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Hundstorfer: "Wozu wähle ich dann noch Politiker?"

28.07.2012 | 17:17 |  von KARL ETTINGER UND RAINER NOWAK (Die Presse)

Der Sozialminister warnt vor zu viel direkter Demokratie, er steht zur Ausweitung des Wiener Parkpickerls und zu Rot-Schwarz. Bei den Invaliditätspensionen sei bisher zu oft "Und ciao" gesagt worden.

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Haben Sie ein Parkpickerl?

Rudolf Hundstorfer: Ich habe keines, ich habe einen Garagenplatz. Aber ich wohne in einen Parkpickerlbezirk. Mein Junior hat ein Parkpickerl.

Sie glauben, dass diese Art der Parkraumbewirtschaftung funktioniert?

Ich bin hoch zufrieden, nachdem ich seit vielen Jahren fast immer in Bezirken mit Parkraumbewirtschaftung gewohnt habe. Ich finde das an sich schwer in Ordnung.

Sie kennen Wien, das Rathaus und die „Kronen Zeitung“ sehr gut. Warum emotionalisiert das Thema so?

Es ist ein massives Problem, das man transportieren muss. Denn was ist mit dem Parkpickerl verbunden?

Das Auto.

Nein, natürlich kostet es Geld. Aber es ist nachweisbar, dass dort, wo Parkraumbewirtschaftung mittels Parkpickerl stattfindet, sehr wohl eine Reduktion anderer Autos stattfindet. Die Anrainer haben gute Chancen, einen Parkplatz zu bekommen. Es geht auch anders: Rund um die Stadthalle hat man mit einem massiven Bürgerbeteiligungsverfahren alle miteinbezogen. Die Ausdehnung hätte von Anfang an eine andere Begleitmusik gebraucht. Ich stehe dazu, dass es notwendig ist. Das stelle ich nicht infrage.

Wie groß ist denn der Schaden dieser Diskussion mit Blick auf die Nationalratswahl?

Ich hoffe, dass es gelingt, die Rationalität des täglichen Lebens in den Vordergrund zu stellen. Das ist ein sehr, sehr regionales Thema für einen bestimmten Teil Wiens. Insgesamt geht es aber um die Zukunft des Landes. Ich gehe davon aus, dass da schon eine Trennung möglich ist.

Die Rationalität des täglichen Lebens – beinhaltet die auch, dass Minister und SPÖ-Politiker ständig von Rot-Grün schwärmen?

Es ist kein Geheimnis, dass Rot-Grün eine Regierungsalternative ist. Ich habe aber auch kein Problem mit der jetzigen Koalitionsform.

Ist Ihnen Rot-Schwarz lieber als Rot-Grün?

Ich kann mit vielen Grün-Politikern, genauso mit vielen Kollegen der ÖVP. Da ich aus der Sozialpartnerschaft komme, ist die jetzige Koalitionsform für mich auch eine sehr gute Variante.

Ist derzeit das Schwergewicht nach wie vor trotz aller Probleme bei Rot-Schwarz?

Im Moment in meiner jetzigen Funktion ist es sicher Rot-Schwarz. Mit Grün geht sehr viel, die Grünen beweisen in Oberösterreich, dass Grün-Schwarz geht, in Graz war es auch so.

Sie haben Wien nicht genannt.

In Wien haben wir es auch, ja.

Die „Kronen Zeitung“ empfiehlt allerdings das Ende von Rot-Grün in Wien.

Man soll sich auch von einem sehr viel gelesenen Medium nicht sagen lassen, was man zu tun hat.

 

Ein Punkt ist der ungeschickte Umgang mit 170.000 Unterschriften gegen das Parkpickerl. Wie halten Sie es denn mit der direkten Demokratie?

Ab einer bestimmten Stimmenzahl wird man nachdenken müssen, wie man etwas zur Abstimmung bringt. Auf Bundesebene wären das rund zehn Prozent der Wahlberechtigten.

Der Anteil ist in Wien da aber erreicht.

Der Unterschied ist: Wie komme ich zu Unterschriften? Wir reden auf Bundesebene davon, dass das rechtsverbindliche Unterschriften sein müssen. Das ist in Wien bei der Initiative der Wiener ÖVP nicht der Fall.

