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Hundstorfer: "Wozu wähle ich dann noch Politiker?"

28.07.2012 | 17:17 |  von KARL ETTINGER UND RAINER NOWAK (Die Presse)

Der Sozialminister warnt vor zu viel direkter Demokratie, er steht zur Ausweitung des Wiener Parkpickerls und zu Rot-Schwarz. Bei den Invaliditätspensionen sei bisher zu oft "Und ciao" gesagt worden.

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Haben Sie ein Parkpickerl?

Rudolf Hundstorfer: Ich habe keines, ich habe einen Garagenplatz. Aber ich wohne in einen Parkpickerlbezirk. Mein Junior hat ein Parkpickerl.

Sie glauben, dass diese Art der Parkraumbewirtschaftung funktioniert?

Ich bin hoch zufrieden, nachdem ich seit vielen Jahren fast immer in Bezirken mit Parkraumbewirtschaftung gewohnt habe. Ich finde das an sich schwer in Ordnung.

Sie kennen Wien, das Rathaus und die „Kronen Zeitung“ sehr gut. Warum emotionalisiert das Thema so?

Es ist ein massives Problem, das man transportieren muss. Denn was ist mit dem Parkpickerl verbunden?

Das Auto.

Nein, natürlich kostet es Geld. Aber es ist nachweisbar, dass dort, wo Parkraumbewirtschaftung mittels Parkpickerl stattfindet, sehr wohl eine Reduktion anderer Autos stattfindet. Die Anrainer haben gute Chancen, einen Parkplatz zu bekommen. Es geht auch anders: Rund um die Stadthalle hat man mit einem massiven Bürgerbeteiligungsverfahren alle miteinbezogen. Die Ausdehnung hätte von Anfang an eine andere Begleitmusik gebraucht. Ich stehe dazu, dass es notwendig ist. Das stelle ich nicht infrage.

Wie groß ist denn der Schaden dieser Diskussion mit Blick auf die Nationalratswahl?

Ich hoffe, dass es gelingt, die Rationalität des täglichen Lebens in den Vordergrund zu stellen. Das ist ein sehr, sehr regionales Thema für einen bestimmten Teil Wiens. Insgesamt geht es aber um die Zukunft des Landes. Ich gehe davon aus, dass da schon eine Trennung möglich ist.

Die Rationalität des täglichen Lebens – beinhaltet die auch, dass Minister und SPÖ-Politiker ständig von Rot-Grün schwärmen?

Es ist kein Geheimnis, dass Rot-Grün eine Regierungsalternative ist. Ich habe aber auch kein Problem mit der jetzigen Koalitionsform.

Ist Ihnen Rot-Schwarz lieber als Rot-Grün?

Ich kann mit vielen Grün-Politikern, genauso mit vielen Kollegen der ÖVP. Da ich aus der Sozialpartnerschaft komme, ist die jetzige Koalitionsform für mich auch eine sehr gute Variante.

Ist derzeit das Schwergewicht nach wie vor trotz aller Probleme bei Rot-Schwarz?

Im Moment in meiner jetzigen Funktion ist es sicher Rot-Schwarz. Mit Grün geht sehr viel, die Grünen beweisen in Oberösterreich, dass Grün-Schwarz geht, in Graz war es auch so.

Sie haben Wien nicht genannt.

In Wien haben wir es auch, ja.

Die „Kronen Zeitung“ empfiehlt allerdings das Ende von Rot-Grün in Wien.

Man soll sich auch von einem sehr viel gelesenen Medium nicht sagen lassen, was man zu tun hat.

 

Ein Punkt ist der ungeschickte Umgang mit 170.000 Unterschriften gegen das Parkpickerl. Wie halten Sie es denn mit der direkten Demokratie?

Ab einer bestimmten Stimmenzahl wird man nachdenken müssen, wie man etwas zur Abstimmung bringt. Auf Bundesebene wären das rund zehn Prozent der Wahlberechtigten.

Der Anteil ist in Wien da aber erreicht.

