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Ursula Haubner: „Neuwahlen sind sicher das Beste“

31.07.2012 | 17:46 |  Von KARL ETTINGER UND REGINA PÖLL (Die Presse)

Die frühere Sozial- und Familienministerin Ursula Haubner nimmt ihren verstorbenen Bruder Jörg Haider in Schutz: „Versuch posthumer Kriminalisierung“. Das Volk solle bei vorgezogener Wahl entscheiden.

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Wien/Klagenfurt. Nach den Geständnissen im Birnbacher-Prozess über illegale Parteienfinanzierung und mitten in der Diskussion um Neuwahlen in Kärnten meldet sich die BZÖ-Politikerin Ursula Haubner, Schwester des 2008 verunglückten früheren Kärntner Landeshauptmannes und Parteichefs Jörg Haider, zu Wort. „Für Kärnten sind vorgezogene Landtagswahlen sicher das Beste, damit die Bevölkerung ihre Entscheidung treffen kann“, meint die frühere Sozial- und Familienministerin am Dienstag auf Anfrage der „Presse“.

Die nunmehrige BZÖ-Nationalratsabgeordnete zieht die Anschuldigungen von Ex-ÖVP-Kärnten-Chef Josef Martinz und Steuerberater Dietrich Birnbacher gegen ihren Bruder massiv in Zweifel: „Für mich ist absolut zu hinterfragen, warum nach jahrelangen anderslautenden Aussagen die beiden Beschuldigten nun alles auf den vor vier Jahren verstorbenen Landeshauptmann abwälzen wollen“ – als wäre dies „die Wahrheit“. Tatsächlich würden die beiden jemanden belasten, „der nicht mehr Stellung beziehen kann“. So werde „immer weiter versucht, einen erfolgreichen Politiker zu kriminalisieren“. Haubner bezieht sich damit auf die Aussagen der Angeklagten im Prozess um Birnbacher, dem zufolge schon 2007 geplant gewesen sei, einen Teil seines Millionen-Honorars für ein Gutachten zum Hypo-Verkauf an das damalige BZÖ (jetzt FPK) und die ÖVP weiterzuleiten. Der mittlerweile zurückgetretene ÖVP-Chef Martinz hat in der Vorwoche bereits gestanden. Chefverhandler für das BZÖ war laut Birnbacher Haider.

Mit ihrer Stimme für eine vorgezogene Wahl trifft sich Haiders Schwester Hauber mit der SPÖ, der ÖVP und den Grünen in Kärnten: Alle drei Fraktionen haben am Montag eine zweite Sondersitzung des Landtags zum Thema „Neuwahlen jetzt“ beantragt, am Dienstag setzte Landtagspräsident Josef Lobnig die Sitzung dann für Freitag, 17 Uhr, an – was die Antragsteller empörte: Der Zeitpunkt sei vom FPK-ler bewusst so spät gewählt, damit sich die Diskussion möglichst weit in den Abend verschiebe. Allerdings haben die FPK-Abgeordneten – sie stellen im Landtag die größte Fraktion – bereits angekündigt, dass sie vor der Abstimmung über eine Neuwahl den Saal verlassen könnten. Die notwendige Mehrheit kann in dem Fall gar nicht zustande kommen.

Sollte die FPK tatsächlich die Abstimmung boykottieren, wollen die drei Parteien aber weiter auf einen baldigen Termin drängen. Dann würden sie notfalls auch „jede Woche von Neuem“ einen Sonderlandtag beantragen – bis die FPK bei der Neuwahl mitmache, wie Vertreter aller drei Parteien der „Presse“ sagen. Schon in der Vorwoche waren sie mit einer Sondersitzung zum Thema gescheitert.

Ex-ÖVP-Chef kritisiert Schüssel

Die FPK verteidigt ihre Linie und will möglichst spät neu wählen. Dass sie nach Birnbachers Aussage bei Neuwahlen abstürzen könnte, sieht man bei der Kärntner FPK zumindest offiziell nicht so. Birnbacher hat auch FPK-Landesrat Harald Dobernig und FPK-Chef Vizelandeshauptmann Uwe Scheuch mit illegaler Parteienfinanzierung in Zusammenhang gebracht – was beide, einst Mitglieder des BZÖ, zurückweisen. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt (siehe nebenstehenden Bericht).

Zudem ist Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) unter Beschuss, der ab 2000 eine Koalition mit Haiders FPÖ/BZÖ bildete. So sagt zumindest der Martinz-Vorgänger als ÖVP-Kärnten-Chef, Georg Wurmitzer, im ORF-Radio, Schüssel habe ihn 2004 zum Rücktritt gezwungen, weil er Haider nicht weiter habe unterstützen wollen: Er, Wurmitzer, hätte sich geweigert, eine Wandelschuldanleihe von 500 Millionen von der Hypo aufzunehmen. Schüssel habe „offenbar die Mitteilung erhalten, dass ich bei gewissen Dingen nicht mitspiele“.