Generell: Könnte man nicht auch über die Invaliditätspensionen abstimmen?

Bei allem Engagement, wie man die Bürger angesichts der Politikverdrossenheit einbeziehen kann, ist die Frage zulässig: Wozu wähle ich dann noch Politiker? Wir sollten als gewählte Politiker eine gewisse Verantwortung wahrnehmen, Gesetze umsetzen. Bei den Wahlen folgt die Abrechnung. Der Vergleich mit der Schweiz hinkt, die lebt das seit 1000 Jahren und hat andere Strukturen. Es kann keine Glückseligkeit sein, wenn in einem Land alle drei Monate über die Pensionen abgestimmt wird.

Eine klar zu beantwortende Frage an das Volk wäre etwa, ob man das Pensionsantrittsalter der Frauen hinaufsetzen soll?

Das ist ein Verfassungsgesetz, da braucht man andere Quoren. Abstimmen kann man über fast alles, ich finde genügend Themen. Die Frage ist: Sind wir eine repräsentative Demokratie, oder sagen wir, okay, wir machen alle drei Monate eine Abstimmung? Es geht darum, was die Politik machen kann, damit die Leute sagen: „Hallo, da tut sich etwas.“ Natürlich werden wir alle wegen Kärnten in den nächsten paar Wochen wieder eine ordentliche Delle davontragen. Da müssen wir sagen, dass nicht alle Regierungsmitglieder und Nationalratsabgeordnete so sind.

Sie haben ein gutes Image, gelten als sympathisch und gemütlich. Bei der Besetzung des Wiener AMS hat man eine Brutalität bemerkt, die man Ihnen auf den ersten Blick gar nicht zutrauen würde. Da wurde von Ihnen eine Mitarbeiterin des Sozialressorts der jetzigen AMS-Vizechefin vorgezogen.

Sie werden keine einzige Reihung finden, die von einem Consulter unterschrieben ist, bei der eine Person an erster Stelle ist. Sie werden eine verbale Aussage in einem Protokoll finden.

Das ist beckmesserisch. Das Protokoll des AMS-Verwaltungsrates lautet anders.

Das ist kein genehmigtes Protokoll, und man muss das in seiner Gesamtheit lesen. Ich habe vor meiner Entscheidung ein weiteres Gutachten erstellen lassen, das ein anderes Ergebnis gebracht hat. Es geht übrigens um drei Personen aus der Sozialdemokratie. Ich habe jene genommen, die die wenigste Wien-Nähe hat.

Die unterlegene Kandidatin klagt, sie sei gemobbt und unter Druck gesetzt worden.

Das muss sie mit den betreffenden Personen ausmachen.

Sie will die Bestellung anfechten.

Es ist bisher nichts da. Sie kann es auch nicht wirklich anfechten, sie kann auf Schadenersatz klagen. Es sind ihr auch Positionen im Bundes-AMS angeboten worden. Die jetzt bestellte Bewerberin hat bei uns ihren Dienst beenden müssen – ohne Rückkehrticket.

Nochmals Volksabstimmung: Sie haben gemeint, Pensionen wären kein Thema. Was sagen Sie selbst: Wann soll dann das frühere Frauenpensionsalter angehoben werden?

Zur Stunde ist es kein Thema. Ich gehe davon aus, dass man nach der Nationalratswahl eine Debatte führen wird.

Sie haben 2018/19 ins Gespräch gebracht.

Ich habe einen Vorschlag präsentiert, der nicht mehrheitsfähig war.

In der SPÖ.

Nicht nur, auch die Grünen waren dagegen. Nur die ÖVP war nicht dagegen.

Haben Sie Ihr Plansoll mit der Reform der Invaliditätspension vor der Wahl erfüllt?

Im Wesentlichen.

Das heißt, wir könnten eigentlich wählen.

Man wählt, wenn die Legislaturperiode vorbei ist.

Also im Herbst 2013?

Ja.

Es kommt der nächste Wahlkampf. Da wird es sicher Wünsche geben, etwa die Hacklerpensionen nicht 2014 um zwei Jahre anzuheben. Haben Sie dafür ein offenes Ohr?