Der Unterschied ist: Wie komme ich zu Unterschriften? Wir reden auf Bundesebene davon, dass das rechtsverbindliche Unterschriften sein müssen. Das ist in Wien bei der Initiative der Wiener ÖVP nicht der Fall.

Generell: Könnte man nicht auch über die Invaliditätspensionen abstimmen?

Bei allem Engagement, wie man die Bürger angesichts der Politikverdrossenheit einbeziehen kann, ist die Frage zulässig: Wozu wähle ich dann noch Politiker? Wir sollten als gewählte Politiker eine gewisse Verantwortung wahrnehmen, Gesetze umsetzen. Bei den Wahlen folgt die Abrechnung. Der Vergleich mit der Schweiz hinkt, die lebt das seit 1000 Jahren und hat andere Strukturen. Es kann keine Glückseligkeit sein, wenn in einem Land alle drei Monate über die Pensionen abgestimmt wird.

Eine klar zu beantwortende Frage an das Volk wäre etwa, ob man das Pensionsantrittsalter der Frauen hinaufsetzen soll?

Das ist ein Verfassungsgesetz, da braucht man andere Quoren. Abstimmen kann man über fast alles, ich finde genügend Themen. Die Frage ist: Sind wir eine repräsentative Demokratie, oder sagen wir, okay, wir machen alle drei Monate eine Abstimmung? Es geht darum, was die Politik machen kann, damit die Leute sagen: „Hallo, da tut sich etwas.“ Natürlich werden wir alle wegen Kärnten in den nächsten paar Wochen wieder eine ordentliche Delle davontragen. Da müssen wir sagen, dass nicht alle Regierungsmitglieder und Nationalratsabgeordnete so sind.

Sie haben ein gutes Image, gelten als sympathisch und gemütlich. Bei der Besetzung des Wiener AMS hat man eine Brutalität bemerkt, die man Ihnen auf den ersten Blick gar nicht zutrauen würde. Da wurde von Ihnen eine Mitarbeiterin des Sozialressorts der jetzigen AMS-Vizechefin vorgezogen.

Sie werden keine einzige Reihung finden, die von einem Consulter unterschrieben ist, bei der eine Person an erster Stelle ist. Sie werden eine verbale Aussage in einem Protokoll finden.

Das ist beckmesserisch. Das Protokoll des AMS-Verwaltungsrates lautet anders.

Das ist kein genehmigtes Protokoll, und man muss das in seiner Gesamtheit lesen. Ich habe vor meiner Entscheidung ein weiteres Gutachten erstellen lassen, das ein anderes Ergebnis gebracht hat. Es geht übrigens um drei Personen aus der Sozialdemokratie. Ich habe jene genommen, die die wenigste Wien-Nähe hat.

Die unterlegene Kandidatin klagt, sie sei gemobbt und unter Druck gesetzt worden.

Das muss sie mit den betreffenden Personen ausmachen.

Sie will die Bestellung anfechten.

Es ist bisher nichts da. Sie kann es auch nicht wirklich anfechten, sie kann auf Schadenersatz klagen. Es sind ihr auch Positionen im Bundes-AMS angeboten worden. Die jetzt bestellte Bewerberin hat bei uns ihren Dienst beenden müssen – ohne Rückkehrticket.

Nochmals Volksabstimmung: Sie haben gemeint, Pensionen wären kein Thema. Was sagen Sie selbst: Wann soll dann das frühere Frauenpensionsalter angehoben werden?

Zur Stunde ist es kein Thema. Ich gehe davon aus, dass man nach der Nationalratswahl eine Debatte führen wird.

Sie haben 2018/19 ins Gespräch gebracht.

Ich habe einen Vorschlag präsentiert, der nicht mehrheitsfähig war.

In der SPÖ.

Nicht nur, auch die Grünen waren dagegen. Nur die ÖVP war nicht dagegen.

Haben Sie Ihr Plansoll mit der Reform der Invaliditätspension vor der Wahl erfüllt?

Im Wesentlichen.

Das heißt, wir könnten eigentlich wählen.

Man wählt, wenn die Legislaturperiode vorbei ist.

