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Causa Birnbacher: Staatsanwalt dehnt Anklage aus

18.07.2012 | 10:23 |   (DiePresse.com)

Die Anklage wegen Untreue rund um die Beratertätigkeit von Dietrich Birnbacher wird unter anderem auf den Kärntner VP-Chef Martinz ausgedehnt.

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Staatsanwalt Andreas Höbl hat am Mittwoch am fünften Prozesstag im Strafprozess in der "Causa Birnbacher" die Anklage gegen ÖVP-Chef Josef Martinz sowie die Vorstände der Kärntner Landesholding (KLH), Hans-Jörg Megymorez und Gert Xander ausgeweitet. Es geht nun nicht mehr nur um die Angemessenheit des Honorars von sechs Millionen Euro. Die Zuziehung des Steuerberaters Dietrich Birnbacher und seine Leistungen beim Verkauf der Kärntner Hypo an die BayernLB im Jahr 2007 seien nicht notwendig gewesen, sondern nur fingiert worden, um "illegalen Zahlungsflüssen den Anschein der Korrektheit zu geben", begründete Höbl seine Entscheidung.

Der Untreueschaden hatte laut Anklage ursprünglich 5,7 Millionen Euro betragen, der Staatsanwalt erhöhte ihn nun auf die vollen sechs Millionen Euro, die Birnbacher als Honorar ausgezahlt worden waren. Zusätzlich nahm der Staatsanwalt den Betrag, den die sechs von Megymorez und Xander in Auftrag gegebenen Gutachten ausgemacht hatten, nämlich rund 50.000 Euro in den Untreueschaden auf. Auf Birnbacher selbst wurde die Anklage nicht erweitert.

Leistung nur 240.000 Euro wert?

Ein vom Staatsanwalt in Auftrag gegebenes Gutachten hatte ergeben, dass Birnbachers Leistungen lediglich rund 240.000 Euro wert gewesen waren. Dieses Gutachten versuchten die Verteidiger der nicht geständigen Angeklagten in Zweifel zu ziehen. Der deutsche Sachverständige habe nicht nach österreichischen Recht geurteilt, meinte etwa Gernot Murko, Anwalt von Holding-Vorstand Xander. Entsprechende Anträge der Verteidigung wurden weitgehend abgewiesen.

Die Sachverständigen, die die Gutachten für die Landesholding erstellt hatten, müssen nun selbst mit strafrechtliches Ungemach rechnen. "Wir werden sie selbstverständlich entsprechend belehren", sagte Richter Manfred Herrnhofer. Die Frage sei nun, ob sie sich einem "Beitrag zur Untreue" schuldig gemacht hätten, so Herrnhofer.

Keine Vorgaben für Birnbacher

Am heutigen Prozesstag sagte Martinz aus, dass Birnbacher keine Vorgaben für seine Tätigkeit im Zuge des Verkaufs der Hypo-Anteile durch die Kärntner Landesholding an die BayernLB in Jahr 2007 bekommen hat. Warum das so gewesen sei, konnte  Martinz nicht beantworten. Er sei bei der mündlichen Auftragsvergabe durch den damaligen Landeshauptmann Jörg Haider an Birnbacher nicht dabei gewesen sei, sagte er.

Richter Manfred Herrnhofer wollte daraufhin von Martinz wissen, ob die Leistungen des Steuerberaters kausal für den erfolgreichen Abschluss des Verkaufs der Hypo-Anteile an die BayernLB gewesen seien und ob Martinz das überprüft habe. "Ich hab auf seine Berichte vertraut", antwortete Martinz. Birnbacher wurde für den "Erfolgsfall" ein Millionenhonorar in Aussicht gestellt. Was allerdings als Erfolg zu werten sei, wurde nicht definiert.

 

 

(APA)

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19 Kommentare

Verbrechergesindel- wohin man blickt......

Tagtäglich werden normale, fleißige österreichische Steuerzahler durch derartige Selbstbereicherungsmeldungen sprichwörtlich am Nasenring vorgeführt. Jeder, der monatlich zwischen € 1500,- und € 3000,- brutto verdient ist offensichtlich ein VOLLIDIOT- aber wartet nur, Politgünstlinge- die Vollidioten werden bald den aufrechten Gang üben.......und dann gnade euch Gott !

Gast: Gutachter Sepp
19.07.2012 07:37
2 0

Schaut Euch einmal an wer in Kärnten in den Aufsichtsräten sitzt?

Alles sind von ÖVP und FPK, den Schaden zahlt dann der Steuerzahler!

