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Kärnten: Ex-VP-Landeschef bringt Schüssel ins Spiel

31.07.2012 | 15:25 |   (DiePresse.com)

Der damalige Kanzler habe ihn 2004 zum Rücktritt gezwungen, sagt Wurmitzer. Als Grund vermutet er seine Ablehnung des Hypo-Vorverkaufs. Landeschef Dörfler erstattete indes Anzeige gegen SPÖ-Funktionäre.

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Der Vorgänger des am vergangenen Mittwoch zurückgetretenen Kärntner ÖVP-Chefs Josef Martinz, Georg Wurmitzer, hat in der Korruptionsaffäre indirekt Altkanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) ins Spiel gebracht. Dieser habe ihn seinerzeit zum Rücktritt gezwungen, weil er den damaligen Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ/BZÖ) nicht weiter habe unterstützen wollen, sagte Wurmitzer im Ö1-"Mittagsjournal" am Dienstag. Wurmitzer hatte sich geweigert, eine Wandelschuldanleihe von 500 Millionen von der Hypo aufzunehmen. Seinen Nachfolger Martinz bezeichnete er als "Mehrheitsbeschaffer".

"Es ist das eingetreten, was ich geahnt und befürchtet habe", so Wurmitzer. "Denn ich habe gespürt und miterlebt, dass die Basis der Politik, die das System Haider entwickelt hat, nicht stimmt." In Kärnten sei zur Zeit Haiders Politik gemacht worden, ohne auf die finanziellen Möglichkeiten Rücksicht zu nehmen. Zudem sei ein Klima erzeugt worden, das den handelnden Politikern das Gefühl gab, sie dürften alles. "Das haben sie genutzt und das hat zu dem geführt, was wir heute haben."

"Das verführt"

Das Amt als ÖVP-Obmann hat Wurmitzer laut eigener Aussage nicht freiwillig abgegeben. Die Wandelschuldanleihe, die als Vorgriff auf den geplanten Hypo-Börsegang eine halbe Milliarde Euro in die Landeskasse spülte, hat er aus zwei Gründen abgelehnt: Diese würde später aus Geldmangel nicht zurückgezahlt werden können, was sich auch so herausgestellt habe. Und: "Es ist nicht gut, einem Finanzreferenten mit einem Schlag 500 Millionen in die Hand zu spielen, das verführt."

Drei Wochen später habe Schüssel Wurmitzer mitgeteilt, dass dieser nicht kandidieren dürfe. "Wenn ich also jetzt zurückblicke und mir den Reim darauf mache, denke ich, dass er offenbar die Mitteilung erhalten hat, dass ich bei gewissen Dingen nicht mitspiele."

Khol verteidigt Schüssel

Der ehemalige schwarz-blaue Nationalratspräsident Andreas Khol reagierte am Dienstag prompt auf die Aussagen Wurmitzers. Kein Bundesparteiobmann der ÖVP hätte die Kompetenz, einem Landesparteiobmann die Kandidatur zu untersagen, meinte dieser per Aussendung. Wurmitzer hätte aufgrund der Halbierung des ÖVP-Ergebnisses bei den Landtagswahlen 2004 noch am Wahlabend seinen Rücktritt bekanntgegeben.

Es sei vor der besagten Landtagswahl auch allgemeiner "Parteiwille" gewesen, Elisabeth Scheucher zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl zu küren, nachdem diese als Listenführerin der ÖVP in der Nationalratswahl 2002 erfolgreich gewesen sei, erinnerte Khol seinen "alten Freund und Weggefährten" Wurmitzer. "Es war auch nicht der Stil Schüssels, der mit der feinen Feder und nicht mit dem Holzhammer arbeitete."

Hintergrund

Der Steuerberater Dietrich Birnbacher hatte im Zuge des Hypo-Verkaufs für ein Gutachten sechs Millionen Euro kassiert. Vor Gericht gestand er, dass das Geld zwischen ihm, der Kärntner ÖVP und dem damaligen BZÖ (heute FPK) aufgeteilt werden sollte. Letztlich seien aber "nur" 100.000 Euro an die ÖVP geflossen.

Für die erste Tranche - 35.000 Euro - soll Martinz' Ex-Anwältin, Astrid Wutte-Lang, die Rechnung gelegt haben, weshalb nun auch gegen sie ermittelt wird. Die Anwältin bestreitet die Vorwürfe. Birnbacher warf zudem FPK-Chef Uwe Scheuch und FPK- Finanzlandesrat Harald Dobernig vor, von ihm 500.000 Euro verlangt zu haben. Das Geld sei aber nie geflossen. Die beiden bestreiten die Vorwürfe.