Also im Herbst 2013?

Ja.

Es kommt der nächste Wahlkampf. Da wird es sicher Wünsche geben, etwa die Hacklerpensionen nicht 2014 um zwei Jahre anzuheben. Haben Sie dafür ein offenes Ohr?

Nein. Das Thema ist für mich abgeschlossen. Das ist auch in der eigenen Partei nicht wirklich ein Thema. Es ist schön langsam überall drinnen, dass diese Anhebung notwendig ist. Die Hauptbetroffenen haben wir mit der Schwerarbeitspension abgefedert.

Bei den Invaliditätspensionen verstehen manche nicht, warum das nicht mehr so wie früher möglich ist.

Die Invaliditätspension ist die häufigste Pensionsantrittsart. Da will ich nicht zuschauen. Ich möchte nicht in einem Land leben, wo wir landläufig alle invalide sind. Wir müssen hinschauen und den Leuten helfen, länger im Berufsleben zu bleiben. Bei den Invaliditätspensionen befinden sich die Betroffenen in einer sehr eingeschränkten Finanzsituation. Der Durchschnitt liegt bei 957 Euro brutto. Das ist für einen 52-, 53-Jährigen für das weitere Leben nicht die Glückseligkeit. Die große Kunst ist: Gelingt es frühzeitiger, Leute aufzufangen? Das ist der Paradigmenwechsel. Bei 80 Prozent der Frauen kommt es zu Frühpensionen wegen psychischer Probleme. Das ist aber in einem hohen Maße heilbar.

Also wurde es diesen Menschen bisher zu leicht gemacht?

Man hat halt gesagt: „Das ist so und ciao.“ Das Wort „leicht“ ist falsch.

Abgeschrieben. ..

Vergessen, abgeschrieben. Man hat nicht hingeschaut. Die Logik stammt aus Finnland und Holland, die haben das seit zehn Jahren und daher schon andere Erfolge erzielt.

Wollen Sie nach Ihrer Lebensplanung bei der Umsetzung bis 2018 mit dabei sein?

So ist es.

Nicht als Wiener Bürgermeister.

Die Frage stellt sich nicht. Meine Lebensplanung ist, dieses Amt so lange wie möglich auszuüben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.07.2012)

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146 Kommentare
Gast: Es gilt die Unschuldsvermutung
30.07.2012 04:28
9 0

„Ich kann tun was ich will“

Für mich ist der Typ die absolute Nullnummer. Mich quält nur nicht meine kaputte Schilddrüse, auch der Hundstorfer peinigt mit seiner aufgesetzten „Gewissenlosigkeit“ meine Ordnungsprinzipien. Aus welcher „Lohntüte“ hat der Faymann den hervorgeholt? Wohl aus der korrupten Kreislaufmühle, jeder weiß vom anderen etwas, was man ihm anhängen könnte. Schon als großkopferter Gewerkschafter konnte ich diesen „Spitzenfunktionär“ nicht schmecken. Er war im Lug-u. Betrugssystem voll eingebunden. Die verwalteten Gewerkschaftsgelder kamen mit Sicherheit nicht nur den Mitgliedern (so sollte es aber sein) zugute. Hier wurde großzügigst umgeschichtet. Schon der selbstherrliche Benya hatte wahrscheinlich Dreck am Stecken. Oder vielleicht erinnern wir uns an den Sekanina? Bei dem war der hohle Griff in die Kasse eine Selbstverständlichkeit. Ich weiß, bei uns sollte man die Vergangenheit ruhen lassen. Diese einschläfernde Durchtriebenheit ist bis heute willkommene Verdrängungstaktik.

Gast: Politikbeobachter
30.07.2012 04:19
8 0

Keiner braucht diese Politiker

Eine wahre Erkenntnis. Er sollte sich auf seinen Garagenplatz zurueckziehen, und nicht mehr ausfahren.

Re: Keiner braucht diese Politiker

Mehr direkte Demokratie bedeutet eben auch weniger Macht für Politiker (u. tlws.Medien).