Nein. Das Thema ist für mich abgeschlossen. Das ist auch in der eigenen Partei nicht wirklich ein Thema. Es ist schön langsam überall drinnen, dass diese Anhebung notwendig ist. Die Hauptbetroffenen haben wir mit der Schwerarbeitspension abgefedert.

Bei den Invaliditätspensionen verstehen manche nicht, warum das nicht mehr so wie früher möglich ist.

Die Invaliditätspension ist die häufigste Pensionsantrittsart. Da will ich nicht zuschauen. Ich möchte nicht in einem Land leben, wo wir landläufig alle invalide sind. Wir müssen hinschauen und den Leuten helfen, länger im Berufsleben zu bleiben. Bei den Invaliditätspensionen befinden sich die Betroffenen in einer sehr eingeschränkten Finanzsituation. Der Durchschnitt liegt bei 957 Euro brutto. Das ist für einen 52-, 53-Jährigen für das weitere Leben nicht die Glückseligkeit. Die große Kunst ist: Gelingt es frühzeitiger, Leute aufzufangen? Das ist der Paradigmenwechsel. Bei 80 Prozent der Frauen kommt es zu Frühpensionen wegen psychischer Probleme. Das ist aber in einem hohen Maße heilbar.

Also wurde es diesen Menschen bisher zu leicht gemacht?

Man hat halt gesagt: „Das ist so und ciao.“ Das Wort „leicht“ ist falsch.

Abgeschrieben. ..

Vergessen, abgeschrieben. Man hat nicht hingeschaut. Die Logik stammt aus Finnland und Holland, die haben das seit zehn Jahren und daher schon andere Erfolge erzielt.

Wollen Sie nach Ihrer Lebensplanung bei der Umsetzung bis 2018 mit dabei sein?

So ist es.

Nicht als Wiener Bürgermeister.

Die Frage stellt sich nicht. Meine Lebensplanung ist, dieses Amt so lange wie möglich auszuüben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.07.2012)

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146 Kommentare
Gast: senftl
29.07.2012 10:19
9 1

Hundi hat Recht

Er hat Recht, mehr Demokratie würde den Regierungsparteien schaden. Wer hätte schon der schamlosen Erhöhung der Parteienförderungen zugestimmt.

Überschrift

Zitat:"Wozu wähle ich dann noch Politiker?"

S.g. Hr. Hundsdorfer!

Eine wirklich berechtigte Frage dessen Beantwortung mir seit Jahr und Tag, auch nach langen Überlegungen, mir nicht mehr möglich ist.

Indirekt vielleicht, dass ansonsten viele Politiker dem ASM zu lasten fallen würden?

Was aber in Summe noch immer billiger wäre, als diese verlogene Parteien-"demokratie" am Leben zu halten.

Gast: Xury1941
29.07.2012 10:07
4 1

Sozial???

Wie das so ist mit dem "Sozialen", die SPÖ nennt sich Sozialdemokratisch, die ÖVP "christlich sozial" und in Wirklichkeit sind beide nur mehr sozial zu sich selbst. Das Demokratie-verständnis ist schon lange im Keller, denn eine echte Demokratie ist Österreich schon lange nicht mehr, denn dann müßte das Parlament ja der Regierung zum Wohle des Volkes auf die Finger klopfen. Das passiert aber nicht, im Parlament wird jeder Unsinn der Regierungsparteien von den gewissenlosen Parteigängern abgenickt.

Hundstorfer: "Wozu wähle ich dann noch Politiker?"

Herr Hundstorfer, haben Sie keine Sorge, ich würde Sie ohnehin nicht wählen!

Gast: Aaron Feldstein
29.07.2012 09:42
3 1

Ruhig bleiben friends!

Ist doch nur ein durchsichtiger Rauchschleier der SPÖ und KonsortInnen, um von dem PARKPICKERLDESASTER der ROTEN und GÜNLICHEN abzulenken

KEIN kostenpflichtiges PARKPICKERL in Wien!!!
Freie Fahrt für freie Bürger!

4 3

"Wozu wähle ich dann noch Politiker?"

