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Strache drängt FPK zu Konsequenzen

26.07.2012 | 18:08 |  Von Regina Pöll (Die Presse)

Die Kärntner Partnerpartei sollte den Fall Dietrich Birnbacher prüfen und korrupte Politiker abziehen, heißt es an der FPÖ-Spitze. Die ÖVP ist um Schadensbegrenzung bemüht.

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Wien. Am Tag eins nach dem Geständnis von Dietrich Birnbacher lagen nicht nur in den Kärntner Parteien, sondern auch in den Bundesparteien in Wien die Nerven blank. Sie erhöhten den Druck in Richtung Klagenfurt, die teilweise bereits eingestandene illegale Parteienfinanzierung rund um ein Hypo-Gutachten des Jahres 2007 aufzuklären. Vor allem die FPÖ drängte ihre Partnerpartei in Kärnten, die FPK, die Angelegenheit nicht nur vor Gericht, sondern vor allem intern rasch zu klären und im Ernstfall auch scharfe Konsequenzen zu ziehen – bis hin zu einem Parteiausschluss und Amtsverlust für betroffene Politiker.

Strache: „Volle Aufklärung“

Nach tagelangem Schweigen zu der Causa postete auch FPÖ-Bundeschef Heinz-Christian Strache – er urlaubt zurzeit im Ausland – auf Facebook, er wolle „volle Aufklärung“. Und weiter: „Im Falle einer Involvierung von heutigen FPK-Politikern in diesem Fall fordere ich entsprechende Konsequenzen.“ Welche Konsequenzen, ließ Strache vorerst offen. Präziser äußerte sich im „Presse“-Gespräch sein Stellvertreter Norbert Hofer: Sollte sich im Laufe der weiteren Ereignisse und Ermittlungen zeigen, „dass eine Person korrupt ist, muss die Person auch aus ihrem Amt zurücktreten“, so der FPÖ-Vizechef. Das sei aber nur eine Empfehlung in Richtung FPK. „Das sind ja keine Leute von der FPÖ. Aber wären sie in der FPÖ, würde man im Korruptionsfall den Parteiausschluss vornehmen, und sie würden ihr Amt verlieren.“ Das sagte Hofer zu den Vorwürfen von Steuerberater Birnbacher. FPK-Finanzlandesrat Harald Dobernig und FPK-Chef Landeshauptmann-Vize Uwe Scheuch (beide früher BZÖ) hätten im Jahr 2009 Geld für das BZÖ verlangt, nachdem Birnbacher im Jahr 2007 ein Sechs-Millionen-Euro-Gutachten über den Hypo-Verkauf im Auftrag der Landesholding – also auf Kosten der Steuerzahler – erstellt hatte. Scheuch und Dobernig selbst bestreiten die Vorwürfe bisher vehement.

Rückendeckung erhielten sie am Donnerstag vom FPÖ-Europaabgeordneten Andreas Mölzer, selbst ein Kärntner. Doch auch er wollte sich in der Angelegenheit nicht weit hinauslehnen: Er gebe seinen „FPK-Freunden“ zwar einen „Vertrauensvorschuss“, sagte er der „Presse“. Sollte sich aber auch nur ein Vorwurf gegen Dobernig oder Scheuch bestätigen, bräuchte es „knallharte Konsequenzen“: „Wir sind eine Partei, die Sauberkeit nicht nur rhetorisch postuliert, sondern auch leben sollten“, so Mölzer. Sollte die Verdachtslage „wirklich dicht“ werden, sollte die FPK also auch gar nicht erst auf einen Schuldspruch warten, ehe sie „angemessene Schritte“ setzt – etwa einen Rücktritt erzwingen.

Auf das Thema „Neuwahl“ in Kärnten wollte sich vorerst weder Mölzer noch Hofer oder Strache einlassen: Zunächst müsse der Fall Birnbacher näher untersucht werden. Die Landesregierung sei trotz der laufenden Ermittlungen in dieser und weiteren Causen gegen mehrere Landesräte „durchaus arbeitsfähig“, stellte sich unter anderem FPÖ-Vize Hofer gegen SPÖ, ÖVP oder Grüne, die das Gegenteil behauptet hatten.

