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Asyl: Faymann schließt Kasernen als Quartier nicht aus

24.07.2012 | 16:56 |   (DiePresse.com)

Anders als sein Parteikollege Darabos kann sich der Bundeskanzler "alle geeigneten Gebäude" für die Flüchtlingsbetreuung vorstellen.

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SP-Bundeskanzler Werner Faymann und VP-Vizekanzler Michael Spindelegger haben die Länder am Dienstag nach dem Ministerrat aufgefordert, die Quoten für die Asylwerberbetreuung einzuhalten. Beide betonten, VP-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (bei den diesbezüglichen Gesprächen unterstützen zu wollen. Anders als sein Parteikolllege, SP-Verteidigungsminister Norbert Darabos wollte Faymann allerdings auch die Unterbringung von Asylwerbern in Kasernen nicht ausschließen.

Zuerst gehe es darum, dass alle Bundesländer ihre Kontingente erfüllen, sagte Faymann. Gleichzeitig werde man aber auch diskutieren, ob es zusätzliche Gebäude für die Flüchtlingsbetreuung gebe. "Da ist kein Gebäude ausgenommen, auch kein privates, das geeignet wäre, aber auch kein öffentliches", sagte der Bundeskanzler. Auch Spindelegger pochte auf die Erfüllung der Quoten durch die Bundesländer.

Zwist zwischen Darabos und Mikl-Leitner

Darabos hatte sich zuvor einmal mehr gegen die Unterbringung von Asylwerbern in Kasernen ausgesprochen und darauf verwiesen, dass es derzeit keine verfügbaren Kasernen gebe. Außerdem wäre es nicht der Weisheit letzter Schluss, traumatisierte Flüchtlinge in Bundesheerkasernen unterzubringen. Mikl-Leitner hatte zuvor auf Kasernen als Quartiere gedrängt. Darabos warf sie "Geschäftemacherei auf dem Rücken der Flüchtlinge vor".

Angesichts der Situation in Syrien will die Regierung außerdem einen Krisenplan für den Fall einer Flüchtlingswelle erstellen, hieß es nach dem Ministerrat aus SPÖ und ÖVP. Spindelegger forderte diesbezüglich internationalen Druck auf Russland und China, die das Regime in Damaskus vor einer Verurteilung durch den UNO-Sicherheitsrat schützen. "Es kann nicht sein, dass die internationale Staatengemeinschaft, gehemmt durch Russland und China, diesem Abschlachten zusieht."

Kritik von Ackerl und Opposition

Kritik an der möglichen Unterbringung von Asylwerbern kam am Dienstag von Oberösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Acker (SPÖ). Er hält die Idee "für den falschen Weg und ein falsches Signal."     Für den freiheitlichen Parteiobmannstellvertreter Norbert Hofer ist nicht die Unterbringungsfrage vorrangig, sondern vielmehr die "Rückführungsfrage", wie er in einer Aussendung meinte.  Die Grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun kritisierte, dass ÖVP- und SPÖ-Minister wieder einmal streiten würden, statt eine gute Lösung für die Verteilung von Schutzsuchenden auf die Bundesländer zu finden. Mikl-Leitner solle endlich eine Liste von möglichen Bundesgebäuden für eine Unterbringung und ein Konzept für deren Adaptierung vorlegen.

(APA)

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74 Kommentare
 
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unterbringung

wo bleibt die nächstenliebe der klerikalen?

Desolat

Die Kasernen sind desolat.
Dort zu schlafen ist zwar den Wehrpflichtigen und Berufssoldaten zumutbar, aber dort Asylwerber unter zu bringen wäre ein Skandal (aus Sicht gewisser Kreise)

Gast: strelnikov
25.07.2012 16:47
4 0

Das wird sich nicht spielen

Da sind Einzelzimmer mit TV, Internetanschluss, WC und Dusche (kennt man zwar von zu Hause nicht, aber egal) sowie Zimmerservice verlangt.
Und noch ein Mobiltelefon mit aufgeladener Wertkarte !

bedenklich

da ja in den alten kasernen weder in jedem raum ausreichend internetanschlüsse zur verfügung stehen und außerdem das ambiente nicht zum wellness u wohlfühlen geeignet erscheint, desweitern diese objekte gelegentlich etwas entfernt von ortskernen situiert sind,- wird wohl nix daraus werden.

