26.05.2013 09:59 Merkliste 0

„Zahlen kein zweites Studium“: Hundstorfer widerspricht AMS-Chef

30.07.2012 | 17:55 |   (Die Presse)

Rehabilitation statt Pension. Die Neuregelung der Invaliditätspensionen sorgt für Diskussionen zwischen der Regierung und AMS-Chef Buchinger. Gibt es künftig einen Rechtsanspruch auf neue Akademikerausbildung?

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien/red. Der erst in der Vorwoche in Begutachtung geschickte Gesetzesentwurf zur Neuregelung der Invaliditätspensionen führt jetzt in einem Teilaspekt zu einer Kontroverse zwischen der Regierung und dem Chef des Arbeitsmarktservice (AMS), Herbert Buchinger. Worum geht es? Die Änderung hat zur Folge, dass Arbeitnehmer statt einer krankheitsbedingten Pension eine medizinische oder berufliche Rehabilitation machen und einen Job mit gleichem Niveau übernehmen müssen („Qualitätsschutz“). Umgekehrt gibt es künftig einen Rechtsanspruch für Betroffene auf Rehabilitation oder Umschulung, wenn dadurch Aussicht auf einen neuen Arbeitsplatz besteht.

AMS-Chef Buchinger befürchtet weitreichende Folgen: Demnach müsste das AMS einem Akademiker ein zweites Studium finanzieren, wenn dieser seinen bisherigen Beruf krankheitsbedingt nicht mehr ausüben kann. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) teilt diese Ängste nicht. Das stimme zwar „theoretisch, aber nicht praktisch“. Das Sozialressort erwartet, dass es bei den Betroffenen nicht um Studienabsolventen geht. Außerdem könne man mit einem Studium – etwa der Rechtswissenschaften – auch in anderen Berufen als dem angestammten arbeiten.

„Wir werden sehr wohl Lösungen finden, und das wird nicht dahin gehen, dass wir denen ein zweites Studium zahlen müssen“, betonte der Sozialminister. „Ich werde da zur Stunde nichts ändern“, erklärte Hundstorfer am Montag im ORF-Radio.

Mitterlehner will auf Nummer sicher gehen

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP), der Verhandler seiner Partei auf Regierungsebene, möchte ganz auf Nummer sicher gehen: Man müsse prüfen, ob die von Buchinger skizzierte Gefahr tatsächlich bestehe. Ein solches Szenario sollte auf jeden Fall ausgeschlossen werden, betonte Mitterlehner. Die Begutachtungsfrist für Hundstorfers Gesetzesentwurf läuft bis Anfang September. Die Neuregelung der Invaliditätspension soll nach seinem Plan heuer im Herbst – und damit rechtzeitig vor der Nationalratswahl 2013 – beschlossen werden und Anfang 2014 in Kraft treten.

Ganz andere Sorgen plagen FPÖ-Vizechef und Behindertensprecher Norbert Hofer. Er befürchtet, die Neuregelung der Invaliditätspensionen könnte vermehrt zu Armut bei behinderten Menschen führen. Es dürfe nicht übersehen werden, dass es viele Fälle geben werde, in denen eine Wiedereingliederung in die Arbeitswelt nicht möglich sei.

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

105 Kommentare

Einige Punkte

Na, sagen wir, es gäbe halt 5,6 Personen, die eventuell pro Jahr in Frage kämen. Wär das so eine Katastrophe, wenn diese paar Leut' drei, vier Jahre wieder studieren?

Anscheinend ja, denn dann würden sie ja nicht den Freunderl, errrrr Schulungsinstituten als "Klienten" zur Verfügung stehen. Das darf natürlich gar nicht sein!

Es WÄRE ja wünschenswert, gäbe es tatsächlich weit mehr sinnvolle Umschulungsangebote, oder die Möglichkeit als Erwachsener ganz normal auch eine Lehre zu machen. Ich fürchte ja gerade, dass dieses Gerede von Rechtsanspruch auf Umschulung bei vielen, die sich in Arbeitslosigkeit beruflich umorientieren wollen, auch falsche Hoffnungen weckt. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass wirklich versucht wird, dieses Angebot grundlegend zu verbessern. Denn, es haben sich in dieser Schulungsindustrie viele schön eingerichtet.

Rechtsanspruch auf Umschulung bei vielen, die sich in Arbeitslosigkeit beruflich umorientieren wollen oder müssen, auch falsche Hoffnungen weckt.

