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BZÖ-Broschüre: Petzner sieht sich als "Werbefachmann"

16.07.2012 | 15:32 |   (DiePresse.com)

Der Bündnispolitiker habe dem Straflandesgericht Wien erklärt, "wie Werbung funktioniert". Erneut wies er die Untreuevorwürfe zurück. Der Verdacht: Parteienfinanzierung über eine Broschüre auf Landeskosten.

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Am Montag sorgte die Einvernahme von BZÖ-Mandatar Stefan Petzner am Wiener Straflandesgericht für ein ungewöhnliches Medien-Interesse. Der Abgeordnete war am Vormittag geladen, um sich wegen Untreuevorwürfen zu verantworten. Auch der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler, Finanzlandesrat Harald Dobernig sowie FPK-Obmann Uwe Scheuch werden im Laufe des Nachmittages befragt.

Petzner bezeichnete sich nach seiner Befragung als "Werbefachmann". Er sei vorgeladen worden, um dem Gericht "eine Art Lehrgang" zu geben, "wie Werbung funktioniert". "Ich habe den Sachverhalt umfassend geschildert und erklärt, dass ich davon überzeugt war, bin und bleibe, dass diese Vorgehensweise zulässig war", betonte der BZÖ-Abgeordnete.

Konkret geht es um eine Werbebroschüre des Jahres 2009. Das Land Kärnten, damals in Nachfolge Jörg Haiders von Gerhard Dörfler geführt, hatte mitten im Wahlkampf im Februar 2009 eine Broschüre um 500.000 Euro Steuergeld herausgegeben, die in Stil und Wortlaut auffallend der Werbelinie des BZÖ ähnelte. Der Verdacht der Justiz lautet nach einem Bericht der Korruptionsstaatsanwaltschaft auf illegale Parteienfinanzierung.

War verantwortlich "für die Farbe Orange"

"Es geht um Fragen des Corporate Designs, um werbetechnische Dinge", betonte Petzner. "Und die habe ich als Werbefachmann beantwortet." Nach Petzners Ansicht sei unter anderem aus Impressum und Logo klar hervorgegangen, dass diese Broschüre eine des Landes Kärnten war. Dass der Kärntner Landeshauptmann Dörfler ihn als Verantwortlichen für die Broschüre nannte, kommentierte Petzner so: Er habe zu Protokoll gegeben, wofür er verantwortlich war - "nämlich für die Verwendung der Farbe Orange".

Zentrale Frage sei denn auch, ob diese Farbe verwendet werden durfte. Diese nämlich dominierte das Druckwerk und ist auch Parteifarbe des BZÖ. Petzner findet naturgemäß, dass das erlaubt sein muss. Und er habe in diesem Sinne auch versucht, bei seiner Vernehmung zu erklären, "dass es keine Bestimmung gibt, die die Verwendung der Farbe Orange als nicht zulässig erklärt".

Im Übrigen sei die Befragung juristische Routine gewesen. "Kein Grund zur Aufregung", so Petzner. "Ich weiß nicht, warum sie alle so aufgeregt sind. Ich bin es nicht."

"Rechne zu 100 Prozent mit keiner Anklage"

Dörfler selbst war nach Petzner an der Reihe, er verließ das Landesgericht, ohne eine Stellungnahme abzugeben. "Ich rechne zu 100 Prozent mit keiner Anklage", hatte der frühere BZÖ- und nunmehrige FPK-Mann vorab im Gespräch mit der „Presse". "Ich bin mir sicher, dass ich nichts verbockt und daher auch nichts zu befürchten habe." Schließlich zeige die Broschüre Politiker aller Coleurs - nicht nur des BZÖ - sowie Wirtschaftskapitäne. "Das ist wirklich eine Landesimage- und keine Parteibroschüre." Eine Absicht, mit der Broschüre (auch) Wahlwerbung für das BZÖ zu machen, das damals ums politische Überleben kämpfte, habe es schlicht nicht gegeben. "Ich habe sie auch am Tag des Erscheinens das erste Mal gesehen", sagt Dörfler.

Ob er als Landeshauptmann zurücktreten würde, sollte es doch zu einer Anklage kommen? Dazu wollte Dörfler sich nicht festlegen: "Ich mutmaße nicht. Ich vertraue auf den Rechtsstaat Österreich."

