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E-mail an ÖVP-Mitglieder: Martinz entschuldigt sich

27.07.2012 | 16:01 |   (DiePresse.com)

Das Geld habe er für die Wahlkampffinanzierung genommen. "Gier" sei kein Motiv gewesen. "Ich stehe tief in ihrer aller Schuld", schreibt Martinz.

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Der ehemalige Kärntner ÖVP-Obmann Josef Martinz, der vor Gericht die Involvierung in Korruptionsgeschäfte zugegeben hatte, hat sich via E-Mail bei seinen Parteikollegen entschuldigt. Das Geld sei für die Finanzierung des damals anstehenden Wahlkampfes gedacht gewesen, heißt es in dem internen Schreiben. "Mir ist bewusst, dass ich Ihre Wut, Ihre Niedergeschlagenheit, Ihre Fassungslosigkeit mit diesem Schreiben nicht aus der Welt schaffen kann", so Martinz.

Das E-Mail ist an die "Stützen der ÖVP Kärnten" gerichtet, also an Parteimitglieder, Funktionäre und Mitarbeiter. "Ich möchte Sie alle um Verzeihung bitten in der Hoffnung, dass Sie meine Beweggründe für mein völlig falsches Vorgehen wenn schon nicht verstehen können, aber doch sehen, dass ich nie böse Absichten verfolgt habe, oder gar der ÖVP Kärnten Schaden zufügen wollte", meint Martinz darin. "Schon gar nicht war es meine Absicht, das Vertrauen, das Sie alle mir in den letzten Jahren zum Teil bedingungslos entgegen gebracht haben, so zu erschüttern." "Was ich getan habe, habe ich nicht getan, um mich zu bereichern", so der ehemalige ÖVP-Kärnten Chef weiter.

"Was ich getan habe, habe ich nicht getan aus Gier. Was ich getan habe, entstand unter dem unsäglichen Druck, die Finanzen der Kärntner Landespartei nur irgend möglich zu sanieren." Es sei unverzeihlich, "dass ich dafür diesen Weg gewählt habe, dass ich mich von einem System habe verführen lassen. In dieser Sekunde habe ich leider in keiner Weise an die fürchterlichen Folgen für die Kärntner ÖVP, für meine Familie, nicht einmal an die Folgen für mich selbst, gedacht".

Martinz hat laut Schreiben das Geld genommen, "um den anstehenden Wahlkampf der damals hoch verschuldeten ÖVP Kärnten mitzufinanzieren". Kein Mitarbeiter sei mit dieser Handlung konfrontiert oder über die Herkunft des Geldes informiert worden, beteuert er. "Ich trage ganz alleine die Verantwortung für diese Tat und für die Verwendung des Geldes."

"Weil ich sie auch getäuscht habe"

In emotionalem Ton geht es weiter: "Ich will und kann mit diesem Schreiben keine Absolution erreichen, möchte aber dargelegt haben, dass ich tief in Ihrer aller Schuld stehe, weil ich Sie enttäuscht habe, weil ich Sie auch getäuscht habe, weil ich Ihnen die Wahrheit so lange vorenthalten habe. Und glauben Sie mir: Für mich unverzeihlich ist, dass ich meine Familie, meine Mutter, meine Frau, meine Kinder, meine Geschwister - sie alle auf derartige Weise in die Tiefen der Kärntner Politik und die Justiz hineingezogen habe."

"Ich hoffe, für die ÖVP Kärnten, dass Sie ihr treu bleiben", appelliert Martinz abschließend an die Mitglieder. "Bitte bestrafen Sie für meine Vorgehensweise nicht die ÖVP Kärnten."

(APA)

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7 Kommentare
Gast: pdfr
27.07.2012 17:33
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Es gibt doch einen Unterschied

zwischen VP und FP. VPler haben noch (einen Rest von) Anstand.

Wer Unschuldig ist

braucht keine Entschuldigungs e-mails. Medien dürfen gerichte nicht ersetzen.

Von wegen ...

ist doch eine reine PR Aktion um zu verschleiern dass von der Sache natürlich jede Menge Leute gewusst haben.
Immerhin war offenbar ein Ex-Innenminister (!!) der ÖVP-Experte wie man solche illegalen Machenschaften am besten einfädelt.

Und das Märchen, dass die Beschaffung von Parteigeldern (nicht persönlicher Bereicherung) etwas ist wovon in einer Partei nur eine Person etwas wissen soll, das glaubt nun wirklich nicht mal der größte Dummkopf.

Gast: Absolute beginers
27.07.2012 16:35
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Wenigstens entschuldigt er sich, tritt zurück und macht Platz für einen Neuanfang!

Da kann sich Dörfler, Dobernig, die Scheuch Brüder eine Scheibe abschneiden!
Aber die sind Sesselkleber und haben Angst vor Neuwahlen, weil dann kommt vom Sumpf noch viel mehr auf!

Neuwahlen wären jetzt angebracht für einen Neustart für das arme von der FPÖ/FPK/FIK/BZÖ in Geißelhaft genommen Bundesland!

Gast: Martin, Bauer aus Rosental
27.07.2012 16:25
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Ein Anfang....

Martinz, pack weiter aus, denn damit hilfst Du der ÖVP beim Neustart!
Neuwahlen können dann für die ÖVP dadurch nicht schlechter werden!

Ganz Kärnten kennt den FPK Sumpf oder sollten wir sagen die Arbeit der anständigen, ordentlichen und ehrlichen Freiheitlichen!

Gast: Vortritt
27.07.2012 16:23
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Bei der Schwarzen tritt so Jemand wenigsten zurück



…im Gegensatz zu Rot oder Blau/Orange wo strafrechtlich Verurteilte wie Blecha oder Westenthaler noch immer (oder schon wieder) in politischen Ämtern sind!

so gehört sich das


da könnten sich die blau-orangen ganoven ein beispiel nehmen - aber das wird nie passieren, weil diese leute bei ihrem big boss gelernt haben, das freche unverschämtheit zum erfolg führt. die scheuchs, dobernigs, dörflers etc werden erst aufhören, wenn sie im kittchen geladnet sind - und dort werden sie die unschukd vom lande geben.