ÖVP vertraut auf „neuen Weg“

In der ÖVP bemühte man sich gestern um Schadensbegrenzung. Nachdem Generalsekretär Hannes Rauch selbst von einem erheblichen „Imageschaden“ aus der Causa Birnbacher für die Politik insgesamt gesprochen hatte, erklärte er der „Presse“, dass sich die ÖVP mit dem 2011 bestellten Parteichef Vizekanzler Michael Spindelegger längst auf dem richtigen Weg fühle – etwa mit ihrem Wertekanon, der auf Anstand und Leistung aufbaue. Der mittlerweile zurückgetretene ÖVP-Landeschef Josef Martinz hatte am Mittwoch nach entsprechenden Aussagen Birnbachers illegale Parteienfinanzierung in der Affäre um das Gutachten gestanden: Er und der 2008 verstorbene BZÖ-Chef Landeshauptmann Jörg Haider hätten „die Idee entwickelt, dass etwas an die Parteien gehen soll“.

Westenthaler: „Miese Polit-Hatz“

„Was jetzt versucht wird, ist der posthume Rufmord an Jörg Haider“, meinte dazu der BZÖ-Vizeklubchef im Nationalrat, Peter Westenthaler: Es gebe nur „unbewiesene Unterstellungen“, keine Fakten, die auf ein „System Haider oder eine Involvierung Haiders in korrupte Machenschaften hinweisen würden“. Westenthaler: „Das ist eine ganz miese Polit-Hatz.“

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26 Kommentare
 
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Gast: Buchwurm7
27.07.2012 16:10
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Bei der FPÖ-FPK Vereinigung strahlte Strache mit Scheuch noch um die Wette

Nun ist beiden das Lachen richtig vergangen!

Die Ironie dieser Geschichte: Strache feierte die FPÖ-FPK Vereinigung als seinen persönlichen Sieg. Nun wird aber ausgerechnet die FPK die freiheitliche Niederlage bei der Nationalratswahl einläuten.

Gast: harras
27.07.2012 12:30
0 0

der Westentaschler ist

der richtige Mann für solche Beurteilungen, bei " mies " da kennt er sich aus. Von dieser Sorte brauchen wir nicht mehrere, da ist einer schon zuviel.

„Das sind ja keine Leute von der FPÖ. Aber wären sie in der FPÖ, würde man im Korruptionsfall den Parteiausschluss vornehmen, und sie würden ihr Amt verlieren.“

geht es noch lächerlicher???

eine korrupte partei muss nicht unbedingt selbst geld entgegennehmen. es reicht auch, wenn sie zwecks erlangen von mehrheiten (oder wie hier: wegen eines höheren betrags für den fpö-fpk-club im nr!) sich mit korrupten auf ein packel haut.

dann ist man zwar nicht direkt-korrupt aber ein direkt-charakterschwein und ein direkt-absahner!

Gast: Antonius II
27.07.2012 06:17
0 0

Irgendwie scheint es, als hätte Strache nichts zu melden!

Die FPK tut das was sie will!

Wann gibt es endllich Neuwahlen in Kärnten?

Gast: Orange-in-Wien
27.07.2012 01:41
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Zu Westi

Endlich sagt wieder einer , dass was Sache ist!
Dieses ewige Haider-Bashing geht nämlich langsam zu weit!

Das ist wieder mal die schäbigste Art die eigene Schuld auf andere (einen Toten in diesem Fall) abzuwälzen.
Journalisten und Politiker die Haider hierbei beschuldigen sollten sich schämen, dass ist einfach nur mehr FALSCH!