Das ist ja der Witz an der Geschichte.

Ich bin mir sicher, das viele den Wunsch hätten für eine weitere Ausbildung (Weiterbildung, Studium, usw.), arbeitslos oder krankheitsbedingt auch aus eigener Tasche zu bezahlen. Beispiele gäbe es genug.
Rettunksanitäter wäre zb. so ein Beispiel. 25jahre Erfahrung auf der Straße könnte man sicher gut gebrauchen für ein Medizinstudium. (wäre das erste Studium).
Oder bei 25 Jahre als Facharbeiter in der Metallbranche /Metallbearbeitung würde sich auch eine HTL anbieten. Warum nicht?

Aber probier mal dir eine Ausbildung selber zu bezahlen.
Da hast du überhaupt keine Möglichkeiten dazu, egal in welche Richtung (Weiterbildung, Studium, usw.) weil dir sofort das Geld bei Notstandshilfe/ Arbeitslosengeld gestrichen wird mit der Begründung, man steht den Arbeitsmarkt in der Zeit nicht zu Verfügung. So bleibt meisten nur über, falls man sich diese kosten nicht leisten kann, weiter zu buckeln so wie die anderen wollen oder in eine I-Pension die flucht zu ergreifen wenn es körperlich nicht mehr geht.


0 2

Re: Rechtsanspruch auf Umschulung bei vielen, die sich in Arbeitslosigkeit beruflich umorientieren wollen oder müssen, auch falsche Hoffnungen weckt.

Selten so einen Blödsinn gelesen. Ein Rettungssanitäter soll also nach 25 Jahren Medizin studieren? Er müsste ja vorerst einmal die Matura haben. Bis er fertig ist, wenn überhaupt ist er pensionsreif da null Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Auf alle Fälle sollte überprüft werden ob die Weiterbildung auch sinnvoll ist. Keinesfalls soll jeder machen können zu dem er gerade Lust hat. Schließlich handelt es sich um Solidargelder, bei aller Kritik an den derzeitigen Umschulungsmethoden die einen eigenen Wirtschaftszweig mit zweifelhafter Qualifikation geschaffen haben.

Antworten Antworten Antworten Gast: Üzi Güzi
31.07.2012 17:47
3 0

Zu erst denken, dann schreiben.

Warum soll ein Rettungssanitäter keine Matura haben? Da gibt es mehr Höhergebildete als du je erreichen wirst.
Auf alle fälle hast du denn Sinn des Kommentars nicht, rein gar nicht, verstanden.


Sehr spannend...

Da spielt's Granada!
* Althase Buchinger überlegt es sich zigmal, dem (seinem) Minister öffentlich zu widersprechen.
* Der Sozialminister stellt öffentlich klar, was er durchsetzen will.
* Mitterlehner als folgsamer Kollege des Sozialministers verlangt öffentlich scheu eine "Prüfung", anstatt in der Montagbesprechung zwischen den beiden die Ohren anzulegen, wenn der Sozialminister spricht.
* Buchinger weiss, wie der Kontostand des AMS ist, da kann man Gift nehmen. Und er kennt seine Pappenheimer.
Das wird ja spannend mitten im Sommer!!!

Sehr spannend...

Da spielt's Granada!
* Althase Buchinger überlegt es sich zigmal, dem (seinem) Minister öffentlich zu widersprechen.
* Der Sozialminister stellt öffentlich klar, was er durchsetzen will.
* Mitterlehner als folgsamer Kollege des Sozialministers verlangt öffentlich scheu eine "Prüfung", anstatt in der Montagbesprechung zwischen den beiden die Ohren anzulegen, wenn der Sozialminister spricht.
* Buchinger weiss, wie der Kontostand des AMS ist, da kann man Gift nehmen. Und er kennt seine Pappenheimer.
Das wird ja spannend mitten im Sommer!!!

blala

man nenne bitte ein beispiel für einen beruf, der ein sudium voraussetzt, den man dannn krankheitsbedingt nicht ausüben kann und dann die studienrichtung, die es a) benötigt, um wieder arbeiten zu können (!) und b) was dann anders ist, als mit dem Studium davor.

so ein quatsch.

Antworten Gast: Zenzine
31.07.2012 07:39
8 0

Re: blala

Das trifft auf viele Berufe zu.

Beispielsweise kann man nach einigen Bandscheibenvorfällen nicht mehr lange sitzen. Somit fällt schon jeder Beruf flach, in dem man 8 Std. täglich am Schreibtisch sitzt.