Auch wird es ja noch denkende Bürger geben, die der Manipulation des gekauften Boulevards (s.Freundschaftsmedien, linkslastige Medienlandschaft) standhalten wollen.

5 0

Typisch "Sozial"demokrat,

Pendler die es eh schon schwer genug haben, ausnehmen. Mir drehts den Magen um.

Re: Typisch "Sozial"demokrat,

richtig ; diese spö hat mit "sozialer arbeiterpartei" genau so viel am hut wie der eisbär mit einem sonnenplatz in der wüste gobi

9 1

doch so!

es wird zeit ihn wegen sozialmissbrauch zu inhaftieren!

Sie haben ein gutes Image, gelten als sympathisch und gemütlich.

Das ist die Arbeitervertretung Österreichs.
Und teilweise auch leider die faulsten Abgeordneten

http://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=10150984485723591&id=74865038590

Gast: Ernst Holt
29.07.2012 18:51
8 1

Wozu?

Die Frage, wozu wähle ich noch Politiker, stelle ich mir auch immer öfter. Allerdings nicht vornehmlich wegen der Volksabstimmungen, sondern wegen deren immer größerer Niveaulosigkeit. Wegen ihrer Inkompetenz und Unaufrichtigkeit. Natürlich treten sie alle gegen die Mitwirkung des Volkes auf, haben sie doch Angst, das Volk werde sie aus ihren Pfründen davonjagen.
Vielleicht ist es doch hoch an der Zeit, dass die Bürger ihre Sache mal selbst in die Hand nehmen.

Re: Wozu?

blabla. und wie soll das volk ihrer meinung nach agieren? ist das ein aufruf zum staatsstreich gefolgt von anarchie?? oder von diktatur?

stammtischgeschwafel, nix wert so ein kommentar!

Gast: volkneindanke
29.07.2012 18:44
2 1

wozu wähle ich noch politiker,so die bürgerverhöhnung durch SPÖ Mann Hundstorfer; u. das denken sich wohl beinahe alle österreicher, wenn die sozialisten mrd. über mrd. in die bankenmärkte und korrupten eurostaaten stecken, ohne nur einmal das volk zu befragen.


...

na dem Bawag Skandal distanzierte sich die SPÖ von der Gewerkschaft!
Sie waren darauf bedacht nicht in einem Atemzug gemeinsam genannt zu werden.
vor der letzten Wahl sah man plötzlich unseren ehemaligen gewerkschaftsboss mit Herrn faymann auf werbebroschüren!
tja und dann auf einmal das Ministeramt!
so funktionierts ;)

Gast: mitverlaub
29.07.2012 17:58
12 1

Herr Hundstorfer ist nur einer von ihnen

Wir haben mit 52% eine der höchsten Staatsquoten überhaupt: EU 45,6%, D mit Soli Ost 49,2%, CH 44%. Trotzdem (und u.a. auch deswegen) verliert unser Land stetig an Wettbewerbsfähigkeit, fällt in den Standort-Rankings laufend zurück (von den Top 10 auf 20+ aktuell) und pfeift aus den allerletzten Löchern. Zu verdanken haben wir das unseren Politiker-innen (seit Jahrzehnten) auf allen Ebenen. Sie agieren nach Gutsherrenart, dienen nicht dem Staat - sondern nur sich selber, verteidigen die Jahrzehnte-/Jahrhundertealten (Pfründe-)Strukturen nicht nur, sondern bauen sie sogar noch aus (z.B. welthöchste Parteienförderung: jetzt mal zwei). Da dieses Ösi-System aber nicht nachhaltig ist, wird es früher oder später krachen (siehe G) und der „Kollateralschaden“ wird fürchterlich sein (siehe G). Aber aufgepasst: Wir verdienen die Politiker-innen, die wir haben! Also lasst uns bei uns beginnen – aber möglicherweise passiert da nichts und das könnte es sein, was unsere Politiker-innen auf allen Ebenen so „sicher“ so unverschämt agieren lässt.

