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"Frauenhäuser zerstören Ehen": Wirbel um FP-Stadträtin

18.07.2012 | 14:04 |   (DiePresse.com)

Die Amstettner FP-Politikerin Kashofer kritisierte die Subventionierung des örtlichen Frauenhauses und der Frauenberatung. Frauenministerin Heinisch-Hosek zeigt sich "zutiefst empört".

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Eine Aussage der Amstettner FPÖ-Stadträtin Brigitte Kashofer über Frauenhäuser sorgt für Aufregung. Auf der Website der Partei begründete sie die Ablehnung der Subventionierung des örtlichen Frauenhauses und der Frauenberatung am Wochenende damit, dass Frauenhäuser "an der nachhaltigen Zerstörung von Ehen und Partnerschaften maßgeblich beteiligt" seien.

Von SP-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, der ÖVP und den Grünen kommt heftige Kritik. "Ich bin erschüttert und zutiefst empört über die Aussagen der FPÖ Amstetten. Die FPÖ braucht dringend Nachhilfe in Mitmenschlichkeit", sagte Heinisch-Hosek am Mittwoch. "Denn dass Frauenhäuser Ehen zerstören, diese Aussage kann nur jemand machen, der keine Ahnung hat, was diese Frauen in ihrem Leben schon durchgemacht haben."

"Nimand aus Jux und Tollerei im Frauenhaus"

Niemand würde in ein Frauenhaus "aus Jux und Tollerei" gehen, betonte die Ressortchefin. Vielmehr müssten die betroffenen Frauen vor Gewalt, vor Verletzung und Ausbeutung flüchten. "Das zu verleugnen, das ist nicht nur zynisch, das ist zutiefst verletzend und frauenverachtend." Sie erwarte sich eine Klarstellung der Bundes-FPÖ, so die Ministerin. "Denn Gewalt gegen Frauen derart zu verharmlosen, das ist schlichtweg inakzeptabel."

Die für Frauenfragen zuständigen Landesrätin Barbara Schwarz (ÖVP) sagte, auf dem Rücken "der von Gewalt bedrohten Frauen und Kinder in unserem Land" dürfe kein politisches Kleingeld gemacht werden. Frauen, die Schutz für sich und ihre Kinder suchen, würden in Niederösterreich "jede nur erdenkliche Unterstützung" erhalten.

Für den Amstettner Grünen-Gemeinderat Thomas Huber und Landesgeschäftsführer der Grünen Niederösterreich hat Kashofer "den Bogen endgültig überspannt", sie müsse "sofort zurücktreten".

"Niemand in der FPÖ hat etwas gegen Frauenhäuser"

Aus der Bundes-FPÖ hieß es am Mittwoch, die Partei lehne Frauenhäuser als Institutionen nicht ab: "Niemand in der FPÖ hat etwas gegen Frauenhäuser". In Amstetten gehe es "einzig um die Finanzierung in der Höhe von 8000 Euro, die die Freiheitlichen aus guten Gründen abgelehnt haben". Es sei nicht einzusehen, warum die Amstettner alleine diese Last tragen sollten.

Die Empörung der SPÖ über Kashofer nannte die FPÖ "lächerlich" und ein "billiges Schmierentheater auf dem Rücken der missbrauchten Frauen". Die SP-Frauenpolitikerinnen sollten doch die nötigen Fördermittel "einfach von ihrer Frauenministerin einfordern".

(APA)

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319 Kommentare
 
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Gast: phaidros
01.08.2012 11:30
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Experiment

Ich rate Frau Kashofer zum Selbstexperiment, ein Monat an der Seite eines Alkoholikers zu verbringen, der sie täglich verdrischt und/oder vergewaltigt.

Sollte sie ihre Meinung beibehalten, kann man ja weiterdiskutieren...

(P.S. Weiß man, was eigentlich dran ist an dem Gerücht, dass ihre Schwiegertochter derzeit in einem Frauenhaus lebt? Hmm...)

(P.P.S. Natürlich wird es auch Missbrauch geben, aber den muss man bei Institutionen wie einer solchen in Kauf nehmen bzw. versuchen hintanzuhalten. Sonst müssten wir auch die Abschaffung des Krankenstands fordern)

Gast: fj
21.07.2012 08:06
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Verwechslung

Viellicht verwechselt Frau Kashofer da etwas. Möglicherweise sollte ihr Hilmar Kabas dank seiner umfangreichen Erfahrung den Unterschied zwischen Frauenhaus und Freudenhaus erklären.
http://gedankenstrich-franzjosef.blogspot.com

Einzelfälle und Mißbrauch

Ja, es gibt Einzelfälle in Österreich, in denen Frauen und Mütter/Kinder häuslicher/ehelicher Gewalt ausgesetzt sind. Und ja, es gibt Einzelfälle in denen Männer und Väter/Kinder (meist psychischer) Gewalt ausgesetzt sind. In beiden Fällen sollte Hilfe angeboten werden. Das ist nicht der Fall, daher sind Männer/Väter aufgrund ihres Geschlechtes diskriminiert und das widerspricht den Menschenrechten.
Bis vor kurzem konnten scheidungswillige Frauen im Frauenhaus die Liste der 10 Punkte zur Ehemännervernichtung abholen und dies auch ungestraft durchführen. Das ist Mißbrauch und überschreitet die Kompetenzen des Frauenhaus um Lichtjahre. Darüber hinaus ist es eine Anstiftung zu Straftaten. Diese Kritik der "Brandbeschleunigung" müssen sich Frauenhäuser und übrigens auch die Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt gefallen lassen und am besten diese Praxis abdrehen - wenn sie es ehrlich meinen.

