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Causa Birnbacher: Jörg Haider hatte stets das Sagen

19.07.2012 | 18:20 |   (Die Presse)

Die Zeugen zeichnen das Bild eines allmächtigen Landeshauptmanns. Es hätte keinen Sinn gehabt, Haider nicht einzubinden, ohne ihn wäre so ein Vorhaben nicht umsetzbar gewesen.

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Klagenfurt/Apa. Ohne Jörg Haider ging gar nichts – das war der Tenor im gestern fortgesetzten Untreue-Prozess gegen Kärntens ÖVP-Chef Josef Martinz, Steuerberater Dietrich Birnbacher und die Vorstände der Kärntner Landesholding Hans-Jörg Megymorez und Gert Xander.

Othmar Ederer, Chef der Grazer Wechselseitigen Versicherung (und seinerzeit Minderheitseigentümer der Landesbank Hypo), sagte als Zeuge aus, dass gegen den Willen Haiders ein Verkauf der Bank nicht möglich gewesen wäre. Es hätte keinen Sinn gehabt, Haider nicht einzubinden, ohne ihn wäre so ein Vorhaben nicht umsetzbar gewesen.

Wolfgang Kulterer, seinerzeit Vorsitzender des Hypo-Aufsichtsrats, erklärte, dass er Haider darauf aufmerksam gemacht habe, dass ein Vertreter der Kärntner Landesholding bei den Verhandlungen dabei sein müsse. Der Landeshauptmann habe ihm dann mitgeteilt, dass dies Birnbacher sein werde. Warum er Haider nicht darauf aufmerksam gemacht habe, dass Politiker den Vertreter der Landesholding gar nicht bestimmen dürften, fragte der Richter. Kulterer: „Ich sah mich nicht in der Lage. Ich kann dem Haider nicht vorschreiben, was er zu tun hat.“ Außerdem habe Haider kurz davor in den Medien kundgetan, dass „Kulterer Geschichte ist“.

Aufsichtsrat war „eine andere Welt“

Reinhard Zechner, Ex-Vorstand der Landesholding, erklärte im Zeugenstand, dass er vom Verkauf der Hypo-Anteile aus dem Fernsehen erfahren habe. Zechner berichtete auch, dass der Aufsichtsrat der Landesholding ein „besonderer“ gewesen sei, „eine andere Welt“. Es sei ungewöhnlich, dass man für den Hypo-Verkauf keine Investmentbank beigezogen habe. Er, Zechner, sei jedenfalls umgehend als Vorstand der Landesholding zurückgetreten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.07.2012)

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31 Kommentare
 
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Gast: Gimpel
24.07.2012 11:01
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Simpler Trick!!

Es ist bekanntlich die beste Methode, unbequeme Verhörfragen dadurch loszuwerden, dass man in seiner Antwort immer alle Verantwortung auf Tote schiebt und nur diese beschuldigt - die können sich nicht ehr wehren! Mir tut Haider fast schon leid, dass er jetzt für alles, aber auch alls herhalten muss, was seine Freundeln in Kärnten angerichtet aben!Undfür das, was er selbst angerichtet hat, kann man ihnja leider auch nich mehr zur Rechenschaft ziehen....

Gast: Aus der Ferne betrachtet
20.07.2012 18:14
3 0

So schauts aus

Haider ist als Saubermacher angetreten und es endete in einem Sumpf!

Treffender Bericht:

http://www.youtube.com/watch?v=P-Dr9n32LKs

Position und Verantwortung!

Etwas Sagen und Verantwortung tragen sind nicht das gleiche! Daher ist überall Verantwortung einzuklagen!

man soll ja ueber Verstorbene nichts Schlechtes sagen,

aber die Gedanken sind frei !

...und wie war's beim Kreisky?

Fall Länderbank: Weil "der Herr Bundeskanzler" es angeschafft hatte, musste die rot geführte verstaatlichte Länderbank gegen alle Vernunft die Klimatechnik bis zu deren Pleite ebenso finanzieren wie Eumig. Als Kreisky dann einmal maulte (gegen Vranitzky als neuem LB-General), dass der als Opfer geschasste LB-Chef E. "noch immer frei ist" höhnte dieser in trauter Runde ganz cool: "Na ich habe von jedem Anruf des Herrn Bundeskanzlers einen Aktenvermerk gemacht"...Und natürlich wurde alles unter den politischen Teppich der SPÖ-FPÖ-KOalition ex 1983 gekehrt.
Straffällig? ALLE Kreisky-"Kronprinzen" von Sinowatz, Gratz bis Blecha und Androsch standen dann vor dem Strafrichter - und wurden von falscher Zeugenaussage, Steuervergehen bis Amtsmissbrauch rechtskräftig verrteilt...