Gast: Ggrufti
29.07.2012 17:14
13 1

Vermutung

Ich vermute, dass der Herr Minister nicht genau weiss, wie direkte Demokratie funktioniert und wie man sie organisieren muss. Ein Blick ins westliche Nachbarland wuerde genuegen, um dieses Manko zu beheben.

3 1

Re: Vermutung

Ja. Und Angst entsteht IMMER aus Unwissenheit.

14 1

Gegenfrage

Wozu wähle ich jetzt, wenn man eh nur angelogen wird?

Antworten Gast: gast111
29.07.2012 17:14
6 1

Re: Gegenfrage

die dürfen lt OGH sogar die Bevölkerung belügen

6 1

Re: Re: Gegenfrage

... und das soll Wohlstand generieren.

Man sollte keine Zeitung mehr kaufen, in welchen Politiker abgebildet oder abgedruckt sind. Der einzige Schutz vor Lügen.

6 1

Re: Re: Gegenfrage

Das sagt eh alles über das System Austria.

Gast: machmuss verschiebnix
29.07.2012 15:44
11 1

Ausgerechnet ein Gewerkschafter wagt es, die zentrale Frage zu stellen:

"Wozu wähle ich dann noch Politiker" .

Wenn er damit insinuieren wollte, daß diese Frage völlig abwegig sei, dann
bewegt er selber sich völlig auf Abwegen (!)

Es war schon seit jahrzehnten zu beobachten, daß sich die Politiker zunehmend
damit beschäftigten, die Netzwerke ihrer eigenen Macht zu verdichten.
Irrsinige Mengen an Steuer-Mitteln wurden dafür verschwendet, ausverhandelt
in Hinterzimmern und die Transfer-Wege "kunstgerecht" verschleiert.

Heutzutage weiß jeder, daß die wenigen "Deals", die unvorsichtigerweise
an die Öffentlichkeit gelangen, nur die Spitze des Korruptions-Berges sind (!)

Eigentlich sollten sich die Wäholer folgende Fragen stellen:

Warum wählen wir solche Politiker, die das Volksvermögen vernichten, nur zu
dem Zweck, uns auch weiterhin bestehlen zu können ?
Warum schauen wir dabei zu, wie jede potentielle Alternative schon im aufkeimen
aus der demokratischen Landschaft ausgemerzt wird ?
Warum wehren wir uns nicht dagegen, daß die Kosten in allen Bereichen total
ausufern, während aber die Leistungen eher zusammengestutzt werden ?

Als Draufgabe für die Nettozahler:

Warum lassen wir uns unwidersrochen kriminalisieren, wenn wir versuchen, unser
sauer Zusammengespartes und mehrfach Besteuertes ins Ausland zu bringen, und
das noch dazu von einer Mischpoche, die in anderen Staaten nicht im Parlament
sondern im Gefängnis sitzen würde (?!)

Jeder der Augen hat zu sehen, der sehe: wir alle "funktionieren" (noch) zu gut, der Apparat verdient Betrüger.


26 1

Der Mann hat die Gewrkschaftsbeiträge von 2 Generationen veruntreut...

...in jeder vernünftigen Demokratie müßte er hinter Gittern schmoren, bei uns wird so einer mit einem Ministeramt betraut.

Antworten Gast: Na und?
30.07.2012 07:19
2 0

Wo ist das Problem?

Der Hr. Obergewerkschafter ist auch regelmäßig am 1. Mai in Wien auf der Tribüne neben anderen Kapazundern zu sehen.

Nachdem die Leute die SPÖ wählen, wählen sie dank des Listenwahlrechts auch solche Leute.

Schon alleine das sollte ein Grund sein, unsere Art der Demokratie komplett zu überdenken...

9 1

Re: Der Mann hat die Gewrkschaftsbeiträge von 2 Generationen veruntreut...

Naja, in diesem Amt kann man seine Unfähigkeit am besten mit Lügen kaschieren.
Wo sonst gibt gratis mediale Unterstützung zur Verbreitung von Lügen und Unwahrheiten.
Nebenbei gibt fremdes Geld zur Unterstützung.

