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Bericht: Österreichische Drohnen für Chinas Marine

25.07.2012 | 09:05 |   (DiePresse.com)

Trotz des EU-Waffenembargos soll das heimische Unternehmen Schiebel der chinesischen Volksbefreiungsarmee einen Drohnen-Helikopter geliefert haben. Der Firmenchef spricht von einer "Falschmeldung".

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Das österreichische Unternehmen Schiebel soll trotz des geltenden EU-Waffenembargos die chinesische Volksbefreiungsarmee mit einem Drohnen-Helikopter beliefert haben. Das berichtet das Wiener Wochenmagazin "Falter" in seiner am heutigen Mittwoch erschienenen Ausgabe. Demnach würden die unbemannten Hubschrauber des Typs Camcopter S-100 auch für militärische Zwecke eingesetzt. Weiters gelten sie als weltweit einziger Drohnentyp, der bei schwerer See auf Kriegsschiffen starten und landen kann. Firmenchef Hans-Georg Schiebel reagierte prompt auf den Bericht und sprach von einer "Falschmeldung".

Die Helikopter-Drohnen sind laut Schiebel bereits vor fünf bis sechs Jahren an jene chinesische Behörde geliefert worden, die für die Überwachung und das Management der Meeresgebiete sowie die Erforschung der Territorialgewässer zuständig ist. Es habe sich um weniger als die im "Falter" genannten 19 Stück gehandelt, betonte der Firmenchef. Diese chinesische Behörde habe nun gegenüber seiner Firma bestätigt, dass die Fluggeräte wie vereinbart nur für zivile Zwecke eingesetzt werden. Er sehe deshalb "keinen Grund zur Beunruhigung".

Ministerium hat Ermittlungen eingeleitet

Die Helikopter-Drohnen gelten als sogenannte Dual-Use-Geräte und könnten daher sowohl im zivilen wie auch im militärischen Bereich Verwendung finden. Im Wirtschaftsministerium hieß es, man habe Ende Mai 2012 Kenntnis über einen Artikel in der Internet-Nachrichtenplattform "Asia Sentinel" erhalten, in dem der Verdacht geäußert wurde, dass ein Schiebel-Produkt von der chinesischen Marine für einen militärischen Zweck verwendet wurde.

Sollte dies zutreffen, würde es dem bewilligten zivilen Endverwendungszweck widersprechen. Daher habe das Ministerium Ermittlungen eingeleitet, die immer noch andauerten. Bis zur Klärung der Sachlage würden keine neuen Drohnen-Lieferungen nach China bewilligt.

Laut "Falter" wurde im Mai eine Drohne auf einem Flottenschiff der chinesischen Marine gesichtet, wie Fotomaterial des japanischen Geheimdiensts belege. Schiebel sagte dazu, die Fotos seien so unscharf, dass man die Drohne nicht identifizieren könne.

(Red./APA)

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44 Kommentare
 
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Gast: Nichts für Gutmenschen
28.07.2012 16:13
0 0

Die Zyniker hier können meinetwegen jubeln,

... ich finde es ist ein klarer Fall für behördliche Intervention:

"Bisher sind etwa 80 Stück an die Vereinigten Arabischen Emirate verkauft worden (VAE-Bezeichnung „Al Saber“)[2]. Weiters vier Stück an die Khamis Brigade, der ehemaligen Leibwache von Muammar Gaddafi in Libyen[3][4]. Zwei Drohnen an Jordanien[5] und weniger als 19 Stück an die chinesische Volksbefreiungsarmee.[6] Die Lieferungen an die chinesische Volksbefreiungsarmee erregte 2012 wegen dem Verdacht auf Umgehung des EU-Waffenembargos mediales Interesse,[7] da Bilder vom Betrieb der Drohne vom Deck chinesischer Kriegsschiffe veröffentlicht wurden.[8]"

(Wikipedia)

Gast: There is no such thing as "Dual Use"
28.07.2012 16:08
1 0

Wäre auch das erste Mal...

... dass blutiges Geld keine Nehmer findet.

Möge es allen Mitarbeitern des Unternehmens den Gewissensschluckauf legen.


1 0

alles klar

Die atomkraft wird auch nur zu friedlichen zwecken genutzt.

geld und moral

was soll man sagen?

Dual-Use

Alles kann auch militärisch verwendet weden, sogar ein Telefon. Warum soll man keine Modellhubschrauber irgenwem verkaufen? Man kann, mit einem von mir gebautem Modellflugzeug einen Terrorangriff fliegen. Alle diese Lieferbedenken sind Unsinn. Der Amokläufer in Colorado hat eine österr. Waffe bei sich, oh Gott, die türken stechen einander mit Messern aus Solingen(D) ab. Na und? Meine Frau kann man auch für verschiedene Dinge verwenden.

Antworten Gast: Abwehrschirm Alpha15
26.07.2012 20:34
2 0

Re: Dual-Use

Mein Gott, wie sieht denn die Gute aus, wenn man mit der sogar einen derartigen Terrorangriff starten könnte, dass sogar die Taliban davonlaufen. Vielleicht kann man die irgendwie klonen als Waffe für das Bundesheer.

Antworten Gast: Hacklwerfer
26.07.2012 17:25
3 0

Re: Meine Frau kann man auch für verschiedene Dinge verwenden.