„War es nicht die Halbierung der Kärntner ÖVP (2004, Anm.) und nicht Schüssel, der deine politische Karriere beendete?“, meint dazu der einstige ÖVP-Klubobmann, Seniorenbundchef Andreas Khol, in Richtung Wurmitzer. Außerdem könne „kein Bundesparteiobmann“ einem Landesparteichef die Kandidatur untersagen.

Auf einen Blick
Sondersitzung. Für Freitag wurde Kärntens Landtag wie vor einer Woche um 17 Uhr zu einer Sondersitzung einberufen. Dabei wollen SPÖ, ÖVP und Grüne den Neuwahlantrag beschließen. Die FPK kann das mittels Auszug aus dem Saal verhindern.

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150 Kommentare
 
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Gast: tttt
02.08.2012 07:35
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Handarbeitslehrerin mit Mehrfachbezügen - sicher das moralische Gewissen Österreichs

die ÖVP gehört ebenfalls abgewählt.
Schüssels Regierungszeit = Mafiaherrschaft

Gast: Callisto
01.08.2012 14:50
3 1

Ich möchtenur erinnern:

Die Hypo war eine schwarze Bank und wurde von ebensolchen an die schwarze CSU in Bayern verkauft.
Wer glaubt wirklich der kleine blaue Jörg Haider (groß war er nir in Österreich) wäre der wirkliche Strippenzieher gewesen?
Bayern wird sich von einem kleinen Landespolitiker aus Österreich was einreden lassen? Sicher nicht! Da haben deren ideologische Freunde aus Österreich die Finger im Spiel gehabt.
An die geht man aber nicht ran weil die SPÖ sie als Mehrheitssbeschaffer braucht.

Re: Ich möchtenur erinnern:


Der Generaldirektor der GRAWE, Ederer, hat bei Gericht ausgesagt, dass es ohne Zustimmung und Mitwirkung von Haider unmöglich gewesen wäre, die Bank zu verkaufen.

Ederer war AR Vorsitzender der HAA, sein Stellvertreter Grigg war sogar für ein Jahr CEO der HAA.

Die Bayern haben schon vor der HAA einige Bank Flops mit Milliardenverlusten für die Steuerzahler geliefert. Die sind schon den
Kärntnern auf den Leim gegangen, zumal Tilo Berlin beste Beziehungen zum Bankchef Schmidt hatte.

Gast: KärtnerHabenDasNichVerdient
01.08.2012 10:52
6 1

Korruption hat einen Namen: SPÖ


der heilige im herrgottswinkel.

gestern im report-spezial gab es ja mehrere szenen mit diesem hardcore haider-fan. der sich tatsächlich einen altar mit fotos, kerzen und anderen devotionalien gebastelt hat und dort brav betet....

sein haupt'argument' für die unschuld der sonne: der hat jeden gekannt, den konnte man anrufen und umgehend hat er die sache geregelt.

man könnte das unter dem titel 'bürgernähe' einordnen.

doch wenn man sich die auswirkungen dieser 'bürgernähe' anschaut, dann könnte man fast wünschen: politiker, verkriecht euch in eurem biotop, meidet den kontakt zu den bürgern wo immer es geht. denn schlimmere auswirkungen als die bürgernähe nach dem vorbild des rattenfängers von hameln kann das auch nicht haben!

Gast: Bankerin
01.08.2012 07:56
4 1

Lächerlich

Bewiesen ist, dass die ÖVP rund 100.000 Euro fix von Birni eingestreift hat. Alles andere sind vorerst Behauptungen. Doch wir diskutieren hier um ein paar läpische Tausender und europaweit streichen Banken hunderte Milliarden ein, welche in Folge zu den Großkonzernen verschoben werden die wiederum den Banken gehören.
Der Wahnsinn darin, keinem regt dies auf!
Erst dann wenn der Mittelstand ausgeblutet ist und Menschen auf den Straßen verhungern?
Macht doch die Augen auf!

Re: Lächerlich

nach dem einbruch in die wohnung von 'bankerin' meint der kripo-beamte: "regen sie sich nicht auf. wegen der paar tausender werden wir jetzt aber wirklich keinen akt anlegen. wir müssen uns um die fälle kümmern, wo der schaden entsprechend groß ist!

"macht doch die augen auf!" -
ich würde gerne sehen, wie weit SIE ihre augen nach diesem gespräch aufreissen!

Antworten Gast: almöhi
01.08.2012 10:14
0 1

Re: Lächerlich

ist das keineswegs, im übrigen beantworten Sie Ihre Fragen selbst, es fängt nämlich immer mit ein paar läppischen Tausendern an.

2 1

Mein Gott

was soll sie denn anderes sagen, ist sie doch die Schwester. Schwer genug für sie, erkennen zu müssen, dass Haider dieses kleine Land wie ein Fürstentum im Alleingang moralisch und finanziell ruinierte. Sie und die Haider-Gefolgschaft haben Schuld auf sich geladen, weil sie sein Tun ermöglichten und billigten. Jetzt, wo das dicke Ende immer mehr hervortritt fallen alle in eine Krise und schlagen halt um sich. Einzig der alte Haudegen Mölzer legt eine Abrechnung mit dem System Haider vor, und die hat sich gewaschen.