Lehramtstudium bei psychischen Problemen, dann kann man nicht mehr unterrichten

Technikstudien, die es erfordern, dass man auf die Baustelle geht.

Chemiestudium, wenn man nicht mehr lange stehen kann (im Labor arbeitet man größtenteils stehend).

Sportstudium, wenn man bewegungseingeschränkt ist.

ja mit den Akademikern tut sich das AMS schwer,

deshalb werden sie auch so schlecht behandelt, Jobs kommen auch kaum welche herein, wer sucht schon beim AMS nach Akademikern, und statt sich um Akademikerjobs speziell zu bemühen, das
wäre ja Arbeit, werden Akademiker halt mit Deppenkursen beschäftigt, oder als Hilfsarbeiter bei SÖBs gequält, sollen nur ja nicht glauben, dass die was besseres sind als mir Betreuer, net woar

Antworten Gast: Zenzine
31.07.2012 07:42
2 1

Re: ja mit den Akademikern tut sich das AMS schwer,

Wundert Sie das?

Wie sollen sich AMS Betreuer in Akademiker einfühlen können? Sie sind ja keine ;).

Antworten Gast: Zenzine
31.07.2012 07:40
0 0

Re: ja mit den Akademikern tut sich das AMS schwer,

Wundert sich das?

Wie sollen sich auch AMS Betreuer in Akademiker einfühlen können. Sie sind ja keine.

5 0

Re: ja mit den Akademikern tut sich das AMS schwer,

Im offiziellen AMS-Jargon heißt das: "Akademiker sind selbsthilfefähig". Das bedeutet bei denen brauch wir nichts tun, die helfen sich eh von selbst und wenn nicht, dann werden sie halt mit Deppenkursen beschäftigt usw.

Die Frage ist doch:

Warum zahlen wir das erste Studium?

Antworten Gast: toro
31.07.2012 15:57
1 2

Re: Die Frage ist doch:

weitere Fragen des gscheiten Kacktus:

Warum zahlen Führerscheinlose für Straßen?
Warum zahlen wir für die Matura, wenn die Baumschule für Kacktus reicht?
Warum zahle ich Krankenversicherung obwohl ich nie krank bin?

Re: Re: Die Frage ist doch:

Auf der Baumschule lernt man praktische und anwendbare Dinge. Kann man von einem großen Teil der Studenten nicht behaupten.

Zu Ihren anderen Fragen, weil wir im Kommunismus leben.

Und wenn Sie auf die Baumschule gegangen wären, würden Sie nicht so dämliche Postings einstellen.

Antworten Gast: Zenzine
31.07.2012 07:53
2 1

Re: Die Frage ist doch:

Warum müssen Leute ohne Auto Parkplätze mitfinanzieren?

Wieso müssen Kinderlose die Kindergärten und Schulen mitzahlen?

Wieso Gesunde Kranke mitfinanzieren?

und...und...und

Das nennt sich Sozialstaat. Wenn Sie das nicht wollen, wandern Sie in die USA aus.

Gast: Nepomuk
30.07.2012 19:07
4 0

Wieder einmal auf das Einbinden der Beamten „vergessen“


Auch wenn für die Beamten eine andere Ministerin zuständig ist, wäre eine ganzheitliche Lösung angebracht, Herr Hundstorfer.



Gast: 4545
30.07.2012 17:35
8 1

bei den 50+,

das den Hauptteil der IP-Pensionen ausmacht, ändert sich genau nichts.

Die wählerschicht der roten, den Jungen wird die Zukunft verbaut, die Alten Leben in Saus und Braus. Hunderstorfer geht nach seiner Abwahl 2013 mit 6000.-- Ministerpension spazieren.

Re: bei den 50 ,

und - neidisch?

Gast: Till aus dem Haus der Freude
30.07.2012 17:11
9 0

Na immerhin...

...könnte sich Faymann nach 2013 ein Studium vom Steuerzahler finanzieren lassen.

Der ist ja bisher auch für alles aufgekommen.

8 2

Na geh. Nach dem unvermeidlichen Burnout ...

... im Anschluß an das aufreibende Studium der Theaterwissenschaften muß als Reha-Maßnahme schon noch einmal Gender Studies drin sein.

Man will ja schließlich für den Arbeitsmarkt fit sein.