(APA)

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67 Kommentare
 
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hoppauf wolfi!

es gibt in diesem land seit 1.1.2011 die kronzeugenregelung!
melde dich bei der staatsanwaltschaft und packe aus, BEVOR ermittlungen gegen dich eingeleitet werden. dann hast du eine chance, juristisch ungestraft oder mit einer milden strafe davonzukommen.

die sache mit den geschichtsbüchern und deinem namen darin ist ohnehin gelaufen: dort wird ein vernichtendes urteil über das 'system schüssel' gesprochen werden!

das versteckspiel der wappler.

strache versteckt sich auf ibiza. fleissig schreibt er in facebook stories über alles mögliche, nur nicht über kärnten und seine parteifreunde...

wo versteckt sich eigentlich spindelegger? dem entkommt auch kein wort, wenn sich parteifreunde wie khol ausspinnen und sein vorvorvorgänger schief grinst und schweigt...

sind spindi und strache derart schwachbrüstig? oder wissen sie, wo ihr platz ist - treu an der seite der lügner und betrüger?

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FRAGE

Haben Schüssel und Macky-Messer Gemeinsamkeiten ?

der Wurmitzer

hat schon früh erkannt, dass mit der Wandelschuldanleihe der finanzielle Untergang vorprogrammiert war.....der Pflichtschullehrer aus einem Nebental hatte mehr Durckblick als alle anderen Experten mit wirtschaftlicher Zusatzqualifikation.....not so bad....

Gast: Hans M..
01.08.2012 07:18
3 0

Micki Maus

Also das war gestern ein Volltrottel im Report.
Ich meine den Elvis und Haider Fan. Mit dem "Mann" stimmt doch etwas nicht. Der Komische braucht Hilfe der kann doch gar nicht ohne Idole leben. Aber frech den Arm tätowiert ich glaube ich spinne. Der soll sich lieber seine Frau rauf tätowieren.

Gast: Hans M..
01.08.2012 07:08
3 0

Es gibt doch noch Aufrechte in der ÖVP

Aber dazu zählen ein Kohl und Schüssel sicher nicht. Jetzt versucht Kohl den Wurmitzer madig zu machen. Man wusste immer schon wer Kohl ist spätestens als er sich mit Schüssel und Westentahler eingelassen hat.
Apropos,was ist eigentlich mit der Rauch-Kallat-Mensdorf?

2 1

Laßt's ma bitte den Schüssel in Ruh...

... Der is supersauber und hat nix gwusst. Die ham ihn alle hintergangen, von der Maria bis zum Jörgl. Tust nit in alten Wunden stierln. Des is a Menschnhatz.

Die Scheucherin

hatte ja ein besonders enges Verhältnis zum Strasser.

Gast: Hans M..
01.08.2012 01:54
2 0

Ich hoffe

das sich der Staatsanwalt einmal mit diesem komischen Schönredner Kohl befasst,mit Schüssel sowieso. Wer ist eigentlich bei der ÖVP nicht kriminell die schlagen sogar die FPÖ um Längen.

"Es war auch nicht der Stil Schüssels, der mit der feinen Feder und nicht mit dem Holzhammer arbeitete."

Besonders beim Brüssler Frühstück: " Das ist eine besondere Sau !"

Wer erinnert sich noch daran ?

Das "System Haider" ist ohne Wolfgang Schüssel nicht denkbar

Jetzt haben die Medien eine Erklärung dafür gefunden, warum Korruption und Freunderlwirtschaft das öffentliche Leben in Kärnten fest im Griff haben und es fast vollkommen lähmen. Das „System Haider“ sei es, das dafür verantwortlich wäre.
Nichts hört man aber davon, dass dieses System ohne Wolfgang Schüssel nicht denkbar ist. Denn Haider konnte erst daran denken, es zu etablieren, als Schüssel zu ihm ins Bett kroch, um endlich Bundeskanzler werden und es auch bleiben zu können.
Wachs sollte er fortan sein in den Händen Jörg Haiders. Es blieb ihm auch keine andere Wahl, als dessen Wünsche während seiner Zeit als Bundeskanzler als Befehl zu betrachten. Sogar in Personalfragen beugte er sich dem Willen Jörg Haiders, wie wir im „ORF-Report“ vom 31. Juli 2012 erfahren haben. Schüssel musste auf den damaligen Kärntner ÖVP-Obmann Druck ausüben und ihn zwingen, auf seine politische Funktion zu verzichten. So wollte es Haider.
Leichtes Spiel hatte er also mit Schüssel, der in jungen Jahren auszog, um uns den aufrechten Gang zu lehren, und nun in einer Phase seines Lebens, wo er Rückgrat zeigen sollte, selbst zum Wurm geworden ist.

Gast: Austrian´s Government is a Carnival-Club!
31.07.2012 23:16
3 0

Kärnten: Ex-VP-Landeschef bringt Schüssel ins Spiel.......

...beim Schüssel gilt das Gleiche wie bei der Rauch Kanalat......WIR HABEN UNS ZWAR GESEHEN, ABER NIE GEREDET;-))

ok herr kohl

Sie haben Ihre Verdienste weil Sie Schüssels Pläne KHG als seinen Nachfolger zu installieren durchkreuzt haben. Danke dafür, aber jetzt si tacuisses philosophus mansisses. Ab einem gewissen Alter tut Schweigen gut.