Gast: KärtnerHabenDasNichVerdient
01.08.2012 07:37
5 6

Korruption hat einen neuen Namen: FPÖ


Gast: Der Herr Doktor
01.08.2012 07:16
4 0

Korruption in Österreich wird nie auszurotten sein, wenn man sie immer nur Partei-isch sieht.


Wenn man liest, wie Poster die Korruption von Faymann (er ist immerhin Bundeskanzler. Wenn man schon von jungen Sportlern erwartet, eine Vorbildfunktion zu haben, dann darf man das doch vom Kanzler des eigenen Landes erwarten) klein schreiben, schön schreiben, entschuldigen, abstreiten oder die Untersuchungen bis auf den Nimmerleinstag verschieben wollen - dann zeigt das doch folgendes: der Österreich hat gar kein Problem mit der Korruption an und für sich. Er will nur nicht, dass man es seiner eigenen Partei nachsagt. Korrupt sollen immer nur die anderen sein.

So wird sich nie etwas ändern. Denn die Politiker sind schlau genug, diese Haltung ihrer Wähler auszunutzen und richtig zu bedienen.

Re: Korruption in Österreich wird nie auszurotten sein, wenn man sie immer nur Partei-isch sieht.

wenn man liest, wie bürger hier nebelgranaten werfen, dann muss man ebenfalls konstatieren: so wird sich nie etwas ändern!

gedulden sie sich doch: im u-ausschuss kommt im herbst das thema inserate dran. DANN posten sie ihre meinung dazu!
doch dieses "die anderen haben ja auch..." ist entweder ein bewusster ablenkungsversuch oder es handelt sich um kindergarten-verhalten.
jedenfalls ist es kein zeichen für tatsächlich verantwortungsbewusste bürger!

Sag den Kärntnern "Jetzt erst recht"

und sie wählen diese Komiker wieder und lassen sich besch......! Hauptsache man hat es den anderen gezeigt, Dummheit wird zur Kunst erhoben.

Re: Sag den Kärntnern "Jetzt erst recht"

30% Deppen(innen) werden in dieser Provinz diese Party sicher wieder wählen,aber das ist zuwenig,denn 44% erreichen sie nicht mehr,denn damals wurde ja noch die heilige Asche ihres Halb-Bruders im Bärental gewählt.

2 2

Re: Re: Sag den Kärntnern "Jetzt erst recht"

Du scheinst ein Problem mit demokratischen Entscheidungen zu haben, die nicht in Dein zionistischesWeltbild passen.

Gast: total crash
01.08.2012 06:42
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AUF EINEN BLICK

Sondersitzung.

Für Freitag [...] .Die FPK kann das mittels Auszug aus dem Saal verhindern.

Vorschlag zur Güte,liebe FPK`ler,ja bitte zieht aus,nämlich aus Österreich,für immer und ewig,ganz großes Bitte-Bitte ;o)


die drei affen

nichts hören, nichts sehen, nichts sprechen, aber alle haben ihre langen finger in unseren brieftaschen.

Könnte diese Frau nicht besser den Mund halten?


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Die ESM-Blankunterschrift ist ein Grund für

Nationalratswahlen. Die Schuldigen sitzen im Parlament.

Re: Die ESM-Blankunterschrift ist ein Grund für

esm verkürzt nur die zeit bis dieses irrsinnsprojekt euro uns auf den kopf fällt. was solls, gebt das geld aus solange es noch was wer ist.

Antworten Gast: Nachhilfe für Fler
01.08.2012 06:17
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Re: Die ESM-Blankunterschrift ist ein Grund für

ÉSM ist Haftung von 17 Mrd!
Hypo Haftung ist 20 Mrd!

Alles klar?

Noch etwas Österreich und Luxenburg haben auch etwas verdient am Geld bereitstellen!

Kärnten kostet uns in jeder Hinsicht Geld und Image! Alleine die vielen Kosten für die Rechtsanwälte, Richter, Staatsanwälte...

Wurde eigentlich der STRACHE schon irgendwo gesichtet??

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Falsch!

Die Höhe der ESM Haftung ist überhaupt nicht festgelegt und nach oben offen. Davon abgesehen liegt der ESM nur im Vorentwurf vor. D.h. Fischer hat einen Vorentwurf eines Blankoschecks den wir zahlen unterschrieben.

was heißt im nachhinein kriminalisieren,

alleine die alkoholisierung und die 180 sind kriminell genug.

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Re: was heißt im nachhinein kriminalisieren,

180?
Nächstes Jahr sind es dann wohl schon 210. Und in 15 Jahren wird er wohl Mach 1,2 gefahren sein.

Re: Re: was heißt im nachhinein kriminalisieren,

jeder weiss das es mehr als 180 waren, nur nicht die blaunen affen.

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Re: Re: Re: was heißt im nachhinein kriminalisieren,

Ja eben - habe ich ja geschrieben. Es werden so Mach 0.8 gewesen sein.
Charly Sie scheinen geistig tatsächlich schon im Nirwana!

 
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