Antworten Gast: Orange-in-Wien
27.07.2012 22:51
0 0

Re: Zu Westi

Nun sage ich Ihnen was mit eigenen Worten:
"Habe jeden roten Strich denn ich von euch rot-grün-Fan-Schreibern erhielt ehrlich verdient (und wisst ihr was ichs schreibe immer in meiner Freizeit).
An der Uhrzeit erkennbar ist, dass ich die Wahrheit sage, aber einige hier Schreiben während des Diensts wie man sieht...

Da wird sich Chef/Chefin aber freuen....
Wie gesagt ich akzeptiere jeden roten Strich, genauso auch die Grünen Striche.
Wo leben wir, dass man einen toten als korrupt einstufen darf (obwohl dieser nicht mal vor Gericht sich verteidigen kann da nicht mehr am Leben).
Das ist KEIN Rechtsstaat sondern Lynchjustiz!
Bitte auf passen, dass ihr Sommer nicht auch noch rot werdet... bei so Kurz-Kommentaren und substanzlosen Argumenten, kommt dies fast schon spamming gleich."

ICH ZITIERE DIESMAL NICHT Peter W.!
Also bitte nochmal schreiben, dass ein rechtskräftig verurteilter nicht als Quelle erlaubt ist, denn jetzt sind es meine Worte... und ich bin unbescholten!


Antworten Gast: der Herold
27.07.2012 11:33
0 1

Re: Zu Westi



ein rechtskräftig verurteilter Verbrecher.

Der ist wohl der Richtige.

Re: Zu Westi

bitte sag mir jetzt nicht, dass DU wahlberechtigt bist und deine stimme gleich viel zählt wie die von anderen.

das wäre nämlich echt demütigend!

Re: Zu Westi

Ist Strache auf dem Bild jetzt braun oder rot (vor Zorn über die Negativschlagzeilen).
Ein schöner Mann. wo lassen bräunen?

Gast: flawless
26.07.2012 23:40
0 0

primitives politgeplänkel

...tatsache ist,dass mindestens 10% der ösrerreichischen Bevölkerung mieseste,korrupte und präpotente Charaktere sind!Hilfe,wo leben wir eigentlich??

Re: primitives politgeplänkel

Wenn 90% nicht mies, korrupt und präpotent sind, dann sind wir sicher Charakterweltmeister.
Da haben auch Sie gute Chancen in dieser Kategorie zu sein.

Straucherl sei sicher, dass deine Freunde in der FPK

dir den Weisel zeigen werden, sie werden machen, was sie immer machen - ignorieren!

Ich würd mal schaun

was der Westi mit dem Fall zu tun hat ... der wird nämlich grad ziemlich nervös. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Antworten Gast: zczub
27.07.2012 05:03
1 0

Re: Ich würd mal schaun

Der ist einfach nur ein verurteilter Gewaltverbrecher. Zur Korruption fehlt im das nötige indelektuelle Vermögen.

Antworten Antworten Gast: zczub
27.07.2012 06:13
0 0

Re: Re: Ich würd mal schaun

Intellektuelles Vermögen selbstverständlich. War auch noch sehr früh ;-)

Re: Re: Re: Ich würd mal schaun

ich halte die ursprüngliche schreibweise für besser.
es geht schließlich um westi... den höchst indelegduellen westi.

Aha, „Das sind ja keine Leute von der FPÖ.“

Für wie blöd hält man uns eigentlich?

wie man sie hochlobt

so lässt man sie auch wieder fallen
das geht bei den Freiheitlichen seit Jahrzehnten so
die Partei hatte noch nie ein vernünftiges Programm ,man hat sich immer dort angebiedert ,wo es was zu holen gab

Rufmord nein danke!

Jetzt ist es wirklich an der Zeit, endlich etwas gegen den Rufmord zu schreiben, der hier dauernd am viel zu früh verstorbenen Landeshauptmann Dr. Jörg Haider begangen wird. Wenn er in die Sache wirklich verwickelt war, dann bestimmt nur, weil er ein wenig Geld besorgen wollte, um es armen Muatterln zu geben, die ihre Heizkosten nicht bezahlen können. Ganz bestimmt! Und es war eh nur Steuergeld, und Steuern zahlen bei uns eh nur die Gstopften. Der Robin Hood, der war gar nix gegen den Jörg, so schauts aus.

