei fast 100%! Uwe Scheuch hat mehr Rückhalt in der Bevölkerung! Treten Sie sofort zurück!


Gast: gasti
16.07.2012 17:17
3


Ad acta.

Ist den Genderistinnen eigentlich wirklich bewusst, warum sie stets die Quote bei den Aufsichtsräten fordern, und nicht etwa bei den Vorstandsmitgliedern ?

Ehrlich ? Na dann ist ja alles in Ordnung, wir verstehen einander, und können die Forderung endlich shreddern.

p. s.: Aber eine ganz so ruhige Kugel, wie es der populären Vorstellung entspricht, sollte ein Aufsichtsratsmandat wirklich nicht sein !

Re: Ad acta.

Im Furor übersehen, dass es jetzt tatsächlich bereits um die Vorstände geht. Das ist a) blamabel für den Poster, aber b) und ungleich wichtiger: Das geht über den üblichen Ärger mit der Genderei weit hinaus.

Das passt zu allem anderen perfekt dazu, wovon wir in den letzten Tagen und Wochen erfahren mussten. Das hat - totalitäre - Methode. Ein Heranrücken auf breiter Front.

kann man diese Person

nicht endlich entfernen?

Es ist offensichtlich, dass solche Personen, danke ihres minderen Intellektes nur Schaden anrichten?

Die SPÖ verkommt immer mehr zu einer bildungsfernen, bereicherten Unterschichtspartei.

Wenn ich der Frau Hauptschullehrerin so zuhöre


bin ich froh, dass sie meine Kinder nicht unterrichtet

Antworten Gast: gast111
16.07.2012 19:22
3

Re: Wenn ich der Frau Hauptschullehrerin so zuhöre

das denke ich mir auch immer, das beste ist, dass sie keinen direkten Zugriff auf die Kinder in der schule hat

sie ist aber sicher nur freigestellt

Antworten Gast: PISA
16.07.2012 15:27
5

Im Falle dieser Lehrerin ist es kein Rechtschreibfehler,

wenn man sie als LEERKÖRPER bezeichnet

freiwilligen Selbstverpflichtung

Verpflichtung <> freiwillig Frau H., auch wenn Sie das mit dem Wort "Selbst" zu kaschieren versuchen !

Und was soll der Satz "... ich glaube, dass eine Quote Tempo macht" ? Das ist astreiner Diktaturjargon.

Das hätten Sie wohl gerne - wird aber niemals funktionieren. Nach der nächsten Wahl sind Sie hoffentlich endlich Geschichte.

Die merkwürdige Frau Heinisch Hosek

Dass Linksfeministinnen ständig private Firmen zu Zwangseinstellungen von Frauen verpflichten wollen, widerspricht unserer liberalen Gesellschaftsordnung. Dieses wiederholte Rufen nach der staatlichen Einmischung ist einfach unerträglich. Frauen haben zuwenig Selbstbewußtsein und steigen daher nicht in Führungspositionen auf. Dieses weibliche Versagen auch noch mit Frauenquoten zu belohen ist typische für den Radikalfeminismus der österreichischen Linken. Die Grünen sind ja auf dem Gebiet noch schlimmer als die SPÖ. Daher blos keine Rot-Grün im Bund. Generalsekretär Rauch hat hier absolut recht.

Re: Die merkwürdige Frau Heinisch Hosek

Grundsätzich bin ich mit ihnen einverstanden, bis auf das "zuwenig Selbstbewußtsein".

Es ist vielmehr so, dass die meisten der angesprochenen Jobs Zeit und Menschen aufreibend sind und die meisten Frauen einfach einen anderen Lebensinhalt haben, als das sie in diese Tretmühle eintreten wollen.

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Heinisch Hosek

Wo hat die Frau ihre politische Ausrichtung erhalten ? Eventuell in Nord Korea dort gibt es eine Pflicht Frauenquote.
Jedes Unternehmen stell die Menschen ein welche es benötigt.
Oder will die Dame das "Freie Unternehmertum" abschaffen ?

was für eine

ideologisch verblendete dumme frau !!

mehr fällt mir zu dieser person nicht mehr ein !

Gast: Gast: Leser
16.07.2012 10:15
10

Haftung

Einverstanden, vorausgesetzt Frau Heinisch-Hosek haftet persönlich für eventuelle Schäden (Fehlentscheidungen), die von Quotenfrauen auf Managementposten getroffen werden, auch für dadurch möglicherweise verlorengegangene Arbeitplätze. Wenn sie von den Fähigkeiten der Quotenfrauen so überzeugt ist, wird sie doch wohl nichts dagegen haben.

ein artikel mit heinisch hossek am morgen..


ein artikel mit heinisch hossek am morgen..

bringt Kummer und Sorgen

Executive Summary

Eine Quotenfrau, die noch nie in ihrem Leben etwas geleistet hat, will mehr von ihrer Sorte, damit sie nicht so viele der von ihr verhassten Männer um sich haben muss.

Da sich die Wirtschaft störrisch weigert, die Genialität ihrer Idee zu erkennen, muss sie eben dazu gezwungen werden.

was macht die den ganzen tag

nicht weil sie eine frau ist - aber was macht die fürs steuergeld ???

Wer als in Österreich geborener,..

deutschsprechender und arbeitender Mann noch die SPÖ wählt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Re: Wer als in Österreich geborener,..

Sie haben heterosexuell vergessen.

Gratulation

Alle Supermarktmitarbeiterinnen freuen sich über ihre künftigen Quoten geregelten Topppositionen.

Und damit jeder darf, gibts sicher auch eine Jobrotation.

Gast: Na und?
16.07.2012 07:25
8

Das ist der reale Feminismus:

Einige Auserwählte kommen in die Chefpositionen.

Auf Frauen mit Kindern wird gesch...en!

-> Das möge allen Frauen so offen gesagt sein...

Re: Das ist der reale Feminismus:

Ja genau - weil das bei den Männern so anders ist. Glauben Sie, bei den Männern gibts für jeden einen Chefposten? Wie stellen Sie sich das vor? Wenn jeder nur mehr Chef ist, wer macht dann die wirkliche Arbeit?

Re: Re: Das ist der reale Feminismus:

na die Chefs hält

 
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