PAssender Beitrag vom ORF:
http://www.youtube.com/watch?v=P-Dr9n32LKs

Gast: Schnauze voll
19.07.2012 06:05
3 0

Schreibtischtäter

Ich frage mich von wem jetzt Dobernigg und Abnickfreunde die Befehle ausführen. Solche Politiker braucht Österreich sicher nicht. Sind das miese,schäbige Kreaturen.

Jetzt wird es eng............

...............und es wird immer offensichtlicher, dass Haider und Martinz die 12 Millionen für die FPK/ÖVP Parteikassen haben wollten. Zum Glück wurde der Deal öffentlich.....

Gast: derdschungelruft
18.07.2012 17:29
3 0

Bananen für Dobernig

Dienstzeugnis von Kärntner-FPK-Finanzlandesrat Dobernig:

Die ihm aufgetragenen Aufgaben zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt.

Mehr war es leider nicht. Ein Finanzlandesrat, der nicht selbständig denkt ist nicht besser als ein Aff.

Also sollte man ihn mit Bananen bezahlen.


Antworten Gast: Straßenkehrer vom Dienst
19.07.2012 07:35
1 0

Re: Bananen für Dobernig

Wenn wir jetzt zu dieser Erkenntnis kommen, dann schmeißt den Kerl sofort raus und entzieht ihm alle Aufgaben bevor er noch mehr Schaden anrichtet!

Der darf nicht weiter schalten und walten und noch mehr kaputt machen, der ist ja ein Schaden für Kärnten wie die Scheuch Brüder, Ragger, Dörfler...

Daher wären Neuwahlen nicht schlecht!

Kärtnen ist seit Schüssel und Grasser überall in Österreich

Es ist nicht mehr schön, fast schon eine Schande, sich dem Pass nach Österreicher nennen zu müssen, noch dazu, wenn man die Wurzeln des Übels kennt.
Die aber sind eindeutig in dem unbändigen Willen Wolfgang Schüssels zu suchen, endlich Bundeskanzle werden zu können. Zusammen mit Karl-Heinz Grasser bereitete er den Boden auf, dass Österreich zu einer Insel der Korruption und Bestechlichkeit wurde. Eine internationale Bewertung , die seit Jahren nicht widerlegt worden ist.
Schüssel und Grasser waren es auch, die uns Österreichern den Ruf einbrachten, ein Volk von Schlawinern zu sein. Denn die beiden ließen ihre Amigos gewähren, sich schamlos am öffentlichen Eigentum zu bedienen.
Die aktuellen Vorgänge vor Gerichten in Kärnten, aber auch vor der Korruptions-Staatsanwaltschaft in Wien, wo es derzeit vor allem Kärntner sind, die dort aus- und eingehen müssen.
Diese Feststellung bezieht sich jedoch nicht nur auf den geografischen Begriff Kärnten, denn Kärnten ist in Österreich seit Schüssel und Grasser bereits überall.
Wenn ÖVP und SPÖ es daher wider Erwarten mit ihrem Vorhaben ernst meinen sollten, die Sümpfe, die unter Schüssel und Grasser ganz Österreich überzogen haben, trocken legen zu wollen, dann sollten sie sich schleunigst nicht in Mitbestimmungsmodellen verzetteln, sondern ihren Widerstand aufgeben, auch aktive Politiker vor den Korruptions-U-Ausschuss zu zitieren. Ohne Ansehen der Person müsste das geschehen, sonst setzen beide Parteien ihre Zukunft aufs Spiel.

seit Schüssel und Grasser überall in Österreich


wie Sie vielleicht nicht wissen, stammen die mit Abstand meisten rechtskräftig verurteilten Regierungsmitglieder - samt Bundeskanzler - aus einer damaligen Oppositionspartei.

Re: Kärtnen ist seit Schüssel und Grasser überall in Österreich

Soweit ich mich erinnere, hat schon ein gewisser Rudolf Kirchschläger vor langer Zeit von der notwendigen Trockenlegung von Sümpfen und sauren Wiesen gesprochen.

Es ist lächerlich, so zu tun, als wäre die Korruption erst mit der Schüssel Regierung ins Land gekommen.

