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'Bestrafung der Kranken': Stöger kritisiert Bonus-System

22.07.2012 | 12:25 |   (DiePresse.com)

Die GewerblicheSozialversicherung koppelt die Höhe des Selbstbehalts an Gesundheitsziele. Das missfällt dem SP-Gesundheitsminister.

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Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) übt Kritik am Bonus-Modell der gewerblichen Sozialversicherung (SVA). Derzeit können SVA-Versicherte im Rahmen ihrer Vorsorgeuntersuchung "Gesundheitsziele" vereinbaren, also etwa Gewicht reduzieren oder das Rauchen aufgeben. Werden die Ziele erfüllt, zahlen sie weniger Selbstbehalt.

Stöger bezeichnete dieses Modell am Sonntag im Ö1-Morgenjournal als Bestrafung der Kranken und forderte stattdessen die generelle Abschaffung der Selbstbehalte.

SVA-Versicherte müssen bei jedem Arztbesuch 20 Prozent Selbstbehalt bezahlen, bei Einhaltung der Gesundheitsziele sinkt der Betrag auf 10 Prozent der Arztkosten.

"Selbstbehalte abschaffen"

Für Stöger kommt es einer Bestrafung der Kranken gleich, wenn diese beim Arzt mehr bezahlen müssten als gesunde Patienten. "Selbstbehalte gehören generell abgeschafft", sagte der SP-Minister in Richtung der vom ÖVP-Wirtschaftsbund dominierten Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft. Als Vorbild für die Gebietskrankenkassen sieht Stöger das SVA-Modell nicht. Die Versicherten der Gebietskrankenkassen würden nämlich ohnehin häufiger zu Vorsorgeuntersuchungen gehen - u.a. deshalb, weil sie beim Arztbesuch keinen Selbstbehalt bezahlen müssten, so Stöger.

Die Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft (SVA) weist Stögers Kritik zurück. SVA-Vizeobmann Peter McDonald betont, dass auch SVA-Versicherte für Vorsorgeuntersuchungen nichts bezahlen müssten.

ÖVP kritisiert Stöger

Kritik an Stöger kommt auch von ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger. Er wirft dem SP-Minister vor, der ÖVP-dominierten SVA "aus parteipolitischen Gründen" den Erfolg zu neiden, mit dem Bonus-System die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen deutlich gesteigert zu haben. "Österreichs Gesundheitspolitik im Bereich Prävention ist im internationalen Bereich verheerend. Umso verwunderlicher ist es deshalb, dass der Gesundheitsminister einer sinnvollen Initiative für mehr Prävention und Vorsorge schon von vornherein eine Abfuhr erteilt", so Rasinger in einer Aussendung.

Unterstützung für die SVA kommt auch vom BZÖ, dessen Gesundheitssprecher Wolfgang Spadiut von Stöger die Etablierung eines ähnlichen Bonus-Systems fordert. Damit ließen sich auf lange Sicht gesehen enorme Kosten ersparen, meinte Spadiut.

(APA)

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30 Kommentare
 
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jösas...

.. den Stöger gibt´s a noch?
Er nutzt das Sommerloch :-)

Gast: Gast 2012
23.07.2012 10:51
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Bestrafung der Kranken?

oder Bestrafung der Gesunden - ist egal, das nennt man Sozialismus!

einfach irre!

Warum sollen die Leistungsträger, die gesund und fit sind überproportional für die Minderleister bezahlen.

Das ist ungerecht!

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KEINE Pflichtversicherung

dann suche ich mir die Krankenversicherung aus die ich will. Mehr oder weniger oder kein Selbstbehalt ergibt dann verschieden hohe Versicherungsbeiträge. Das wünsche ich mit als KMU. Stattdessen werden immer neue Pflichtbeiträge erfunden um das kranke System zu erhalten.

Gast: ergwerg
22.07.2012 19:49
0 0

Wer ist dieser Stöger überhaupt? Irgendso ein österr. Politkasperl, der in einem halben Jahr wieder in der Versenkung verschwindet?


2 0

hat der Stöger...

.....schon irgend etwas zusammen gebracht???

Gast: einmalmehr
22.07.2012 18:01
3 0

Es lebe der Sozialismus!