FPK-Chef Uwe Scheuch ist ebenfalls ins Gericht geladen - er ist zuletzt in der Staatsbürgerschaftsaffäre zu sieben Monaten bedingter Haft und zu einer Geldstrafe verurteilt worden. In der Werbe-Causa weist er sämtliche Vorwürfe zurück. Das gilt auch für Dobernig. Er und Scheuch zählten früher ebenfalls zum BZÖ.

(Red./APA)

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175 Kommentare
 
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IGNORIEREN statt HOFIEREN!

Um sich solch überflüssiger, geradezu beleidigend präpotenter Typen in der Gesellschaft zu entledigen, gibt es leider nur ein probates Mittel:
IGNORIEREN statt HOFIEREN!
Aber nicht nur die Medien sollten dies beherzigen. Das gesamte private und geschäftliche Umfeld müsste sich daran beteiligen! Das hätte unter Garantie eine Wirksamkeit, wie der Pranger im Mittelalter.
Er und seine Gesinnungsgenossen nennen so etwas bekanntlich AUSGRENZEN!
Einstein hat dieses negative Phänomen mit sehr treffenden Worten demaskiert:
„DUMMHEIT IST MIT SOVIEL SELBSTVERTRAUEN GEPAART. DASS MAN RASEND WERDEN MÖCHTE“:

Gast: Lome1
17.07.2012 20:28
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Ein egozentrischer Selbstdarsteller

der sich an seinen Auftritten ergötzt. Traurige Realität

Der mit dem Geilomobil fährt ...


Gast: Wurst mit Senf
17.07.2012 16:09
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Verdammt! Warum hat dieses Mädchen nur so schreckliche Männerklamotten an?


Die Corporate-Design-Ausführung Petzners ist im Grunde ohnehin bereits ein Schuldeingeständnis


Das Ziel des Corporate Designs ist es ein einheitliches Erscheinungsbild einer Organisation zu erreichen. Das BZÖ und das Land Kärnten sind allerdings nicht eine Organisation sondern zwei völlig unterschiedliche Dinge, die in ihrem Auftritt ebenso eindeutig vom Publikum unterscheidbar sein müssen. Keinesfalls darf es einen einheitlichen Auftritt der Partei und des Landes geben, sodass es für den Adressaten nicht mehr möglich ist, zwischen beiden zu unterscheiden.

Genau das wollte Petzner aber. Er hat das Corporate Design des BZÖ auf eine Broschüre des Landes Kärnten übertragen, sodass der Wähler selbstverständlich dazu verleitet wurde oder gar glauben musste, dass es sich um eine BZÖ-Broschüre handelt.

P.S.: Der Hinweis auf das Impressum ist doch armselig. Wenn eine Broschüre des Landes Kärnten von einer BZÖ-Broschüre nur durch einen Blick ins Impressum unterscheidbar ist, dann ist das sicherlich nicht ausreichend. Petzner verhält sich wie ein Schlitzohr, das versucht im Kleingedruckten der AGB noch schnell den Konsumenten über den Tisch zu ziehen.

Krocha

eine gesellschaftliche Gruppe, die schon fast in Vergessenheit geraten ist:

der Krocha!

ein neon-oranges Kapperl fehlt ihm noch, dem Clown! bam oida!

Gast: wiesowiesowieso
17.07.2012 12:49
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wiso beschäftigt sich die Öffentlichkeit mit solchen Nullen....

was hat dieser "Politiker" aus dem haiderschen-Freunderl-/Buberlkreis... denn schon geleistet... ? dass man ihn so oft in den Medien sieht...bzw. die sich mit ihm beschäftigen ?
Der ist doch schon fast so peinlich in seiner intellektuellen Tieffliegerposition wie Lugner....

ein echter patriot

dem leiberl nach :-)

Re: ein echter patriot

...des is wegn de Olympischn Spiele...

;-)

Re: Re: ein echter patriot

ah geh, er will zeigen wo er schon überall im Urlaub war und dass er ausländisch kann....
:))

obwohl, soooo braun is er dort ned worden

3 0

Der Petzner...

sieht mit seinem T-Shirt und mit seiner Bräune eher aus als ob er baden geht.....

Wobei.... würde ja eigentlich auch passen....

Antworten Gast: nadaschaustabernurso
17.07.2012 12:51
1 0

Re: Der Petzner...