Khol wird langsam eine Zumutung

Angefangen vom öffentlichen Lob für Grasser nach dessen verlogener Budgetrede, über das Buch über den Marsch durch die Wüste Gobi bis zu seinen Verteidigungen der PensionistInnen gegen Null-erhöhungen und Pensionsalteranhebung und den Verteidigungen Schüssels heute, er glaubt anscheinend wirklich, dass Schüssel eine ehrenhafte Person war. Wahrscheinlich wurde er auch von Schüssel belogen, dass er dies nicht bemerkt hat und ihm nach wie vor die Stange hält, zeugt nicht von großer Weisheit und großem Überblick. Es kann auch für Spinelegger nicht angenehm sein, dass er keinen reinen Tisch machen kann, solange Khol seinen Senf dazu gibt.
Warum kann jemand, der seit 4 Jahren in Pension ist, nicht endlich aufhören zu intervenieren, um nicht zu sagen zu intrigieren?

Re: Khol wird langsam eine Zumutung

Dies könnte auch für Andere gelten, z.B.
für den Oberlehrer Neugebauer, der ist
auch nicht alleine!

Re: Khol wird langsam eine Zumutung

Was heißt "wird langsam zum Problem" ... er ist schon lange eins!

Gast: Nessie
31.07.2012 21:00
1 7

beim Heckenschützen Wurmitzer

ist es traurigerweise offenbar bis heute nicht durchgesickert, dass ein abgewählter Politiker zurückzutreten hat. Wirklich bemitleidenswert ist dabei, daß der längst vergessene Wurmitzer es für passend hält, sich auf diese erbärmliche Weise in das Sommerloch zu drängen.

Re: beim Heckenschützen Khol

ist es traurigerweise offenbar bis heute nicht durchgesickert, dass ein abgetretener Politiker sich mit unnötigen Wortmeldungen zurückzuhalten hat.
Sein Eintreten für Schüssel zeigt auf, dass er bis heute nicht begriffen hat, wie sehr er selbst mit drin hängt.
Bemerkenswert ist dabei, daß der längst vergessene Khol es für passend hält, sich auf diese erbärmliche Weise in das Sommerloch zu drängen.
Entschuldigung für die Verwendung des Textes des Vor-Posters, aber das musste einfach sein.

Gast: Johannas Bürostuhl
31.07.2012 20:48
4 1

''Wo laufen alle Fäden im Staat zusammen

wenn nicht beim Bundeskanzler.''

Gast: regni
31.07.2012 20:35
5 1

Hinter allem Schüssel!!!!!

Wetten, dass Schüssel den Kohl aufgefordert hat
die Kastanien aus dem Feuer zu holen!!!
Wetten, dass überall die Parteispitzen hinter den Kulissen die Spitzenkandidaten fördern oder unterdrücken kann!
Schüssel mag ab und zu die feine Feder geführt haben, doch Holzhammermethoden hat es gewiss auch gegeben Herr Khol, der wieder einmal Dinge mit vielen Worten verschleiern will (verdrehen sollte man sagen...)

Gast: Schönlangsam
31.07.2012 19:09
4 0

Sehr interessant dass man auch von

Sehr interessant.
Warum wird von Schüssel nichts berichtet.
Weil alle Nudeln in der Schüssel wissen was andere nicht wissen dürfen.
Und die Schüssel weiß viel, sehr viel.
Man sollte sie ihn den Geschirrspüler geben, so wie es die Amerikaner machen.


Zu Khol: no ein bisserl Einfluß hat Schüssel schon gehabt. Übrigens wie jeder Parteiobmann, sogar der schwache Spindelegger wurde Strasser los!


Gast: kahageh!
31.07.2012 18:46
4 1

naja

Der Pensionistenpräses ist verläßlich zur Stelle, wenn die Reste der vermeintlichen Reformregierung von anno 2000 an den Mottenlöchern einreissen und den Blick auf die verantwortungslose "Arbeit" einer Chaotentruppe freigeben. So viel Naivität sollte im Dunkel eines mühsam aufrechterhaltenen "Elder Statesmans" Nimbus ihrem unvermeidlichen Ende entgegendämmern dürfen!

Gast: burro
31.07.2012 18:32
1 13

55 Milliarden Schilling ,hat der Polit -Clown Kreisky den Polen geschenkt !!


Re: 55 Milliarden Schilling ,hat der Polit -Clown Kreisky den Polen geschenkt !!

Irgendwie im falschen Forum ?
Dürfte ein Fall von C2Abusus sein.
(Man beachte den kreativen beistrich)

Gast: africano
31.07.2012 18:29
1 6

Warum wurde Schüssel nie zu einer Bilderberger -Konferenz eingeladen ?

Gusenbauer wurde zu den Bilderberger -Konferenzen eingeladen und jetzt hält er in den USA , sogar auf UNIS Vorträge ?????
Wie viele CIA Agenten gibt in Östereich ?

 
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