Das arme "Ding"...

Lasst doch Schiebel liefern

diese Scheinheiligkeit geht mir wirklich auf die Nerven.

Der Nudelwalker meiner Freundin kann auch "Dual-Use" verwendet werden, mal zum Kochen, aber sie könnte mir genauso gut damit eins überziehen. Deshalb wird er aber nicht gleich zur Kriegswaffe.

Lasst doch Schiebel liefern

diese Scheinheiligkeit geht mir wirklich auf die Nerven.

Der Nudelwalker meiner Freundin kann auch "Dual-Use" verwendet werden, mal zum Kochen, aber sie könnte mir genauso gut damit eins überziehen. Deshalb wird er aber nicht gleich zur Kriegswaffe.

Gast: Innovativ
25.07.2012 19:43
4 1

Das Unternehmen Schiebel

ist meiner Meinung nach, ein wirkliches österreichisches Vorzeigeunternehmen.

Re: Das Unternehmen Schiebel

nur der chef soll ein bisserl "schwierig" sein.

Antworten Gast: Man glaubt es kaum
25.07.2012 22:33
2 0

Re: Das Unternehmen Schiebel

Können die Dinger auch Luft-Boden-Raketen abfeuern? Statt Taliban könnten die ja dann Tibeter schießen...-

Gast: Es ist zum Lachen
25.07.2012 17:42
2 0

China kauft just in Österreich Drohnen ???

Die können das doch selbst viel besser bauen.
Die fliegen schon ins All, sind der Elektronikliferant der Welt und schießen sogar Satelliten zielgenau ab.
Und da sollen sie sich gerade in Österreich Drohnen kaufen.
Aber wir haben ja immer April, darum auch immer Scherze.

Antworten Gast: JVD
25.07.2012 19:28
6 0

Re: China kauft just in Österreich Drohnen ???

Aber klar doch. Wenn die nämlich ein Originalmodell haben, tun sie sich leichter beim Nachbauen :-))

Antworten Antworten Gast: Gegen falschen Patriotismus Österreichs
25.07.2012 21:54
2 1

Wenn man keine Ahnung hat, soll man schweigen

China baut heute die schnellsten Züge der Welt und baut gerade in Brasilien einen Hochgeschwindigkeitsnetz.
Natürlich haben sie sich vor 20 Jahren von den Franzosen die erste TGV-Linie bauen lassen und davon abgekupfert.

Inzwischen aber ist die chinesische Eisenbahntechnologie eigenständig und die beste der Welt.
Soviel also zur Information. ---
und wenn sie schon Superdrohnen bauen wollen, dann werde sie wohl eher die der Amis abkupfern. Heute baut selbst der Iran schon gute Drohnen, wie bekannt, da werde die Chinesen doch wohl nicht auf Österreich zurückgreifen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gegen Überheblichkeiten hie und da
25.07.2012 22:31
3 0

Re: Wenn man keine Ahnung hat, soll man schweigen

Wenn jemand mit dem Argument "...die beste der Welt." kommt, muss man prinzipiell skeptisch und vorsichtig sein.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: zong jung ding
26.07.2012 10:43
1 0

Re: Re: Wenn man keine Ahnung hat, soll man schweigen

erst recht bei die chinesen :-))

EU-Embargo

Aha, gegen China herrscht ein EU-"Waffenembargo" - dafür aber liefert, äh verschenkt halb, das EU-Mitglied Deutschland atomwaffenfähige Unterseeboote an einen kleinen Nahost-Staat der ständig seine Nachbarn mit5 Kriegsdrohungen überzieht. Und schon mehrmals(1956, 1967, 2002, 2006) auch überfdallen hatte.
Also wer bestimmt diese Doppelmoral?

Antworten Gast: uhudler
25.07.2012 16:41
5 0

Re: EU-Embargo / Doppelmoral

Wer sie bestimmt: die USA natürlich. Jedes Geschäft, das sie nicht selbst machen können/dürfen, wird verboten. Mit der EU als willfähriger Handlanger (Korruption in Brüssel !) kein Problem.

Gast: strelnikov
25.07.2012 16:18
3 0

Recht haben sie

wenn dem so ist. Die EU zahlt der Firma keinen Ersatz für den Verdienstentgang. Und schliesslich geht es auch um Arbeitsplätze. Den Falter kann man auch schon als NGO betrachten.

Gast: Demokierkratie
25.07.2012 15:53
2 1

Also pass auf, mein Kleiner! Mein Chef sagt, ich darf Dir das Gewehr nicht verkaufen. Aber ich mach's trotzdem. WENN Du mir versprichst, dass Du damit ausschließlich auf Tontauben schießt.


Österreich 2050

zänkisches Bergvolk am nördlichen Rand von China

Gast: Rater
25.07.2012 12:34
1 3

Wenn sie die Drohnen verkauft haben

war das reichlich Dumm. Die Chinesen sind inzwischen noch bekannter als die Israelis dafür, dass sie alles nachbauen.

Re: Wenn sie die Drohnen verkauft haben

Ich bin überzeugt, dass die Österreicher ihre drohnen den Israelis nachgebaut haben!

2 0

so ist das!

der firmenchef bin ich...

Gast: Halloooo
25.07.2012 11:54
5 0

wahrscheinlich ist es eh ein Nachbau


 
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