Die Männerpartei will bei der Nationalratswahl 2013 kandidieren. Das erklärte Obmann Oliver Peter Hoffmann in einer Aussendung. "Letzter Anstoß" für das Antreten sei die Aussage von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, die kürzlich forderte, bei Wahlen sollten 50 Prozent der Kandidaten Frauen sein.
Bei Prammers Forderung handle es sich um "offenem Sexismus", sagte der Vorarlberger Landesparteivorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende Hannes Hausbichler in einem Interview mit ORF Radio Vorarlberg am Freitag. "Ich denke, wir sind es den Österreichern schuldig, die Gerechtigkeit lieben", begründete er das geplante Antreten.
Die Männerpartei tritt für eine Änderung des Familienrechts ein. Auf die Frage nach einem Parteiprogramm außerhalb dieses Punkts erklärte Hausbichler, man werde das gesamte Spektrum programmatisch überprüfen. Ziele seien etwa soziale Gerechtigkeit und den Menschen ein eigenverantwortliches Wirtschaften zu ermöglichen. Man wolle auch Frauen ansprechen. "Wir sind ja keine Männerrechtler - wir sind Menschenrechtler", betonte Hausbichler. In Vorarlberg betrage der Anteil an weiblichen Mitgliedern der Männerpartei 30 bis 40 Prozent. Diesen sei Gerechtigkeit ein Anliegen, und sie fühlten sich von Feministinnen ebenfalls nicht vertreten.
(APA/Red.)
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