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Causa Graf: Gericht ortet offene Fragen, Strache nicht

23.07.2012 | 13:02 |   (DiePresse.com)

Laut dem Handelsgericht weise das Gutachten eines Wirtschaftsprüfers "weder in die eine, noch in die andere Richtung". FPÖ-Chef Strache stellt sich indes hinter den Dritten Nationalratspräsidenten.

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Das Handelsgericht Wien widerspricht dem Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf im Falle der Gertrud Meschar Privatstiftung. Der FP-Politiker sieht sich durch das Gutachten eines Wirtschaftsprüfers von allen Vorwürfen entlastet. Das Gericht relativierte am Montag: Zwar seien durch die Stellungnahme "einige Vorwürfe zurückgedrängt", es sei aber "bei weitem noch nicht alles geklärt", hieß es in einer Aussendung. Konkret hatte Meschar Graf vorgeworfen, ihr zu einer Privatstiftung geraten und sie dabei schwer getäuscht haben.

Zu klären sei laut dem Handelsgericht nun, wie es überhaupt zu dieser Stiftung gekommen ist und "ob es damals angebracht war, so etwas zu machen". Dies zu prüfen sei "die Aufgabe des Gerichts." Beim Handelsgericht Wien ist ein Abberufungsantrag gegen den Stiftungsvorstand anhängig, das die Stifterin angestrengt hatte.

Laut der Aussendung habe der Wirtschaftsprüfer den Vermögensstand der Stiftung zu Beginn und zuletzt angesehen und komme dabei zum Ergebnis, dass das "im Großen und Ganzen ganz gut gelaufen" ist. Der Vermögensstatus habe im Wesentlichen erhalten werden können, die Stiftung sei liquide und die Stifterin habe etwas mehr bekommen als von ihr behauptet. Weitere Untersuchungen könnten aber erforderlich sein, um zu klären, ob der Stifungsvorstand seine Pflichten verletzt hat.

"Rumpelstilzchen mit Schaum vor dem Mund"

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zeigte sich am Montag verwundert. Er habe erwartet, dass auf den Titelseiten der Zeitungen zu sehen sein werde, dass Graf "voll und ganz entlastet worden ist." Als die Vorwürfe gegen den freiheitlichen Politiker erhoben wurden, sei das für viele Zeitungen ja auch eine Titelmeldung gewesen. "Jetzt, wo die Vorwürfe gegen Graf in sich zusammengebrochen sind, hält sich das allerdings in engen Grenzen", so Strache. Die Stiftung sei "korrekt geführt" worden. Graf habe beispielsweise keinerlei persönlichen Vorteile lukriert.

Weiters sollten die "politischen Mitbewerber aufhören, wie das Rumpelstilzchen mit Schaum vor dem Mund wütend herumzuhüpfen", betonte der FP-Obmann. "Wenn man die geifernden Aussendungen eines Herrn Kräuter oder eines Herrn Rauch gestern gelesen hat, musste man ja direkt Mitleid mit ihnen haben. Sie wollen es einfach nicht wahrhaben, dass die niederträchtige Kampagne gegen Martin Graf nichts gefruchtet hat."

(Red./APA)

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167 Kommentare
 
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"Das Gutachten zu würdigen

ist die Sache des Gerichts". Warum macht sich da ein Gerichtssprecher wichtig. Will er die Richterin präjudizieren? Eine eigenartige Vorgangsweise - oder typisch! W.

Gast: Hybris
25.07.2012 15:24
2 3

Lesen sie den Presse-Artikel

über die AVZ-Stiftung der Stadt Wien und
sie werden nur mehr "Sir Graf " sagen und ihn
zu Manager des Jahres vorschlagen.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/681071/Streit-ueber-Milliardenverlust-der-Stadt-Wien

Antworten Gast: apfelmännchen
25.07.2012 18:17
0 0

Re: Lesen sie den Presse-Artikel

das Verfehlen der einen rechtfertigt nicht das Verfehlen anderer.

Alles was recht ist!

Ein Sprecher des Gerichts kommentiert ein Gutachten in Abwesenheit der zuständigen Richterin und trifft materielle Aussagen in der Öffentlichkeit zu einem laufenden Verfahren in einer Firmenbuch Angelegenheit. Da frage ich mich ob da ein faires Verfahren überhaupt noch möglich ist. Befangen oder nicht. Bei diesem Verfahren geht es doch gar nicht um eine Anfechtung der Stiftung sondern bloss um eine Abberufung des vorstand. Soweit ich weiss ist Graf auch schon nicht mehr in der Stiftung. Demnach ist das Verfahren gegen ihn erledigt und daher bleibt nur das positive WP-Gutachten. Ob es Euch gefällt oder nicht!