Die Frage ist berechtigt.

Die stellt sich jedem mitdenkenden Citoyen.

Die Antwort ist: Es sollte eine Regierung aus Fachleuten a la Monti in Italien ans Werk und die mauschelnden korrupten Amateure ins unverdiente Ausgedinge geschickt werden.

Gast: I. S. Koniev
29.07.2012 09:38
4 1

MEHR Abgaben und Steuern und Gebühren und Strafen ....

bitte, bitte lieber Rudi, bitte, bitte lieber Michi, wir zahlen noch zu wenig Abgaben, Gebühren, Strafen und Steuern, und wie man den staatlichen Raub sonst noch so nennen will für Müllentsorgung, Gas, Strom, Wasser, und, und, und... Und das Parkpickerl brauchen wir so nötig wie einen Kropf!

Bitte, bitte 110 % Steuerbelastung, damit uns kleinen Bürgern nur ja nichts mehr bleibt! Damit uns Banken, Versicherungen, usw endgültig versklaven können...
Am besten nimmt man uns gleich am Monatsersten jeden einzelnen, sauer verdienten TEuro weg zur freien Verfügung der SPÖ und der anderen Anhänger der kollektivistischen Ideologie...

Gast: Lev Kamenev
29.07.2012 09:31
9 1

Machen wir die SPÖ zur 17% Partei in Wien! Wer macht mit?


Antworten Gast: Wladimir Iljitsch Uljanow
29.07.2012 12:22
3 1

Re: Machen wir die SPÖ zur 17% Partei in Wien! Wer macht mit?

Wieso wollens denen noch soviel Prozente geben?
10 sind für diese Leistung mehr als genug!!

Antworten Antworten Gast: Grigoriy Zinovev
30.07.2012 12:36
0 0

Re: Re: Machen wir die SPÖ zur 17% Partei in Wien! Wer macht mit?

OK! Überzeugt!! :-)

Gast: Lukas
29.07.2012 09:08
20 1

Politiker wie Hundstorfer wurden nie gewählt

und solche Typen sind in einer westlichen Demokratie fehl am Platz. Wenn man dieses Interview liest wird einem von der Überheblichkeit dieser Nullen schlecht!

Antworten Gast: Irrglaube
29.07.2012 11:59
2 1

Re: Politiker wie Hundstorfer wurden nie gewählt

Der Hundstorfer ist arrogant und überheblich und er glaubt auch, er ist ein ganz toller Politiker !

Gast: Gast 2012
29.07.2012 09:03
9 1

all diese antidemokratischen Typen

gehören aus dem Parlament verjagt. Noch geht das Recht vom Volk aus und von einer repräsentativen Demokratie steht kein Wort in der Verfassung. Widerliche Parteiapparatschiks verkaufen mittels ESM-Vertrag gegen den Willen des Volkes die Zukunft unsere Kinder.

die andere Demokratie

Direkte Demokratie hört sich schön an - aber Hunsdorfer hat mit seinen Argumenten recht. Was es aber brauchen würde, wäre ein System, das die Abwahl von Politikern erleichtern würde. Solche Regeln wie in Kärnten machen es verständlich, warum der Ruf nach einer "anderen Demokratie" immer lautervwird.

Gast: guckmal
29.07.2012 08:39
3 0

"Wozu wähle ich dann noch Politiker?"

bei soviel sozialer Ungerechtigkeit und Korruption

frag ich mich das auch!

3 1

"Wozu wählt man noch Politiker"

diese Frage an Hundsdorfer zurück,
aber er wurde ja nicht ad personam gewählt, also ist er die falsche Person, die klagt.

15 0

Wozu............aber sicher nicht, um so etwas wie den

ESM-Schwachsinn zu unterschreiben,

4 1

nein, ein system wie heutiges, mit

Politikern wie dieser, sind überholt. und verlangt nach änderung mit mehr (aber nicht nur) einbezug des volkes.

bei ihm liest man ja in jedem wort den hauch der 70er.


Gast: oeconomicus
29.07.2012 07:38
3 0

waehlen

keiner braucht dieses korrupte polit system der parteibuchkriecher, weg damit und hin zu einer direkten demokratie.

