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"Letztklassig": Darabos attackiert Berlakovich

23.07.2012 | 17:32 |   (DiePresse.com)

VP-Landwirtschaftsminister Berlakovich forderte wegen des Hochwassers die Beibehaltung der Wehrplficht. SP-Verteidigungsminister Darabos ist empört.

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Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) hat am Montag "befremdet" auf Aussagen von Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) reagiert. Berlakovic hatte angesichts des Hochwassers in der Steiermark auf die Beibehaltung der Wehrpflicht gedrängt.

"Dieser Versuch, auf dem Rücken der Katastrophenopfer politisches Kleingeld zu wechseln, ist letztklassig und beschämend", sagte Darabos am Montag. Der Verteidigungsminister versicherte, dass auch ein Berufsheer genug Soldaten für rasche Katastrophenhilfe zur Verfügung hätte.

Derzeit sind laut Darabos mehr als 400 Soldaten im Katastropheneinsatz und für derartige Einsätze mit schwerem Pioniergerät ausgerüstet.

"Egal in welchem Wehrsystem"

Der SP-Minister erklärte, "dass das Österreichische Bundesheer auch in Zukunft 12.500 Soldatinnen und Soldaten für rasche Hilfe im Katastrophenfall zur Verfügung stellen wird - egal in welchem Wehrsystem". Berlakovich solle sich lieber darum kümmern, "was man in Sachen Prävention besser machen kann".

(APA)

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39 Kommentare
 
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Ich geb dem Norbert ja nur ungern Recht

aber der Berla labert Nonsens. Warum sollte das mit dem Berufsheer nicht gehen?

Antworten Gast: Gast23
31.07.2012 22:59
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weil Berla, im Gegensatz zum Norbert rechnen kann.

Bei einer Berufsarmee sind nicht ausreichend Personalreserven gegeben um einen größeren Katastropheneinsatz über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten zu können.
Bei 15.000Mann, wie Darabos zusammen zu bekommen glaubt (was ansich schon utopisch ist) sind maximal 3.500 Mann verfügbar und auch die nicht länger als 2-3 Wochen. Bei einem Donauhochwasser bleibt dann nur noch hilfloses Zusehen.
Dazu kommt noch, dass die Soldaten in Berufsarmeen mit Masse aus dem untersten Rand der Gesellschaft kommen und entsprechend geringe Qualifikationen aufweisen. Während unter den GWDs jede Lehrausbildung u.a. zu finden ist, womit praktisch jedes Gerät/Aufgabe genutzt/bewältigt werden kann.
Die Erfahrungen aller Berufsarmeen zeigt, dass die meisten Soldaten in Berufsarmeen mit jeder Tätigkeit, die über Schaufeln hinaus geht bereits überfordert sind.
Eine Katastrophenhilfe in der Qualität, Personalstärke und Dauer wie es das ÖBH derzeit umsetzen kann, ist mit einer Berufsarmee de facto nicht machbar.

Re: weil Berla, im Gegensatz zum Norbert rechnen kann.

Dann schaffen wir das Heer ab und führen in Österreich einen verpflichtenden Katastrophendienst ein. Aber das jetzt ist ein Witz.

Antworten Gast: RRP
25.07.2012 21:04
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Re: Ich geb dem Norbert ja nur ungern Recht

Weil.... weil.... weil... - was der Bauer nicht kennt, versteht er nicht....

es geht doch nicht um

die Aufrechterhaltung des Bundesheeres! Es geht darum ob die allgemeine Wehrpflicht aufgelassen und stattdessen ein Berufsheer installiert werden soll. Österreich hat seine Neutralität auf den Nagel gehängt und will mit den Boutles Groups an Angriffskriegen teilnehmen. Die EU will ein Berufsheer, das hat auch Schüssel in Brüssel unterschrieben.
Es ist schade, daß Österreich dieser Entwicklung nicht entgegengehalten hat! Daher ist es reiner Populismus, wenn die ÖVP jetzt so tut, als wäre sie für die Beibegaltung der Wehrpflicht

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Wegen 150 Pionieren soll das BH aufrecht erhalten werden?

Sollen es 400 sein. Bin mit Darabos einer Meinung, das war letztklassig hr. Bauernminister, ebenso die Replik vom frommen Spindelegger. Für die Schwarzen ist eine Volksbefragung eine Drohung. Wie der Name schon sagt, geht es um die Landesverteidigung und nicht um Schnee schaufeln und Schlamm entfernen. Auf einmal ist auch der Zivildienst recht obwohl jahrzehntelang alles mögliche getan wurde um diesen zu behindern. Es wird keine Panzerschlachten geben. Uns sind die Feinde ausgegangen. Die vielen Skandale haben offenbar auch das Hirn vernebelt.

Antworten Gast: Pro Berufsarmee
25.07.2012 21:10
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Re: Wegen 150 Pionieren soll das BH aufrecht erhalten werden?