Normalerweise (wie bisher)...

sind Schulen und Kasernen für Katastrophenfälle zu reservieren bzw. freizuhalten!

Politikertausch statt Bevölkerungstausch

jeder freie Platz wird für die zukünftigen Wähler freigemacht.

zurück schicken

aller Wirtschaftsflüchtlinge wäre wesentlich einfacher und billiger!

Antworten Gast: nereiren
25.07.2012 12:20
0 1

Re: zurück schicken

Und wie geht das konkret "wesentlich einfacher" als derzeit - alle abgelehnten Asylwerber werden ja jetzt schon ausgewiesen und -wenn irgendwie möglich- abgeschoben? Wie schaut denn Ihr "billiger" Vorschlag konkret aus?

Re: Re: zurück schicken

In Irland wird ein weitaus größerer Teil von Asylsuchenden retourniert als in Österreich. Resultat: weniger Anträge.

Antworten Antworten Antworten Gast: nereiren
25.07.2012 22:00
0 0

Irland als Vorbild?

1.) hat Irland in den letzten 15 Jahren extreme Schwankungen in den Asylwerberzahlen - wo sehen Sie die staatliche Steuerungsfunktion?
2.) ist die Zahl der negativen Bescheide zwar die höchste in der EU, aber die Zahl der Ausweisungen/Abschiebungen ist nicht relativ hoch.
3.) hat Irland zusätzlich dafür gesorgt, das EU-weit die Abschiebungen nach Griechenland ausgesetzt werden.
4.) hat Irland noch schwindligeres (provisorisches) Asylrecht als Ö - die basteln seit Jahren an Neuerungen.
5.) gibt's insgesamt deshalb einen recht großen Rückstau bei den Verfahren, der Anteil von Asylwerbern, die 3 Jahre oder länger auf eine Entscheidung warten, ist sehr hoch - und das kostet natürlich in der Grundversorgung!

Was konkret ist also an Irland so vorbildhaft?

Gast: Ludvik E
25.07.2012 10:47
5 0

Warum nicht die Gemeindebauten öffnen?

Rotes Stimmvieh von morgen!

Gast: mehr logos
25.07.2012 09:22
1 0

Was soll das politische Gewäsch?

Im Moment geht's nur darum, dass die meisten Bundesländer säumig sind und sich nicht an die 15a-Vereinbarung bzw. die vertraglich geregelten Aufnahmequoten halten. Die Innenministerin soll ihre Arbeit tun, nämlich diese Vereinbarung umsetzen, dazu gibt's auch extra einen Koordinierungsrat zw. Bund und Ländern - wieso arbeiten die also nicht? Wozu eine Diskussion über neue Quartiere auf Seite des Bundes, wenn die Länder ausreichend Kapazitäten haben, sich aber an anderen Bundesländern und am Bund abputzen? Wo wird hier die Grundversorgung koordiniert und auch kontrolliert? Besonders Kärnten schmarotzt sich in der Frage ja auf grauslichste Weise durch!(http://derstandard.at/1342947520037/Asylheim-Wernberg-Schmutzige-Klos-undichtes-Dach-broeckelnde-Waende)

Gast: Johannas Asylo Rifle Regiment
25.07.2012 08:39
5 0

Asylwerberplätze in Kasernen

Unser neues Berufsheer?

Gast: Ösi
25.07.2012 03:01
1 16

Wenn man die Kommenatre hier so liest, dann weiß man, dass dies mit Xenophobie nicht mehr vieö zu tun hat, nein hier posten Soziopathen!