Gast: diespöträume
30.07.2012 16:46
9 0

die Faymann SPÖ und der SPÖ AMS Verein mit Buchinger wollen so schnell als möglich den 1. akademischen AMS Fensterputzer ausbilden, arbeitet auch unter dem Mindestlohn, flexibel bis zum umfallen und wird bis 70 von der SPÖ und AMS schikaniert - danach ab in die armutsfalle asvg mindestpension;


Gast: AMS_Geschädigter
30.07.2012 16:19
11 0

AMS und Berufsunfähigkeit

Ich merkte schon früh das ich in meinen Beruf nicht mehr arbeiten kann.
Wendete mich an das AMS, war gerade arbeitslos und erklärte mich.
Man ignorierte mich, schmiß mich hinaus.
Ich versuchte es erneut, bat um Unterstützung, hatte Konzept für Umschulung ausgearbeitet, wurde wieder abgeschmettert und man drohte mir mit Bezugssperre wenn ich noch einmal diesbezüglich etwas erwähnte und schmiß mich hinaus.
Heute bin ich in Invaliditätspension!
Danke AMS!!!

Re: AMS und Berufsunfähigkeit

welches studium haben sie gemacht und welches studium würde sie jetzt retten?

Antworten Antworten Gast: Gogga
01.08.2012 00:58
1 0

Re: Re: AMS und Berufsunfähigkeit

Warum sollte "AMS_Geschädigter" jetzt ein Studium retten???
AMS_Geschädigter wollte eine Umschulung, die hat man ihm verweigert und die er selbst organisierte verbaut...
Das AMS trieb ihn ja in die Invaliditätspension indem er im erlernten Beruf weiterarbeiten musste bzw zwangsvermittelt wurde.
So wie ich das lese war er arbeitswillig und bereit umzusatteln...
Soll er in der I-Pension bleiben!!! Man wollte es ja nicht anders.

Gast: 1. Parteiloser
30.07.2012 15:44
0 12

Endlich

Endlich mal ein Schritt in die richtige Richtung!

Die Pensionsreform nimmt nun doch langsam Formen an.

Hätte nicht gedacht dass ich das mal schreibe, aber: "Liebe Regierung, bitte so weitermachen"

Schon einmal mitbekommen, ...

... daß sich auch ältere Arbeitnehmer die Strapazen eines berufsbegleitenden Studiums freiwillig antun?

Akademisch gebildete haben über ihr höheres Einkommensniveau auch mehr in die Arbeitslosenversucherung einbezahlt und sollen nun wieder mit einem Butterbrot abgespeist werden, während alle anderen es sich in der solzalistischen Hängematte gut gehen lassen.

Das ist halt die klare Ansage, dass zu viel Bildung (wieder einmal) nicht erwünscht ist!

Re: Schon einmal mitbekommen, ...

@ xdriver
österreichs masse ist und bleibt und will bildungsfern bleiben. besserverdiener sind fast schon automatisch halunken und brillenträger bestimmten personenkreisen von vornherein suspekt. gerade als xdriver werden sie das dann und wann mitkriegen...

Antworten Gast: Django von der 4. Stiagn
30.07.2012 14:39
5 0

Re: Schon einmal mitbekommen, ...

Vorrangig zu beachten ist, dass bei einem Studium die Bildungsunternehmen der AMS Eigentümer nix zum verdienen haben. Das schmerzt doppelt. Viel ausgeben und nix einnehmen. Bahh grauslich. Die Welt kann ja soo hart sein.

Gast: dersozialismusfürbanker
30.07.2012 14:29
10 0

Ziel der SPÖ- weniger pensionen für die asvg versicherten, weniger gehälter, billigste flexible menschen zum schikanieren durch das AMS - die SPÖ zeigt eindrucksvoll, wie sie im interesse der banker und finanzmärkte die kranken menschen demütigt


Gast: unsozialehandschrift
30.07.2012 14:23
8 0

die SPÖ mit Buchinger vom AMS und faymann wollen die alten menschen am liebsten als billige schuhputzer, taxifahrer oder hilfskellner hackeln lassen und das bis zum umfallen. hauptsache man nimmt den asvg arbeitnehmern und menschen was weg! für die banken u.reichen lässt die SPÖ alle über die klinge springen.


Gast: Roter Muli
30.07.2012 14:22
6 0

Vielen Dank

an das AMS zur Einnahme der Haltung von Wirtschaftsminister Mitterlehner. Damit wissen die Beitragserwirtschafter wenigstens gleich, welchem Anschaffer sie ihr erarbeitetes Geld abliefern. Die Herren Arbeitnehmervertreter beim Segeln auf Korcula? Oder Miami? Hauptsache in der Verfassung stehn ma. Das macht natürlich agil.
Glück Auf.