13 1

Ich kann ihm die im Titel gestellte Frage leicht beantworten

Um:

1.) Den Bürgerwunsch in leicht verständliche, eindeutig exekutierbare und verfassungsmäßig haltende Gesetze zu gießen und
2.) Visionen für die Zukunft des Landes aufgrund des globalen Gesamtbildes dem Bürger näher zu bringen und das Land reif für die Herausforderungen der nächsten Jahre zu machen.

Klar, dass beides diesem Genossen absolut fremd ist und er daher eine Horrorangst davor hat, durch qualifiziertere Personen ersetzt zu werden. Diese Gefahr besteht bei der sozialistischen Personaldecke aber ohnehin nicht.

Gast: Pips
29.07.2012 13:42
6 1

Ist

mir gar nicht bekannt das in Österreich Politiker gewählt werden. Glaube da wäre von den tatsächlich Tätigen kaum welche dabei. Hierzulande werden Parteien gewählt, die dann aufstellen wen sie wollen.

Gast: Einseitig
29.07.2012 13:29
8 1

Bitte noch um Zahlen der Frühpensionen bei Gemeindebediensteten

Er war doch der Vorsitzende dieser Gewerkschaft.

Wieviel Gemeindebedienstete gehen frühzeitig wegen psychischer Probleme in Pension?

9 1

Aus dem ÖGB kommt der Herr Hundsdorfer, und in den Gewerkschaften wurde noch nie gewählt

Die Präsidenten, Sekretäre und Obmänner wurden und werden stets im kleinen Hinterzimmer-Kreis bestimmt - wie man hörte der Verzetnitsch seinerzeit beim Schnapsen von vier ÖGB-Bonzen. Ich war früher im Landesvorstand einer Teilgewerkschaft (dann ausgetreten) und habe miterlebt wie man zu Basiswahl-Vorschlägen stand. Als wären sie aus einer anderen Welt.
Und Hundsdorfer wurde Präsident im Zuge des BAWAG-Skandals Präsident, obwohl er alles ungelesen und unverstanden unterschrieben hat was seinerzeit die BAWAG und den Milliarden-Streikfond in Luft und BAWAG-Rauch aufgehen ließ. Gibt übrigens bis heute kein Verfahren um die klären, wo die Streikgelder hin verschwunden sind. Und wie die überschuldete Gusenbauer-SPÖ schuldenfrei wurde.
(Da sind die Kärntner Geschichten eine Kleinigkeit dagegen)

Gast: Kurti
29.07.2012 12:57
12 1

Er hat nur Angst vor dem Machtverlust

Der Vergleich mit der Schweiz hinkt überhaupt nicht, und es würde auch nicht alle 3 Monate über die Pensionen abgestimmt werden.

Selbst als Anhänger einer REPRÄSENTATIVEN Demokratie sollte sich Hundstorfer fragen, wen er eigentlich vertritt? Glaubt er wirklich, seine Politik hätte irgendeinen nennenswerten Rückhalt in der Bevölkerung?

Die Rot-Schwarze Machtnomenklatura wird von immer weniger Wählern bei immer geringerer Wahlbeteiligung und immer massiverer Propaganda von per Inseraten gekauften Medien unterstützt.

JEDE Form der Ausweitung direktdemokratischer Elemente und JEDE Beschneidung der Machtsphäre von Altpolitikern wie Hundtorfer wäre ein Segen für Österreich!

Gast: Tragedy & Hope
29.07.2012 12:25
5 1

"Wozu wähle ich dann noch Politiker?"

Sehr lustig, dass Hundstorfer diese Sinnfrage mit "direkter Demokratie" in Zusammenhang bringt.

Ich habe mich schon immer in Bezug auf diverse "Round Table Groups" und "indirekter Demokratie", also hinter der Politik agierender Zirkel, genau das selbe gefragt:

"Wozu wähle ich dann noch Politiker?"

Gast: nicklos
29.07.2012 12:12
1 1

Wählen

na die SPÖ wird gemeinsam mit der ÖVP und den Grünen eh abstürzen bei den Wahlen.