Richtig.
Die wollen doch nur billigste Zivildienstleister, die den Staat nichts kosten und gleichzeitig Tausenden Arbeitnehmern den Job wegstehlen.

Antworten Antworten Gast: Moderndenkender
01.08.2012 15:10
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Re: Re: Wegen 150 Pionieren soll das BH aufrecht erhalten werden?

Genau ! Es geht denen gar nicht um die Wehrpflicht. Es geht um die Weiterfuehrung des Zivildienstes. Der laesst sich eben nur im Rahmen der Wehrpflicht aufrechterhalten.

Re: Wegen 150 Pionieren soll das BH aufrecht erhalten werden?

@lisa27: Ich hoffe, daß Du die 1. bist die sich im Katastrophenfall als Helfer meldet!
Es ist ja bekannt, daß sich österr. Kommunisten immer gegen den Präsenzdienst ausgesprochen haben.
Wenn der Präsenzdienst aufgehoben wird dann ist auch der Zivildienst "gestorben", denn welcher Jupi wird sich freiwillig für einen unbezahlten Dienst für den Staat melden. Denn "GEIZ IST GEIL!", gell?

Antworten Antworten Gast: Alpha-Whiskey-Delta
25.07.2012 21:08
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Re: Re: Wegen 150 Pionieren soll das BH aufrecht erhalten werden?

Hallo, hallo! Wie soll sich lisa27, die du selber als "Erste" bezeichnest (natürlich von dir 1. geschrieben, weil du zu faul bist "Erste" zu schreiben) und somit als Frau anerkennst, wie soll sich diese F r a u also als "Helfer" (männlich!!!) melden?
Geht nicht, anode56! Geht wirklich nicht! Jetzt guckst du, gelle?

Antworten Gast: Gast23
24.07.2012 22:39
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Re: Wegen 150 Pionieren soll das BH aufrecht erhalten werden?

Letzklassig ist höchstens Darabos Angewohnheit die Bevölkerung zu belügen.
Mit den angepeilten 15.000 Mann können, laut Planungsgruppe maximal eine Brigadestarke Truppe für den Katastropheneinsatz abgestellt werden, was in Summe gerade mal 3500 Mann wären.

Präsenzdienst contra Berufsarmee.

Ohne die noch bevorstehende Diskussion "anzuheizen" finde ich eine Abschaffung des Präsenzdienstes grundlegend falsch! Ist noch/überhaupt bekannt warum die jetzigen Form geschaffen worden ist? Wollte man - nach den Geschehnissen in den 20-er u. 30-er Jahren - nicht einen moralischen Halt in/für die breite Bevölkerung schaffen? Wollte man nicht dadurch verhindern/erschweren, daß Soldaten(Landsleute!) auf die Zivilbevölkerung(Landsleute!) schießen? Ich glaube nicht, daß ein Berufssoldat/Söldner Skrupel hätte einen noch so wahnwitzigen - und gegen die eigene Bevölkerung gerichteten - Befehl umzusetzen! Oder hat sich das menschl. Individuum so verändert?

Antworten Gast: alatheus
25.07.2012 08:08
1 0

Zumindest war das eine Argumentation in der NR-Debatte zum Wehrgesetz 1955:

"Was nun ein Berufsheer anlangt, so erweckt dieser Ausdruck in mir keine freundlichen Erinnerungen an die zwanziger Jahre. Hatten wir doch einmal bereits ein solches Berufsheer. (Abg. E. Fisc h e r : Erinnern Sie sich auch an
1934 1) Dazu kommt, daß ein Heer von
Berufssoldaten bedeutend teurer kommt und der eminenten Gefahr unterliegt, allzubald die Verbindung mit dem Volke zu verlieren und einen Kastengeist zu entwickeln, der sich mit den Forderungen, die wir mit der künftigen
Wehrmacht verbinden, nicht in Einklang bringen läßt."

http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/VII/NRSITZ/NRSITZ_00077/imfname_158636.pdf

Die einzigen die von Anfang an dezidiert gegen das Bundesheer waren, waren die österreichischen Kommunisten. Eine ähnliche Haltung hat auch der VdU eingenommen.

Berufssoldaten dafür verfügbar?

Daran zweifle ich auch! Wenn ich an die angestrebte ca. 12.000 Mann Task Force (eine spez. ausgebildete Kampftruppe!) denke die auch(?) für Naturkatastropheneinsätze eingesetzt werden soll, da bin ich skeptisch.
1. verfügbar? Vielleicht gerade auf einem "Friedenseinsatz" gegen befreundete Völker,
2. Ausbildung und Gerät auch für Hilfseinsatz geeignet?
3. Wieviele und wo rasch verfügbar?
Diese und einige Punkte mehr sprechen eindeutig gegen ein "abgemagertes" Berufsheer, da müßten alternativ Katastrophenhilfseinheiten gebildet werden, wie teuer, woher Personal? Und, und, und ... alles Fakten an die der Wehrdienstverweigerer nicht denken kann!!