Re: Re: Kärtnen ist seit Schüssel und Grasser überall in Österreich

Bundespräsident KIrchschläger hat von einigen Sümpfen und sauren Wiesen gesprochen, die trocken zu legen seien.
Unter Schüssel und Grasser wurden jedoch Korruption und Bestechlichkeit zur österreichischen Normalität.
Heutzutage sind wir in Österreich bereits soweit, dass man Politiker, für die man die Hand ins Feuer legen könnte, suchen muss wie die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen.
Daran wird sich auch nichts ändern, solange sich ÖVP und SPÖ im Korruptions-U-Ausschuss mit aller Kraft dagegen stemmen, auch aktive Politiker vor den Ausschuss laden zu können. Das ist doch nur ein Freibrief für Politiker und nährt die Vermutung, dass es in den beiden Parteien auch korrupte Politiker gibt, die es zu schützen gilt.

deutsche Sachverständige habe nicht nach österreichischen Recht geurteilt

Der SV kann nicht urteilen der kann nur begutachten.
Wer die Käsezettel von Birnbacher gesehen hat, kann bei Einsatz des Hausverstandes auch ohne Fachkenntnisse zu dem Schluss kommen dass das Honorar nicht angemessen war.

Gast: Hans M..
18.07.2012 15:49
7 0

Tolle Aufsichtsräte Dobernig,Rumbold und Co

Haben von nichts gewusst,nichts hinterfragt und nichts interessierte sie kein Gutachten gelesen nichts und an allem war nur Haider schuld.

Bin gespannt wie lange sich der Richter noch verarschen lässt.

Gast: der Österreicher
18.07.2012 14:33
5 2

..und da ist es wieder das Überraschungsverbot



Da wird nach einer möglichen erstinstanzlichen Verurteilung die zweite Instanz (Grazer OLG) das wieder an das Erstinstanzgericht zurückweisen...

...weil

...jaaaa, da haben wr es wieder das gerne benutzte Überraschungsverbot..

Gilt wohl nur für Politiker ...vorallem im Südösterreich.

Überraschungsverbot für erstinstanzliche Verurteilungen und Einstellung von Anklagen wegen "keiner jusristischen Ausbildung und dadurch keine Schuldfähigkeit" für Landeshauptleute.

Gilt nicht für Normalbürger. Für die gilt " Unwissenheit schützt vor Strafe nicht"

Antworten Gast: Gast 123
18.07.2012 19:18
1 1

Re: ..und da ist es wieder das Überraschungsverbot

Vielleicht ist es auch einmal von Interesse, wer im OLG Graz das Sagen hat, da dort mehrere Richter mit burschenschaftlichen Hintergrund beschäftigt sind. Vielleicht sollte im Falle politischer kärnterischer Angelegenheiten die Berufungsbehörde in einem anderen Bundesland angesiedelt sein

Re: ..und da ist es wieder das Überraschungsverbot


Das Überraschungsverbot wird die Angeklagten in diesem Fall auch nicht retten.

Die Staatsanwaltschaft hat die Klage doch ausgeweitet, d.h. die Angeklagten wurden in ihren Verteidigungsrechten nicht beschnitten. Wenn die STA die Anklage nicht ausgeweitet hätte, wäre es unter Umstände problematisch geworden.

Bei Scheuch gab es einen Verstoß gegen das Überraschungsverbot, weil er vom Richter aufgrund eines Sachverhaltes verurteilt wurde, der so von der Staatsanwaltschaft nicht (!) angeklagt wurde. Das ist jetzt aber nicht der Fall.

iura novit curia

war die Antwort des K-STA..nachdem die Verteidiger den Sachverständigen des STA abberufen wollten, bzw. einen Antrag gestellt hatten.....d.h. der Birni war in die Verkaufsverhandlungen lt. Berlin nicht einbezogen und sollte 6 Millionen kassieren..???

Gast: korrupti
18.07.2012 13:06
4 0

Wie bitte? Der Steuerzahler musste für diese offensichtlich falschen Gutachten 50.000 Euro blechen??!!

Jeder wusste das vorher, dass 6 Millionen Euro für so ein Papier zuviel war!! Für wie blöd halten diese Gutachter u. Dörfler u. Co. den Steuerzahler eigentlich?! UNFASSBAR!!!

Re: Wie bitte? Der Steuerzahler musste für diese offensichtlich falschen Gutachten 50.000 Euro blechen??!!

Kärnten ist eben anders und das gläubige Volk dieser Provinz

zündet in Lambichl

immer noch täglich viele Kerzalan für ihren + "Paten" Jörgi an.

3 2

Re: Re: Wie bitte? Der Steuerzahler musste für diese offensichtlich falschen Gutachten 50.000 Euro blechen??!!

bitte nicht alle Kärntner in einen Topf werfen, ich bin auch aus diesem wunderschönen Bundesland und kann diese ganze Bagage nicht mehr sehen, NUR es gibt und gab keine Alternativen oder Glauben sie im Ernst im prölschen NÖ bzw. im häuplschen Wien ist es besser??? oder vielleicht sind sie ja einfach nur neidig kein Kärntner zu sein.