Und dann good night Austria

19 1

Wir sollten als gewählte Politiker eine gewisse Verantwortung wahrnehmen

Nett, das er bei einer der Kernsätze im Konjunktiv spricht!

Sie enttarnen sich alle, auch in solch Kleinigkeiten...
Lumpenpack!


10 1

Wozu wähle ich dann noch Politiker?

Leicht zu beantworten:
Damit sie den Willen des Volkes umsetzen. Auf keinen Fall aber dafür, damit sie einsame Entscheidungen, getroffen in den Pausenräumen der Parteizentralen, umsetzen.

Gast: Defender
29.07.2012 11:41
7 1

"Wozu wähle ich dann noch Politiker?"

Bei den Leistungen, frage ich mich schon lange!

Gast: da schau her
29.07.2012 11:32
4 1

MSM auf Anti - Euro - Kurs


Die dt. MSM gehen auf Anti - Euro - Kurs

http://www.wiwo.de/politik/europa/schuldenkrise-stoppt-die-euro-katastrophe/6933664.html

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article108406645/Der-Euro-sprengt-in-der-Schuldenkrise-Europa.html

usw.

Was ein Hr. Hundsdorfer zu sagen hat, wird wohl bald niemand mehr interessieren.


Gast: Rikki-
29.07.2012 11:23
19 1

Die Angst der etablierten Politiker vor der direkten Demokratie

Es ist wirklich auffallend, dass gerade sozialistische Politiker Volksabstimmungen so gar nicht mögen.....
Warum wohl?

Re: Warum wohl?

Weil sie mittlerweile auch schon einen Großteil der ansonsten bedingslos zustimmenden Stammwähler gegen sich aufbringen?

Da diese aber üblicherweise ein kurzes Gedächtnis haben, kann man die mit einigen, kleinen Zuckerln, Neiddiskussionen und zündenden Schlagworten, geliefert von hochbezahlten Spin Doktoren, vor einer normalen Wahl meistens wieder ins Boot bringen.

Gast: Sind wir eine repräsentative Demokratie?
29.07.2012 11:20
3 1

Sind wir ein korruptes politisches System?

Das Problem ist, beides ist klar mit ja zu beantworten, daher benötigt die politische Ebenen einen Aufpasser, in welcher Form ist egal, ob das Volksbefragungen sind, oder andere Systeme ist mir egal!

Persönlich würde ich andere Instrumente als die Volksbefragung vorziehen um der Bevölkerung die Kontrolle über die politischen Arbeit zu ermöglichen! Eine Variante wäre die Abwahl von Ministern durch das Volk wenn 1/3 oder 1/4 des Parlaments diese Beantragt, im Gegenzug, sollte es keine Abwahl geben, das jene Parlamentarier die diesen Antrag stellten die politische Laufbahn zu beenden haben.

Das eigentliche Problem aber ist, das diese Republik sowohl bei den Parteien als auch bei der Struktur vollkommen umzubauen wären und schon längst überfällig ist, das wäre Aufgabe von Universitäten mehrer alternative Modelle für eine schlanke Verwaltungsstruktur zu entwickeln über die dann das Volk in zwei Wahlgängen zu entscheiden hat und deren Umbau innerhalb von 5 Jahren abzuschließen ist.

Seit EU Beitritt

sind Politiker überflüssig genau so der ÖGB oder AK Brüssel sagt und es Passiert der Bürger sollte gleich in Brüssel Abstimmen mit Direkter Demokratie den die oben genannten sind Überflüssig schon seit Jahren !
z.b Arbeiter Vertretung Pensionen verspekulieren klein und Mittelbetriebe sichern u.s.w sie machen nichts Außer ? ? ?

Wie schaut es eigentlich

mit dem "Wohlfahrtsfonds" der Ärztekammer aus
mit dem Pensionsfonds der Rechtsanwaltskammer
mit dem Pensionsfonds der Notariatskammer?

Wieviel der nicht geringen Beiträge dieser Berufsgruppen wurde in den letzten Jahren verspekuliert?