9 0

Die Frechheit eines Hundstorfers

ist kaum zu überbieten.

"Wozu wähle ich dann noch Politiker? Wir sollten als gewählte Politiker eine gewisse Verantwortung wahrnehmen,..."

Das sagt gerade der Anwesenheitslisten/Bürgschaftunterschreiber Hundstorfer.
Wie sieht es mit Verantwortung aus bei Claudia Schmied für die gigantische Kommunalkredit-Pleite?
Wo ist die Verantwortung von Hrn. Dobusch dafür Linz in die Pleite spekuliert zu haben?
Wo ist die Verantwortung von Fr. Brauner für die Prater Vorplatz-Millionenvergeudung?
Wo ist die Verantwortung von Faymann für illegalen Inseratenmillionen von Asfinag und ÖBB?

Keine andere Berufssparte ist dermaßen verantwortungslos (im doppelten Wortsinn) wie die Politiker. Vollkommen abgehoben werden da irre Summen hinausgeschmissen und absurde Haftungen (z.B. ESM) abgegeben, ohne irgendwie zur Rechenschaft gezogen werden zu können. Das gehört dringend geändert und kann nur durch direkt demokratische Kontrolle erfolgen. Dass Demokratiefeind Hundstorfer nichts davon hören will, wundert nicht. Die Speckmaden haben es sich im Speck natürlich gemütlich eingerichtet. Aber spätestens wenn wir durch das verantwortungslose Handeln der Politiker pleite sind, wird es auch mit der Gutmütigkeit der Österreicher vorbei sein.

Gast: Baptist
29.07.2012 07:23
5 0

Ein Politiker "sollte" eine gewisse Verantwortung tragen

Lieber Hr. Hundsdorfer. Ein von der Partei hochgehobener Politiker "muß" meiner Meinung nach die Verantwortung für sein TUN u. LASSEN tragen, denn sonst werden sich auch die
Wähler einmal fragen ob wir diese Politiker überhaupt noch brauchen.

Gast: schurli
29.07.2012 07:21
3 0

neiiin

Der Sozialminister warnt vor zu viel direkter Demokratie.......
natürlich geht das nicht herr minister und bp.
denn da währen bereits 95% von euch lumpen
in steinhof entsorgt.

Gast: beobachter 1
29.07.2012 06:40
2 0

Schuldenverursacher ÖGB hat Angst um seine Macht

Im ARD Magazin Plusminus präsentierte Prof. Hanno Beck von der Fachhochschule Pforzheim ein schockierendes Beispiel: «Bei einer Inflationsrate von 6 Prozent reduziert sich der reale Wert ihrer Altersvorsorge in ungefähr 12 bis 14 Jahren um die Hälfte». Noch sind diese Verhältnisse einer staatlich gesteuerten Geldentwertung «offiziell» noch nicht belegbar, aber eine wachsende Inflationsrate gilt dennoch als sicher. Die Rentendebatte dürfte einige grundsätzliche Fragen auslösen.

Wie reagiert die größte Wählerschicht der Deutschen, die Alten, auf die drohende Enteignung? Was heißt es für eine Gesellschaft und die Demokratie überhaupt, wenn das Zwangssystem der Rentenvorsorge einfach zur Staatsfinanzierung eingesetzt wird? Natürlich werden die Rentner kaum eine Revolution ausrufen, aber die Arbeitsmoral und das Gerechtigkeitsgefühl der Arbeitenden wird in den nächsten Jahren enorm leiden. Und, das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht.

Gast: empörter staatsbürger
29.07.2012 02:18
2 0

hundstorfer

hast wohl gar nix begriffen,du heini?

Gast: Grigoriy Apfelbaum
29.07.2012 02:09
5 0

Parkpickerl = Anrainerschutzgelderpressung durch Don Promillo und die die grünlichen ErfüllungsgehilfInnen!


Gast: Grigoriy Zinovev
29.07.2012 02:05
2 0

Es wird Zeit für Neuwahlen in Wien! Occupy Rathaus!


Gast: Lev Kamenev
29.07.2012 02:03
3 0

Machen wir die SPÖ zur 17% Partei in Wien! Wer macht mit?