AMS will "Bremse" einbauen?

Das AMS entwickelt sich zum Staat im Staat?
.
Sollte eigentlich die übetragenen Aufgaben den Vorgaben entsprechend abwickeln und nicht agieren!

2 4

ich zahl im monat ca.150.-

Arbeitsunfaehigkeitsversicherung, absetzbar. Wieso braucht man in Oesterreich immer den Staat fuer alles? Wer will sein Leben von den Entscheidungen von Politikern und Beamten abhaengiger machen als es ohnehin schon ist. ?Was der Typ fuer einen will sollte uns doch wurscht sein.

Re: ich zahl im monat ca.150.-

Und warum der Staat "private Vorsorge" über die LSt unterstützen soll, muss ich auch einmal fragen. Es ist doch nicht so, dass Sie im Falle der Inanspruchnahme einen Teil der "Versicherungsleistung" wieder dem Steuerzahler refundieren?

2 5

Re: Re: ich zahl im monat ca.150.-

Erstens zahle ich auf jede art einkommen steuer, zweitens belohnt mich der staat (also wir alle) dafuer dass ihm fuer meine versicherung weder verwaltungs- noch pflegeauwand anfaellt. Ich kann mir aussuchen bei wem ich mich wie hoch versichern lasse. Zahle ich nix ein gibts nur notstandshilfe.

Gast: Hochinteressant
30.07.2012 12:32
6 1

...von der Ideologie geblendet...

"Das läuft im Wesentlichen darauf hinaus, wenn einer von der Gesellschaft schon ein Studium finanziert bekommen hat,..."

Meint der AMS-Chef im Ernst, dass jeder Akademiker ein Stipendium erhalten hat oder wie genau meint er, dass die Gesellschaft ein Studium finanziert hat?

Und wie genau stellt er sich vor, dass jemand mit psychischen Problemen eine Umschulung meistert?

Und warum bringt er einen Beamten (Mittelschulprofessor) als Beispiel?

Es wäre schön wenn die wenigen Wortmeldungen der angeblich Kompetenten (Sozialminister, AMS-Chef...) wenigstens ein klitzekleines bisschen von Fachwissen zeugen würden

wie genau meint er, dass die Gesellschaft ein Studium finanziert hat?

Auf die Gefahr hin, dass die Frage nicht ernsthaft gestellt wurde, mein Versuch, das ein wenig zu erklären:
Die "Gesellschaft" (der "Staat") finanziert das Studium ebenso wie die Schule. Die Tatsache, dass 8-jährige zu Hause essen bedeutet ja nicht, dass die Eltern Schulgeld bezahlen müssen.
Die Tatsache, dass der Student Bücher benötigt, bedeutet ja nicht, dass er zusätzlich das Gehalt des Vortragenden, die Erhaltung des Universitätsgebäudes etc. bezahlt.

Haben Sie sich tatsächlich nie gefragt, wozu es Bundesbudgets für Bildung etc. gibt?

Antworten Gast: Martin_S
30.07.2012 12:49
9 0

Re: ...von der Ideologie geblendet...

Seit wann zahlen Studierende alle für ihr Studium angefallenen Kosten ???

Re: Re: ... wie genau meint er, dass die Gesellschaft ein Studium finanziert hat?

Sie meinen, es gibt Universitäten, die sich "die Eliten" selbst finanzieren und erhalten, oder kommt das doch aus dem Steuertopf, den die Träger der Leistungsgesellschaft so bescheiden bedienen?

Antworten Antworten Gast: Hochinteressant
30.07.2012 13:09
4 0

Re: Re: ...von der Ideologie geblendet...

Seit wann zahlt die Gesellschaft alle für die Studierenden anfallenden Kosten des Studiums (inkl. Lebenshaltungskosten, Bücher, Computer, etc etc etc)

Re: Re: Re: ...von der Ideologie geblendet...

was wollt ihr denn noch alles in den a... geschoben kriegen? wacht doch mal auf, unglaublich!