"Wozu wähle ich dann noch Politiker?"

Würden die Minister gewählt - er wäre schlichtweg ohne Chance!

Die dümmsten Schafe wählen ihre

Totemgräber alle 4-5 Jahre selbst!

Re: Die dümmsten Schafe wählen ihre

Die Schlächter der Demokratie haben die 4 Jahre abgeschafft und "feudalen" numehr über 5 Jahre; sollten eigenlich alle Wahlberechtigen (auch die noch minderjährigen) wissen!

Kann es sein

dass wir gar keine Politiker mehr brauchen?

11 2

Wozu er - und alle anderen - noch so genannte - "PolitikerInnen" sind?

...ist eine gute Frage.Wir sollten sie sämtliche mit dem nassen Fetzen davonjagen.

Gast: Vollmann C
29.07.2012 10:46
16 1

Hundstorfer: "Wozu wähle ich dann noch Politiker?"

Ja, eh!

Mittels Propaganda, Gratiszeitungen und Rotfunker, einen Schwindelkanzler einsetzen und das Volk mit Almosen ruhigstellen.

Das ist direkte Demokratie der Roten.

Gast: gast:1
29.07.2012 10:43
9 1

irgendwie schön...

...zu sehen, wie manchen Parteien beim Thema "direkte Demokratie" der Angst-Schweiß waagrecht aus der Stirn spritzt.


In Österreich wählt

man keine Politiker sondern Parteien. Die Wahlsprengel sind völlig für die KATZ, da kein Mensch seinen Vertreter im Parlement kennt.
Dieses System mag seine Berechtigung, damals nach dem Krieg gehabt haben, heute ist es rein auf WÄHLER-BETRUG ausgelegt.
Es ist die Anonimität unser "Volksvertreter", die die Menschen auf die Palme bringen.
Die Arroganz und Anonymität sind die Totengräber unserer Demokratie!

Re: In Österreich wählt

Ich z.B. kenne einen Vertreter aus dem Wahlsprengel. Der ist aber sicher eine Ausnahmeerscheinung, er ist charakterlich nämlich so einwandfrei, dass ich mich schon oft gefragt habe, wie es der in der Politik zu etwas bringen konnte. Einen Verdacht habe ich ja, sein Vorgänger ist kurz vor der Wahl über einen Mini-Skandal gestolpert, da musste schnell jemand her, und so dürfte er "hineingerutscht" sein.

1 1

Re: In Österreich wählt

vollkommen richtiger Kommentar.
Hätte ich in meinem Wahlkreis "meinen" Abgeordneten, wäre zumindest Feedback zu seiner Arbeit möglich. Selbst die Plutokratie der USA hat uns da etwas wichtiges voraus.

PS im Sinne der leichteren Schreibweise wurde die männliche Form in obigem Kommentar gewählt; wie immer gilt die Unschuldsvermutung

Wahrheit kann man nicht verhindern

Inkompetenz, Faulheit, Ignoranz und Arroganz sind die korrupten, fauligen Lafetten der Polit-Marionetten.

Falsche Orden, falsche akademische Titel, falsche Menschen!

Gast: Be-obachter
29.07.2012 10:28
4 1

Wozu wähle ich dann noch Politiker?

Das frage ich mich schon lange!

Sie treten mit den tollsten Versprechungen an. Sobald sie gewählt sind, sagen sie sich von allen Versprechungen los und machen das Gegenteil.

Hundsdorfer hat recht: Wahlen sind echt sinnlos!

Gerade um Wahlen wieder sinnvoll zu machen, wäre mehr direkte Demokratie dringend notwendig.
Politiker, die ihre Wahlversprechen nicht einhalten, sollten per Volksentscheid bereits in der laufenden Legislaturperiode wieder aus der Regierung geworfen werden können!

Gast: senftl
29.07.2012 10:19
9 1

Hundi hat Recht

Er hat Recht, mehr Demokratie würde den Regierungsparteien schaden. Wer hätte schon der schamlosen Erhöhung der Parteienförderungen zugestimmt.