Antworten Gast: Altkater1
29.07.2012 12:25
2 0

Re: Machen wir die SPÖ zur 17% Partei in Wien! Wer macht mit?

Nix da!

10 % sind schon zuviel!

Gast: zylmurbafi
29.07.2012 00:52
1 0

na herr huntsdorfer.

wir wählen ja sowieso nicht die, die dann nominiert werden. die parteilakaien. die direkte demokratie ist das menetekel vor dem sich die ösi-packlerparteien am meisten fürchten. alle.

Gast: Gast365
28.07.2012 23:47
3 0

Die SPÖ hat

panische Angst vor dem Wähler und der direkten Demokratie!

Gast: Frag Nach
28.07.2012 23:30
1 0

soll der Herr Minister einmal seine Schweizer Kollegen fragen, dann weiß er warum dort Politiker gewählt werden und in Österreich gibts noch einen Extragrund, um der Korruption zu " begegnen"


Gast: Tom22
28.07.2012 23:09
1 0

der braucht gar kein Auto

Der wohnt im 8. neben den Rathaus, da braucht man gar kein Auto, weil es gute Öffis gibt! In den Erweiterungsbezirken fahren die Busse aber am Wochenende nur im Halbstundentakt und nur bis 22:00! So schaut´s aus!

Gast: um was ist es im Interview schnell gegangen?
28.07.2012 22:54
1 0

Irgendwie liest sich das Interview recht fad.

Liegt es an den Fragen oder an den Antworten?
- ich kann mich nicht entscheiden.

Gast: abiri
28.07.2012 22:39
2 0

seltsam..

seltsame antworten, aber auch seltsame fragen... ein sehr plumpes interview, wie ich finde

28 1

WIR WOLLEN DIESES VERBRECHERPACK AUCH NICHT MEHR WÄHLEN!

Expertenregierung; mit harten Assessments der fachlichen Kompetenzen für Ministerämter! Kann ja wohl nicht sein, dass man sich für fast alle Positionen (außer bei parteinahen Unternehmen natürlich) harten Bewerbungen stellen muss, nur die höchsten Regierungsämter werden an hirnbefreite Parteisoldaten vergeben...

2 0

Re: WIR WOLLEN DIESES VERBRECHERPACK AUCH NICHT MEHR WÄHLEN!

und haftbar für Fehlentscheidungen sollten die Politiker auch sein.

1 0

Re: WIR WOLLEN DIESES VERBRECHERPACK AUCH NICHT MEHR WÄHLEN!

ja keine Expertenregierung, das wäre das schlimmste, was es gibt.
oder haben sie nicht die Expertenratschläge verfolgt seit 2008.

Welchem dieser Experten wollen sie vertrauen?

Re: WIR WOLLEN DIESES VERBRECHERPACK AUCH NICHT MEHR WÄHLEN!

Wer bestimmt die Experten?
Wie definieren Sie Experte?
Von wem stammt die Definition?
Wer führt das Assessment durch?
Wer bestimmt die Auswahlkriterien?

Sie bleiben mir zu viele wesentliche Details schuldig.

2 0

Re: Re: WIR WOLLEN DIESES VERBRECHERPACK AUCH NICHT MEHR WÄHLEN!

ganz einfach: nur mehr Direktwahl von Persönlichkeiten, die entweder durch eine Partei oder eine österr. Organisation (zB: Alpenverein) nominiert wurde. Jetzt wählt man Parteien, die nur abhängige Personen in Ämter entsenden. Ergebnis: Parteistaat

Antworten Gast: Lev Rozenfeld
29.07.2012 02:08
3 0

Re: WIR WOLLEN DIESES VERBRECHERPACK AUCH NICHT MEHR WÄHLEN!

Jedenfalls muß das System "Rotes Wien" zerbrechen und all die linken malversationen und bis dato unter den Teppich gekehrten MEGA-Skandale aufgearbeitet werden. Sollte jemals die wahren Details der Stadtbudgets öffentlich werden, wird die SPÖ in Wien unter die 5% Marke (ge)fallen...
Dann sind Konsum, BAWAG, und Proksch nur noch Volksschularbeiten in der großen Korruptions- und Betrugsschule.