Umschulung

Ich habe mich seinerzeit als Langzeit.Arbeitsloser 57 J. alt, beim AMS als Berufs-Berater beworben (man suchte). Ich wurde abgelehnt, 1. zu alt, 2. keine pädagogische Ausbildung. Als Ingenieur in Führungsposition (Bau- und Projektleitung) mit bis zu 100 Mitarbeitern, waren meine pädagogischen Fähigkeiten offensichtlich ausreichend. Stattdessen wurde mir ein teurer Computerkurs (CAD) aufgedrängt und geraten eine Invaliditäts-Pension anzustreben. Jetzt mit 62 in Pension.

Re: Umschulung

mit 57 und ihrer Erfahrung am Abstellgleis zu landen passiert wohl nur in Òsterreich, traurig traurig, aber echt, es ist zum Heulen. da hat jemand so viel Erfahrung mit so vielen Menschen und Situationen und dann wird er woran gemessen? am Geburtsdatum!

dieses land geht nicht vor die hunde, es rast mit vollgas darauf zu!

1 5

Re: Umschulung

Traurig, gottlob lebe ich in einem turbokapitalistischen land in dem nur eines zaehlt: ausgabe/eingabe. Ich beendete mit 55 mein drittes studium und akzeptierte fuer eine weile kleinen gehalt bis sich eine chance bot.auch gegen gute junge wird zuviel diskriminiert.

Antworten Gast: dsaasd
30.07.2012 13:52
5 0

Re: Umschulung

mich wundert es, dass sie das unfähige arbeitsamt nicht mindestens 12 mal auf den selben kurs "wie bewerbe ich mich richtig" geschickt hat, weil sie nicht verstehen können oder wollen, selbst nach dem bestigen bewerbungsschreiben wird man aufgrund des zunehmenden alters abgelehnt.

aber AMS und logisch denken ist so wie sonne und mond ... beides gleichzeitig geht einfach nicht.

Gast: KHG Magister der Betriebswirtschaftslehre
30.07.2012 11:44
5 0

Ich habe meinerzeit als arbeitsloser Finanzminister

mit dem AMS sehr gute Erfahrungen gemacht.

11 0

Das AMS...

..ist überbesetzt und wenn man Arbeit sucht für d‘Fisch.
Kenne niemand der durch das AMS je eine vernünftige Stelle bekommen hat.

Antworten Gast: Vickerl
30.07.2012 12:50
8 0

Re: Das AMS...

da muss ich ein wenig widersprechen. vor etlichen jahren hatte ich einen ziemlichen bruch beruflich und musste mich völlig neu orientieren. ich habe das ams nie so verstanden dass die mir nun gefälligst eine arbeit beschaffen sollen. das habe ich immer als meine selbstverständliche leistung gesehen. oft, wenn firmen dem ams jobs anbieten, hat das ja noch dazu seine gründe, die suchen dort oft genau leute, die eh im eck sind.

nach einem unnötigen bewerbungstraining (eine zumutung für einen denkenden menschen) habe ich dem ams aber einen plan ausgearbeitet, mit einer relativ teuren zusatzschulung (6000 euro) würde ich aus den und den gründen wieder auf die füsse kommen. nach einigen kämpfen hat man mir das wirklich finanziert. und nach einem jahr war ich tatsächlich wieder in der lage, mich nachhaltig selbst zu erhalten.

ich habe gute und schlechte erfahrungen gemacht, aber in der mehrzahl musz ich sagen: gute. es gibt dort recht vernünftige realistische leute, und sogar empathie. das klientel aber, das muss ich aus beobachtungen sagen, ist oft sicher nicht einfach.

das ams war für mich damals der letzte nagel, der mich vor dem totalen absaufen gehalten hat. und es hat mir geholfen wieder auf die füsse zu kommen. dafür bin ich dankbar.

10 0

Und so ganz nebenbei....

ein Studium während der Chemotherapie oder bei einer endogenen, therapieresistenten Depression ist sicher kein Problem; der ganze Entwurf ist ein einziger Blödsinn und bringt auch nicht viel; was sind schon 700 Mio. bis 2018(!) (die vermutlich gar nicht erreicht werden) gegen das was man laufend in ÖVAG, Hypo, Kommunalkredit, Abfangjäger und diverse Rettungsschirme etcetcetc. pumpt.

Antworten Gast: Schulungswillige
30.07.2012 11:18
6 0

Re: Und so ganz nebenbei....

Ca. 60 Mrd für diverse bankrotte Staaten sind kein Problem, aber bei den Österreichern muss das ja hereingespart werden und dies unter der Federführung der Sozialdemokraten bzw. Arbeitervertreter