Alles was Recht ist!

Ein Sprecher des Gerichts kommentiert ein Gutachten in Abwesenheit der zuständigen Richterin und trifft materielle Aussagen in der Öffentlichkeit zu einem laufenden Verfahren in einer Firmenbuch Angelegenheit. Da frage ich mich ob da ein faires Verfahren überhaupt noch möglich ist. Befangen oder nicht. Bei diesem Verfahren geht es doch gar nicht um eine Anfechtung der Stiftung sondern bloss um eine Abberufung des Vorstandes. Soweit ich weiss ist Graf auch schon nicht mehr in der Stiftung. Demnach ist das Verfahren gegen ihn erledigt und daher bleibt nur das positive WP-Gutachten. Ob es Euch gefällt oder nicht!

Gast: Grengenthal
25.07.2012 13:45
2 1

Der Gutachter ist der Wirtschaftsprüfer der Stiftung

und wurde als solcher damals vom Graf bestellt???? Und da soll man Vertrauen in die "unabhängige" Justiz haben?

Re: Der Gutachter ist der Wirtschaftsprüfer der Stiftung

Erst informieren, dann poltern. Der Wi-Prüfer wurde vom Gericht eingesetzt. W.

Re: Der Gutachter ist der Wirtschaftsprüfer der Stiftung

Der WP wurde vom Gericht bestellt. Graf hatte darauf gar keinen Einfluss.

Antworten Antworten Gast: apfelmännchen
25.07.2012 15:02
1 0

Re: Re: Der Gutachter ist der Wirtschaftsprüfer der Stiftung

Falsch.

Das Gericht hat vom WP der Stiftung eine Stellungnahme angefordert. Graf wird als Stiftungsvorstand sicher einen Einfluss gehabt haben, wer als WP für die Stiftung eingesetzt wurde, oder glauben Sie den hat die Stiftung in der Lotterie gewonnen?


Gast: ggggggg
24.07.2012 13:44
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Auch wenn man die Blauen nicht mag: (auch) in diesem Fall geht es AUSSCHLIESSLICH darum, die FPÖ zu diskreditieren

und es ist ein unglaublich dreckiges Spiel, eine abgrundtiefe Schande für jeden Rechtsstaat. Das muß man als Staatsbürger klar sagen, auch wenn man kein FPÖ Parteigänger ist, das hat damit rein gar nichts zu tun. Allerdings werden diese Schmutzkampagnen mit Sicherheit den Betreibern selber schaden. Immer mehr Menschen erkennen die Bösartigkeit und sagen: jetzt erst recht FPÖ. Und sie haben recht damit.

Übrigens: was ist denn jetzt mit einem Schuldspruch für Grasser? Finden die Hetzer nix mehr?

Antworten Gast: Leser D
25.07.2012 13:49
3 0

Der Grasser wurde gerade verurteilt

wenngleich auch nur zu EUR 5.000 Strafe, da er einen ehemligen Mitarbeiter verhöhnt hat. Aber immerhin - ein Anfang.

Antworten Gast: Rusnez
24.07.2012 19:52
3 5

Re: Auch wenn man die Blauen nicht mag: (auch) in diesem Fall geht es AUSSCHLIESSLICH darum, die FPÖ zu diskreditieren

finden sie es richtig, dass einer alten dame trotz großem vermögen nur zwischen 650 bis 1000 euro pro monat ausgezahlt wird? im sinne der stifterin war das sicher nicht, sonst hätte sie sich ja nicht zu wort gemeldet.

auch wenn ihr "nur" etwas falsches vorgegaukelt wurde, um sie zur gründung der stiftung zu überreden - das ist fies. vor allem, wenn man die eigene verwandtschaft sehr wohl mitnaschen lässt. was hat die dame vom vermögen, wenn sie betteln muss um auszahlungen?

sie hatt(te) einmal viel geld und wollte es einem "rechten" zweck zuführen - bekommt dann einen bettel?

wenn das in ordnung ist, dann ist einiges NICHT in ordnung mit diesen herrren.


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Re: Re: Auch wenn man die Blauen nicht mag: (auch) in diesem Fall geht es AUSSCHLIESSLICH darum, die FPÖ zu diskreditieren

Noch immer nicht kapiert? Stiftung deshalb, damit man die erforderliche Alterspflege nicht selbst brennen muß. Dass man dann aber das Geld, das man dem Staat und dem Finanzamt so entziehen will plötzlich wieder für sich selber haben will geht halt leider nicht. Sorry, old lady!