... intellektuell ist der schon lange baden gegangen.... eben ein "Gewächs" aus dem sattsam schillerndem Umfeld von Haider...
eine Sumpfblühte, die viel zu viel Beachtung in den Medien findet... und mit dem BZÖ hoffentlich nach den nächsten ahlen weg ist...

0 0

Re: Re: Der Petzner...

...da gibt’s eben nur ein probates Mittel: IGNORIEREN statt HOFIEREN!
Aber nicht nur von den Medien, sondern auch vom gesamten privaten und geschäftlichen Umfeld!
Seine Gesinnungsgenossen nennen so etwas bekanntlich AUSGRENZEN!

Re: Re: Der Petzner...

mi scusi,
aber ohne Intellekt, kann man intellektuell ned baden gehn....;))

So wenig ich für Scheuch und Petztner übrig habe

aber beim Inseratenkanzler wird nicht einmal ermittelt. Fair?

Landtagswahlkampf Stmk. Schachner - Klasnic

Irgendwann in grauer Vorzeit hat eine Zeitung aus dem Wahlkampf Schachner gegen Klasnic berichtet, die Landeshauptfrau hatte im Wahljahr 50000 Kuverts auf Landeskosten verbraucht, ihr Herr Stellvertreter 2500000, was ist dannach passiert? Nichts!

Antworten Gast: jurist000
17.07.2012 16:14
0 0

Re: Landtagswahlkampf Stmk. Schachner - Klasnic

weil's in diesem fall rechtens war?

Re: Re: Landtagswahlkampf Stmk. Schachner - Klasnic

mei über solche gutgläubige Leut freut sich die Politik ;-)

Nichts anders habe ich erwartet

Dörfler hat ein eigenes Rechtsverständnis. Er, kommt von einer Bank und das sind doch jene, die uns die Krise eingebrockt haben. Solche Leute sind immer unschuldig. Sie brauchen nur manchmal Hilfe und die kriegen sie, wie man weiß.
So gewöhnt man sich an so manche Unterstützung.
Und der Petztner der hat diesen ungebildeten Richtern jetzt einmal erklärt, wie Werbung funktioniert. Die haben ja keine Ahnung!

Für mich leben diese Politiker in einer völlig eigenen Welt. Die Wahrnehmung ist so abgehoben. Sie wollen auch nicht auf die zu vertretenden Menschen hören. Sie wollen nur deren Geld und das sieht man auf der ganzen Linie.

Re: Nichts anders habe ich erwartet

...der amtierende Herr BK offensichtlich auch - wie war das nochmal mit den "Millionen für den Werner"???

Antworten Gast: Herkules9020
17.07.2012 09:55
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Bitte um Nachsicht!!!

Hat es da nicht von der Staatsanwalt im Jahre 2009 bzgl. des Herrn Landeshauptmannes Dörfler die bemerkenswerte Erkenntnis "er kann die Tragweite seiner Handlungen nicht einschätzen...." gegeben?

Gast: Jugendlicher aus Kärnten
17.07.2012 07:36
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Warum gehen die Sesselkleber nicht????

Habens Angst in der Privatwirtschaft keinen Job mehr zu finden?
Hat Dörfler, Dobernig, Scheuch, Petzner, Ragger und die andere FPK Brut kein Rückgrat? Wieviel Schaden will diese Partei noch anrichten? Die Kärntner Jugend darf das alles ausbaden!

Verschwindet endlich ihr Falotten, Ganoven!

Schiebt euch den Jugendtausender irgendwo hin aber belästigt nicht uns Jugendliche!

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"... aber belästigt nicht uns Jugendliche"

Sie meinten wohl "uns Jusos"

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Österreich... ein parallel Universum wo Rückgrat und Rücktritt Fremdwörter sind!!!


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Ist ja interessant, nicht?!?!


Als Normalbürger (vorbestraft oder gar im Häf’n gsess’n) wird dir auf dem Arbeitsmarkt nicht mal mehr eine Portokasse anvertraut.

Für einen Politiker gilt es aber offensichtlich als Befähigungsnachweis.

Re: Ist ja interessant, nicht?!?!


Als Normalbürger kommen Sie auch selten in die Lage ein Großprojekt zu führen!

Wo gehobelt wird fallen Späne!

Seltsamerweise wird aber nur auf Blau und Orange hingedroschen!

Dabei wäre da in Wien soviel zu tun!


 
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