Aber mit mir nicht, Freunde der Blasmusik!
Wenn ihr glaubt, ihr könntet mit eurer fremdenfeindlichen Strategie Ösi zermürben, ja, dann seid ihr falsch gewickelt.
Ich suche mir die Namen der Ärgerer und Zermürberer, suche sauber die Fakten heraus und dokumentiere alles, ich suche mir Partner in den Medien und Internet. Und dann heize ich euch Bazis Schritt für Schritt ordentlich ein.
Ja, das dauert. Ja, es ist mühevoll. Ja, manchmal meine ich: lass den Sch... mach' was anderes Ösi. Aber meistens rührt sich dann doch was. Und dies gibt mir den Mut weiterzumachen!

Good riddance ihr Knalltüten!

Antworten Gast: Gitta02
25.07.2012 20:18
2 0

Re: Wenn man die Kommenatre hier so liest, dann weiß man, dass dies mit Xenophobie nicht mehr vieö zu tun hat, nein hier posten Soziopathen!

Wohl ein Kampfposter aus der Spö-Zentrale????

Mein Vorschlag: Asylwerber in der SPÖ-Zentrale unterbringen! Oder in Wien-Neubau, wo die Grünlinge regieren! Die wollen das und zwar gründlich: eignet sich auch jede Garage dazu!

Re: Wenn man die Kommenatre hier so liest, dann weiß man...

Na so was. Der,die Kampfposter/in...wiedermal ziemlich aufgeregt !

Detto...Good riddance ihr Freunde der gegrölten Internationale ! (u.nicht vergessen dabei - eine Faust in die Höh')

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Re: Wenn man die Kommenatre hier so liest, dann weiß man, dass dies mit Xenophobie nicht mehr vieö zu tun hat, nein hier posten Soziopathen!

Brav, tu schön alles aufschreiben ja, Du kannst auch mit dem bereits erfahrenen Rauchersheriff gemeinsam auf die Jagd böser Zeitgenossen gehen. Weidmanns Heil!

Antworten Gast: Lufthockn
25.07.2012 09:51
7 0

Re: Wenn man die Kommenatre hier so liest, dann weiß man, dass dies mit Xenophobie nicht mehr vieö zu tun hat, nein hier posten Soziopathen!

03:01 !!
hast wieder nicht schlafen können,weil dich die Gutmenschlichkeit schon wieder so zermürbt hat.Und schön brav dokumentieren, Meister des Archives.

Re: Re: Wenn man die Kommenatre hier so liest, dann weiß man, dass dies mit Xenophobie nicht mehr vieö zu tun hat, nein hier posten Soziopathen!

meisterin , bitte nicht vergessen die ösi/in ist eine in!! bitte niemals aufs gendern vergessen.

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Re: Wenn man die Kommenatre hier so liest, dann weiß man, dass dies mit Xenophobie nicht mehr vieö zu tun hat, nein hier posten Soziopathen!

Der NKWD läßt grüßen.

Gast: Markus Trullus
25.07.2012 02:48
3 5

Österreich ist ein reiches Land! Und ja, wir wollen euch helfen!

Ihr seid willkommen!

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Syrien ist ein Nachbarland Österreichs?

Oder wie kommen die hierher?

Antworten Gast: nereiren
25.07.2012 09:13
0 0

Anfänger!

Für das Asylrecht ist es unerheblich, ob Nachbarland oder nicht - jeder hat das Recht, einen Asylantrag zu stellen! Auch die Dublin-VO schränkt das nicht ein (und besteht zudem aus mehreren Regelungen für die Zuständigkeit einzelner Länder)

Antworten Gast: Ich bin gut zu Vögeln!
25.07.2012 03:07
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Re: Syrien ist ein Nachbarland Österreichs?

"wie kommen die hierher?" Mit dem Zug Sie Clown!

hält sich österreich an seine eigenen gesetze?

"Denn bisher erfüllen nur zwei Bundesländer, nämlich Wien und Niederösterreich, die bereits 2004 vereinbarten Länderquoten zur Unterbringung von Asylwerbern."

Antworten Gast: naund
24.07.2012 22:51
0 0

Re: Syrien ist ein Nachbarland Österreichs?

Eine syrische Familie kenne ich seit ich 5 Jahre alt bin. Und?

 
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