Antworten Antworten Antworten Gast: apfelmännchen
25.07.2012 15:09
0 1

Re: Re: Re: Auch wenn man die Blauen nicht mag: (auch) in diesem Fall geht es AUSSCHLIESSLICH darum, die FPÖ zu diskreditieren

es geht ihr ja gar nicht darum das Geld wieder aus der Stiftung zurück zu bekommen. Die unsauberen Machenschaften mit dem Stiftungsgeld sind Stein des Anstosses.

Re: Auch wenn man die Blauen nicht mag: (auch) in diesem Fall geht es AUSSCHLIESSLICH darum, die FPÖ zu diskreditieren

...excellenter Kommentar ! (kurz u.bündig)

Antworten Gast: Schnubbel's Krawatte
24.07.2012 16:04
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Re: Auch wenn man die Blauen nicht mag: (auch) in diesem Fall geht es AUSSCHLIESSLICH darum, die FPÖ zu diskreditieren

Für eine Wurschtsemmel und 3 Bier schreib' ich aber schönere Aufsätze.

alles Teilwahrnehmungen...(inkl. Parteien Hick-Hack)

in den Blogs/Foren lässt sich ja vortrefflich streiten, emotionalisieren und gelegentlich abreagieren, wie man unschwer erkennen kann hier.
Auch das Verhältnis (der meisten) zur Objektivität, Fairness/Vorverurteilung, Rechtsstaatlichkeit müsste man hinterfragen bzw. thematisieren.
Letztlich ein bunter Meinungshaufen (lt. Soziologen) sowie mehr od. weniger gebündelt in linke u. rechte Reichshälfte.

selbst wenn Frau Meschar

13.800 EUR jährlich erhalten hat, dann sind das nur 1,38 % und da hätte sie das Geld besser aufs Sparbüchel gelegt.

Re: selbst wenn Frau Meschar

Als Buchhalterin einiger Stiftungen wird sie sich ja wohl ausgekannt haben. W.

Re: selbst wenn Frau Meschar

Sie Ahnungsloser...sie kennen wohl die Sparzinsen Situation der letzten Jahre nicht (hier in Ö...).

Antworten Gast: vbn
24.07.2012 12:07
5 2

SIE SELBST ....

... und man kann davon ausgehen das sie geistig ihren EIGNEN HANDLUNGEN folgen konnte - hat das alles SO gewollt.


Antworten Antworten Gast: re3
25.07.2012 13:48
0 0

Sie wollte, dass sie von

ihrem Geld nur geringe Zinsen erhält, und der Bruder des Stiftungsvorstandes eine Gratislokal in bester Wiener Lokal umsonst mieten darf? Wer glaubt sowas ernsthaft?

Gast: Bonesch S
24.07.2012 11:01
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Mehr als eine schiefe Optik

Wird bei dieser "Anschüttungsaktion" wohl nicht übrigbleiben.

Gast: Der Notar
24.07.2012 10:55
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Viele, sehr viele Fragen offen

1. Ist das Papier des Gutachtens gebleicht?
2. Welche Grammatur hat das Papier?
3. In welcher Schrift wurde gedruckt?
4. Farbe oder S/W?
5. Laser oder Tintendrucker?
6. Gebunden/ nicht gebunden?
7. Geheftet/nicht geheftet?
8. ....

Antworten Gast: apfelmännchen
24.07.2012 18:46
1 1

Re: Viele, sehr viele Fragen offen

;)

Hier auch ein paar Fragen für die Verteidigung:

wurde die Identität des Papiers eindeutig festgestellt?

sind die zur Herstellung des Papieres gefällten Bäume und deren Vorfahren germanischer Abstammung?

wurde das Papier gegen seinen Willen mit diesen Buchstaben bedruckt?

gab es bereits ähnliche Worte die auf gleichem Papier gedruckt wurden?


Gast: Fragen
24.07.2012 10:43
3 3

welche offenen Fragen

Das ist ja absurd. Die Richterin urlaubt wochenlang und irgend ein Sprecher behauptet nun, das Gericht prüfe, ob die Gründung der Stiftung rechtmäßig gewesen wäre. Da prüft das Gericht ja dann sich selbst, hat doch genau dieses Gericht der Gründung zugestimmt?
Und werden jetzt alle Stiftungen mit einem Stiftungskapital von etwa 1 Mio Euro geprüft? Wird das Stiftungsgesetz geändert, das "nur" eine Kapital von 70.000 Euro verlangt? Oder wird eine eigens Graf-Stiftungsgesetz rückwirkend beschlossen?

 
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