Und dann noch dieser Satz, in dem der Autor des Artikels Herrn Strache unterstellt, auf Urlaub im Ausland zu sein. Im Ausland!!! Das würde er nie tun! Nie! Ganz bestimmt!

Antworten Gast: der BesserWisser
26.07.2012 22:45
0 1

Re: Rufmord nein danke!

Na sowas, da sollten die Kärntner doch dringend einmal nach Linz auf Schulung gehen. In Kärnten macht man wegen läppischen 6 Mille einen Aufstand. Das sind ja die reinsten Anfänger!
In Linz lernt man wie man ohne Probleme und ohne jede Verantwortung über 400!!! Millionen ins Nirwana befördert.

Gast: growing_grass_listener
26.07.2012 20:40
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Und schon wieder ein primitives Politgeplänkel

Der Sachverhalt Birnbacher ist extrem einfach aufzuklären:
Da Birnbacher Steuerberater ist, muss er ja alle Jahre eine Bilanz als Jahresabschluß gemacht haben. Deshalb sollte es für ordentliche Journalisten und Staatsanwälte ein Kinderspiel sein, den Verlauf/Verbleib der Millionen festzustellen und danach die Anklagen erheben.

Ich bin kein Haider-Fan, finde es aber mehr als primitiv und überaus billig, von einem System Haider zu sprechen. Wenn jemand Beweise hat, möge er diese vorlegen oder schweigen - egal welche Personen es betrifft.

Auffallend ist, dass Faymann Inserate die Medien nicht interessieren, wenn aber jemand wie Birnbacher plötzlich ein Geständnis ablegt, ist die gesamte rechte Szene verteufelt - unabhängig von irgend einem Beweis.
System ist ja wohl, dass zahlreiche Gutachter (Sachverständige) mehrfach gelogen und falsche Gutachten für viel Geld erstellt haben. Tatsache ist auch, dass sogar die Staatsanwaltschaft mehrfach geprüft hat - was sind denn bitte die Konsequenzen daraus?
Aber dafür wird von einem System Haider gesprochen. Wenn die Vergabestellen (Landesholding) unsauber gearbeitet haben, sollte ganz normal Anklage erhoben werden. Wenn die FPK/BZÖ Gelder erhalten hat, müssen sofort die Konsequenzen gezogen werden - diese Personen müssen uneingeschränkt zurück treten und der Justiz übergeben werden.

Gast: Gernot, Stmk
26.07.2012 20:12
4 1

Die ÖVP hat das einzig richtige gemacht!

Etwas spät aber es ist zu erkennen, dass sie es ernst meint und einmal anfängt Leute raus zu werfen!

Dieser Mut fehlt dem verweichlichten Strache und es wird ihm viel an Stimmen kosten!

Es ist eben nicht jeder als Führungsperson geboren!

Gast: Wolfsbergerin
26.07.2012 20:10
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Wo ist das Geld....

Strache weisst Du wa das Geld ist, dass die vielen Schulden verursacht hat in Kärnten?

Immobilien?
Im Internet sind so hübsche Bilder drinnen mit Dörfler und Strache, wäre schade wenn sie nicht mehr zusammenarbeiten würden!

Der Wertekanon

ÖVP braucht keinen Wertekanon, die ÖVPler sollen sich einfach an die 10 Gebote halten, und aus.

Antworten Gast: derheiligegeist
26.07.2012 20:22
0 0

Re: Der Wertekanon

lol der is gut den erzähl ich dem chef

strache, der facebook-"politiker"

plötzlich ist der korruptionshaufen fpk ein weit, weit entferntes, kaum bekanntes und schon gar nicht verwandtes konstrukt.

lol.

 
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