Bei einer Demonstration sind in Klagenfurt am Donnerstagabend sofortige Neuwahlen gefordert worden. Die Polizei schätzte die Anzahl der Teilnehmer auf 1500 bis 1700. Organisiert hatte den Protestzug die Plattform "neuwahljetzt.at". Führende Politiker der SPÖ und der Grünen führten die Demonstration an. Am Platz vor der Landesregierung forderten der Landessprecher der Grünen, Frank Frey, sowie Peter Kaiser, Kärntner SP-Chef und stellvertretender Landeshauptmann, neben Neuwahlen auch weitere Rücktritte.
Mit Plakaten, Stop-Tafeln, Besen und Trillerpfeifen zog ein sehr gemischtes Publikum "Neuwahlen! Neuwahlen!" skandierend die Bahnhofstraße hinunter. "Für ein sauberes Kärnten", "Frühling, Sommer, Neuwahl, Winter" oder "Wir wollen kein politisches Katastrophengebiet sein" war dort zu lesen. Um die Masse anzuheizen, wurde über Lautsprecher immer wieder ein Sager des designierten FPK-Parteichefs Kurt Scheuch vorgespielt: "Ein paar Linke, die hier Gas geben, ein armes Häuflein elender Lichterlträger". Scheuch hatte so am vergangenen Freitag jene Demonstranten bezeichnet, die vor einer Sitzung des Landtags sofortige Neuwahlen gefordert hatten.
Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) richtete der Kärntner SP-Chef aus, dass dieser in Pension gehen soll, wenn er nur mit Nichtstun glänze. Kaiser: "Wir werden so oft wieder kommen, bis Kärnten eine neue Chance, eine neue Regierung und einen neuen Landtag hat!" Kurz vor 19.00 Uhr löste sich die Versammlung vor der Landesregierung auf.
(APA)
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