Ach ja, da war eben ein parteiloser Justizminister Egmont Foregger - weil die SPÖ bei der neuen Großkoalition nicht den schwarzen Michael Graff (den "Doppeläffigen", laut SPÖ) akzeptieren wollte...Und keine Ouotenfrauen wie eine Miklautsch, rote Berger und schwarze Bandion Ortner bis zur unbedarften Karl. naiv, Führungsschwach und nur auf dem Gendertrip eingeschossen.

ich frage mich beim thema haider immer wieder: wann höre/lese ich ein "mea culpa"?

manche menschen sind halt nicht in der lage, situationen realistisch einzuschätzen, sondern sie handeln 'aus dem bauch heraus'.
da kann einem schon so mancher irrtum unterlaufen.

doch anstatt zu sagen: "ja, ich habe mich in haider getäuscht und bin diesem rattenfänger auf den leim gegangen. soll nicht mehr vorkommen!" beten sie in ihrem herrgottswinkel weiterhin ihren heiligen an und gehen dem nächstbesten rattenfänger auf den leim....

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Re: ich frage mich beim thema haider immer wieder: wann höre/lese ich ein "mea culpa"?

...Ideologisch verblendet nennt man so etwas!

Re: ich frage mich beim thema haider immer wieder: wann höre/lese ich ein "mea culpa"?

Jörg Haider hatte in Kärnbten nur 1:1 das System Kreisky mit der Verstaatlichten praktiziert: Dieser hatte z.B. wegen eines Wahlversprechens 1979 im Falle des schwer defizitären VEW-Werks in Judenburg einmal per Telefonanruf bei (dem gar nicht direkt zuständigen) VÖEST-Chef Apfalter "verboten", dass ein Stahlofen still gelegt und die 18 betroffenen Arbeiter - in einen anderen Betrieb überstellt werden...Wer hätte sich dem "Großen Alten" da zu widersprechen gewagt?
Nein, Jörg Haider sagte auch selbst immer wieder, dass ihm der "Sonnenkönig" Kreisky ein Vorbild ist.

der absolutisctische haider.

offenbar habe ich ein talent, das mir auch im berufsleben statt viel mühsamer und erfolgloser arbeit dazu verhilft, das ganze locker und leicht von der hand gehen zu lassen: dieses talent nennt sich 'menschenkenntnis'.

meine erste mediale begegnung mit haider hatte ich 1986: als er auf den schultern seiner claqueure durch den innsbrucker saal getragen wurde.

nicht mal ein lionel messi oder ein sonstiger superstar in einem teambewerb lässt das zu. nicht mal, wenn dank seiner genialität die champions-league oder die wm gewonnen wurde!

nur abartige größenwahnsinnige mit absolutistischen neigungen lassen sich auf den schultern durch den saal tragen. und nur demokratiefeindliche erbsenhirne jubeln einem derart erhobenen zu.

"Macht braucht Kontrolle"

hat Klestil bei seinem erfolgreichen Wahlkampf als Slogan verwendet.

An dieser Kontrolle hat es in Kärnten schon in den roten Zeiten gefehlt, zu Kerys Zeiten im Burgenland und fehlt es heute vor allem in Wien, NÖ und Tirol.

Dort besteht überall die Gefahr des Machtmissbrauchs und bei Haider wagte niemand ein Widerwort. Er pflegte jeden zu beseitigen, der nicht nach seiner Pfeife tanzte.

Jetzt müssen die Herrren die Rechnung bezahlen, die vor Gericht stehen und noch stehen werden.

Gast: Man soll einen Toten nichts schlechtes nachsagen, aber wenn wir bei der Wahrheit bleiben, dann bleibt uns nix anderes übrig, ABER wir können auch schweigen!.....Hat der Schüssel die Schafe schon fertiggemalt, die vorher ausgenommen wurden???
19.07.2012 23:08
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Aus heutiger Sicht.....