Nur ja keine Eigenverantwortung. Das ist den Menschen nicht zumutbar. Na ja - denen, die links wählen tatsächlich nicht. Stattdessen - auf Kosten derer, die verantwortungsbewußt, also auch gesundheitsbewußt leben - wegen jedem Furz zum Arzt rennen. ´Kost ja nix!´ Irre, diese linke Weltsicht.

Re: Es lebe der Sozialismus!

Auf der anderen Seite ein Schritt weiter zum gläsernen Bürger. Oder soll ich einmal im Jahr zur GKK fahren, um mich wiegen zu lassen? Entweder wir haben ein (etwas teureres) Sozialsystem, wo wir (die meisten eh fest einzahlen) oder nicht. Dann sollte aber auch am Lohnzettel spuerbar mehr obenstehen.

Ist doch eine rote Selbstverständlichkeit, dass ...

... alle jene, die auf sich schauen und vorsorgen, doch gefälligst für die roten Stammwähler, welche ihre Arbeitslosenbeihilfe und Sozialleistungen beim Wirten ums Eck durchbringen, zu zahlen haben.

Da darf eine SVA doch bitte nicht ausscheren!

Wahrscheinlich zittern unsere Linken, dass die Sozialversicherungen sie wegen ideologischer Geisteskrankheit nicht mehr in Frühpension schicken (können).

2 0

Herr Stöger,

Sind Sie des Lesens nicht mächtig?
Es werden jene belohnt, welche den Status gesund bleiben und werden nicht unterstützen. Und das befürworten Sie nicht?

Warum nennen sie sich dann Gesundheitsminister?

Ich weiß nicht, ob der alleinige Besuch (z.b. Tabletten verschreiben lassen) eines Arztes Gesund macht?

Gast: international_
22.07.2012 17:09
1 0

besser nicht einmischen

grundsätzlich entspricht es dem selbstverständnis von selbstständigen, dass sie verantwortung für sich selbst übernehmen.
dadurch werden selbstbehalte eher akzeptiert.

herr stöger sollte sich aber bitte nicht in die themen der kassen einmischen. immerhin ist die sva nicht die einzige kasse mit selbstbehalten. was herr stöger wissen müsste, denn als regierungsmitglied ist er ja quasi arbeitgeber der beamten, die ebenfalls selbstbehalte haben.

es ist daher merkwürdig, wenn er anderen kassen ratschläge gibt, die im eigenen haus nicht umgesetzt sind.

außerdem sollte er dazusagen, dass eine abschaffung von selbstbehalten natürlich zu einer verteuerung der versicherungsbeiträge führen würde.



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Re: besser nicht einmischen

Jeder Mensch will Verantwortung für sich übernehmen!
Das Schul- und Politssystem in AT, will das aber genau nicht. Herr Stöger bestätigt diese Annahme in klarer Form.

ein Selbstbehalt für einige Wenige ist inakzeptabel

noch dazu, wo jetzt schon die Hälfte aller SVA Versicherter als EPUs und armutsbedrohte Scheinselbständige durchschlagen müssen, bei denen auch trotz Mindesteinkommen der Selbstbehalt gnadenlos eingetrieben wird!
Selbständige können sich nicht krankschreiben lassen, und wollen das ja auch gar nicht, Selbständige gehen nur dann zum Arzt, wenn es wirklich sein muß, sie belasten das Gesundheitssystem daher viel weniger als Angestellte und werden dafür auch noch bestraft, das ist unsozial

Re: ein Selbstbehalt für einige Wenige ist inakzeptabel

Bin Ihrer Meinung, nur Ihre Überschrift finde ich nicht ganz zutreffend. Selbstbehalt sollte meiner Meinung erst dann erhoben werden, wenn der/die jenige beispielsweise mehr als 1500 Euro monatlich an Einkommen hat. Bei den heutigen Lebenskosten ist ein Selbstbehalt unter dieser Einkommensgrenze unsozial. Viele Selbstständige sind nicht reich, sondern eher arm. Viele von ihnen gingen in die Selbstständigkeit, weil sie keinen Job mehr bekamen, aber dem Staat nicht im Gegensatz zu gewissen anderen Leuten auf der Tasche liegen wollen und ein Risiko auf sich nahmen. Dafür werden sie jetzt bestraft mit Gebühren u.a. Zwangsabgaben. Sie verdienen verdammt wenig und von dem Wenigen müssen sie auch einen Selbstbehalt zahlen. Unsozialer geht's nicht mehr.