Antworten Gast: growing_grass_listener
20.07.2012 11:23
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Re: Einzelfälle und Mißbrauch

Nun, wenn die fehlende Hilfe für Männer nach deiner Meinung eine Verletzung von Menschenrecht darstellt, würde ich eine Individualbeschwerde beim EGMR dringend vorschlagen.

"Aufforderungen zur Vernichtung von Ehemänner" wären strafbar, sofern diese strafbare Handlungen beinhalten. Alleine schon deshalb hätte eine einfache Anzeige bereits zum Erfolg geführt und gereicht.

Und Kritik in jeder nicht beleidigenden Form, also auch der Begriff "Brandbeschleunigung" ist in Österreich erlaubt.
Dass es keine Brandbeschleunigung sein kann setzt natürlich eine gewisse Logik voraus - diese hat nicht jeder Mensch - wo weit und breit kein Feuer ist, kann man keinen Brand beschleunigen!
Und "ehrlich" meinen es alle Einrichtungen, welche hilfesuchende Menschen aufnehmen, beschützen und ein Leben ohne Angst ermöglichen.

Die Finanzierung sollte für solche Dinge eigentlich zur Nebensache werden, lediglich eine politisch motivierte Besetzung von Personal ist strikt abzulehnen und völlig konträr zum eigentlichen Zweck.

Re: Re: Einzelfälle und Mißbrauch

... die einfache Anzeige gibt es ind er österreichischen Rechtspraxis im Außerstreitverfahren nicht. Mißbräuchliche Vortäuschung eines §38a SPG Vorfalles muß auch nicht bewiesen werden, der Verdacht reicht. Besitzstörung während der einstweiligen Verfügung nach §38a SPG Anträgen wird nicht geahndet und Beugestrafen gegen Mütter wegen Gefährdung des Kindeswohls nicht exekutiert. RichterInnen zerknüllen diesebezügliche Anzeigen und Lächeln ...

Antworten Antworten Antworten Gast: schon_wieder_zum_Schreiben_animiert
20.07.2012 14:24
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Re: Re: Re: Einzelfälle und Mißbrauch

1.) Wie kommst Du auf ein Außerstreitverfahren? Wir sprechen hier gemäß deiner Behauptung von einer Aufforderung zu einer Straftat (Vernichtung von Ehemänner). Bitte nachlesen: Aufforderung zu einer Straftat
2.) Was hat eine Wegweisung/Betretungsverbot gemäss §38a mit einer Anzeige zu tun?

Auch deine Interpretation ist falsch: Ein Betretungsverbot wird auf Grund bestimmter Tatsachen, insbesondere wegen eines vorangegangenen gefährlichen Angriffs ausgesprochen - in jedem Fall geht hier das Gesetz nicht von Annahmen aus, sondern von TATSACHEN!!
Siehe http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Dokumentnummer=NOR40108483
" target="_blank">http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Dokumentnummer=NOR40108483


Also bitte vorher informieren!
LG

Gast: growing_grass_listener
19.07.2012 17:50
2 1

Auch ich werde so eine FPÖ nicht wählen!

Da können sich die Kampfposter-Nicks noch so anstrengen - diesen Widerspruch kann die FPÖ nur mit der Entfernung solcher Subjekte lösen und nicht mit wenigen Personen die viele Nicks benutzen....

Komisch ist ja auch, dass in Amstetten die Meinung anders lautet als die der offiziellen FPÖ - da scheint es nur um ein paar tausend Euro zu gehen.
Hier scheint die linke Hand etwas anderes zu tun als die Rechte!

Antworten Gast: Get
19.07.2012 18:24
1 0

Re: Auch ich werde so eine FPÖ nicht wählen!

Kümmert keinen was du wählst.

Antworten Antworten Gast: zumSchreibenAnimierter
19.07.2012 22:10
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Re: Re: Auch ich werde so eine FPÖ nicht wählen!

Naja, dann habe ich ja schon Erfolg, denn Du bist mit Sicherheit "Einer" - ein "Keiner" hätte nicht geantwortet.

Gast: Pensador
19.07.2012 14:33
1 4

So eine FPÖ werden ich 2013 nicht wählen !

Ausmisten, Herr Strache, und dann Platz machen für einen echten Freiheitlichen !!!