...war der Haider die Fortsetzung des Baron von Münchhausen!.........Nur das wäre schon über 200 Jahre zurück.....sind die Menschen wirklich nicht gscheiter worden, oder verstellen sie sich???

Antworten Gast: Tortenboden belegt mit Bananen
20.07.2012 18:15
0 0

Re: Aus heutiger Sicht.....

http://www.youtube.com/watch?v=P-Dr9n32LKs

Gast: africano
19.07.2012 20:16
2 0

Haider war der Liebling der Medien

und kaum EINER getraute sich ihm zu wiedersprechen ,denn er war kein Feiner.
Er fuhr mit dem Stellwagen ins Gesicht. Natürlich gab es EINIGE welche ihn DUMM sterben liessen und dabei tolle Geschäfte machten.

@africano

Totaler Schwachsinn! Haider war der Gottseibeiuns der gesamten links gewirkten "Medien" vom rosaroten Standard, profil, bis zum ORF-Fischer & Wolf.

Nur: Genau diese Haider-Kannibalen machten ihn populär und "die Menschen draußen" freuten sich, wenn er wieder einmal bei einem Fernsehauftritt live die geifernden JournalistInnen kalt abschoss! Wie viele Titelstorys hatte das linke profil mit dem Haider-Konterfei?

Nein, anstatt wirklich zu recherchieren troff die Journaille bei der Nennung "Haider" vor ideologischem Geifer wie die Pawlow'schen Hündinnen beim Glöckchengeläute...

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Re: Haider war der Liebling der Medien

...und dann sind Sie aufgewacht....

Sowie damals ohne Haider in K nichts gegangen ist

so geht in NÖ ohne Pröll nix
und in Wien nix ohne Häupl.
Es könnte auch sein daß ohne die beiden in ganz Ö nichts geht - genaues weiß man nicht.

Das nennt man dann "Föderalismus".
Kein VfGH, kein Bürgerkonvent, vmtl nichtmal eine Revolution könnte dran was ändern.


Gast: globetrotterneu
19.07.2012 16:31
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häupl und die spö

genau das selbe in wien kommt alle nach wien und überzeugt euch.

Gast: Birgot
19.07.2012 15:55
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Peinlich, jetzt soll ein Toter für alles verantwortlich gewesen sein.

Das haben andere nach dem zweiten Weltkrieg auch behauptet.

Man kann auch einfach Nein zu kriminellen Hanldungen sagen!

Re: Peinlich, jetzt soll ein Toter für alles verantwortlich gewesen sein.


Re: Re: Peinlich, jetzt soll ein Toter für alles verantwortlich gewesen sein.

Er war das Mastermind für alles, was jetzt noch in Kärnten passiert!

Re: Peinlich, jetzt soll ein Toter für alles verantwortlich gewesen sein.

Das ist der Kern aller Probleme! Die Erhaltung des Mandates, Funktion, Position und Vorteile ist wichtiger als Verantwortung!

in Wien geht ohne Häupl nichts

Haider ist tot aber Häupl und Brauner sowie Pröll und Sobatka kann man noch für das Verzocken von Steuergeldern juristisch verfolgen.

Also vorwärts, ohne Rücksicht auf die Parteifarben

Re: in Wien geht ohne Häupl nichts

Und welcher Parteiheini setzt hier ein rotes Stricherl ???

Haider war die Wurzel allen Übels...

.......ob er sich selbst bereichert hat oder nicht, wird nicht mehr untersucht, nachdem er sich besoffen aus dem Leben katapultiert hat. Unbestritten ist, dass er die unseriösesten, unustiösesten Typen in die Politik gebracht hat. Der Großteil seiner damaligen "Buberl" steht vor dem Kadi. Von Grasser bis Petzner, der Herr und Meister hat mit sicherer Hand seine Idealtypen gefunden.
Haider und Martinz wollten einen Supercoup für ihre Parteikassen landen, auf Kosten der Allgemeinheit. Die 12 Millionen - für die Birnbacher als Strohmann herhalten musste - wurden zum Glück öffentlich. Haider kann nicht mehr belangt werden - leider!

Re: Haider war die Wurzel allen Übels...

Sehe ich auch so!!!

 
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