Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) hat am Montag "befremdet" auf Aussagen von Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) reagiert. Berlakovic hatte angesichts des Hochwassers in der Steiermark auf die Beibehaltung der Wehrpflicht gedrängt.
"Dieser Versuch, auf dem Rücken der Katastrophenopfer politisches Kleingeld zu wechseln, ist letztklassig und beschämend", sagte Darabos am Montag. Der Verteidigungsminister versicherte, dass auch ein Berufsheer genug Soldaten für rasche Katastrophenhilfe zur Verfügung hätte.
Derzeit sind laut Darabos mehr als 400 Soldaten im Katastropheneinsatz und für derartige Einsätze mit schwerem Pioniergerät ausgerüstet.
"Egal in welchem Wehrsystem"
Der SP-Minister erklärte, "dass das Österreichische Bundesheer auch in Zukunft 12.500 Soldatinnen und Soldaten für rasche Hilfe im Katastrophenfall zur Verfügung stellen wird - egal in welchem Wehrsystem". Berlakovich solle sich lieber darum kümmern, "was man in Sachen Prävention besser machen kann".
(APA)
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