Gast: austria wien
24.07.2012 16:09
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team österreich

gibts das noch ? oder war das nur ein werbegag dieses verblödeten Ö3 ?
jetzt könnten sich die gutmenschen endlich betätigen.

Gast: 000
24.07.2012 14:55
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Wehrpflicht

Zuerst Wehrdienst von 12 Mon. auf 6 Monate kürzen...
Das Bundesheer ist sehr WICHTIG !!!!!!!!!!!
Unterstützen die Feuerwehr bei der Arbeit...
Darabos wird schon sehen was er angerichtet hat...aber warscheinlich zu spät...
aber hauptsache Eurofighter... die waren ja soooo wichtig...
Wer unterstützt Sie dann bei Katastrophen?

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genug soldaten

Also ich hör' immer nur was von auslandseinsätzen. Der katastrophennschutz des bundesheeres ist tot.
Weil in zukunft zu teuer, da wirds sicher eine extraversicherung geben und private die das dann machen (müssen , wenn möglich natürlich freiwilig) .

Darabos ist eigentlich wegen Hochverrat fällig!

Was er macht ist klarer Verfassungsbruch!

Warum zeigt ihn die Opposition nicht an?

Antworten Gast: JVD
25.07.2012 21:13
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Re: Darabos ist eigentlich wegen Hochverrat fällig!

Weil er einer der besten Verteidigungsminister der Zweiten Republik ist: Gut, modern, fortschrittlich. Alles Eigenschaften, die natürlich Betonköpfen und Ewiggestrigen so gar nicht passen, weil dann müssten die alle anfangen umzudenken. Und das fällt ja bekanntlich den meisten schwer.

Antworten Gast: HerrGerber
24.07.2012 12:44
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Re: Darabos ist eigentlich wegen Hochverrat fällig!

...Vielleicht weil es ein bereits höhergradiger Schwachsinn ist, was Sie hier schreiben.
Oder ändern Sie gerade die Gesetze (sofern Sie gedenken, sich an Gesetze halten zu wollen).
Meine Verehrung!

Re: Re: Darabos ist eigentlich wegen Hochverrat fällig!

Ist nur eine Frage der Zeit!

;-)

Niki und Norbert: Das ist Brutalität

Wenn es genug Soldaten gibt, wird es auch Katastrophenhilfe geben.
Nur bei dem Budget das Bevölkerung und Politik dem Heer zugesteht, sehe ich Schwarz.

Und die 12500 Soldaten die hier Darabos erwähnt werden die Gesamtstärke der Armee sein. Davon werden bei weitem nicht alle hernagezogen werden.
Stichwort Auslandseinsätze, Grundorganisation, u.ä.

P.S.: Gerade Norbsi sollte vorsichtig mit dem Wort "letztklassig" umgehen.

Antworten Gast: 002
24.07.2012 10:26
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Re: Niki und Norbert: Das ist Brutalität

Wieso?
das argument, ein privatheer könnte nicht den katastrophenschutz übernehmen ist doch lächerlich. der katastrophenschutz ist die de facto wichtigste tätigkeit des bundesheeres, nicht teure eurofighter z u kaufen, um den luftraum zu sichern.

wieso sollte sich diese gewichtung ändern? was sich ändern wird, ist dass nicht jeder hansl für 6monate zum heer muss und dort faktisch nichts leistet außer die kosten zu heben.

Re: Re: Niki und Norbert: Das ist Brutalität

Im Aufgabenspektrum des Heeres ist Katastrophenschutz eine untergeordnete Aufgabe.
Sicherung der Souveränität ist die Hauptaufgabe.
Aber ich weiß dass der EF schlecht ist weil er keine Kühe von der Alm holen kann

Antworten Antworten Gast: BKM
24.07.2012 12:49
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Re: Re: Niki und Norbert: Das ist Brutalität

Eine Arme ist - auch wenn Stammtisch und Krone das anders sehen - a priori NICHT dazu da, um Sandsäcke zu schippern. Der Katastrophenschutz ist NICHT die "wichtigste Tätigkeit des Bundesheeres". Will man nur das von einer Armee, dann schaffe man sie als solche ab und gründe meinethalben sowas wie ein THW.

Antworten Antworten Antworten Gast: alatheus
24.07.2012 14:16
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Re: Re: Re: Niki und Norbert: Das ist Brutalität

Wobei wir in Österreich schon seit Jahrzehnten eine Art THW in Form der Freiwilligen Feuerwehren haben. Und diese können Spitzenbelastungen auch nicht ohne Hilfe des Bundesheers bewerkstelligen.

 
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