Dann gibt es auch wieder Stimmen abseits des braunen Randes.

wen interessiert das?

darfst auch brav weiterzahlen für die EU.

daran werden die blauen nichts, aber rein gar nichts ändern.


aha. frauenhäuser zerstören beziehungen.

und ärzte verursachen krankheiten.

die blauhirnsynapsen sind schon was ganz witziges.

Gast: Die gute alte Zeit
19.07.2012 09:55
5 4

im Wirtshaus


Man kennt sie aus jedem Dorfwirtshaus: jene Männer, die sich oft gebrüstet haben, dass sie wieder einmal der "Oidn ane in die Pappn" gehaut haben.
Viele Frauen haben das, um der Kinder willen, oft jahrelang ertragen, und mangels eigenem Einkommen auch kaum Auswege gehabt.

Viele haben, als die Kinder erwachsen waren, eine, wenn auch schlecht bezahlte, Stelle angenommen und sich scheiden lassen, ganz ohne Frauenhaus.

Die weinerliche, vor Selbstmitleid triefende Männlichkeit ist allabendlich im Wirtshaus anzutreffen: er muss die Wäsche selber waschen, und kochen tut auch keiner für ihn. Dass ihm halt zu oft die Hand ausgerutscht ist, mei, das war ja nicht ernst gemeint. Und nach dem fünften Viertel ist überhaupt ER das bedauernswerte Opfer.

Dieser Männertyp kann den Machtverlust nicht verwinden, und fühlt sich zutiefst gedemütigt, leider ohne selbstkritisch zu analysieren, dass eine Partnerschaft so halt nimmer funktioniert.

Dass diese Klientel gegen Frauenhäuser, Emanzen, Feminismus und was immer wettert zeigt lediglich die Unfähigkeit, die Frau ausserhalb der eigenen Wunschvorstellung wahrzunehmen.


Antworten Gast: gast-00
19.07.2012 17:15
1 0

Re: im Wirtshaus

Dummer Kommentar - welcher Machtverlust? haben nicht jene, die keine Konsequenzen für ihr Handeln befürchten müssen, die größte Macht?
und dass sind und waren immer schon die Frauen.

Re: im Wirtshaus

dort scheinst du ja deinen Stammplatz zu haben ... und lallst jeden Tag dasselbe, schwer umnebelt LOL

Antworten Gast: Interesse halber
19.07.2012 10:31
5 2

In welches Wirtshaus gehen Sie?

Ich kenne kein einziges, wo dieser Typ Männer anzutreffen ist.

Vielleicht gibt es ihn auch gar nicht und die Zeilen oben entspringen lediglich Ihrer Phantasie?

Antworten Antworten Gast: Die gute alte Zeit
19.07.2012 11:34
4 2

Re: In welches Wirtshaus gehen Sie?


Diese Wirtshäuser sind im Fürstentum Pröll und der geschilderte Fall keineswegs ein Einzelfall oder Phantasieprodukt.

Das ländliche Idyll ist halt auch nicht mehr das, wie es manche gern hätten.

"Bauer sucht Frau" hat das Thema ja aufgegriffen, wobei sich die Problematik nicht auf die genannte Berufsgruppe beschränkt.

Re: In welches Wirtshaus gehen Sie?

'Ich habe es nicht erlebt und deswegen gibt es nicht'.
Ah, beim 2 Weltkrieg waren Sie auch nicht dabei? :-)

Ich schlage vor:

Frau Kashofer als Frauenminsterin!

Bessere Ehe- und Familienberatung!

Frauenhäuser soll es geben, doch ohne öffentliche Finanzierung.

Antworten Gast: 002
19.07.2012 11:43
2 1

Re: Bessere Ehe- und Familienberatung!

und wer finanziert die dann?

Re: Re: Bessere Ehe- und Familienberatung!

Wer finanziert Hotels und Jugendherbergen? Große Frage, he?

Gast: Michl H. & die Roten Stadtmusikanten
19.07.2012 08:56
7 4

Wenn ich was von den Blauen hören, dann fürchte ich immer es ist nicht der Zweigelt oder Portugieser!

Freiheitlich Blau ist ungenießbar und vergällt die Republik!
Wer sowas wählt, dem ist nicht mehr zu helfen, meine liepen Freunde!
In Wien gäbs sowas jedenfalls nicht.

Gast: Frau
19.07.2012 07:52
7 4

Unnötig

Ich war wegen psychischer Gewalt in einem Frauenhaus, die haben mich nur über Rechte informiert. Geholfen habe ich mir selber. Dazu braucht es nicht so eine teure Finanzierung Über Rechte kann man sich auch gratis am Telefon informieren.

Antworten Gast: tztztztzt
19.07.2012 10:04
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Re: Unnötig

und bei physischer gewalt? laufenS dann runter zur telefonzelle, plaudern ein bissal mit einem psychologen und gehn dann wieder hoch zum gewaltbereiten ehemann? und die kinder immer mit dabei, damit die auch ordentlich was mitbekommen, vom leben

 
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