Gast: Vogel Strauss
22.07.2012 15:27
3 0

Gibz den auch noch?

Der erfolgloseste Minister der gesamten Regierung, der Herr diplomé, meldet sich auch mal wieder zu Wort? Und dann gleich so sozial? Nett ...

Gast: ingrid steger
22.07.2012 15:23
3 1

Sozial.Verk.an.

das system sva liegt in den letzten zügen.darum werden die diesbezüglich "verantwortungslosen"ja zusehends nervöser.

Gast: analyst
22.07.2012 15:14
1 1

sva

natürlich sind selbstbehalte eine riesensauerei-man zahlt ohnehin schon genug.viele,die es sich leisten können,zahlen dann aber lieber den arzt schwarz,als dümmlich folgsam im system aufzuscheinen.dieser trend lässt sich verstärkt beobachten.

Gast: rechtschreibpolizei
22.07.2012 15:08
0 0

sva:ad falconem

...und die beginnt jedenfalls mit der fähigkeit,sich bei der rechtschreibung nicht zu übernehehehehemen,lieber donald düsentrieb!

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sozi

trotz schmeichelweicher worte aus dem munde des ministers bricht im ernstfall immer die partei durch.
wer zahlt eigentlich noch selbstbehalte? weiß der herr minister das?

Re: sozi

Wer noch Selbstbehalte bezahlt? Alle SVA-Versicherten, egal ob sie es sich leisten können oder nicht. Sie werden dazu gezwungen. Aber das kümmert die SVA-Bonzen nicht im geringsten. Sie selbst haben Geld mehr als genug. Doch auf die jenigen, die von kleinen Einkommen leben, egal ob aktiv oder in Pension, auf die nimmt man keinerlei Rücksicht. Die SVA ist ein Abzockerverein par excellence.

Gast: Xiongerl
22.07.2012 14:58
1 1

Komische Begründung

So würde man das Bonus-Malus System für KFZ Haftpflicht abschaffen: das Bonussystem geht zu Lasten der armen Verunfallten. Hirnrissig. Auf der anderen Seite ist eine Krankenversicherung eine Solidaritätsgemeinschaft. Wie kann es sein, dass ein erblich belasteter Krebskranker 20% Selbstbehalt zahlen muss? Wie kommt aber die Gemeinschaft dazu, für die Gesundheitskosten eines Alkoholikers, Fettsüchtigen, Sexsüchtigen oder Rauchers aufzukommen? Ausserdem, die SVA senkt ja die Selbstbehalte, nicht die Beiträge. Wer gesund lebt, wird daher im Krankheitsfall weniger bestraft als jener, der sich seine Krankheit "verdient" hat. Nur weil Süchtige als Kranke akzeptiert sind, bedeutet das nicht, dass sie frei von Schuld und Pflichten sind. Ich finde diesen Ansatz zukunftsweisend. Mir stossen die vielen McDonalds und BubbleTeaShops auf und muss tagtäglich meinen Kindern erklären warum das schlecht ist. Sie verstehen nicht, warum das erlaubt ist. Wenn es schadet, dann muss es doch verboten sein....... Trafiken sieht man ja eh noch kaum, zum Glück. Dass aber oft halbe Supermärkte aus Alkoholregalen bestehen, nun, das wird noch vieler Erklärungen bedürfen.

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Der Haken dran:

Die erforderlichen Arztbesuche fressen durch die damit verbundenen zusätzlichen Selbstbehalte die laut propagierten Vorteile wieder auf.
Eine Beitragssenkung oder ein gänzlicher Wegfall des Selbstbehalts wäre sinnvoll, aber diese "halbe Lösung" ist Quatsch.

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oder der gesunden je nach dem wie man es betrachten will!!! dumpfb*cke!!!


Merke:

Leistung und Selbstverantwortung. Die natürlichen Feinde eines jeden Sozialisten.

Re: Merke:

damit entlarvt sich dieser Linke Gesundheitsminister selbst!

Gast: uuviblbucuciv
22.07.2012 13:44
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Warum nur ist den Roten Leistung, egal welche, so unheimlich?

Ohne Leistungsbereite könnten die Roten sich gar nicht ihre Wähler kaufen.

 
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