Gast: jk gzogo
28.07.2012 22:06
1 0

Leute wie der Herr Hundstorfer dokumentieren

der Verfall der "Sozial"demokraten in diesem Land

Ein Mann...


....der den Unterschied einer Anwesenheitsliste und eines Blankowechsels nicht kennt (Bawag),
ist doch nur Sozialminister, weil er die richtige Schleimspur gezogen hat.

Ich bezweifle, daß der überhaupt weiss, wovon er spricht.

Re: Ein Mann...

Welcher Politiker(in) zieht KEINE Schleimspur,bis sie in der Regierung sitzen?

Ehrliche und aufrechte Menschen können deshalb nicht Karriere machen in der Politik.

Das Schleimen gilt natürlich auch in der Privatwirtschaft,aber dort zählt auch LEISTUNG,damit die Firma nicht pleite geht.

Deshalb sind Politiker(innen) in der Privatwirtschaft generell unvermittelbar und können nur überleben in den geschützten Werkstätten diverser Parteien und bald danach mit fetter Politiker-Pension.

Gast: pächter der wahrheit
28.07.2012 21:59
1 0

"Wozu wähle ich dann noch Politiker?"

Eine gute Frage die der Hundsdorfer Rudl hier stellt.

Eigentlich sollen die Politiker - wenn schon nicht den Willen des Volkes vertreten (was schwierig ist) - im Sinne des Volkes handeln.

Ich merke davon nichts. Wichtige Entscheidungen werden im Eilzugtempo durchgeboxt ohne die Bevölkerung zu informieren, bei weniger dringenden Eigenschaften wird wegen starker Lobbys verzögert.

Ich würde die Frage modifizieren: Wozu wählen wenn sich sowieso nichts ändert. Auch bei Nichtwählen würde sich durch das clevere Wahlrecht nichts tun. Das ist momentan mein Problem: Wie kann ich meinen Unmut friedlich zur Geltung bringen? Oder geht es nur mit der Fackel und mit dem Pflasterstein?

Gast: Na servas!
28.07.2012 21:41
2 0

Die Frage lautet: Sind wir eine repräsentative Demokratie?

Laut Verfassung, Gesetz, etc. sind wir es, darin sind die Amtsträger verpflichtet zum Wohl des Staats und der Bevölkerung zu agieren und mit besten gewissen Entscheidungen zu treffen.

Wenn man A sagt muß man auch B sagen, bei B hapert es, die Amtsträger agieren zum eigenen Wohl und im Interesse der Industrie und Wirtschaft deren Gewissen beim Bankkonto endet.

Wenn es nicht so wäre, würde es keine Rufdatenerfassung geben die die gesamte Bevölkerung unter Generalverdacht steht, und ACTA wäre nie so weit gekommen, sowie das Nachfolgeprojekt CETE schon längst Geschichte!

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Herrlich

Einer der Bonzen des alten Systems. Allzu lange müssen wir solche gottseidank nicht mehr ertragen. Neue Zeiten brechen an...

Re: Herrlich

Welche Zeiten wären das und wie sehen die aus?

Re: Herrlich

Das "Neue" werden einfach neue anstatt der alten Bonzen sein. Aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt...

"Wozu wähle ich dann noch Politiker?"

Fast ganz richtige Überlegung, Hunsterer!

Richtig müsste es allerdings lauten "Wozu BRAUCHE ich dann noch Politiker?"

Eine Überlegung die ganz zwangsläufig auftauchen wird, denn Politiker sind viel viel viel zu teuer...
die kann sich NIEMAND mehr leisten, besonders der Staat nicht.

Gast: b754
28.07.2012 21:07
1 0

es wäre schon gehlfen wenn es in österreich eine demokratie gäbe

denn in kärnten wir die mit füssen getreten und die korupten entscheiden darüber ob sie weitermachen dürfen oder nicht

Gast: Halbwissen
28.07.2012 21:01
1 0

Wieso Politiker wählen ?

Die könnten dann zum Großteil eingespart werden, Herr Hundsdorfer !